Arbeiten gehen wird wohl heutzutage bestrafft

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von chipwoman 17.08.07 - 21:18 Uhr

Hallo,

Muß mich mal hier abregen,und hoffe ihr könnt mir vielleicht ein paar tips geben.
Und zwar folgendes:
Wir haben 2 kleine Kinder und mein mann arbeitete bis ende letzen monat bei einer zeitarbeitsfirma.Wir haben zu seinem lohn noch ergänzendes alg2 bekommen.
Jetzt hatte er die kündigung bekommen,da bei seiner Firma keine aufträge mehr da waren.
Er hat sich sofort bemüht und promt eine stelle gefunden die allerdings etwas weiter weg ist.Somit haben wir beschlossen wegen des jobs umzuziehen.
Er hatte sich die erlaubnis bei der arge geholt und hat den arbeitsvertrag unterschrieben.
Wir haben jetzt auch schon eine neue wohnung dort gefunden.
Allso alles scheint perfekt allerdings nur auf dem ersten blick,denn das problem ist folgendes.Mein Mann hat hüftprobleme und darf deshalb nichts schweres heben..Freunde haben wir hier nicht.Familie ist nur meine Mutter und meine schwester.Meine mutter hat seit fast 10 jahren einen Bandscheibenvorfall.
Allso bleibt nur meine schwester und ich die möbel tragen könnten.#kratz
Allerdings wohnen wir hier im 3 stock ohne aufzug und die schweren möbel tragen (wie waschmaschiene usw.)das werden wir nicht schaffen.
Jetzt waren wir bei der arge und haben denen unsere situation erklährt und gebeten uns ein Darlehen zu geben für ein umzugsunternehmen.Wir hätten ein das uns den umzug für 535 euro macht.
Aber die arge stellt sich quer.Unser sachbearbeiter ist sogar richtig frech geworden,das wären ja die steuergelder anderer die wir da ausgeben würden.:-[
Ja Hallo wir wollten es doch nur als darlehen haben,nicht geschenkt.
Wir waren dann auch beim teamleiter allerdings sagte er das gleiche Nein.
Wir würden nur folgendes gestellt bekommen.
Ein Lkw OHNE Fahrer und wir sollen uns 2 helfer suchen und die bekommen je 30 euro.#augen
Er meinte im studentenwerk würden das sicherlich tun.
Tja wir sind fassungslos aus der arge raus ins studentenwerk.
Das einzigste was wir bekamen waren absagen,und ein grinsen.
Ich meine mal ehrlich wer macht auch schon heut zutage ein umzug für 30 euro.Im übrigen müsste auch ein helfer den Lkw fahren da weder ich,mein mann noch meine mutter oder schwester einen führerschein besitzen.
Ich meine wer kommt dafür denn auf wenn ein unfall oder schäden gebaut werden.Wer nimmt das risiko für 30 euro auf sich??

Mittlerweile wissen wir das uns nichts anderes übrig bleibt als die ganzen Möbel zu verkaufen und uns von dem geld das nötigste wieder zu kaufen(damit ich weningstens in der neuen wohnung kochen und waschen kann)immerhin haben wir 2 kleine kinder.
#heul
Soll ich euch mal was sagen,kein Amt,und keine politiker sollen mehr sagen LEute sucht euch eine arbeit.
Denn sucht mal sich eine,dann bekommt mal nur steine in den weg gelegt.
Ganz ehrlich hätten wir das vorher gewußt dann hätten wir schön brav auf alg2 gelebt und hätten uns keine stelle gesucht.
Denn anscheinend wird mal hier in deutschland auch noch dafür bestrafft wenn mal arbeiten gehen will.


Danke fürs zuhören

Lg die super saure sandra

Beitrag von ina_bunny 17.08.07 - 21:33 Uhr

Habt ihr denn keine Freunde oder "alte" Arbeitskollegen die mit anfassen können? Was ist mit der Familie deines Mannes?

Wenn du in meiner Nähe wohnst kann ich dir einen Geheimtip für Umzugshelfer geben.

LG Ina

Beitrag von pipilotta20 18.08.07 - 02:21 Uhr

Hi

Habt ihr schonmal an ne anzeige gedacht in der Örtlichen Zeitung? So nach dem Motto Umzugshelfer gesucht?
Wäre jetzt so meine Idee.

