Musikalische Früherziehung oder ähnliches, ab welchem Alter?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von molle78 17.08.07 - 10:27 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin Mama von 19,5 Monate alten Zwillingen. Wir besuchen wöchentlich eine Krabbelgruppe in der nun das Thema aufkam, dass einige Mütter ihre Kinder gern zur Musikalischen Früherziehung anmelden möchten.

Zwar halte ich meine Kinder für musikalisch (sie können ansatzweise die Melodien von Kinderliedern nachsingen und versuchen sogar, sie teilweise nachzusprechen!), aber dennoch halte ich das Alter für zu früh.

Musikalische Früherziehungen sind doch meistens erst für Kinder im Alter von 4-5 Jahre gedacht, oder nicht? Ich würde mich über Erfahrungswerte anderer sehr freuen.

Viele Grüße
Molle

Beitrag von ennovi 17.08.07 - 10:33 Uhr

Meinste??? Ich habe den Kleinen schon mal zur Abiprüfung angemeldet... :-p

Hey!

Also ich finde man kann sich ja echt wichtig nehmen. #schock Ich sehe das wie Du. Mit 4 oder 5 ist das beste Alter dafür!

Vorher kann man das gut zu hause machen! ;-)

LG ennovi

Beitrag von jungemama23 17.08.07 - 14:19 Uhr

hi,

wir sind mit Lara auch in einem Musikgarten.
Es stimmt schon die musikalische Früherziehung ist für 4-6 jährige. Vorher werden andere Kurse angeboten. Denke mal die Mamas meinen diese anderen Kurse. Wir machen mit Lara ab September den 3 Kurs mit. Da wird viel gesungen, getanzt, Instrumente wie Klanghölzchen, kleine Trommeln usw. genutzt. Ist echt eine tolle Sache. Lara geht sehr gerne hin.

lg Yvonne und Lara 2 Jahre

Beitrag von befree78 17.08.07 - 10:39 Uhr

Hallo Molle,

das ist wie alles Ansichtsache :-)

Ich bin mit Denis in der Musikschule seit er ein Jahr ist. Ich finde es toll in der Gruppe zu singen, tanzen und Musik zu machen. Klar kann man das zu Hause auch. Aber ich finde die regelmäßigen Termine und die Möglichkeit für die Kinder Musikinstrumente kennenzulernen sehr gut. Schliesslich habe ich kein Klavier, Trommeln und Gitarren zu Hause ;-) Es ist erstaunlich wie früh die Kids anfangen mit den Klanghölzern und Rasseln mitzuspielen.

Ob es nun wirklich megasinnvoll ist, weiss ich nicht - aber ich weiss, dass es uns Spaß macht und das ist das Wichtigste!

Grüße
Helena

Beitrag von anastacia2004 17.08.07 - 11:06 Uhr

Hallo,

da wir nur nachmittags Zeit haben wg. Berufstätigkeit sind wir froh, wenn überhaupt irgendwelche Kurse nachmittags angeboten werden ;-) Wir werden ab Oktober (Ben ist dann 18,5 Monate) mit den "Musikwichteln" anfangen. Wenn's nichts ist, muss ich nach dem Kurs ja nicht weitermachen.

LG
anastacia + Ben (15.03.2006)

Beitrag von dimi 17.08.07 - 11:30 Uhr

Hallo,

unser Mittlerer war ab 18 Monaten mit dem Nachbarsmädchen 2 Vormittage die Woche ohne mich in einer Art "Zwergerlkindergarten" mit dem Schwerpunkt musikalische Früherziehung.

Er hat es geliebt.
Dort wurden halt ganz normal Lieder gesungen, gepatscht, geklatscht, getanzt, zu Musik mit Luftballons oder Bändern gespielt oder so.
Mit Klanghölzern und Schellen wurden spielerisch Rhythmen nachahmt...

Das dauerte ca. eine Stunde, dann wurde Brotzeit gemacht und dann ging sie mit den Kindern noch für ca. eine Stunde raus zum Spielen.

Die Eingewöhnung in den Kiga fiel ihm übrigens auch leicht - er war es ja schon ansatzweise gewöhnt.

Ich bin normal keine Mutter, die ihre Kinder ständig in alle möglichen Kurse steckt - aber das war wirklich Klasse. Werd ich mit unserem Jüngsten auch machen, wenn er so weit ist und Interesse zeigt.

Für meinen Großen wär das nix gewesen - er hat sich in der Krabbelgruppe beim Singen immer ins Eck verkrümelt und lieber mit den Autos gespielt.

