Schlage auf offener Straße mal einen Hund!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von entichen 17.08.07 - 23:27 Uhr

Hallo,

bin eine Mami, die nicht mit ansehen kann, wenn kleine Kinder unnötig beschimpft, geschlagen und gequält werden.

Leider sieht man das nur allzu oft.

Heute war ich mit dem Rad in der Innenstadt unterwegs. Ein Mann lief mit seinem Sohn (auf dem Laufrad) in meine Richtung. Da die Dinger ja keine Bremsen haben, bin ich ganz langsam gefahren, damit nichts passiert (war noch auf dem Rad, weil man bis 10 Uhr bei uns noch fahren darf, erst danach schieben). Der Junge machte auch einen kleinen Schwenker in meine Fahrlinie - ich wich aus, aber er hatte mich schon gesehen und schwenkte wieder von mir weg. Er war auch noch weit genug entfernt (würd schätzen, 6-7 Meter).

Da fing der Vater an zu schnauzen:

"Bist Du bescheuert. Kannst Du nicht aufpassen..."

Ich hielt an und drehte mich um, weil ich dachte, dass er mit mir redet. Aber da hatte er den Lütten schon vom Laufrad gezerrt und ihm ordentliche eine gedonnert.

Ich hab mein Rad fallen lassen und bin gleich hin und hab ihn angebrüllt - war so aufgeregt, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich genau gesagt hab.

Jedenfalls hab ich dann den Kleinen gehabt und eine alte Frau zischte mich von hinten an (hatten sich schon ein paar Gaffer versammelt):

Lassen Sie das Kind runter. Das ist die Sache von dem Vater bla bla bla

Ich dacht ich hör nicht richtig.

Der Vater hat dann den kleinen geschnappt und das Laufrad und ist auf und davon.

Ich hab Anzeige gegen unbekannt erstattet und mir fest vorgenommen, ihn nochmal anzusprechen und die Polizei zu rufen, wenn ich ihn wiedersehe. So groß ist unsere Stadt nicht.

Aber ich bin von der Reaktion der Passanten (waren nur ältere Leute) echt erschüttert. Kann ja wohl nicht sein, dass keiner da eingreift.

Aber schlag auf offener Straße mal einen Hund- dann wären das die ersten, die den Tierschutz informieren.

Echt traurig.

Beitrag von relda 17.08.07 - 23:30 Uhr



#pro#pro#pro

Super Reaktion von dir!
Echt klasse!

Beitrag von entichen 17.08.07 - 23:33 Uhr

Hatte Gänsehaut bis ins Gesicht vor lauter Angst.

Aber leider hat es dem süßen Kind auch nix gebracht. Der musste dafür bestimmt noch mehr leiden.

Tut mir leid, dass ich nicht gleich mit dem kleinen losgegangen bin und das Jugendamt und Polizei sofort angerufen habe. Dann wäre er wohl jetzt nicht mehr bei seinem Vater.

Das würde ich das nächste Mal auf jeden Fall gleich machen.

Lg entichen

Beitrag von relda 17.08.07 - 23:42 Uhr



Wie hat denn der Vater auf dich reagiert??

Beitrag von entichen 17.08.07 - 23:54 Uhr

Er hat irgendwas geschnauzt, von wegen das geht mich nichts an und wenn der Bursche (oder so) nicht aufpassen kann ist er selber schuld..., wie gesagt, war so aufgeregt.

Dann weiß ich nur noch, dass er den Kleinen von meinem Arm runter gezogen hat und mit dem Laufrad und Kind schnell abgezogen ist.

Das ging alles so schnell.

Bin jetzt noch am zittern, wenn ich dran denke.

Beitrag von relda 18.08.07 - 13:24 Uhr



Wie alt war der Junge ungfähr?
Also, ich hätte auch vor Aufregung gezittert, das war mutig und sehr gut von dir, dass du so reagiert hast.
Ich sage jetzt mal, ich hätte genauso reagiert, aber in der Situation war ich noch nie, zumindest nicht auf offener Straße!