L.g pipilotta20#stern#stern#stern ssw5+7 #ei

Beitrag von scullyagent 18.08.07 - 10:12 Uhr

Ich weiß, das einige Caritave Oraganisationen und Kirchengemeinden Projekte für Langzeitarbeitslose anbieten.

Die machen auch Umzüge. In Köln hätte ich eine Anlaufstelle für Dich. Ansonsten häng Dich ans Telefon und recherchier auf eigene faust.

Kopf hoch, das kjriegt ihr hin.

Scully

Beitrag von kati543 18.08.07 - 10:27 Uhr

Komisch. Als ich damals wegen Job umziehen musste, hat uns das Arbeitsamt den kompletten Umzug bei einer Umzugsfirma bezahlt. Das war allerdings 2003.

Beitrag von sassi31 20.08.07 - 01:16 Uhr

Das machen die heute auch noch. Hat mir mein Arbeitsvermittler gesagt, weil ich demnächst umziehen werde.

Aber nur dann, wenn man den Antrag vorher stellt. Und man muss verschiedene Angebote einholen.

Beitrag von friendlyfire 18.08.07 - 15:55 Uhr

Meine Schwiegerfamilie hat jetzt den Umzug zur Hälfte gezahlt gekriegt... Ich würde schriftlich Widerspruch einlegen mit Attest deines Mannes. Aber ich würde mich auch an Freiwilligen Agentur ect wenden, vielleicht gibts so Helfer für euch.

LG und Kopf hoch,
ff

Beitrag von kathrincat 18.08.07 - 18:10 Uhr

kannst es ja noch mit einer beschwerde über den sachbearbeiter an den dirktor machen.

Beitrag von rudi333 18.08.07 - 19:48 Uhr

Die folgenden Zeilen willst Du bestimmt nicht hören, muss aber dennoch sein!

Wer bezahlt einem Arbeiter (der geradeso über ALGII verdient, also nix dazubekommen kann) den Umzug?

Egal, ob derjenige nun krank ist oder nicht, ob er schwr heben kann oder nicht.

Es ist zwar vielleicht alles etwas ungünstig zusammengekommen und vielleicht seid Ihr auch an den falschen Sachbearbeiter geraten, aber wenn Ihr umzieht, dann ist das Euer privates, eigenes Problem und nicht dass der Allgemeinheit.

Im übrigen scheint bei Euch auch so einiges nicht glatt zu laufen, denn JEDER hat Freunde, die mit helfen. Sogar ich.

Beitrag von klau_die 19.08.07 - 06:28 Uhr

"Sogar ich. "

#heul#freu#heul
Dieser Sarkasmus hätt von mir stammen können!

Davon abgesehen gebe ich Dir Recht - Menschen, die nicht ohnehin von der ARGE unterstützt werden, müssen solche Dinge auch selbst regeln und wir haben auch noch nie Geld für eine Umzugsfirma ausgegegeben, geschweige denn übrig gehabt...

Gruß,

Andrea

Beitrag von liesschen_1980 18.08.07 - 23:03 Uhr

Hallo,
habt ihr niemanden, der Euch das Geld, was ihr von der Arge als Darlehen haben wolltet, leihen kann?
Vielleicht von Eurer Hausbank oder habt ihr einen Dispo?
LG Annne

Beitrag von klau_die 19.08.07 - 06:33 Uhr

Hi,

sorry, wenn das nicht die Antwort ist, die Du lesen möchtest. Aber ich hab den Eindruck, dass Ihr Euch ein bischen sehr auf Unterstützung verlaßt.
Es gibt inzwischen soviele Menschen, die auch mit Job und Nebenjob mal gerade auf ALGII-Niveau rumwurschteln, die müssen solche Dinge auch allein regeln. Wir mußten bislang unsere Umzüge auch allein regeln und bezahlen, eine Umzugsfirma ist uns trotz doppeltem Einkommen bislang nie in den Sinn gekommen, für mich ist das schon Luxus. Es kann doch niemand etwas dafür, dass Ihr weder Füherschein, Verwandte, noch Freunde habt.

