Trotzanfälle HILFE was tut Ihr da?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von michi3005 17.08.07 - 12:53 Uhr

Hallo,

unser lieber Sohn 2 1/2 ist im Moment unausstehlich wenn er nicht seinen Willen bekommt! Ich weiß manchmal nicht mehr weiter, er war immer so ein liebes Kind, aber jetzt (viele sagen auch es liegt am Schwesterchen Eifersucht oder so#kratz) er spuckt z.B. das Essen aus wenn es ihm nicht schmeckt, wenn ich ihn halte bzw. etwas verbiete und meine du bleibst hier patscht er nach mir oder gibt mir Brausebussis#augen

Schreit, will alles haben und hört nicht, was ist blos los mit meinem #schein Kleinen?

Wie reagiert Ihr wenn er nach Euch patschen, spuckeln oder einfach nicht hören würde? Noch dazu wird mir immer der schwarze Peter zugeschoben, so in der Art bei mir macht er das nicht, weil sie eben alles machen lassen wie z.B. er soll aus dem Auto kommen denn es ist kein Spielzeug, er hört nicht na dann bleibst du eben noch Stundenlang im Auto und lassen seinen Willen gewähren#augen

Wie besänftigt man so ein Monster, was hab ich falsch gemacht, meine Mum meinte gestern wenn er so weitermacht sind wir bald ein Fall für die Supernanny#schock

Traurige Grüße Michaela

Beitrag von elke77 17.08.07 - 13:06 Uhr

Ach was, zur Supernanny müsst ihr sicher erstmal nicht! ;-)
Das ist doch völlig normal in dem Alter!
Anna wird in einem Monat 2 Jahre alt und wir schlittern gerade in diese Phase hinein #augen

Wenn sie mich schlägt bzw es auch nur versucht, gehe ich auf Augenhöhe und sage erstmal in ruhigem Ton, dass wir nicht schlagen und dass ich das nie wieder sehen will!
Ich wiederhole das auch gerne - kriegt sie sich aber nicht wieder ein, schnappe ich sie mir, setze sie auf die Couch und sage in noch ernsterem Ton ;-) dass ich jetzt 1 Minute lang keinen Mucks von ihr hören will und dass sie ruhig sitzen bleiben soll - und was soll ich sagen? Das hat bis jetzt immer geklappt. Es ist nie eine ganze Minute, die ich sie sitzen lasse. Ich bin auch immer im Zimmer oder nebenan in der Küche (bei geöffneter Tür). Sie sieht und hört mich also immer. Und diese Auszeit tut uns beiden gut. Mir weil in dieser Zeit mein Adrenalinspiegel wieder sinkt ;-) und ihr weil ich sie dann auch in Ruhe lasse und nicht weiter "provoziere".
Ich schicke sie nicht weg oder sperre sie ins KiZi ein! Sie weiß aber mittlerweile, dass beim Sitzen auf der Couch das Fass voll ist und sie besser wirklich sitzen bleibt #cool

Das ist mein Vorgehen wenn ich merke, dass mein Geduldsfaden nur noch hauchdünn ist.

Ansonsten versuche ich ihre Trotzerei so wenig wie möglich zu beachten bzw nicht darauf einzugehen. Denn je mehr man beschwichtigen will desto schlimmer wird´s, gell?
Was manchmal auch hilft ist eine Art Ablenkung. Ich schnappe mir dann einfach ihr Lieblingsbuch, setze mich mit etwas Abstand neben sie und beginne darin zu blättern - da kam sie eigentlich auch immer angetrottet und das Trotzen war schnell vergessen.

LG, Elke+Anna #blume

Beitrag von engelchen28 17.08.07 - 13:11 Uhr

hi michaela!

nun erst einmal ruhig blut! sicherlicht kommen 3 dinge zusammen: 1) viele neue fähigkeiten (verbal, physisch) und dadurch neue eindrücke, 2) neue lebensumstände (geschwisterchen) und 3) die trotzphase!

ich handle immer nach dem grundsatz "liebevolle konsequenz", d.h. zum beispiel beim essen, wenn sophie damit spielt, sage ich ihr 2 x dass sie das lassen soll, sonst nehme ich das essen weg. tut sie es ein 3. mal, nehme ich tatsächlich das essen weg und es gibt erst wieder etwas zur nächsten mahlzeit. das hat sie schnell raus.

hauen hat sophie auch mal probiert, ich habe sie mir dann geschnappt und ganz streng mit ernstem blick gesagt, dass nicht gehauen wird und dass das weh tut.

dass er alles haben will, ist völlig normal, er probiert aus, ob er mit schreien weiterkommt bei dir. bleib' ruhig und konsequent. die kleinen sind schlau und merken bald, dass geschrei zu nichts führt.

