Haushaltskasse

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von coppertriker 17.08.07 - 14:07 Uhr

Mahlzeit !
mich interessiert heut mal was ihr so an haushaltsgeld im monat habt .

ich bekomme immer so zwischen 1600 und 1800 € lohn .
meine freundin bekommt zurzeit harz 4 mit 3 kindern .

ich will jetzt bei ihr einziehen , dann fällt harz 4 ja weg .

und miete usw geht nur noch von meinem konto ...
und sie hat nichts , leider .

mache mir immer sorgen das wir mit dem geld nicht hinkommen werden .

reichen 400 euro für die haushaltskasse für 2 erwachsene und 3 kinder ?

mfg
andy

Beitrag von kathrincat 17.08.07 - 14:18 Uhr

als eheähnliche lebensgemeinschaft zählt man erst nach 2 jahren zusammenwohnens, also müsste sie was bekommen, für die kinder bekommt sie auch was, die sind ja denke ich nicht von dir, sie bekommt ja auch kindergeld und unterhalt.

Beitrag von carrie1980 17.08.07 - 14:38 Uhr

Also was meine Vorschreiben schreibt ist nicht richtig...

Man gilt sofort als Eheähnliche Gemeinschaft wenn Kinder im Spiel sind - ob Deine oder nicht!!Dein Gehalt wird dann komplett auf den Bedarf von Euch 5 angerechnet.Wenn es dann weniger ist bekommt sie noch den Rest vom Amt dazu.
Kindergeld und Unterhalt von dem oder den Kindervätern bekommt sie ja sicher auch.

400€ reichen meiner Meinung nach nie und nimmer für 5 Personen...

Wir sind nur zu dritt und haben 550€ Haushaltsgeld...und wir sind SEHR sparsam..wir bezahlen davon aber Lebensmittel,Benzin,Kosmetika o.ä.

Lg Carrie

Beitrag von carrie1980 17.08.07 - 14:40 Uhr

Du meine Güte....die Rechtschreibfehler überlesen wir bitte mal Alle...Ich tippe einfach zu fix...

LG Carrie

Beitrag von bw1975 17.08.07 - 20:40 Uhr

Hallo,

das stimmt so auch nicht!

Eine eheähnliche Gemeinschaft macht aus das man füreinander einstehen will, auch finanziell! Das muss nicht gleich beim ersten Zusammenziehen so sein!

"Sie liegt vor, wenn sie als auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau über eine reine Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinausgeht und sich — im Sinne einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft — durch innere Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner füreinander begründen. Denn nur wenn sich die Partner einer Gemeinschaft so sehr verantwortlich fühlen, dass sie zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstellen, bevor sie ihr persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwenden, ist ihre Lage mit derjenigen nicht getrennt lebender Ehegatten im Hinblick auf die Anrechnung von Einkommen und Vermögen vergleichbar. ((Nach Münder, in LPK-BSHG, 5. Aufl. 1998, Rdnr. 6 ff. zu § 122, enthält der Begriff der eheähnlichen Gemeinschaft ein personales und ein materielles Element. Auf personaler Ebene liege die Eheähnlichkeit in der besonderen auf den jeweiligen Partner bezogenen, auf Dauer angelegte Bindung, wozu auch die Exklusivität dieser Bindung gehöre und in der sich die Partner für einander verpflichtet fühlen. Auf materieller Ebene müsse zudem eine tatsächliche Unterstützung und eine tatsächliche Leistungserbringung durch den Partner stattfinden.)"

Gruß bw

Beitrag von mamastern77 17.08.07 - 14:39 Uhr

Hi Andy,

1. von wem sind die Kinder?

2. Zahlt der Vater (sofern es nicht deine Kinder sind) Unterhalt?

3. Wenn nein, wie alt sind die Kinder? Bis 12 Jahre gibts es Unterhaltsvorschuss.

4. Wenn ihr alle zusammen wohnt, dürftet ihr bei dem Einkommen Anspruch auf Wohngeld/Lastenzuschuß haben. antrag stellen, denn ein Antrag kostet nix.

5. Zusätzlich zu deinem Einkommen gibts Kindergeld. Wieso also 400 € für 5 Personen #kratz?

Gruß, Nicole

Beitrag von emmy06 17.08.07 - 14:43 Uhr

Für die Haushaltskasse!!! Zum Einkauf von Lebensmitteln usw.... ;-) :-)

LG Yvonne

Beitrag von mamastern77 17.08.07 - 20:50 Uhr

Hi,

hatte eigentlich den Threaderöffner gefragt ;-)....

