kennt ihr das? Plötzlich sind sie erwachsen

Archiv des urbia-Forums Jugendliche.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von danni64 18.08.07 - 11:39 Uhr

Hallo und guten Morgen,

mein Grosser wird nächsten Monat 18 Jahre jung und ich werde langsam immer trauriger.

Gerade jetzt sitzt er im Flieger nach Ungarn und ist mal geflogen,da war er 4 Jahre alt.

Irgendwer ist es für mich so schwer zu sehen,dass er so erwachsen ist und mich nicht mehr so sehr braucht #heul.
Ich bin stolz auf ihn, er geht aufs Gymnasium,raucht nicht,trinkt nicht und nimmt auch keine Drogen. Zudem ist er ein romantischer junger Mann,der es den Mädels immer recht machen möchte.

Ich habe jetzt schon Angst,wenn er zu mir kommt und mir sagt,dass er auszieht :-(.

Ich bin so ein Familienmensch und es ist schon schwer,dass ich ihn auch kaum noch zum Essen mal sehe. Er redet über alles mit mir und vertraut mir,was ich toll finde und wo ich weiss,ich habe vieles richtig gemacht. Natürlich haben wir hier auch schon mal Zoff,wie es eben so ist,wenn sie erwachsen werden und damit aber manchmal überfordert sind ;-).

Ich bin ja froh,dass ich noch zwei kleine Zwerge habe,aber die werden auch schnell gross,denn oft frage ich mich,wo denn diese 18 Jahre geblieben sind #schock. Ehe ich mich versehe sind wieder 18 Jahre um #schmoll.

Ach menno,warum können sie nicht klein und schmusig bleiben :-(.

Ich hätte nie gedacht,dass ich so eine Mami werde und mal so traurig bin,weil meine Kinder erwachsen werden :-(.

Das musste ich mal los werden,weil es mir schon seit Monaten durch den Kopf geht #heul.

Danke fürs lesen und liebe Grüsse von Danni !!!

Beitrag von wuppdiwupp 18.08.07 - 11:50 Uhr

Kannst Du nicht loslassen? Ist es tatsächlich so, daß viele Mütter klammern? Es gibt doch nichts schöneres als zu sehen, wie die Kinder nicht nur erwachsen (volljährig) werden, sondern auch ihr eigenes Leben im Griff haben.;-)

Beitrag von danni64 18.08.07 - 12:04 Uhr

sagen wir mal so, es ist schwieriger,als ich immer dachte. Klar ist es schön zu sehen,dass aus ihm ein stattlicher junger Mann geworden ist,der viel Selbstbewusstsein hat und mit beiden Beinen im Leben steht,auch wenn er oft auch in einer Traumwelt leben kann ;-).

Selbst wenn sie so gross sind,weiss man genau,wie der Tag der Geburt war. Die vielen Wehwehchen und Krankheiten,die man mit ihnen durchgestanden hat und vieles mehr. Er hat immer so gerne geschmust und heute ist es ihm peinlich #heul.

Am Flughafen wollte er mich dann am Eingang los werden,weil die Kumpels und Kollegen ja da war. Er ist im Schulorchester-und Chor und mit denen geht es nach Ungarn in die Partnerstadt.

Vielleicht ist es auch nur so schwer,weil es das erstgeborene Kind ist.

Naja, ich werde damit leben müssen und ich weiss,wenn ich ihn gehen lasse,dann kommt er immer gerne wieder.

LG Danni !!!

Beitrag von simone_2403 18.08.07 - 12:01 Uhr

Hallo Danni

Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel ....

Es ist nicht einfach wenn man sieht wie erwachsen die "kleinen" doch werden,dennoch muss man loslassen.

lg

Beitrag von danni64 18.08.07 - 12:08 Uhr

Ich glaube,das mit den Wurzeln hat prima geklappt,aber die Flügel dürften noch ein wenig kleiner sein ;-).