Ich denke, man kann es schon machen - es wird halt für so Kleine ganz anders aufgezogen als für 4-5 Jährige.

LG dimi

Beitrag von heramaus 17.08.07 - 11:37 Uhr

Hallo Molle,

ich bin mit Sue Lynn in einer "Musikschule" seit sie 15 Monate alt ist und kann nur sagen, dass ich es immer wieder so machen würde.
Sie hatte von Anfang an sehr viel Spaß #freu !
Eigentlich ist sie bei uns erst ab 18 Monaten, aber da meine beiden Freundinnen mit Ihren 3 Monaten älteren Kindern auch dabei sind, sind wir halt etwas früher angefangen.
Heute mit 21 Monaten ist es natürlich noch besser, da Sue Lynn ja schon weiß, was für Lieder und Spiele gesungen werden und sie versucht fleißig mitzusingen.
Getanzt hat sie von Anfang an immer zur Musik.
Da wir in keine Spielgruppe oder ähnliches gehen, finde ich es sehr schön, dass sie durch die "Musikschule" regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern hat.
In unserer Gruppe sind im moment Kinder im Alter von 20 Monaten bis 3 Jahre.

Also mein Fazit: sehr empfehlenswert !!!! #pro

Viele Grüße

Diana und Sue Lynn

Beitrag von binnurich 17.08.07 - 11:53 Uhr

wir sind in der Musikschule gewesen, da war unsere 9 Monate.
Man sollte das nicht überbewerten, war eher als Krabbelgruppe mit Musik ausgelegt. Hat ihr Spaß gemacht. Noch bevor sie sprechen konnte saß sie manchmal im Autositz und hat dieses Rhytmische Echospiel gemacht. War witzig.

Aber im Ernst, du kannst dich auch gut zu hause mit deinen Kindern musikalisch beschäftigen. Aber bei uns ging es auch um soziales Kontakte und "was gemeinsam erleben". Und irgendwie hat sie da auch "erste Freunde" gefunden. Sie ist da hineingewachsen. Sollte es ihr irgendwann nicht mehr gefallen, werden wir einfach nicht mehr hingehen.

Wie gesagt: nicht überbewerten! Und musikalische Früherziehung klingt schrecklicher als es praktisch ist. eher eine thematische Krabbelgruppe

Beitrag von stella30 17.08.07 - 12:23 Uhr

Hallo Molle,
also ich bin mit meiner Grossen seit sie 2 Jahre alt ist bei den Musikzwergen. Meinen Kleinen hab ich seit Geburt mitgenommen. War bis 18 Monate frei. Beide lieben die Std. Es wird gesungen, gespielt, gemalt und getanzt. Ist für mich auch schön. Wir singen auch zu Hause und ich spiele auch ein Instrument aber es geht ja nicht darum jetzt ein Instrument zu lernen sondern die vielfältige Welt der Musik zu erleben, ohne Leistungserwartung (wenn sie nicht wollen singen sie halt nicht mit) und auch selbst zu gestalten. Das mit anderen zusammen zu machen, macht zusätzlich auch noch Spass.
Mit der Grossen (fast 4) geh ich auch zum Englisch. Wir haben einen Kurs ausprobiert und danach hab ich sie gefragt ob sie weiter machen möchte. Es macht ihr Spass und sie wollte weiter machen. Den Kleinen nehme ich ebenfalls immer mit und der singt mit seinen 21 Monaten kräftig mit. Es geht mir jetzt nicht darum das beide super Englisch sprechen sondern das sie *ein Gehör* für die Sprache bekommen. Aber nur solange sie auch Freude dabei haben.
Das sieht jedoch jeder anders. Und es liegt doch auch an den Kindern. Im Englisch war zB ein Junge der hat überhaupt keine Lust gehabt. Dann hat die Mutter auch nicht mehr weitergemacht.

Probier es doch aus und sieh wie es deinen beiden gefällt.

lg,
stella #freu

Beitrag von molle78 17.08.07 - 12:31 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Also was die "sozialen Kontakte" betrifft, so finde ich den Besuch einer solchen Krabbel- oder eben Musikgruppe auch gut. Wie gesagt, wir haben auch 1x wöchentlich so ein Treffen, wo die Kinder miteinander spielen und wir auch ein bißchen singen.

Darf ich mal die indiskrete Frage stellen, was ihr für diese Musikgruppen so bezahlt und wie lange die gehen?

Ich glaube nämlich auch, dass man bei so kleinen Kindern das auch gut Zuhause machen kann, da müssen die Mütter halt nur mal etwas kreativer sein und daran soll es bei mir nicht scheitern. :-)

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ab Herbst erstmal einen Turnunterricht mit meinen Jungs zu besuchen, damit sie sich dort austoben können, wenn im Herbst/Winter das Wetter für Aktivitäten draußen nicht mehr ganz so prickelnd ist...