Liebe Grüsse

Beitrag von visilo 18.08.07 - 07:23 Uhr

Wegen sowas würde das Jugendamt NIEMALS was unternehmen da wären wohl 80 % der Kinder nicht mehr bei ihren Eltern, was jetzt nicht heißt das ich es toll finde was der Vater gemacht hat.

LG visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von meckikopf 18.08.07 - 10:02 Uhr

Also ich finde, das ganze wird immer noch VIIIEEEL ZU SEHR VERHARMLOS - und das leider auch von dir! :-(#schmoll#heul

Beitrag von entichen 18.08.07 - 13:40 Uhr

Diese Entscheidung sollte man dem Jugendamt überlassen.

Aber das heißt ja nicht, dass ich ihn nicht anzeigen darf.

Ich denke aber auch, wer sein Kind auf offener Straße schlägt, da liegt noch mehr im argen.

LG entichen

Beitrag von visilo 18.08.07 - 13:44 Uhr

Sicher kannst du ihn anzeigen nur wird das im Sande verlaufen da es wesentlich wichtigere Fälle gibt wie ein Vater der seinem Kind eine Ohrfeige gibt ( was ich nicht gutheiße).

LG visilo

Beitrag von tini26 18.08.07 - 14:00 Uhr

und Du willst Jura studieren???#kratz Da muss noch einiges hinzukommen, damit "das Kind jetzt nicht mehr bei seinem Vater ist".......so wie Du Dich ausdrückst. Bevor in Deutschland ein Kind seinen leiblichen Eltern weggenommen wird muss erheblich mehr passieren, als das was Du hier beschrieben hast.

Vom Grundsatz her finde ich, dass Du insofern gut reagiert hast, dass Du was zu dem Vater gesagt hast. Aber nicht, dass Du das Kind an Dich gerissen hast. Du hättest ruhig und besonnen auf ihn zugehen müssen, fragen was das soll, warum er das getan hat und ob er sich der Konsequenzen bewußt ist. Aber nicht ihn anschreien und ihm das Kind wegreissen. So wirst Du auch mal später als Juristin keine Konflikte lösen können- ganz im Gegenteil. Denk mal darüber nach....

Tini

Beitrag von meckikopf 18.08.07 - 14:34 Uhr

Also da muss ich jetzt aber mal eine mords Lanze für entichen brechen, denn ich finde, WENN jemand für ein Jurastudium und für solche Berufe geeignet ist, in denen man das braucht, dann wohl EINDEUTIG SIE!!!

Und wegen der Herausnahme des Kindes aus der eigenen Familie: Ich bin da ja auch dagegen, dass dies sofort passieren sollte (Ausnahme; das Kind wird wirklich ALLERÜBELST misshandelt und GROB vernachlässigt!), aber ansonsten bin ich viel eher und unbedingt dafür, dass eine Familienhelferin/Psychologin oder was weiß ich, ins Haus solcher Familien geschickt wird, die solchen Familien, wie das Wort schon sagt, bei der Erziehung und im Haushalt, HILFT! Das finde ich auch in vielen Fällen viel, viel effektiver als die sofortige Herausnahme aus der Familie, denn das Kind liebt seine Familie/Eltern und die Eltern sind auch oftmals hilflos. Soll jetzt keine Inschutznahme der Eltern sein, sondern das ist Tatsache!

LG M.

Beitrag von tini26 18.08.07 - 14:47 Uhr

Nein, wenn Du in dem Beruf den Kopf verlierst und nicht mehr weisst was Du sagst (so wie sie es selbst beschreibt) dann bist Du leider dafür nicht geeignet... Deine persönlichen Gefühle stellst Du besser zurück und denkst über sachliche Argumente nach.... glaub mir. Ich mach den Job schon ein Weilchen und war am Anfang auch so ein "Heissporn". Weiter kommen tust Du damit - leider muss ich sagen - nicht. Du erreichst eher das Gegenteil.