Ich weiss,dass man loslassen muss und mache es auch. Ich zeige ihm nicht,wie traurig ich manchmal bin,weil er so flügge ist.

Aber Verstand und Herz sprechen nicht immer eine Sprache #heul.

Trotzdem #danke für die Antwort :-).

LG Danni !!!

Beitrag von simone_2403 18.08.07 - 12:24 Uhr

Na wenn das mit den Wurzeln gut geklappt hat,musst du keine Angst haben loszulassen. ;-) Er weiß ja wo seine Wurzeln sind.

lg

Beitrag von germany 18.08.07 - 12:08 Uhr

huhu,

meine Freundin udn ich hatten das Thema letztens auch.Ich saß mit meinem Daddy im Garten und ich erzählte ihr was wir sagten:

Also wir saßen da so und sahen uns den Teich an der gerade vergrößert worden war.Eine Birke steht dort die vor Jahren noch sooo klein war.Ich hab gar nicht mitbekommen wie schnell sie gewachsen ist.Sie wird irgendwann über den ganzen Garten wachsen.Wir saßen also da und redeteten.Es war wunderschön,kein Kind da alles ruhig.Nur wir beide.Und dann sagte ich das in ein paar Jahren die Birke riesengroß istUnd da meinte mein Vater das er dann er bstimmt schon nicht mehr leben würde.Ich sagte wenn ihr mal nicht mehr da seid,werden bestimmt wir 5 unter der Birke sitzen und darüber reden was wir alles in unserem Elternhaus erlebt haben.Ich sagte dann sagen wir bestimmt.Weißt du noch damals..da haben wir gespielt,oder als wir den teich mit Papa gebaut haben wisst ihr das noch? Und da,da ist Angelina hingefallen und Papa hat sie getröstet.Ich sehe uns wie wir so groß geworden sind wieer als Kinder durch den garten toben.Es muss komisch sein für meine Eltern das wir so schnell gewachsen sind.Wir haben selber schon Kinder die sie jetzt aufwachsen sehen.Immer mehr spüre ich das ich irgendwann auch loslassen muss,nicht nur mein Kind auch meine Eltern.Irgendwann werden wir unter dieser Birke sitzen und an die schöne aber auch an die schlechte Zeit denken.Das macht mir angst.Nicht nur ich werde Älter,auch sie,sie werden nicht ewig leben.Der Gedanke daran tut mir weh.Ich denke das du dich vielleicht gerade auch so fühlst.Aber du hast ein so tolles Verhältnis zu deinem Sohn sow ie ich zu meinen Eltern und ich denke er wird immer zu dir kommen wenn er Probleme hat.Mein Vater sagt immer:

Es gibt zwei dinge die man Kindern mitgeben soll:Wurzeln und Flügel.

Und das hat er getan,wir alle können nicht ohne unsere Eltern und reden noch immer über alles mit ihnen.Sie haben uns gehalten und gestärkt und uns losgelassen als es Zeit dafür war.


lG germany

Beitrag von danni64 18.08.07 - 12:15 Uhr

Ja ,danke für die lieben Worte #heul. Bei deinem Beitrag kamen mir echt die Tränen.

Ich bin oft in meinem Leben enttäuscht worden und kann nicht ganz so toll an meine Kindeheit denken. So wollte ich immer,dass meine Kinder an schöne Dinge zurück denken können. Ich hoffe,dass es mir gelungen ist und noch gelingt.

Ich bin stolz auf meinen Jungen und auch ein wenig auf mich,dass ich es geschafft habe, ihm so gute Wurzeln zu geben. Stimmt, er wird mich auch immer brauchen,auch wenn er nicht in meiner Nähe ist. Im Moment aber,habe ich das Gefühl,ich störe eher in seinem Leben,was jetzt nicht so negativ gemeint ist,wie es sich liest ;-).

Ich hoffe ja noch auf die Enkelkinder,die dann mal kommen werden ;-).