Dann sucht Euch eben jemand, der gegen geringe Bezahlung (Tips, wo man solche Kräfte findet, hast Du ja bekommen.

Gruß,

Andrea

Beitrag von charleen820 19.08.07 - 20:48 Uhr

Hallo,

Reg mich gerade auf....Sry, aber du wirst doch wohl jemanden haben, der euch hilft!!!

#kratz#kratz

Bezahlt mir einer einen umzug und besorgt Leute, damit ich ja nichts schleppen muss!? NÖ,ich und mein Mann mussten alles allein machen und wir haben es auch geschafft!

Leute gibts#gaehn

Beitrag von manavgat 20.08.07 - 13:28 Uhr

1. würde ich das schrifltlich zu Papier bringen und mir die Abgabe dieses Protokolls vom Vorgesetzten des Sachbearbeiters bescheinigen lassen!

2. ruf mal den örtlichen Pfarrer an, ob es eine Jugendgruppe gibt, die Euch helfen würden oder ob er eine andere Idee hat.

3. Kannst Du Dich hierhin wenden:

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/

4. Sollte der Sachbearbeiter noch einmal die Steuern ansprechen, dann sag ihm:

a) ich zahle auch Steuern: Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Kaffeesteuer, Ökosteuer etc.

b) ich! sichere Ihren Arbeitsplatz.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von sonjafranken 21.08.07 - 12:21 Uhr

"würde ich das schrifltlich zu Papier bringen und mir die Abgabe dieses Protokolls vom Vorgesetzten des Sachbearbeiters bescheinigen lassen!"

Na, das ist aber mal wirklich ein ganz besonders sinnvoller Rat, direkt auf Konfrontationskurs zu gehen. Zumal die Mitarbeiter der Arge sich wahrscheinlich totlachen werden, wenn ihnen jemand mit einem Stückchen Papier vor der Nase herumwedelt und verlangt, daß sie es unterschreiben.

Obendrein ist den Arge-Leuten die wirtschaftliche Situation der Familie wohlbekannt. Jemand, dem 535 Euro für einen notwendigen Umzug fehlen und dessen Kreditwürdigkeit in seinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis so schlecht ist, daß er sich diese vergleichsweise überschaubare Summe nicht leihen kann, dürfte einen Mitarbeiter der Arge nicht sonderlich beeindrucken. Auch die Arge-Leute wissen nämlich, was ein Rechtsanwalt kostet, und daß aufgrund der überaus unsicheren Erfolgsaussichten wahrscheinlich keine PKH gewährt wird.

"ich zahle auch Steuern: [...] Mineralölsteuer, [...] etc."

Mineralölsteuer ohne Führerschein? Super Argument.

"ich! sichere Ihren Arbeitsplatz."

Damit kommt man bestimmt besonders gut weiter und motiviert die Mitarbeiter ungemein, sich für einen zu engagieren. Mit dieser Haltung muß man sich nicht wundern, wenn man bei den Leuten auf Granit beißt.

Beitrag von manavgat 21.08.07 - 12:32 Uhr

sorry, aber Dein Beitrag ist Blödsinn.

Seit wann muss ein ALG2-Empfänger den Mitarbeiter der ARGE motivieren?????

Soweit kommt es noch.

Ich habe jahrelang Menschen in Notsituationen ehrenamtlich geholfen/beraten und oft auch als "Beistand" zum Amt begleitet.

Am besten beraten ist der, der seine Rechte kennt und diese auch durchsetzt. Gut geholfen hat bei unwilligen Sachbearbeitern immer, einen Beistand mitzunehmen, der dann Protokoll führt!

Wenn jemand nichts tragen darf/kann (wegen nachgewiesener Krankheit, Behinderung, Schwangerschaft) dann muss die ARGE die angemessenen Kosten übernehmen oder den Umzug organisieren.

Die Abgabe eines Schreibens muss! bestätigt werden. Das hat mit der Anerkenntnis des Inhalts nichts zu tun. Da musst Du noch mal nachsitzen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sonjafranken 21.08.07 - 14:05 Uhr

"Seit wann muss ein ALG2-Empfänger den Mitarbeiter der ARGE motivieren????? Soweit kommt es noch."