Tini

Beitrag von entichen 25.08.07 - 12:36 Uhr

Was hat denn diese Situation mit meinem Studium zu tun?

Ich studiere übrigens schon seit 2 Jahren. Allerdings habe ich in dieser Situation als Mutter reagiert.

Da ist es doch unerheblich, welche Vorkenntnisse man hat und wie man geschult ist.

Solange es sich nicht um einen meiner Fälle handelt (arbeite deben dem Studium in der Kanzlei, in der ich auch gelernt hab), darf ich so reagieren, wie ich es für richtig halte.

Und aufgrund meiner rechtlichen Kenntnisse hätte ich mit dem Vater was machen sollen?

Die helfen in so einer Situation nicht weiter. Du wirst noch Menschen kennen lernen, die sich nix sagen lassen...

Viel Spaß dabei.

entichen

PS: hier ging es nicht um Konfliktlösung sondern um Anzeigen und Verhindern weiterer Straftaten. Dabei gibt es keine Konflikte. Denk Du mal darüber nach...

Beitrag von tagesmutti.kiki 17.08.07 - 23:43 Uhr

#pro Find ich sehr mutig von dir und ich hätte warscheinlich genauso reagiert. Man darf einfach nicht wegschauen.

knuddels KiKi

Beitrag von bofan 18.08.07 - 08:27 Uhr

Hallo,

auch auf die Gefahr hin, dass gleich viele Steine in meine Richtung fliegen: Ich bin der Meinung, Du hast überreagiert.
Gut, der vater hat dem Kind eine geknallt.Das ist absolut unverzeihlich und auch mit eines der gemeinsten Dinge, die man einem Kind antun kann, ABER es ist eine Erziehungsmaßnahme, die (leider)noch enorm viele Eltern anwenden.Da kannst Du nichts machen.
Sich deshalb gleich ein fremdes Kind zu schnappen, finde ich überzogen.Hätte der Vater richtig draufgehauen oder mehrmals ins Gesicht geschlagen, hätte ich genauso reagiert, gar keine Frage.
Das einzige, was Du vermutlich erreicht hast, ist, dass der Vater stinkesauer und agressiv mit dem Jungen nach Hause gegangen ist und ob er jetzt dort nochmal eine bekommt, wirst Du niemals erfahren.
Und das Jugendamt schaltet sich sicherlich nicht wegen einer Ohrfeige ein.
Ich finde es toll, wenn Menschen couragiert sind und einschreiten.In diesem Falle hast Du dem Jungen vermutlich eher nichts gutes getan.(weiß man aber natürlich auch nicht)
Wie gesagt, ich finde es auch schrecklich, aber es ist leider immer noch Sache der Eltern, ob sie FÜR oder GEGEN Ohrfeigen sind.
Nichts für ungut.

LG Samira

Beitrag von meckikopf 18.08.07 - 09:58 Uhr

Hallo Samira,

möchte dich jetzt nicht verbal angreifen, aber dennoch muss ich Dir dringendst sagen, dass manche halt IMMER NOCH NICHT verstanden haben, worum es hier geht und DASS körperliche Strafen in der Erziehung (und dazu gehört wohl das "ganze Programm" wie Ohrfeigen, den Allerwertesten versohlen... etc... etc... etc... ) nun mal VER_BO_TEN sind - und daran GIBT es nun mal nichts zu rütteln!!! Und DU gehörst da eindeutig dazu, die diesbezüglich absolut nichts begriffen hat!

OK, ich gebe zu, dass meine Worte sehr hart klingen, aber wenn ich solch einen gequirrlten Schwachsinn schon lese; von wegen, es ist Sache der Eltern, ob sie FÜR oder GEGEN eine Ohrfeige (und wohl überhaupt ob FÜR oder GEGEN das Hauen im allgemeinen) sind (das ist es EBEN NICHT!!!), dann KANN ich mich einfach nicht mehr beherrschen!!!

