Ich brauche mal Euren Rat. Mein Sohn ist ein (liebenswerter)Raufbold !

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von susannewerner1 18.08.07 - 10:24 Uhr

Hallo liebe Mutti's,

ich brauche einfach mal Euren Rat. Ich bin so hin und her gerissen und weiß einfach nicht, was und wie ich mich richtig verhalten soll.

Konstantin ist ein richtiger kleiner Raufbold, aber sehr liebenswert und nicht bösartig. Manchmal will er auch gar nicht raufen, sondern einfach nur umarmen und küssen. Allerdings stellt er sich dabei noch sehr, sehr grobmotorisch an.

Er kämpft immer mit seinem Papa und Onkel und findet das ganz toll. Ich liege ja selbst manchmal mit ihm auf dem Boden und wir albern rum, oder er kommt von hinten und packt mich um den Hals, wenn ich auf dem Boden sitze und will mich dann nach hinten ziehen.

Das alles versucht er natürlich auch bei anderen Kindern zu machen. Ganz egal, wie alt die sind und ganz egal ob Mädchen oder Junge.

Bis jetzt bin ich immer dazwischen gegangen, weil ich auch einfach Angst habe, das etwas passieren könnte.
Wie aber soll mein Kind auch verstehen, dass er das mit seinem Papa, Onkel und mir machen kann, aber nicht mit einem anderen Kind. Er ist ja erst knapp 20 Monate.

Manchmal sagen die anderen Mütter, ich solle ihn doch mal machen lassen. Wenn dann aber etwas passiert, dann ist er der Buhmann. Jetzt wird es sogar so hingestellt, dass der eine Junge, mit dem wir manchmal zusammen sind nur deshalb haut und tritt, weil Konstantin so grob wäre. Das stimmt aber so nicht. Dieser Junge hat vorher schon immer gehauen und getreten. Zu einem Zeitpunkt, als Konstantin noch gar nicht gerauft hat, sondern nur lieb umarmen wollte.

Ich bin mittlerweile so hibbelig und nervös, wenn wir mit anderen Kindern zusammen sind, das ich es gar nicht mehr genießen kann. Weil ich mir nun auch anhören muss, dass ich mal eine Mutter-Kind-Kur bräuchte, weil mein Sohn so anstrengend sei. Er ist nun mal ein Wirbelwind. Aber ich kann doch jetzt nicht alle Gruppen meiden. Mein Kind ist nun mal Einzelkind, wird es auch bleiben. Aber er muss doch den sozialen Umgang mit anderen lernen. Wir können uns doch nicht einigeln.

Was ratet ihr mir denn , oder was würdet Ihr denn in meiner Situation machen ?

Ich erkläre Konstantin immer, das er das nicht so wild sein soll und das er lieb sein soll und das die anderen Kinder das nun mal nicht unbedingt mögen. Und trotzdem geht er immer wieder hin und will umarmen oder auch mal raufen.
Ich muss dazu sagen, er ist der Kleinste und Jüngste.

Erwarte ich zuviel von meinem Kind ?
Oder erwarten die anderen zuviel von uns ?

Vielleicht ha ja jemand von Euch einen Tip für mich.

Liebe Grüße

Susanne, die so langsam ziemlich ratlos ist #kratz

Beitrag von miratom 18.08.07 - 12:54 Uhr

Hallo Susanne,

ich denke, dass ist ganz normal. Wenn man so einen kleinen Wirbelwind hat, gibt es keinen Schalter zum umlegen wo draufsteht "ruhig und vorsichtig". Ich wuerde schon dazwischengehen, wenn es zu heftig wird und ihm dann "erklaeren" (soweit er es schon versteht), dass er dem anderen Kind wehtut. Aber sonst gehoert es auch fuer das andere Kind zum normalen Lernprozess dazu.

Liebe Gruesse
Svenja mit Tom 11 Monate

Beitrag von susannewerner1 18.08.07 - 13:06 Uhr

Hallo Svenja,

#danke für Deine Antwort.

Ich stehe z.Z. immer in Reichweite, weil ich Angst habe, das andere Kind könnte vielleicht auf den Kopf fallen, wenn Konstantin von hinten kommt, es umarmt und dann runter ziehen will. Dann erkläre ich ihm, das das zu doll ist und er vorsichtiger sein muss.

Und wie gesagt kommt die eine Mutter nun auf den Gedanken, mein Kind könne hyperaktiv sein, evtl. ADS haben und ich bräuchte ja unbedingt mal eine Mutter-Kind-Kur. :-[

Ich bin z.Z. so verletzt und unsicher und weiß mir einfach keinen Rat mehr. AM liebsten würde ich mich gar nicht mehr mit diesen Müttern treffen. Aber wie bereits gesagt, kann ich mich ja nicht einigeln. Und die Kinder müssen ja den Umgang miteinander lernen.

Es ist schon eine verzwickte Sache.

Liebe Grüße

Susanne #klee


Beitrag von maggelan 18.08.07 - 16:42 Uhr

Hallo Susanne,

ich sehe bei dir das gleiche Problem wie bei mir auch.
Wir setzen uns der anderen wegen unter Druck. Immer das Kind im Auge, damit auch ja nix passiert.

Allerdings braucht mir keiner damit zu kommen, der Kleine ist bösartig, hyperaktiv, hat ADS/ADHS oder sonst irgend einem Käse. Da reagiere ich in der Regel gar nicht drauf.

Mehr wie aufpassen das nichts dramatisches passiert und erklären was richtig und falsch ist können wir nicht.

Beitrag von susannewerner1 19.08.07 - 11:59 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort.

Ja, Du haast Recht. Im Grunde genommen stehe ich immer unter Strom und setze mich wirklich der anderen wegen unter Druck.

Gestern Abend hat mein Kind mit einem fremden Kind gespielt. Dieses Kind ist mindestens 2 Jahre älter als Konstantin. Dieser Junge hat sich Konstantin's Bobby Bike genommen, was Konstantin nicht wollte und er hat diesen Jungen sehr rabiat da runter geholt.

Als ich schon wieder dazwischen gehen wollte (aus Angst, es könnte was passieren), meinte die andere Mutter zu mir, ich solle das mal lassen, ihr Sohn wäre alt genung, um sich selber wehren zu können. Zudem müsse man den Jungs auch die Chance dazu geben bzw. wenn Konstantin dann eben eine zurück bekommt, dann wäre er das nächste mal vielleicht nicht mehr so rabiat.

Die hat das ziemlich locker gesehen.
Ich allerdings sehe das nicht so leidenschaftslos, wenn die Kinder auf dem Asphalt spielen. So ein Gerangel auf Rasen ist dann auch wieder etwas anderes.

Und in Bezug auf das ADS / ADHS werde ich dieser einen Mutter noch mal etwas stecken und dann ist das Thema auch für mich durch. Sollte dann später noch mal in diese Richtung etwas kommen, dann werde ich die Gruppe eben verlassen.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

Susanne #klee