gefährliche hunde.. wie sähe euer gesetzes entwurf aus?

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Beitrag von budges... 17.08.07 - 12:11 Uhr

Hallöchen, vor allem natürlich an die Hundehalter



gestern abend hatte ich doch wieder eine schöne diskussion, was denn ein gefährlicher hund ist


http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=42&tid=1033795


nun würde mich interessieren (da ich diese liste für absoluten schwachsinn halte)..

wie sähe eure regelung für hunde aus?

nur bestimmte, nur nach bestimmten eigenschaften, vorfällen, farbe, hübsch, hässlich.. nee spaß

wie würdet ihr das regeln???????????



ich bin für die abschaffung der liste (da nicht die rasse einen hund gefährlich macht, zudem kann ein agressiver bernhadiener auch gefählich werden, davon abgesehen frage ich mich warum schäferhunde nicht auf der liste stehen und allgemein finde ich diese liste eine einfache propaganda-medien-hetze)


und bin FÜR eine allgemeine überprüfung ALLER hunde... ob omas WASTEL oder der pitt eines glatzkopfes.

für jeden halter PFLICHT einen Grundkurs zu belegen mit abschließender Prüfung. Dies alle 2 Jahre und bei haltewechsel sofort.

Einheitliche Hudnesteuer

Auffällige Hunde bekommen bestimmte auflagen und müssen regelmäßig zu einer erneuten Prüfung etc. Ungeeigneten haltern werden die Tiere entzogen.

Mehr Fachkräfte werden in parks und auf der straße und für wohnungskontrollen eingesetzt um das zu kontrollieren etc


wird nie machbar sein

das wäre mein vorschlag




Beitrag von kja1985 17.08.07 - 12:14 Uhr

Hallo,

Hunde können in den falschen Händen zu unberechenbaren Waffen werden, eigentlich egal welche Rasse, sobald sie mehr wiegt als eine durchschnittliche Katze kanns gefährlich werden.

Deswegen würde ich

1. einen Eignungstest einführen

2. einen Führerschein, der nur auf das jeweilige Hund-Mensch-Gespann ausgestellt wird und jedes Jahr erneuert werden muss.

3. eine Pflicht, den Tieren genügend Sozialkontakte zu ermöglichen

4. eine Altersgrenze für Hundeführer

5. bei Versagen lebenslanges Hundehaltungsverbot

Beitrag von budges... 17.08.07 - 12:19 Uhr

absolut top!!!


gerade gestern habe ich in unserem echo (tageszeitung) einen bericht gelesen

hier ist in der ganzen stadt, in allen parks und auf allen wiesen hundeverbot bzw leinenplicht


die stadt redet sich raus man könne auf wald und felder ausweichen

felder meckern die bauern im wald der förster

niergends kann man seinen hund offiziell laufen lassen

unserer kann nicht in die hundeschule (zu spielstunden) weil er krank ist


jetzt wird endlich mal über die anschaffung eines hundegeländes nachgedacht

sowas sollte es in jeder stadt geben

Beitrag von mami0406 17.08.07 - 12:21 Uhr

4. eine Altersgrenze für Hundeführer

Das is Quatsch in meinen Augen, es gibt solche und solche !
Mein Nachbar war über 90 und hatte seinen Hund super im Griff ( bernersennen ) und es gibt Leute mit 60 die es nicht mehr können !

Da wäre wie beim LKW Führerschein Kontrollen notwendig auf die Tauglichkeit ;-) nur niemals alle über einen Kamm scheren, dann wäre das Geschreih wieder groß, genauso wie bei den Listen !

Beitrag von kja1985 17.08.07 - 12:24 Uhr

Ich meinte eigentlich eher, dass viele Hundeführer zu jung sind ;-). Bei uns in der Nachbarschaft läuft immer ein kleiner Junge (vielleicht acht Jahre) mit nem Staffmix (hab gefragt) an der Leine rum, wie soll der den im Notfall unter Kontrolle bringen (egal ob mit Körper- oder Geisteskraft)?

Das Alter nach oben würde ich nicht begrenzen, diese Leute würden dann unter den jährlichen Hundeführerschein fallen.

Beitrag von mami0406 17.08.07 - 12:29 Uhr

Ok daran hab ich nun garnicht gedacht, weil das für mich selbstverständlich wäre, sorry #hicks

Würd unseren auch niemals mit den Kindern alleine spazieren gehen lassen, denn er hat Power ohne ende, wo ich mich selbst anstrengen muss um ihn zu halten #schmoll ein Kind würde nur noch hinterher fliegen !

