Frage bzgl. Schwarzarbeit! Dringend!!!!!!!!!!!!!!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von melania 17.08.07 - 12:01 Uhr


Hallo Ihr Lieben!
Wir haben seit 2 Wochen mit unserem Hausbau angefangen und uns wird sich bald die Frage stellen, ob wir unseren Freiwilligen Helfern (Freund und Bekannte)für ihre Hilfe Geld geben dürfen oder nicht. #schein
Problem ist, dass wir auf keinen Fall irgendetwas mit Schwarzarbeit zu tun haben möchten! Im Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit steht, dass es sich dann um KEINE Schwarzarbeit handelt, wenn man den Helfern solch eine Summe bezahlt, die nicht im Verhältnis zum eigentlichen Wert der Arbeit steht.

das ist allerdings immer im Ermessen jedes Einzelnen meiner Meinung nach!
für den Einen kann das heißen:
eine Woche mauern kostet generell z.B. 2000€, ich gebe meinem Freund 200€! ein anderer wird sagen: Nee, 200€ ist noch zu viel, 100€ sind o.k." Woher soll ich wissen, wann eine Summe noch angemessen ist, um nicht unter der Kategorie "Schwarzarbeit" zu landen?#kratz
versteht ihr was ich meine? das kann doch nicht sein! gibt es irgendwo Kommentare oder Gerichtsentscheidungen, wo genau gesagt wird z.B. "es ist erlaubt 10% des eigentlichen Marktwertes zu bezahlen"


danke für eure Hilfe!

glg
lina#blume

Beitrag von nina001 17.08.07 - 12:04 Uhr

soweit ich weiss müssen freiwillige helfer bei der berufsgenossenschaft angemeldet sein. sobald ihr geld bez. und die helfer sind nicht gemeldet, ist es schwarzarbeit.
habt ihne ne absicherung für die helfer?
grüße

Beitrag von melania 17.08.07 - 12:11 Uhr

Hi Nina!
hier gilt ne Ausnahmeregelung:
wenn Familien die WfA-Gelder kriegen (Förderungsgelder vom Land NRW) dann braucht man nicht in die BGBau einzuzahlen. Zusätzlich sind alle Helfer und man selber beitragsfei unfallversichert durch das Land!

das ist ein schöner Ersatz für die weggefallene Eigenheimzulage#huepf

glg
lina

Beitrag von mona78 17.08.07 - 12:24 Uhr

Hallo Lina,

§1 (2) Schwarzarbeitsgesetz

Schwarzarbeit leistet, wer Dienst-oder Werkleistungen erbringt oder ausführen lässt und dabei

1. als Arbeitgeber, Unternehmer oder versicherungspflichtiger Selbstständiger seine sich auf Grund der Dienst- oder Werkleisungen ergebenden sozialversicherungsrechtigen Melde-, Beitrags- oder Aufzeichnungspflichten nicht erfüllt,

2. als Ssteuerpflichtiger seine sich auf Grund der Dienst- oder Werkleistungen ergebenden steuerlichen Pflichten nicht erfüllt,

3. als Empfänger von Sozialleistungen seine sich auf Grund der Dienst- oder Werkleistungen ergebenden Mitteilungspflichten gegenüber dem Sozialleistungsträger nicht erfüllt,

4. nicht relevant
5. nicht relevant

(3) Absatz 2 findet keine Anwendung für nicht nachhaltig auf Gewinn gerichtete Dienst- oder Werkleistungen, die

1. von Angehörigen im Sinne des § 15 der Abgabenordnung oder Lebenspartnern,

2. aus Gefälligkeit,

3. im Wege der Nachbarschaftshilfe oder

4. im Wege der Selbsthilfe im Sinne des § 36 Abs. 2 und 4 des Zweiten Wohnungsbaugesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. August 1994 oder als Selbsthilfe im Sinne des § 12 Abs. 1 Satz 2 des Wohnraumförderungsgesetzes vom 13. September 2001 erbracht werden.

Als nicht nachhaltig auf Gewinn gerichtet gilt insbesondere eine Tätigkeit, die gegen geringes Entgeld erbracht wird.

Hoffe dir geholfen zu haben, auch wenn das Gesetz "Beamtendeutsch" schwer zu verstehen und bestimmt "Ermessenssache" ist.

Liebe Grüsse
Mona

Beitrag von melania 17.08.07 - 12:31 Uhr

Hallo Mona!
danke dir, aber ich bin selbst Beamtin;-)- habe daher keine Probleme mit Gesetzestexten#cool

Genau diesen Paragraphen meinte ich ja- allerdings ist es für mich 100% Ermessen und Ermessen muss entweder in einem Kommentar geregelt sein oder in einer Gerichtsentscheidung. Schließlich müssen die Schwarzarbeitfahnder ja auch einen Anhaltspunkt haben, welche Summe noch legal ist und welche nicht..

Ab wann spricht man vom "geringen Entgelt"? bei einem Helfer, der uns wochenlang die Ziegel legt ist das geringe Entgelt ja höher als wenn uns jemand mal für eine paar Stunden beim Streichen hilft oder?

glg
lina

Beitrag von mona78 17.08.07 - 12:50 Uhr

Hallo Lina,

blöde Sache... liegt zum Großteil wirklich im Ermessen des prüfenden Beamten.

Zummindest kenne ich keinen § oder Art. der genau regelt welche Summe als geringes Entgeld anerkannt wird. Denke mal, das es sich um Beträge handelt, die in der Regel nicht auf dem Baugewerbe vorkommen?

Aber ruf doch bei dem für deine Gegend zuständigen Hauptzollamt an und frage dort nach der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Die können dir bestimmt genaueres sagen.

Liebe Grüsse
Mona

Beitrag von melania 17.08.07 - 12:55 Uhr

#herzlichdas ist doch mal ein super Vorschlag- danke Mona#freu!
werd ich gleich mal tun!

glg
lina

Beitrag von mona78 17.08.07 - 12:56 Uhr

#freu Bitte gern geschehen !!!

Beitrag von melania 17.08.07 - 13:27 Uhr

Hey, tolle Wurst!
hab gerad mit denen telefoniert: Rate mal: Sie haben Recht, dass kann man immer nur im Einzelfall entscheiden:-[

Ja super, dass ist doch mal ne qualifizierte Aussage! Man!

Da bin ich ja quasi genau so schlau wie vorher! Man musste mich auch erstmal die ganze Zeit verbinden, bis mir das jemand sagen konnte!!

In welcher Behörde arbeitest Du denn?;-)

ich bin vor meinem Erziehungsurlaub bei der Polizei gewesen, aber da waren wir alle wesentlich besser geschult#cool

Beitrag von ari82 17.08.07 - 14:10 Uhr

Hallo,

Mensch mach dich doch nicht so fertig denkste hier hat einer der gebaut hat nachgefragt ob es in Ordnung ist seinen Freunden die Monatelang mitgebaut haben wenn sie mal 200€ geben. Das macht doch jeder.Gib das was Du denkst und dann is gut.

Gruß Marika