Soweit ist es schon, und zwar aus einfachen zwischenmenschlichen Erwägungen. Wenn man von jemanden Hilfe haben will, wird er sehr viel motivierter sein, wenn man ihm zunächst einmal freundlich gegenübertritt. Wer hingegen mit einem Anspruchsdenken auftritt und statt einer höflichen und freundlichen Bitte gleich eine Forderung vorträgt, wird den jeweiligen Sachbearbeiter kaum für sich gewinnen und ihn kaum motivieren können, für einen auch nur den geringsten Handschlag mehr zu tun als unbedingt notwendig, wenn überhaupt.

Dies völlig unabhängig davon, ob ein Rechtsanspruch auf diese Hilfe besteht. Weißt Du, so ein Rechtsanspruch ist eine feine Sache, nur leider muß man ihn schlimmstenfalls auch durchsetzen. Nicht nur, daß man damit die Gegenseite brüskiert und sie sich nicht selten auf der persönlichen Ebene angegriffen fühlt, und damit zukünftig erst Recht keine Hilfe mehr zu erwarten ist. Viel schlimmer ist, daß solche Verfahren üblicherweise ihre Zeit benötigen und nicht selten recht teuer sind, wobei der Kläger in Vorleistung treten muß, so er denn keine PKH bewilligt bekommt.

Gerade die beiden letzten beiden Punkte sind in dem Falle der bedauernswerten chipwoman jedoch eher kritisch. Einerseits haben sie und ihr Mann offensichtlich keine Zeit, monatelang auf ein Urteil zu warten. Andererseits haben sie in ihrer wirtschaftlichen Situation wahrscheinlich kein Geld übrig, um so ein Verfahren anzustreben -- natürlich gibt es die Prozesskostenhilfe, aber die muß man natürlich auch erstmal bewilligt bekommen.

"Am besten beraten ist der, der seine Rechte kennt und diese auch durchsetzt. Gut geholfen hat bei unwilligen Sachbearbeitern immer, einen Beistand mitzunehmen, der dann Protokoll führt!"

Das ist das letzte Mittel, wenn nichts anderes fruchtet. Schon unsere Mütter wußten nämlich: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Aus diesem und den vorgenannten Gründen halte ich es für sinnvoll, erst einmal alle anderen Möglichkeiten auszuprobieren, bevor man ein Gericht anruft.

Ich kenne aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit eine ganze Reihe überaus netter Arge-Sachbearbeiter. So ein Sachbearbeiter hat einen gewissen Ermessens- und Entscheidungsspielraum, den er ausschöpfen kann oder eben nicht -- je nachdem, wie lohnend es ihm erscheint, wie seine Laune und Tagesform sind und wie sympathisch sein Gegenüber ist. Mir sind dabei Sachbearbeiter persönlich bekannt, die auf einen forderndes Auftreten allergisch reagieren und dann ungeachtet der Vorschriften und Rechtslage erst einmal alles ablehnen, frei nach dem Motto "soll sich doch die Rechtsabteilung mit denen herumschlagen". Ebenso kenne ich auch Sachbearbeiter, die sich weit über ihre Dienstpflichten hinaus für ihre Schützlinge engagieren und dabei manchmal sogar die eine oder andere Vorschrift, nunja, recht flexibel auslegen.

Weißt Du, so ein Sachbearbeiter bei der Arge ist zwar primär der Repräsentant einer staatlichen Institution, nichtsdestotrotz aber vor Allem auch ein Mensch. Du weißt schon, mit Gefühlen, Eitelkeiten, häufig sogar mit dem heheren Ideal angetreten, hilfebedürftigen Menschen helfen zu wollen. Wenn man dem Rechnung trägt und an den Menschen und sein Gewissen appelliert, also nicht fordernd, sondern zunächst einmal freundlich bittend auftritt, kommt man üblicherweise sehr viel weiter, als wenn man direkt voll auf seine Rechtsansprüche pocht und durch Zeugen und Protokolle nichts als Mißtrauen signalisiert.

Beitrag von manavgat 21.08.07 - 16:38 Uhr

Hier liegt ein Mißverständnis vor.