Beitrag von germany 17.08.07 - 12:43 Uhr

Boor ja,bei uns auch.Ein kleines Mädchen so ca. 8 Jahre mit einem riesen schäferhund mix.Der Hund ist wohl schon älter,aber einmal wollte er wohl wo schnüffeln und da lag die da beinha im gras.Genau wie bei der ehemaligen nachbarin von uns.Hat ihre Kinder (14 und 10) mit ihrme Goldenretriver rausgelassen (damals 9 Monate) der Hund hat die kids über die Straße geschelift weil er auch absolut nicht gehört hat.Wenn er gewollt hätte wäre er weg gewesen!Echt,wenn der die auf die Straße gezogen hätte..

Beitrag von mami0406 17.08.07 - 12:16 Uhr

Ganz klar !
Ich würde bei den Haltern anfangen ! Bevor die sich überhaupt nen Hund anschaffen ( egal welche Rasse ) müssen die sowas wie einen Führerschein machen !
Dann kontrollen, wo die Tiere hinkommen ( wofür die Züchter auch verantwortlich wären )
Dann jedes jahr aber spätestens alle 2 Jahre wieder Prüfungen mit dem Hund zusammen usw usw !

Was ich ganz wichtig finde wären Gesundheitschecks, weil bei mir mein berner mal abgedreht ist und er war krank, also das arme Tier konnte dafür nichts #schmoll

Ist nicht machbar, aber ich bin froh in Niedersachsen zu wohnen und in einer Stadt, wo es die Liste garnicht mehr gibt und auch nie gab soviel ich weiss, hier sind alle Hunde gleich #freu ausser sie werden mal auffällig !

Beitrag von germany 17.08.07 - 12:39 Uhr

Erst mal bin ich für eine Pflicht Kastration aller Tiere,also Hunde,Katzen,Kaninchen die nicht einem geprüften Züchter gehören.Dann Chippflicht,alles diese Tiere die so gern ausgesetzt werden müssen einen chip tragen um den Halter zur rechenschaft zu ziehen.

Dann bin ich ebenfalls dafür das eine art "Hundeführerschein" gemacht werden muss.Daz gehören Fragen wie erziehung,haltung und Pflege.Dann Praktische tests,wie geht der/die mit dem Hund um,hört der Hund?(je nach alter natürlich,von einem welpen kann man nicht allzuviel verlangen)

Dann wesenstest für ALLE Rassen,ob klein ob groß ganz egal.Dann 2 Mal jährlich check up beim TA muss Pflicht sein.Also mindestens 2 mal!! Bei Halterwechsel wie du schon sagtest sofortige Prüfung.


Wird zwar nie so werden,aber wäre schön wenn.


lG germany

Beitrag von katja.lev 17.08.07 - 12:45 Uhr

Hi budges,

hach, schön dass andere Leute auch meine Meinung vertreten. Deine Meinung unterschreibe 100%ig.

Wir mussten mit unserem Hund bereits den 3. Verhaltenstest machen. Nicht weil er auffällig war, sondern weil der alle paar Jahre einfach so wiederholt werden muss. Unser Hund ist mitlerweile 10 Jahre alt. Wir müssen jedes Mal von neuem in einem 3,5 stündigen Test beweisen, dass wir unseren "Liste1" korrekt führen und dass er auf jedes 1. Kommando des Hundehalters ohne mit der Wimper zu zucken hört.

Manch andere Hunde mit denen ich mich täglich rumärgere würden noch nichteinmal die Leinenbefreiung erlangen.

Ich bin für die Abschaffung der Liste, Sachkundenachweis für ALLE Hundehalter, und Verhaltenstest bei Auffälligkeiten.

Gruss Katja



Beitrag von budges... 17.08.07 - 12:56 Uhr

der is bja süüüß *schmacht* #hicks

Beitrag von katja.lev 17.08.07 - 13:21 Uhr

Danke schön... #blume

Beitrag von budges... 17.08.07 - 13:56 Uhr

wenn das geld irgendwann wieder stimmt werden wir uns auch wieder einen holen ;-)

Beitrag von katja.lev 17.08.07 - 14:53 Uhr

Tja, mittlerweile sind Listenhunde in manchen Städten echt Luxus geworden. In Leverkusen ist es zum Glück nicht so gravierend.