außerdem ist es völlig normal, dass ein kind bei einer anderen person als der hauptbezugsperson (mama, papa) immer lieb und brav ist. das ist natürlich und das kennt sicherlich jede mutter.

besänftigen funktioniert meiner meinung nach gar nicht, nur die ruhe bewahren und ausbocken lassen. entweder daneben setzen und ihn abreagieren lassen oder sogar den raum verlassen. falls er dinge runterschmeißt o.ä. natürlich eingreifen.

bzgl. geschwisterchen: binde deinen sohn mit ein, lass ihn helfen, die windel zumachen, schnulli geben, etwas holen, ihn das baby auf den schoß nehmen lassen (mit hilfe natürlich).

lg

julia mit sophie (2) & paulina (10 wochen) #freu

Beitrag von sunflower.1976 17.08.07 - 13:11 Uhr

Hallo!

Ui, das klingt anstrengend...
Im Moment habe ich mit André (26 Mon.) zum Glück eine "ruhige" Phase. Er hat einen sehr starken Willen, aber momentan habe ich eine "Strategie" gefunden, wie wir beide damit gut klar kommen.
Wenn er etwas macht, was er nicht darf, habe ich immer das gleiche Schema.
Beim ersten Mal wird er nur ermahnt, möglichst aber mit positiver Wortwahl. Beispiel: "Behalt Dein Essen im Mund!" anstatt "Nein, spuck das Essen nicht aus!"
Wenn er nicht reagiert, sage ich das gleiche nochmal, aber dann noch mit der Ankündigung, was passiert, wenn er sich nicht daran hält ("Wenn Du nochmal spuckst, ist das Essen zuende!"). Beim dritten Mal führe ich dann diese Ankündigung aus.
Das Schema kennt er und in den allermeisten Fällen kommt es gar nicht dazu, dass ich ihm den betreffenden Gegenstand weg nehmen, André aus dem Zimmer tragen muss o.ä.
Nur wenn´s wirklich gefährlich werden kann, werde ich richtig streng und auch mal laut. Also wenn er bei Spaziergängen nicht hört, die Katze zwickt o.ä.

André versucht auch zu hauen. Dann kommt von mir immer die gleiche Reaktion: "Ich möchte nicht, dass Du haust!" Dann gehe ich sofort außer Reichweite und beachte ihn kurzzeitig nicht. Es wird jetzt besser und ich hoffe sehr, dass er es bald ganz lässt.

Ansonsten darf er viel mithelfen. Wenn er z.B. die Waschmaschine anmachen darf, hat diese keinen Reiz mehr, so dass er nicht alleine daran rumspielt.
Wenn ich weg muss, er aber noch spielt, kündige ich es ein paar Minuten vorher an, so dass er nicht aus dem Spiel gerissen wird. Also wenn er z.B. das Buch zuende geschaut hat, gehen wir raus.

Ich denke nicht, dass Du etwas falsch gemacht hast!
Solche Phasen werden wir mit Sicherheit auch mal wieder haben.

Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen.

LG Silvia

Beitrag von elke77 17.08.07 - 13:17 Uhr

Das mit dem positiven Formulieren finde ich eine gute Sache! #pro
Ich bemühe mich ja auch immer, es so zu machen. Dennoch rufe ich dann doch immer "Nein, renn ja nicht auf die Straße!" anstelle von "Bleib bitte auf dem Gehsteig!" #augen #schwitz

Ganz schön anstrengend, das Mutter-Sein #schwitz ;-)

Beitrag von sunflower.1976 17.08.07 - 13:22 Uhr

Mir gelingt es auch längst nicht immer. Aber ich bleibe dran und merke, dass ich mittlerweile viel seltener "nein" verwende. Und André reagiertb weitaus besser auf diese positiv formulierten Anweisungen. Und das Ergebnis ist das gleiche :-p
Anstrengend ist es auf jeden Fall #schwitz Aber auch schön!
Trotzdem freue ich mich auf einen André-freien Abend während ich heute mit zwei Freundinnen essen gehe.

Beitrag von elke77 17.08.07 - 13:37 Uhr

Ich hatte letztens auch einen Anna-freien Abend - bzw sogar ein freies WE #freu
Papa+Anna sind zur Oma gefahren, und Mama ist mit ihren Freundinnen tanzen gegangen *schööööööööööön* wir sind erst heim als es schon hell wurde #gruebel #cool ;-)
Ich hab zwar eine Woche gebraucht, bis ich das wieder einigermaßen kompensiert hatte #gaehn aber den Spaß war es wert #pro #freu

Viel Spaß heute Abend!
LG, Elke #blume

Beitrag von sunflower.1976 17.08.07 - 13:47 Uhr

Danke #freu

Beitrag von michi3005 18.08.07 - 08:50 Uhr

#danke#blume für Eure Antworten.

#herzlichMichaela