Viele Grüße
Steffi

Beitrag von kajulju 17.08.07 - 12:56 Uhr

Hi steffi, wir zahlen 25 € im Monat für 45 min. die Woche und Jamie liebt es! Ich merk auch, dass er davon profitiert, er singt jetzt z. B. immer lalalalallaaaa und klatscht und tanzt dazu. Ist jetzt 19 Monate und wir gehen seit 4 Monaten.
Klar ginge das bestimmt auch zu Hause, Musik und Instrumente gibt es da ja auch aber ich finde, dass man doch zu Hause mehr mit den Mamas quatscht und die Kiddies spielen läßt und da ist eben wirklich durchgängig Programm und ich konzentrier mich da viel mehr auf Jamie als bei den privaten Krabbelgruppen.Komisch aber wahr.
Viele Grüße :-)

Beitrag von molle78 17.08.07 - 13:06 Uhr

Hi kajuljy,

das ist nicht komisch, aber wahr mit Sicherheit - ich kenne das selbst auch., dass man bei privaten Krabbelgruppen mehr zum Quatschen neigt. ;-)

Lieben Gruß

Beitrag von dimi 17.08.07 - 15:03 Uhr

Hallo,

bei mir waren es 70€ im Monat - aber wie gesagt, es waren zwei Vormittage die Woche von 9 bis halb 12 ohne mich...

lg dimi

Beitrag von sarah05 17.08.07 - 14:15 Uhr

Wir gehen auch in die Musikschule seit Selina 18 Monate alt ist.
Sie hat total viel Spass daran und wir haben uns schon für den neuen Kurs angemeldet.
Den Mama´s machts übrigens genauso viel Spass ;-)
Ich kanns nur empfehlen.
Gruss Sarah

Beitrag von diana.rudnik 17.08.07 - 16:01 Uhr

hallo molle,
also musikalische früherziehung bedeutet nicht das deine kinder perfekt mit 18 singen können und mind. 4 instrumente beherrschen.
vorrangiger gedanke ist den kindern in ihrer entwicklung der hauptsinne (sehen, hören, verstehen und bewegen) unter die arme zu greifen.
mein kleiner geht seit april diesen jahres zur musikschule. er ist jetzt 2 jahre und 3 monate. die schule dauert 30 min und findet in unserer krippe statt. letzte woche hatten wir elternabend und da wurde uns ein video gezeigt von der musikschule, damit wir sehen wie das da so ist und wie die einzelnen kinder mitmachen. ich war echt überrascht das mein "räuber" da so toll mitmacht. normal hat er nur "wespen im hintern" und ist kaum zu bändigen. doch dort konnte man richtig gut sehen, das er mitmachen wollte und genau die lehrerin beobachtet hat und alles nachgemacht hat. eine halbe stunde läuft bei uns so ab. treffen und zum kreis hinsetzen. begrüßeungslied (immer das gleiche, damit die kinder wissen das jetzt musikschule ist), dann singt die lehrerin das heutige lied vor. die kleinen versuchen dann nachzusingen. dann kommen instrumente dazu, manchmal auch nur die hände. die lehrerin macht es wieder vor und die kinder singen und instrumentieren, soweit motorisch möglich, nach. dann darf jedes kind selbst vorsingen und die anderen hören zu. (man soll es nicht glauben aber bei 7 kindern im alter von 20-30 monaten, bleiben wahrhaftig 6 sitzen und hören dem einen kind zu wie es versucht zu singne und zu spielen). dann stehen sie auf und singen das lied der stunde mit möglichen bewegungen dazu erneut vor. dann können alle noch paar minuten machen was sie möchten und dann wieder in den kreis und abschiedslied singen (auch immer das gleiche, damit die kinder wissen musikshcule jetzt gleich zu ende).
diese ablauf wie eben beschrieben, nennt sich musikalische früherziehung, also was ganz anderes was sich viele sonst unter dem begriff vorstellen.

unserem tut es total gut. seit dem er das macht, fällt mir zb auf das er zusammenhänge jetzt eher mitbekommt als vorher bzw das eine ursache auch eine wirkung hat.

ich kann es nur empfehlen, schaden tut es mit sicherheit keinem.

:-D und lg diana

ps: in brunos musikgruppe ist eine püppi dabei, die war sonst immer total zurückhaltend und seit sie in die stunde geht ist sie viel offener geworden.