Dass er Geld für die Haushaltskasse meint, ist mir auch glasklar. Aber wie er auf 400 € kommt, eben nicht :-).

Gruß, Nicole

Beitrag von coppertriker 17.08.07 - 14:49 Uhr

also die ein kind ist von meinem vorgänger der ist jetzt 5 .
die anderen beiden sind von mir , in kürze 2 und 3 jahre .
ich zahle 398 euro unterhalt , da ich noch nicht bei ihr wohne .
der andere vater zahlt nichts , aber sie bekommt vorschuss .

Beitrag von dore1977 17.08.07 - 15:07 Uhr

Hallo,

also wir wrüden mit 400E nicht mal mit zwei Erwachsenen und einem Kind hinkommen wobei mein Mann nur am Wochenende zu Hause ist.
Allerdings lese ich hier immer wieder von Fällen wo jemand mit nur 250E Haushaltsgeld im Monat auskommt das bewundere ich aber klappen würde das bei uns niemals.

lg dore die im Monat ca 500E ausgibt.

Beitrag von zwiebelchen1977 17.08.07 - 15:14 Uhr

Hallo

Also dein Einkommen wird für die komplette Familie angerechnet, wenn ihr zusammen wohnt.Es kann sein, das sie und das Kind, was nicht von Dir ist, vom Amt dann nichts mehr bekommen.
Aslo 400euro für 5 Personen? Finde ich sehr wenig. Wir sind noch zu zweit und geben ca 600 nur für Lebensmittel und Kosmetikartikel aus. Sprit, Autos und alles andere kommt noch dazu.

Bianca

Beitrag von haebia 17.08.07 - 16:54 Uhr

Hallo,

400 Euro finde ich wenig für 5 Personen-Haushalt. Wie alt sind die Kinder? Wird ja mit der Zeit auch nicht billiger. Und jetzt gerade die Erhöhungen mit Milch etc. Brot soll ja auch wieder folgen ... Das sind Grundnahrungsmittel, die braucht man immer.

Und was ist mit Kindsunterhalt?

Notfalls sollte deine Freundin eben noch einen 400 Euro-job machen. Kannst du sie vielleicht ein bisschen unterstützen in der Betreung der Kinder? Oder notfalls auch Putzen am Wochenende oder / und abends, wenn du da bist?!?

Grüße,
Bianca

Beitrag von coppertriker 17.08.07 - 18:48 Uhr

ich mache nachtschicht und bin daher ab zwei uhr da wenn die kinder aus der mittagspause aufwachen .
ich koche dann , sauge die wohnung , mache den garten ,
betreue die kinder , stelle wäsche an un trockner , räume auf ...
morgens ist meine freundin nur mit einem kind (2 , sehr pflegeleicht) daheim .
die andern beiden sind im kiga .
ich denke mer entlastung kann ne hausfrau nicht haben ....

oder ? ich bin doch ein guter mann .... oder #schein

andy

Beitrag von mamastern77 17.08.07 - 20:53 Uhr

Blöde Frage: Was macht deine Freundin den ganzen Tag???

Bist du sicher, dass ihr zusammenziehen wollt#kratz?

So, aber nun nochmal zum Geld:

Ihr habt

ca. 1600 € - Einkommen von dir

462 € - Kindergeld

??? € - Unterhaltsvorschuß für ein Kind

Wie kommst du darauf, dass ihr nur 400 € zum Leben habt?

Gruß, Nicole

Beitrag von christa32 17.08.07 - 22:00 Uhr

Hallo Andy!
Die Frage die Sternenmama fragt finde ich berechtigt.
Und wieso hat deine Freundin dann kein Geld, ich denke sie wird das Kindergeld bekommen und den Unterhaltsvorschuss für das 1. Kind was ja wohl nicht von dir ist. Ich weiß zwar nicht wie hoch eure Miete mit Nebenkosten sein wird.
Rechen wir mal Großzügig mit 800€.
Bleiben ohne Unterhaltszuschuss, noch immer 1262€.
Was macht ihr mit diesem Geld? #kratz
Wir sind eine noch 4.Köpfige Familie ab September 5.Köpfig und haben zirka 800-1000€ Haushaltsgeld pro Monat. Kommt immer darauf an was alles gebraucht wird.