Und woher willst DU(!!!) das denn wissen, ob die Polizei und/oder das/der Jugendamt/Kinderschutzbund "nur"(???) wegen einer Ohrfeige eingreift oder nicht?! - Das weißt Du nämlich nicht und das stimmt so auch nicht!!!

Aber dennoch - ebenfalls nix für ungut...

Beitrag von bofan 18.08.07 - 10:13 Uhr

Hallo,

aaah, der erste Stein...;-)
Also es geht hier nicht um eine Sache, wo ein Kind mißhandelt, gequält, hungern gelassen, mißbraucht oä wird, sondern um eine Ohrfeige - eine Ohrfeige - Du verstehst?#aha

"Und woher willst DU(!!!) das denn wissen, ob die Polizei und/oder das/der Jugendamt/Kinderschutzbund "nur"(???) wegen einer Ohrfeige eingreift oder nicht?! - Das weißt Du nämlich nicht und das stimmt so auch nicht!!! "

Meine beste Freundin ist Sachbearbeiterin im JA in Köln und ich bekomme manchmal mehr mit, als mir lieb ist.
Bei Sachen wie Ohrfeigen, anschreien, Klapse auf den Po uä greift kein Jugendamt dieser Welt ein!Die sehen da tagtägliche schreckliche Dinge, da fallen Ohrfeigen durch jedes Raster!Und woher hast Du(!!!) Deine Infos???


Versetz Dich mal 20-30 Jahre zurück, da waren Ohrfeigen sogar in Schulen (vom Elternhaus mal ganz zu schweigen) gang und gäbe.Und?Heute sind die Kinder von damals erwachsen, haben eigene Kinder und befinden sich sicher nicht alle in psychatrischer Behandlung oder sind traumatisiert, weil sie als Kind mal eine Ohrfeige bekommen haben.

Ich würde mein Kind auch niemals schlagen, aber ich würde auch nicht im Auto rauchen, wenn mein Kind dabei ist, es alleine lassen oder schreien lassen oder oder oder!
Wenn Du wüßtest, was tagtäglich in völlig "normalen" Familien abgeht, würdest Du 24 Std am Telefon hängen, um das JA anzurufen.

Und ich kann nur nochmals betonen, dass es Sache der Eltern ist, ob sie mit Ohrfeigen und Po-Klapsen "erziehen" oder eben nicht!Und wenn man solche "Eltern"in der Öffentlichkeit mit einem Eingreifen auf die Palme bringt, leidet darunter hinter verschlossenen Türen im Endeffekt doch nur derjenige, den man eigentlich schützen wollte, nämlich das Kind.

Dass man bei richtigen Schlägen, Tritten uä eingreift, ist eine Selbstverständlichkeit.Aber eine Ohrfeige (wobei es natürlich auch immer darauf ankommt, wie hart diese ist)
Wenn ein Mann in der Öffentlichkeit seinem Kind mit voller Kraft ins Gesicht schlägt, wäre ich sicher die letzte die sagt "ach komm, lass ihn doch"!

Samira

Beitrag von miau2 18.08.07 - 11:08 Uhr

Hi,

Wenn die Schilderung stimmt halte ich die Methoden vom Vater für überhaupt nicht ungefährlich. Denn es ist was anderes, ob einem Elternteil in einer Extremsituation (Kind rennt auf die Straße, zwing Auto zur Vollbremsung...) die Hand ausrutscht, oder ob man vollkommen absichtlich, überlegt und vor allem auch noch grundlos einfach so zuschlägt.

vermutlich hast Du aber - leider - recht, wenn der Vater dazu neigt, wird er seine ganze Wut über den Vorfall am Kind auslassen. Das spräche aber dann dafür, dass in diesem Fall ein Eingreifen erst recht berechtigt wäre - denn wer seine Wut an einem unschuldigen Kind auslässt, der zeigt ein sehr gefährliches Verhalten. Aber wie soll man eingreifen, ohne den Mann zu kennen...

