wie bewegung fördern?

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von josi123 17.08.07 - 12:16 Uhr

Hallo, unsere Tochter, 4 Jahre alt, braucht ständig Bewegung. Allerdings muss ich manchmal auch im Haushalt etwas schaffen. Spielplätze sind ihr jetzt mit der Zeit zu langweilig geworden. Es fing schon ganz früh an, dass sie mit 9 Mon. gelaufen ist, mit 2 Laufrad fuhr, mit 3 Rad ohne Stützen, mit 4 wie ne alte mit mir inlinert und joggt und letzte Woche das Seefpferdchen gemacht hat. Nun fragt sie ständig, was sie jetzt lernen kann. Ich finds ja richtig super, das man mit ihr alles machen kann, aber manchmal brauche ich doch einen Tag, an dem ich mal nur im Garten bin oder zu Hause bleibe. Dann guckt sie sich ne halbe Stunde Bücher an, puzzelt, spielt mit Freundinnen oder hilft mir, aber dann wird wieder rumgehampelt, überall raufgeklettert, eben überhaupt nicht ausgelastet. Einen ganzen Tag mal drin, sie und ich wären völlig kaputt (allerdings waren wir von klein auf auch jeden Tag mit ihr draussen). In den Turn- und Tanzverein geht sie ebenfalls, eingentlich ist sie meiner Meinung nach genug in Bewegung... wem gehts noch so, wer hat ein paar Tips?

Beitrag von germany 17.08.07 - 12:29 Uhr

Huhu,

mein Sohn ist auch so.Der ist auch mit 9 Monaten abgedüst und er ist ständig in bewegung.Wie wäre es denn mit Voltiegieren?Habt ihr einen Reitverein bei euch?Da lernt sie immer neues und kann sich bewegung verschaffen.Oder ein Sportverein,Gymnastik oder so.Vielleicht auch Judo oder Karate,da lernen die ja auch immer neues.

lG germany

Beitrag von powerranger 17.08.07 - 13:46 Uhr

Ich bin auch eine Reiterin und habe gleich ans Reiten gedacht.

Da kann sie Zeit im Stall verbringen, Stall säubern, Pferde putzen & füttern, reiten und außerdem ist auf einem Ponyhof doch immer was los ( Menge Kinder ).


Was hat sie denn für Interessen ? Mag sie Tiere gern leiden ?

Beitrag von josi123 17.08.07 - 15:08 Uhr

Hallo, Pferde und Reiten findet sie ganz toll. Allerdings ist es auch ein sehr teures Hobby. Eine halbe Stunde Reiten kostet bei uns 11 Euro. Bis zu sechs Jahren können die Kinder dann auf Ponys reiten, und ab sechs dann auch mit in die Pferdepflege. Allerdings leben wir noch nicht allzu lange hier in Meck-Pomm, werde mal rumhorchen. Danke für den Tip-hatte auch ich schon im Auge.

Beitrag von powerranger 17.08.07 - 18:31 Uhr

Also das finde ich aber auch happig ... 11 € / 30 Min. #schock
Ich behaupte mal, das ist fast Abzocke.


Vergleicht einfach mal #herzlich. Es wird ihr bestimmt gefallen #freu

Beitrag von friendlyfire 18.08.07 - 20:23 Uhr

Hallo,

also Voltigieren (Gymnastik auf dem Pferd) ist meist billiger. Da sind dann mehrere Kinder, die Turnübungen auf einem Pferd machen, dass sich (für Anfänger) im Schritt, (für Fortgeschrittene) im Galopp im Kreis an der Longe (Lange Leine) bewegt...
Das ist erstens bestens fürs Gleichgewicht, zweitens für soziale Kontakte und drittens ne kostengünstige Alternative fürs Reiten.