#herzlich Christa

Beitrag von christa32 17.08.07 - 22:48 Uhr

Die eheähnliche Gemeinschaft
Auch bei der eheähnlichen Gemeinschaft gelten seit August 2006 härtere Vorschriften
Definition
Sie liegt dann vor, wenn
1. zwei Personen
2. in einem gemeinsamen Haushalt
3. so zusammenleben, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen. (§ 7 III Nr. 3c SGB II) (sogenannter Einstandswille)
Zu 1.:
Es ist neu, dass nun auch homosexuelle Paare Bedarfsgemeinschaften sein können.
Zu 3.:
Wichtig ist der "Einstandswille", also der Wille, "in guten wie in bösen Tagen" füreinander da zu sein.
Beweislastumkehr
Bisher musste das Jobcenter beweisen, dass ein Einstandswille vorliegt.
Jetzt kommt es nicht mehr darauf an, ob dieser Wille tatsächlich da ist, sondern ob der Wille "nach verständiger Würdigung" anzunehmen ist. Es werden also künftig Jobcenter und Richter darüber bestimmen, was vernünftiger Weise sein kann.
Den Hilfesuchenden bleibt aber die Möglichkeit, zu beweisen, dass sie keine Bedarfsgemeinschaft sind. Deshalb nennt man diese neue Regelung "Beweislastumkehr": Bisher hatte das Jobcenter die Beweislast, das wurde jetzt umgekehrt und nun haben die Hilfesuchenden die Beweislast.
Das Vorliegen einer Tatsache ist viel einfacher zu beweisen als das Nichtvorliegen einer Tatsache. Vor allem, wenn es - wie hier - um eine sogenannte "innere Tatsache" geht, nämlch um die innere Bindung zwischen den Betroffenen.
Damit nicht jedes Jobcenter und jeder Richter machen können, was sie wollen, wird wenigstens festgelegt, wann der Einstandswille vermutet wird:
Wenn die Partner
1. länger als ein Jahr zusammenleben oder
2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben oder
3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.
(§ 7 Abs. 3a SGB II)
Eine Vermutung kann man immer entkräften, das heißt, man kann beweisen, dass im eigenen Fall die Sache anders liegt. Hierfür kann manchmal schon eine eidesstattliche Versicherung ausreichen.
Die Abgabe einer falschen eindesstattlichen Versicherung ist strafbar! (§ 156 StGB)
Zu 1.:
Nach einem Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg vom 21. Juni 2006 kann aber eine eheähnliche Gemeinschaft schon ab dem ersten Tag des Zusammenlebens bestehen. In dieser Entscheidung wurde gesagt, dass das Paar die gesamte Wohnung gemeinsam nutzt, auch die Haushaltsgegenstände vom anderen einfach mitbenutzt, und dass deshalb eine Wirtschaftsgemeinschaft vorliege.
Ein anderer Senat desselben Gerichts sieht das aber anders: ...bloße Wirtschaftsgemeinschaft reicht nicht, es braucht weitere Indizien wie zum Beispiel gemeinsame Kinder. (Entscheidung vom 18. Januar 2006)
Alte Regelung
Bis Juli 2006 gab es keine gesetzliche Regelung.
Das Bundesverfassungsgericht schrieb am 2. September 2004:
• Eine eheähnliche Gemeinschaft ist "allein die Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer Frau,
• die auf Dauer angelegt ist,
• daneben keine weitere Lebensgemeinschaft gleicher Art zulässt
• und sich durch innere Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner füreinander begründen,
• also über die Beziehungen in einer reinen Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinausgehen."
Dass eine solche Gemeinschaft vorlag, musste früher der Staat beweisen.

Stiefkinder
Neu ist, dass Stiefkinder auch dann mit zur Bedarfsgemeinschaft zählen, wenn der leibliche Elternteil und der Stiefelternteil nicht miteinander verheiratet sind.
Diese Regelung gilt als verfassungsrechtlich bedenklich. Eine ausfürliche Begründung dazu findet man bei www.stieffamilien.de.
Bisher haben die Gerichte sehr bürgerfreundlich die Hartz-IV-Gesetze korrigiert, man kann also hoffen, dass auch diese Regel nicht mehr lange gilt.