Ich wäre für den Mittelweg: eingreifen, aber nicht auf diese Art und Weise. Egal von welcher Seite und mit welchem Grund, derartige Agressionen sind auch nicht gerade ein Vorbild für das Kind. Abgesehen davon, wenn sich jemand fremdes auf der Straße mein Kind schnappt muss diese Person mit einer extremen Reaktion meinerseits rechnen.

In einem hast Du allerdings Unrecht: es ist NICHT Sache der Eltern, ob sie mit Ohrfeigen erziehen oder nicht. Denn DAS ist ihnen ganz klar verboten, nachdem endlich vor ca. 5 Jahren (?) das Recht auf gewaltfreie Erziehung für Kinder verankert wurde. Eine Ohrfeige ist Gewalt, und damit ist es nicht mehr Sache der Eltern. Auch, wenn diese Eltern es am eigenen Leib anders gelernt haben (und genau aus diesem Grund das Umdenken noch Generationen in Anspruch nehmen wird). Jede Generation, die geschlagen wird, verzögert diesen Prozess noch weiter. Und sicher, es gehen nicht alle mit psychischen Schäden daraus hervor - aber eben viel zu viele.

Ja, ich weiß, auch ohne Schlagen kann man Gewalt ausüben, und danch kräht wohl erst recht kein Hahn. Aber schlagen als sichtbare Gewalt hat in der Erziehung nun einmal nichts mehr verloren - und wenn sich jemand nicht daran hält sage ich (hoffentlich) was, denn im Gegensatz zu anderen Gewaltformen kann ich das sehen. Nur kommt es auch darauf an WIE man was sagt - und das wie in diesem Fall hat sicher für das Kind nichts verbessert.

Ich fands gut, dass sie was unternommen hat, denn die meisten gucken nur einfach weg. Nur die Methode halte ich für den falschen Weg.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von visilo 18.08.07 - 12:52 Uhr

Seh ich genauso #danke

Beitrag von meckikopf 18.08.07 - 14:25 Uhr

Hallo Samira,

OK, MEIN - einziger und 1. (?) - VERBALER Stein! Aber mit Sicherheit NICHT aus Schikane und um zu stänkern, aber ich sage halt immer "etwas" "unverblümt/er" meine Meinung - vor allem, wenn ich sie nicht teile und vor allem bei sowas!

Du fragst mich, woher ich das weiß, dass das Jugendamt bei "harmlosen"(???) Ohrfeigen und dergleichen nichts unternimmt. OK, ich gestehe, ich selber war noch nicht in solch einer heiklen Situation (und das kann auch gerne weiterhin so bleiben!) und habe sowas noch nicht direkt und hautnah erlebt, aber ich habe mal in einem anderen Forum gelesen, dass da eine Mutter mitten auf der Straße beobachtet hat, wie eine Mutter ihren ca. 5jährigen Sohn zwar nicht ins Gesicht, aber anderswohin recht heftig gehauen hat. Die hat die andere Mutter auch angezeigt und die mussten auch gleich mit auf die Wache kommen. Das war vor ca. 2 Monaten und sie wollte eigentlich berichten, was dabei herausgekommen ist, aber das ist bis jetzt noch nicht geschehen. Muss sie demnächst mal danach fragen, wie das ganze ausging - erinnerst mich da noch an was! #aha:-):-D;-) Also, wenn die gleich mit auf die Wache musste/n, beweist mir das, dass das doch nicht ganz so harmlos ist, wie es oftmals dargestellt wird - und das war ebenfalls im Bundesland NRW; also auch da, wo Deine beste Freundin lebt und arbeitet!