Übrigens.... unser Hund kommt aus Frankfurt aus einer Familie mit 3 kleinen Kindern. Nach der Kampfhundhysterie konnten Sie die 1000 Euro Steuern jährlich (zuzüglich alle anderen Gebühren für einen Kampfi) nicht mehr aufbringen und mussten den Hund sehr schweren Herzens abgeben.

Aber sie kommen uns einmal im Jahr besuchen und sie können immer wieder sehen, dass er es gut hat.

Sie sind übrigends auch hier im Forum .... :-D



Auch aus diesem Grund bin ich für die Abschaffung der Listen. Es haben genug Hunde und auch Hundehalter unter diesen Gesetzen leiden müssen. Hunde wurden grundlos im Jahr 2001 aus familien gerissen und eingeschläfert. Nur weil ein paar Idioten sich Statussymbole halten müssen und die armen Geschöpfe mit Testosteron vollgepumpt haben.


Wofür u.a. der Staff früher gezüchtet worden ist, wird schnell vergessen.

Wie du merkst, ich schreibe mich gerade wieder in Rage. Da ich mich seit Jahren für solche Hunde einsetze und ich mich immer wieder mit Menschen auseinandersetzen muss, die sich an dem dusseligen Schreibmist mancher Tageszeitungen hochziehen, finde ich es immer wieder gut wenn solche Themen diskutiert werden.


Beitrag von budges... 17.08.07 - 20:18 Uhr

das ist doch schön



wir haben unseren staff weggegeben und nun keinen kontakt mehr:-[


ja, aber leider herrscht in den köpfen vieler einfaches bild zeitungs niveau#augen


hier sind es 600 steuern im jahr, haltergenehmigung und wesenstest

Beitrag von mondheulerin 17.08.07 - 13:07 Uhr

Hallo,

nun ja. Du hast schon Recht.
Die Liste gehört eigentlich abgeschafft.
Gerade die Rassen wie zum Beispiel der Am Staffordshire Terrier, Am. Pitbull Terrier oder Bullterrier haben eigentlich eine sehr hohe Hemmschwelle den Menschen anzugreifen.
Z.B. Der Pitbull wurde ja nun mal für Hundekämpfe gezüchtet. Das heißt in der Pit (Kampfplatz) standen zumeist drei oder auch mehr Männer. Die beiden Besitzer und der Richter.
Es musste also jederzeit möglich sein, dass die Männer die Hunde anfassten oder auch trennten. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn diese Hunde eine geringe Hemmschwelle gegenüber Menschen gehabt hätten.
Die Hunde, welche zu der Zeit Menschen in der Pit gebissen hätten, wären sofort ausgemustert (getötet) worden, denn das wollten die Leute ja auf keinen Fall.
Allerdings haben diese Hunde eine geringere Hemmschwelle gegenüber anderen Tieren, besonders Hunden und wenn sie zubeißen, verursachen sie schlimmsten Schaden.
Ich denke dieses Thema ist sehr komplex. Zu komplex um es zu verallgemeinern.
Es gibt gute Hundehalter und schlechte Hundehalter. Darum wäre es auch mein Wunsch von alle Hundebesitzer und solche die es werden wollen, Sachkundeprüfungen/nachweise und einen Hundeführerschein zu verlangen. Denn auch ein kleiner Hund kann gefährlich werden, wenn er falsch oder nicht erzogen wurde.

LG
Rebecca

Beitrag von budges... 17.08.07 - 13:57 Uhr

und nicht zu vergessen, wie ´viele hudne der rassen auf einmal mischlinge sind#augen

Beitrag von mondheulerin 17.08.07 - 17:13 Uhr

Ja, da hast du Recht.
Es bleibt den Leuten aber manchmal auch wirklich nichts übrig. Wenn sie die Hundesteuer nicht gezahlt kriegen, wird aus so manchem Pittbull mal ganz schnell ein Boxermischling.
Es ist eigentlich sehr schade, dass sich diese so alten und sehr schönen Rassen in der heutigen Zeit verstecken müssen.
Immerhin blicken sie auf eine lange (wenn auch bewegte) Vergangenheit zurück.

