wo liegt unterschied zw. Pflicht-Freiwillig-privat Versicherung?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von anatra 17.08.07 - 11:32 Uhr

Ich bin jetzt etwas verwirrt..

Was sind die Unterschiede zwischen Privat-Pflicht und Freiwillig Versichert .in bezug der Krankenversicherung?

Beitrag von kleene0106 17.08.07 - 12:09 Uhr

Hi,

ich hoffe ich kann dir das jetzt einigermaßen richtig erklären.
Also: Privatversichert - da gibt es eine bestimmte Einkommensgrenze, aber der man sich privat versichern KANN. Ist man privat versichert, zahlt man monatlich einen bestimmten Betrag, der irgendwie abhängig vom Einkommen ist, vom Geschlecht, von der Krankenvorgeschichte etc.
Man spart sich die 10 € Praxisgebühren, bekommt die Rechnungen nach Hause geschickt, muss das Geld vorstrecken um die Rechnung anschließend bei der Krankenkasse einzureichen, damit man das Geld erstattet bekommt. Ob meistens weiss ich nicht, aber man kann einen Vertrag abschließen, indem man einen bestimmten Eigenanteil im Jahr selber leisten muss, d.h. wenn ich jetzt z.B. einen Jahreseigenanteil von 250 € habe und meine ersten Rechnungen unter diesen 250 € liegen, bekomme ich das Geld noch nicht erstattet.
Ist das ungefähr verständlich?

Freiwillig gesetzl. versichert - ich bin z.B. freiwillig versichert, weil mein Mann privat versichert ist und ich in keinem Arbeitsverhältnis stecke. Somit blieb mir zur Auswahl die Privatversicherung oder halt die freiwillige gesetzl. Versicherung.
Bei der freiwilligen gesetzl. Versicherung ist es fast identisch mit der Pflichtversicherung, nur dass ich den Beitrag abhängig vom Einkommen meines Mannes komplett selber zahlen muss. Die 10 € Praxisgebühr z.B. muss ich auch zahlen.

Pflichtversicherung - Man ist automatisch Pflichtversichert, wenn man in einem Arbeitsverhältnis steckt. Der Arbeitgeber zahlt einen Teil und vom Arbeitnehmer wird der Beitrag direkt vom Gehalt auf der Lohnsteuerkarte abgezogen.

Gar nicht so leicht zu definieren.#hicks

Sollte irgendwas nicht stimmen oder etwas fehlen, dürfen mich die anderen ruhig korrigieren.:-) Man lernt ja gerne dazu.;-)
Warum stellt sich dir die Frage eigentlich?

LG
Kleene

Beitrag von tanjakes 17.08.07 - 13:39 Uhr

Hallo,

hier noch eine Ergaenzung: falls dein Mann privat versichert ist und Beamtenbeihilfe bekommt (Lehrer, Richter o.Ä), dann kannst du als Ehefrau auch in die private Versicherung wechseln und das sehr guenstig, denn die Beamtenbeihilfe uebernimmt dann auch fuer dich als Ehehfrau 70% der Rechnungen etc. :-)!
Ist dein Mann gesetzlich krankenversichert, so wirst du ueber die Familienversicherung mit versichert.
All das natuerlich nur, wenn du verheiratet bist. Ansonsten wie von meiner Vorschreiberin erklaert :-)!

LG
Tanja

Beitrag von kleene0106 17.08.07 - 14:05 Uhr

Hi,

stimmt - das gehört dazu, hab ich nicht dran gedacht, weil das bei uns nicht der Fall ist.:-)


LG
Kleene

Beitrag von jessip. 17.08.07 - 19:10 Uhr

Noch eine kleine Ergänzung:

Auch bei der freiw.gesetzl.Krankenversicherung kann man Kostenerstattung und Selbstbehalt wählen. Da hast du keine Chipkarte und gehst wie ein Privatversicherter zum Arzt. Hier reichst du dann die Rechnungen bei deiner Krankenkasse ein. Beim Selbstbehalt bekommst du einen bestimmten Betrag ausgezahlt. Deine Rechnungen zahlst du dann vollständig, bis die Kosten diesen Betrag übersteigen. Die restlichen Kosten werden dann in Höhe der Kassensätze abzüglich Verwaltungskosten und Praxisgebühr gezahlt.

Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich!?
jessip.

Beitrag von anatra 20.08.07 - 14:03 Uhr

vielen dank das du dir die mühe gemacht hast:-)mir das richtig zu erklären.

die pflichtversicherung bleibt bestehen auch wenn ich wie jetzt im Mutterschutz bin oder?

Beitrag von kleene0106 21.08.07 - 12:14 Uhr

Hallo,

ich denke schon. Stehst du denn noch in einem Arbeitsverhältnis?

Ich habe damals bescheid bekommen, dass mein Versicherungsverhältnis ungeklärt sei, weil mein Vertrag ausgelaufen ist.
Daraufhin hätte ich mich halt entweder privat versichern können oder halt freiwillig gesetzlich, wie ich es getan habe.

Also wenn du noch nichts gehört hast von deiner Versicherung oder dein Arbeitsvertrag noch besteht, ist erstmal alles in Ordnung.

LG
Kleene

Beitrag von anatra 21.08.07 - 12:48 Uhr

ja bis jetzt ja...wie gesagt bin ja im mutterschutz...

weißt du wie lange der mutterschutz im längsten fall geht??

lg

Beitrag von kleene0106 21.08.07 - 13:57 Uhr

Hi,

der Mutterschutz geht bis acht Wochen nach der Entbindung, soweit ich weiß. Es sei denn, du hast ein Frühchen, dann ist der, glaube ich, länger.

Endet nach dem Mutterschutz dein Arbeitsvertrag?

Beitrag von anatra 21.08.07 - 14:00 Uhr

da sind wir uns noch nicht einig weil es ein bekannter ist.

muss ich dann was ändern für die AOK ?
Ich möchte bis zur KIndergartenzeit eigentlich daheim bleiben. Muss der Arbeitsgeber nicht 2 jahre den Platz frei lassen? Früher war das so bei mir

Beitrag von kleene0106 21.08.07 - 14:49 Uhr

Also wie das in dem Fall aussieht, kann ich dir nicht sagen. Aber vielleicht kannst du das hier ganz allgemein noch mal fragen, da bekommst du bestimmt einige Antworten.