Also ich finde OHRFEIGEN jedenfalls total daneben - mehr als das - eben, WEIL sie auch mal arg, arg verletzen können; vor allem bei noch sehr kleinen Kindern! Und da sage ich jetzt auch mal: KÖNNEN arg verletzen, MÜSSEN aber nicht, aber das ist ja auch egal und hierbei auch gar nicht das eigentliche Thema!
Und wegen des Eingreifens oder nicht; also ENTWEDER, körperliche Züchtigung - ganz egal, welche Art und Weise - IST verboten, ODER sie ist NICHT verboten - was soll dann immer diese dämliche Doppelmoral - "festes Verprügeln", ja, da greifen wir mal ein, aber bei den "harmlosen Ohrfeigen" oder dem "harmlosen Klaps" auf den (evtl. noch "gepolsterten") Po, nein, da brauchen wir nicht einzugreifen! #kratz#augen:-[#schmoll#bla Also wie gesagt, entweder - oder!

Und gegen das Rauchen in Gegenwart des Kindes bin ich auch - allemal - denn ich bin von vornherein sehr überzeugte Nicht-Raucherin und schon von daher finde ich es mehr als daneben, wenn man andere Menschen total "einräuchert" und ganz besonders Babies und (Klein)kinder!

Ferner schreibst Du, dass vor 25, 30, 40 Jahren und noch länger die körperliche Züchtigung noch gang und gäbe; ja, nicht nur allein das, sondern auch noch völlig "gesellschaftsfähig" war! Und ich selber kenne das auch noch (bin irgendwann in den 60er Jahren geboren) und habe auch (hauptsächlich von meiner Mutter; mein Vater hat mich seltenst/so gut wie gar nicht gehauen) Ohrfeigen und den Allerwertesten versohlt bekommen; zwar nicht allzu oft, aber ab und zu, und es hat vollkommen gereicht! Und ich habe auch keinen seelischen Schaden oder sowas und bin dennoch sehr lebenstüchtig, verstehe mich immer noch sehr gut mit meinen Eltern und trage ihnen das auch nicht nach, aber das heißt trotz alledem noch laaange nicht, dass ich das auch gut finde und fand! Und wir kennen ja auch alle noch das "tolle" Gefühl von früher aus unserer Kindheit - auch wenn es schon sehr lange her ist - als wir eine gescheuert bekamen und wie wir uns da gefühlt haben: nämlich wie ein begossener Pudel und total gedemütigt! Und DIESES Gefühl ALLEIN sollte uns ja schon signalisieren, dies NICHT gutzuheißen und es deswegen auch NICHT zu TUN! Oder?! #aha#gruebel#schein

Ferner weiß ich auch noch - und auch das war früher noch total "in" - dass auch "andere"/"fremde" Erwachsene; also nicht nur die Eltern; z.B. Nachbarn/innen, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Verkäufer/innen... etc... etc... etc... "andere"/"fremde" Kinder körperlich maßregeln "durften" und das "Recht" dazu hatten, wenn die was "ausgefressen" oder/und nicht "pariert" haben - und wenn den Eltern dies zuhause zu Ohren gekommen ist, bekam das Kind von den Eltern noch ZUSÄTZLICH eine drauf (physisch meine ich natürlich) - mit den "netten" Worten, man hätte es ja schließlich auch verdient... :-[:-(#schmoll#kratz#augen#schock#hicks#schrei Meine Eltern waren zwar nicht so drauf, aber ich weiß das vom Hörensagen! Aber zum Glück ist das heute ganz, ganz anders, wobei ich aber auch sagen muss, dass heute "andere"/"fremde" Erwachsene wie z.B. Erzieher/innen, Lehrer/innen, aber auch andere, schon von den Eltern (VERBAL!) kräftigst eine auf den Deckel bekommen, wenn sie das Kind mal "NUR" verbal maßregeln und zusammenstauchen! Und DAS finde ich wiederum auch übertrieben. Also, wenn MEIN Kind irgendwas angestellt oder ausgefressen hätte und es von einer "fremden" erwachsenen Person VERBAL maßgeregelt würde (und es wäre BERECHTIGT und FAIR; ganz klar, (verbale!) Beleidigungen und Demütigungen würde ich auch da nicht - und genauso wenig - dulden und durchgehen lassen!), würde ich nicht gleich "rumheulen" und ausrasten! Also DAS - verbale Ermahnung/en und Maßregelung/en wird/werden ja wohl noch erlaubt sein - also soweit sind wir ja noch nicht, dass man das auch nicht mehr darf!

