bin total geschockt- Privatversichert, keine "Kinderkrankentage"??

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Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 11:56 Uhr

Ich habe mich eben mal bei meine Krankenkasse erkundigt (Debeka) wie es denn wäre wenn meine Tochter krank wird und ich zur Betreuung zuhause bleiben müsste. Bei den gesetzlichen Krankenkassen hat ja jeder Elternteil 10 Kinderkrankentage.
Der meinte so etwas gibt es bei der privaten KK nicht - ja was soll ich denn machen wenn meine Kleine mal krank wird und nicht zur Krippe kann?????
Bin total ratlos - kann sowas sein??

Grüße
Nadi

Beitrag von lucie_neu 17.08.07 - 11:59 Uhr

Klar kann sowas sein, du kannst aber in vielen Fällen eine Zusatzversicherung abschließen....

Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 12:03 Uhr

aber nicht über die KK, müsste ich mal bei meiner "Normalen" Versicherung anfragen oder??

Beitrag von lucie_neu 17.08.07 - 12:08 Uhr

Hmm, schau mal im Internet:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__45.html

Das ist die Basis für gesetzlich Versicherte.
Wenn du als privat Versicherte eine Krankengeld-Versicherung abgeschlossen hast, dann hast du auch Kinderkrankengeld.

Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 12:11 Uhr

ich hab jetzt nochmal nachgefragt bei ner anderen Privaten Versicherung und die meinte, es gäbe keine Möglichkeit das abzusichern :-( Es würde aber derzeit wohl geprüft ob im Rahmen der Gleichbehandlung sowas angeboten werden muss.
Ich kann nur eine Krankenhaustagegeldversicherung abschliessen, Krankengeld krieg ich ja als Beamtin nicht :-(...

Beitrag von bleathel 17.08.07 - 12:50 Uhr

Hi,

wenn du Beamtin bist, bekommst du doch wenn dein Kind krank ist ganz normal deine Bezüge weiter, wo ist das Problem???
Genau wie im Mutterschutz auch.
Du brauchst halt eine Bescheiniung vom Kinderarzt, dass du dein Kind pflegen musst. Genauso, wenn die Betreuungsperson krank ist.


gruss
Julia, auch verbeamtet

Beitrag von nadi.ha 19.08.07 - 11:55 Uhr

hallo, davon hab ich noch nie gehört...

Doch gut wenn man hier fragt.. :-)

Beitrag von schnuppe11 17.08.07 - 12:10 Uhr

Hi!
Ich bin auch bei der Debeka. Ich denke dass ist ganz einfach zu lösen. Du wirst dann einfach für Dein Kind krankgeschrieben, oder?

Gruß Schnuppe

Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 12:19 Uhr

ich denke das ist die einzige - wenn auch nicht ganz so legitime - Art und Weise wie man es dann machen müsste...
Traurig oder??
Der meinte das sei eine ungeregelte Lücke!!

Beitrag von schnuppe11 17.08.07 - 12:26 Uhr

Ja, wenn die es so wollen... Ich weiß aber das es durchaus normal ist. In unserer Behörde wurde das von einigen Eltern praktiziert und es war auch für alle so weit in Ordnung. Was soll man auch machen, wenn das Kind krank ist, gell?

Lg, Schnuppe

Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 12:32 Uhr

ich finds traurig, ehrlich...
Ich hab von dieser Vorgehensweise noch nicht gehört, kann mir aber schon vorstellen, dass es so gemacht wird.
Wüsste nur nicht wie ich mich krankschreiben lassen sollte wenn meine Tochter zum Beispiel die Windpocken hätte, aber vielleicht bin ich auch zu naiv für sowas *g*.
Immerhin hat zumindest mein Mann die 10 Tage, der von der AOK hat mich gerade angerufen, also wenn was wäre dann müsste er vorranig ranhalten.

Liebe Grüße
Nadi

Beitrag von nadi.ha 17.08.07 - 12:26 Uhr

... ich hoffe mein Mann - ist bei der AOK - hat zumindest seine 10 Tage Anspruch :-(
Ich find das alles ziemlich kompliziert...
naja, nicht zu ändern.
Bleibt zu hoffen, dass meine Maus nieeeeeemals krank wird.

Liebe grüße
Nadi

Beitrag von bleathel 17.08.07 - 12:55 Uhr

Hi,

so nochmal der Gesetzestext in diesem Fall aus der Bayerischen Urlaubsverordnung:

§ 16
Dienstbefreiung
...

e)


bei schwerer Erkrankung



...

bb)


eines Kindes, das das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wenn im laufenden Kalenderjahr die Voraussetzung für eine Dienstbefreiung nach Absatz 3 nicht vorliegt oder vorgelegen hat,....

(3) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. e Doppelbuchst. bb kann Beamten, deren Dienst- oder Anwärterbezüge (ohne die mit Rücksicht auf den Familienstand gewährten Zuschläge und ohne Aufwandsentschädigung) die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten, Dienstbefreiung unter Anrechnung der in diesem Kalenderjahr nach Maßgabe des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. e Doppelbuchst. bb bereits in Anspruch genommenen Arbeitstage in dem Maße gewährt werden, wie Arbeitnehmer Anspruch auf Freistellung von der Arbeit nach § 45 SGB V geltend machen können.


D.h, wenn deine Bezüge die Pflichteversicherungsgrenze nicht überschreiten (sind so glaub ich 3500 Euro Brutto ungefähr, wohlgemerkt OHNE Familienzuschlag), erhältst du ganz normal 10 Tage, sonst 4 deine Bezüge weiter, wenn dein Kind krank ist.

Also: erst informieren, dann jammern. ;-)

Beitrag von nadi.ha 19.08.07 - 12:00 Uhr

Vielen dank für diese Info..
Konnte mir bisher keiner sagen - komisch oder??

Liebe Grüße
Nadi