LG
Rebecca

Beitrag von smr 17.08.07 - 14:46 Uhr

Super #danke, endlich mal jemand, der die Hemmschwelle auch mal erwähnt und kundig ist, da freut sich mein kleines Herzchen!!!!
LG
Sandra

Beitrag von mondheulerin 17.08.07 - 17:07 Uhr

:-)

Naja, ich hatte noch nie Vorurteile gegen bestimmte Rassen, aber ich habe immer versucht mich schlau zu machen.
Ich kenne viele Leute die einen "Listenhund" haben und sehe soviel Leid, was dadurch verursacht wird. Manche von ihnen wissen kaum wie sie die hohe Hundesteuer bezahlen sollen.
Ich habe übrigens keinen sogenannten "Kampfhund". Ich habe nur ganz kleine Wauzis. Aber ich liebe alle Hunde und deshalb gehen mir solche Ungerechtigkeiten wie zB. gegen diese Rassen entschieden gegen den Strich.

LG
Rebecca

Beitrag von smr 17.08.07 - 17:39 Uhr

Umso lobenswerter, dass Du Dich so informiert hast, viele Menschen können oder wollen doch nicht über den Tellerrand schauen und machen sich erst in einer Sache kundig, egal, um was es geht, wenn sie selbst betroffen sind.
LG
Sandra

Beitrag von mondheulerin 17.08.07 - 19:16 Uhr

#hicks
Na ja, nun ja.

Ich denke, dass ich ein echt hundeverrückter Mensch bin. Daran liegt es wohl. Ich habe über viele Jahre hinweg wohl so ziemlich jedes rassebezogenes Hundebuch durchgelesen, was auf dem Markt ist. Ich steh halt auf Kynologie. ;-)
Mich interessieren die Entstehungen der Rassen, wie sie vom Menschen weiterentwickelt und veredelt wurden und mit welchen Einkreuzungen, sowie die verschiedenen Tätigkeiten für die die verschiedenen Rassen gezüchtet wurden.
Es ist absolut erstaunlich das es für fast jede Aufgabe die richtige Rasse gibt. Nehmen wir mal den Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Sie sind geniale Spezialisten. Sie locken durch bestimmtes angezüchtetes Verhalten im Wasser Enten an und nachdem der Jäger sie (die Enten natürlich) erlegt hat, apportiert er sie. Das sind Dinge die mich faszinieren. Wie konnte man es schaffen, einen solchen Hund rein zu züchten?
Damit beschäftige ich mich. Natürlich nicht nur mit dieser Rasse, auch mit vielen anderen Rassen.
Dadurch bin ich quasi auch auf meine eigenen Hunde gekommen. Wenn man sich viel Wissen über die verschiedenen Rassen aneignet, findet man über kurz oder lang genau den richtigen Hund für sich selbst.
Nun ja, ich schweife ab.

Dafür bin ich in Erziehungsdingen bei Hunden nicht immer ganz auf dem Laufenden. Aber ich geb mir Mühe.
Man muss halt offen sein und bleiben. Vorurteile nützen gar nichts. Und man muss sich auch mal belehren lassen, was leider viele Kampfhundegegner nicht wollen. Die sehen nur was sie sehen wollen. :-(

LG
Rebecca

Beitrag von smr 17.08.07 - 19:45 Uhr

Daumen hoch von mir!!!
LG
Sandra

Beitrag von kathrincat 17.08.07 - 14:30 Uhr

hunde werde nur gefährlich wenn sie bei den falschne haltern sind, so können auch kleine gefährlich werden, es kommt nicht auf die rasse sondern erziehung an.


ein kurz finde ich nicht gut,
wenn ein hund auffällig gewurden ist dann sollte ein kurz gemacht werden.

Beitrag von smr 17.08.07 - 14:44 Uhr

Hallo!
Abschaffung der Liste, ist Schwachsinn.
Bessere Überprüfung der Ordnungsämter; es gibt so viele unangemeldete Hunde.
Hundehaftpflichtversicherung als Pflicht für alle Hunde, ich weiss gar nicht genau, ist das nicht sowieso Pflicht?
Wenigstens Grundkurse absolvieren sollte Pflicht sein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht zu weit ins Persönlichkeitsrecht des Halters eingreift? Wobei im Jahr 2000 auf die Grundrechte der Halter sog. Kampfhunde auch gepfiffen wurde.
Bei Unfällen/Vorfällen mit Hunden, egal welcher Rasse, sofortiges Handeln( Maulkorb, Leinenzwang, herrscht ja eh in vielen Städten etc, kümmert bloss niemanden, da müsste mehr kontrolliert werden ); in diesen Fällen bessere Überprüfung auf Einhaltung ansonsten weitere Massnahmen.

LG
Sandra

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