Aber zum Thema reiten kann ich nur sagen, dass es sich lohnt in der ersten Zeit etwas mehr zu investieren, denn wenn die Kinder das dann gelernt haben und sicherer sind, kann man auch eine Reitbeteiligung finden. Ich hab z.B. mein altes Pferdchen auch nem süssen Mädel zur Verfügung gestellt und hab nichts verlangt, ausser dass sie alles in Ordnung hält und ihn nicht überstrapaziert, da er schon alt war. Das war für die Kleine prima, für mich super und für deren Eltern auch gut, da sie nicht so viel Geld hatten.
Ich hab als Kind auch ständig Pferde aufgetan, die ich umsonst reiten durfte... ;-) Da war ich sehr hartnäckig und erfinderisch...
Später hab ich mir sogar Geld dazuverdient, als Reitlehrerin (v.a. für Kinder) und hab im Stall junge Pferde angeritten und bei Urlaub auch Pferde betreut, bewegt und so einige auch bei Eignungsprüfungen oder Turnieren vorgestellt. Da hatte ich oft durch meinen Nebenjob mehr Kohle verdient als durch das Ausbildungsgehalt.
Jetzt ist mein Pferd gestorben und ich will nicht mehr reiten. Ich leide immernoch so sehr.
Aber ich weiss eines, durch mein Pferd lernte ich Verantwortung für andere zu übernehmen, es hat mich durch die Pubertät begleitet und ich hab gelernt, was es heisst ein richtiges Team zu sein. Ohne ihn wäre ich niemal da, wo ich jetzt bin.
Ich kann nur jedem raten, den Kinder, wenn sie Interesse zeigen, den Umgang mit Pferden zu ermöglichen.
Meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber ich habe, um mein Pferd halten zu können, jeden unmöglichen Job angenommen (Wäscherei, Tellerwäscherin ect.)... Ich hab auf vieles verzichtet und ich habe es nie bereut.
Ich glaube in der Pubertät wäre ich elend abgestürzt, wenn ich nicht meinen geregelten Tag hatte und mich um meinen Dicken hätte kümmern müssen (ich hatte zeitweise nen schlechten Freundeskreis ;-) ).
Wie auch immer, schau dich mal um, ich weiss noch, dass es für mich das tollste war, wenn ich mich so richtig im Stall austoben konnte :-)!
Und wenn meine Tochter in 2-3 Jahren reiten möchte, dann werde ich es ihr ermöglichen, in der Hoffnung, dass dann mein Herz sich wieder öffnen kann und ich vielleicht doch irgendwann ein Pferd kennen lerne, dass ich auf ähnliche Weise lieben kann wie meinen geliebten kleinen Dicken!

Liebe Grüße

ff

Beitrag von hanni2350 17.08.07 - 12:39 Uhr

Hallo Josi,
vielelicht sollte deine Maus mal lernen etwas mehr Ausdauer in ruhigen Spielen zu bekommen. Also geduldiger. Sie steht ständig unter Strom und kommt nicht zur Ruhe?
Ich habe hier auch so ein Powerbündel zu Hause. Allerdings ist er erst 2.
Aber er schafft es auch sich eine ganze Zeit lang alleine zu beschäfftigen.
Vielleciht fragst du mal im Kiga die Erzieher, ob sie da auch so ist und was sie dir vorschlagen
Malt sie gerne.
Mandalas sind eine gute Möglichkeit zur Ruhe zu kommen
Malvorlagen bekommst du im Netz.

Wünsch dir gute Nerven und gutes Gelingen
LG
Nadine


Beitrag von hummelinchen 18.08.07 - 18:51 Uhr

Hey,
horch dich doch mal um ob es bei euch etwas gibt wie Leistungsturnen oder Leichtatlethik. Denn das hat den Vorteil, dass es auch zu Wettkämpfen geht und man sich mit anderen messen kann. Sie lernt nie aus, lernt halt immer dazu und es passieren auch noch spannende Wettkämpfe. Oder Handball auch da gibt es am WE Spiele gegen andere. Der Funfaktor ist also recht hoch. Für die ganz kleinen gibt es da Handballtage.

Und auch ich finde 11€ ziemlich teuer aber wer weiß wie gut die Reistschule ist. Meine bezahlt 7,50€ für ne ganze Std. Ist aber auch nur ein kleiner Reitstall.

lg Tanja