Ich habe niemals gesagt, dass man irgendjemandem unhöflich kommen muss.

Deine Ratschläge sind nutzlos.

Nette (devote?) Frauen kommen in der Regel nirgendwohin. Und ALG2 ist ein Rechtsanspruch und kein Almosen. Und den Sch...ß von wegen Steuergelder, den kann sich der SB sonstwo hin tun. Die meisten, die ALG2 bekommen haben vorher (oft jahre, manchmal jahrzehntelang) Steuern bezahlt. Es ist nicht die persönliche Schatztruhe des SB.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sonjafranken 22.08.07 - 04:31 Uhr

"Hier liegt ein Mißverständnis vor."

Offensichtlich.

"Ich habe niemals gesagt, dass man irgendjemandem unhöflich kommen muss."

Du hast gesagt, daß man auf sein Recht pochen soll. Das halte ich nach wie vor für überaus ungeschickt und wenig diplomatisch im Umgang mit anderen Menschen, unabhängig davon, ob es sich um Arge-Sachbearbeiter handelt oder nicht.

"Deine Ratschläge sind nutzlos."

Solange sie nicht unsachlich, irrational oder naiv sind, kann ich damit leben.

"Nette (devote?) Frauen kommen in der Regel nirgendwohin."

Woher willst Du das denn wissen? Ich komme mit Höflichkeit und Freundlichkeit überall hin. Wenn das bei Dir nicht klappt, machst Du dabei vielleicht irgendwas falsch -- könnte das daran liegen, daß Du so gerne auf Dein Recht pochst?

"Und ALG2 ist ein Rechtsanspruch und kein Almosen. Und den Sch...ß von wegen Steuergelder, den kann sich der SB sonstwo hin tun. Die meisten, die ALG2 bekommen haben vorher (oft jahre, manchmal jahrzehntelang) Steuern bezahlt. Es ist nicht die persönliche Schatztruhe des SB."

Im letzten Satz hast Du ausnahmsweise Recht. Tatsächlich sind die Gelder, die der Sachbearbeiter verwaltet, nicht seine persönliche Schatztruhe. Er ist allerdings vom Eigentümer der Schatztruhe, um bei Deinen Vergleich zu bleiben, damit beauftragt worden, die Schatztruhe gut zu bewachen und Mißbrauch zu verhindern.

Mit dem Rest Deiner Ausführungen liegst Du vollkommen falsch. Es dreht sich hier nämlich gar nicht um ALG2, weißt Du. Hier wird über ein Darlehen für einen Umzug diskutiert, und darauf besteht kein Rechtsanspruch. Der Gesetzestext spricht hier ausdrücklich davon, daß Umzugskosten "bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug [...] zuständigen [...] Träger übernommen werden" können. In diesem Zusammenhang steht das Wort "können" ausdrücklich im Gesetzestext. Du kennst den Unterschied zwischen "können", "sollen" und "müssen"?

Beitrag von manavgat 22.08.07 - 12:31 Uhr

Wenn der Hilfeempfänger Schwanger oder behindert ist, dann ist es kein Darlehen!

und dann ist es "muss"

Im übrigen bin ich zwar blond, aber nicht blöd.

Gruß und Ende

Manavgat

Beitrag von sonjafranken 21.08.07 - 12:48 Uhr

"Er hatte sich die erlaubnis bei der arge geholt und hat den arbeitsvertrag unterschrieben. Wir haben jetzt auch schon eine neue wohnung dort gefunden."

Ich würde mal freundlich und nett mit der Arge reden, die zukünftig für Euch zuständig sein wird. Die sind vielleicht etwas motivierter, Euch zu helfen. Schließlich müssen die gegebenenfalls noch ein paar Jahre mit Euch auskommen und wollen sich das Verhältnis vielleicht nicht gleich am Anfang verderben.

Wo, wenn ich fragen darf, soll es denn hingehen? Ich habe beruflich Kontakt zu einigen Argen in NRW, vielleicht läßt sich da mit etwas Fürsprache an berufener Stelle was regeln. Meiner Erfahrung nach sind Dienststellenleiter oft zugänglicher als ihre Kollegen und verfügen manchmal über eine Art "inoffizielles Schattenbudget".