Und ich spinne den Faden gern beliebig noch ein bisschen weiter: Früher gab es auch noch viele, viele andere sehr angenehmen Dinge, die es heute gibt, noch nicht; wie z.B. Badezimmer im Haus, Toilette/n im Haus/in der Wohnung mit Wasserspülung, Computer, Internet, Handy, Kopiergeräte, Telefon... etc... etc... etc... usw... usf... to be continued... Ganz klar haben die Menschen auch OHNE diese ganzen Annehmlichkeiten gelebt, KONNTEN und MUSSTEN ohne sie leben, aber war das denn auch wirklich und tatsächlich besser?! - Nein, nicht - oder?! - Und genauso ist es mit der körperlichen Züchtigung. Früher fand man das ganz "normal", aber heute halt nicht mehr, wo man viel, viel weiter ist - in der Technik, in der Psychologie und überhaupt in allem!

So, nun ist meine "Predigt" aber arg, arg lang geworden, aber das musste ich halt unbedingt noch loswerden.

Wieder nix für ungut und in diesem Sinne...
M.

Beitrag von bofan 18.08.07 - 16:24 Uhr

Hallo nochmal,

also ich gehe jetzt nicht nochmal auf Deinen ganzen Beitrag ein, weil ich meine Meinung zu dem Thema schon ausgiebig beschrieben habe und auch jetzt endlich in den Garten will;-)!
Ich wollte nur noch kurz anmerken´: Du hast geschrieben, dass eine Mutter beobachtet hat, wie ein Kind auf offener Straße geschlagen wurde und dies gleich angezeigt hat und die Mutter mit zur Wache mußte.
Das bedeutet nicht, dass sie die Frau mit zur Wache genommen haben, weil sie das Kind geschlagen hat, sondern weil sie angezeigt wurde und bei jeder Anzeige erstmal die Personalien aufgenommen werden MÜSSEN und das ganze überprüft werden MUSS.Das ist Pflicht für die Polizei und hätte auch so gemacht werden müssen, wenn die Frau aus irgendeinem nichtigen Grund angezeigt worden wäre.#aha
Also ich meine, wenn jemand jemanden anzeigt, weil er was weiß ich, zu laut die Zeitung umblättert, müssen auch erst alle Personalien aufgenommen werden usw.Passiert das z.B. in der Öffentlichkeit und der Mann hat keinen Perso mit, muß er auch wegen sowas mit zur Wache.Lachhaft, aber wahr.Das ist die dienstliche Pflicht der Polizei.

LG Samira

Beitrag von entichen 18.08.07 - 13:35 Uhr

Du weißt aber schon, dass es ein Straftatbestand ist, Kinder zu schlagen, ja?

Nur weil er nicht richtig drauf geprügelt hat, ist die Ohrfeige nicht weniger eine Straftat.

Und es ist NICHT Sache der Eltern, wie sie ihr Kind erziehen, wenn sie es schlagen.

Trotzdem danke für Deine Meinung.

LG entichen

Beitrag von pure 18.08.07 - 17:04 Uhr

Hallo Samira!

Ich finde es auch nicht in Ordnung dass sie das Kind gleich zu sich hinaufgenommen hat...es ist zwar unverzeilich ein Kind zu schlagen, jedoch wird sehr wohl das Jugendam wegen soewtas eingeschalten.

sowas nennt man "körperliche Gewalt am Minderjährigen"

Man sollte sich bei soetwas immer einmischen, nur eben gut überlegen in welchem ausmaß da hast du recht

Beitrag von florian0507 18.08.07 - 08:47 Uhr

Hallo,
Du hast absolut richtig reagiert. Ich finde das ganz klasse von Dir.
Wenn mehr so wären, dann wäre schon viel gewonnen.
Ich hätte das genauso gemacht.
Liebe Grüße von simone

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