LG Danni und herzlichen #danke für deinen Beitrag :-).

Beitrag von hummelinchen 18.08.07 - 18:42 Uhr

Ja, kenn ich und wie #hicks

Ich bin sehr jung Mutti geworden. Ich bin damals gerade 19 Jahr alt geworden, da war ich auch schon Mutti. Es war eine harte aber auch wundervolle Zeit. Ich konnte vieles nicht machen aber ich hatte ja das hübscheste Kind der Welt #hicks Meine Ausbildung habe ich unterbrochen um sie dann weiter zu machen. Habe mich von dem Vater des Kindes getrennt als sie fünf war. Jahrelange Zweisamkeit mit guten und schlechten Zeiten.
Es gibt soviele schöne Erinnerungen, Rituale. Ich habe auch damals angefangen ein Tagebuch zu schreiben, dass soll sie bekommen wenn sie 18 ist - und das wird sie nächsten Juli. :-p
Ich weiß ganz genau was du meinst, wie du dich fühlst.
Ich bin auch so stolz auf das Mädel, was sie so macht. Sie hat sich von ihrem Konfirmationsgeld ein Pferd gekauft und sich damit ihren größten Traum erfüllt. Nagut, es ist kein Mercedes unter den Pferdchen aber IHRER! ;-) Ach, solche Geschichten könnte ich noch zu Hauf erzählen. Ich habe sie gerne um mich, aber wie auch bei dir werden diese Zeiten seltener. Und ich muss mir immer wieder sagen: Hey, es ist oke. Lass sie ziehen.
Wir haben ein tolles Verhältnis, sie kommt sogar manchmal nochmal knuddeln #hicks Bei Fragen oder Problemen fragt sie mích um Rat und so manches Teil, dass sie anhat lag kurz vorher noch in meinem Kleiderschrank.
Nun bin ich aber auch erst 36. Im Grunde fühle ich mich noch zu jung für so eine große Tochter. Ich hätte gerne wieder was lüdderes. Aber das hat sich nicht ergeben.
Nach aussen hin bin ich die coole Mum, die sehr tolerant ist und richtig "hipp".
Innerlich frage ich mich, wo der Zwerg ist, der gestern noch mit mir Kinderlieder im Auto sang. Ich habe vor kurzer Zeit die alte Videosammlung wiedergefunden. Dort ist sie von bis auf Filmmaterial gebannt. Ich habe mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen vor dem Fernseher gesessen und mir die alten Filme angeschaut. Schööööööööön #hicks
Und ich glaube auch, es ist durchaus normal. Denn ein Leben lang hast du für diesen Wurm alles getan. Warst immer da, hast für alles gesorgt, alles organisiert, hattest die große Kontrolle. Dann kamen die Teenyjahre, ja gut, sie wurde selbständiger aber sie war doch noch ein Kind, oder?! #kratz ;-)
Die Regel, die Pille, der erste Freund, der Körper einer Frau lässt sich erkennen und ich musste erkennen: All das was ich die ganzen Jahre über getan habe, dass ist jetzt ihre Aufgabe. Wo ist das Kind, das gibt es nicht mehr.
Ich bin so stolz auf sie und auf meine Erziehung #schein aber in manch einem sentimantalen Moment, da denke ich an früher zurück... Aber auch mit diesen Gedanken geht es mir gut, sie lösen zwar den Tränenfluss aus;-) aber ich erinnere mich gerne an unseren Zweifrauenhaushalt.
Zum Glück bin ich Erzieherin und habe immer genug Zwerge um mich herum. #freu

lg Tanja

Beitrag von lassmichclonen 20.08.07 - 16:54 Uhr

Meiner ist "erst" 15,5, trotzdem sehe ich schon heute, wie schnell er groß wird- wir essen nicht immer zusammen wie früher, er kommt immer später heim (ist natürlich so ausgemacht), geht seine eigenen Wege....! Mir graut auch ein wenig und gleichzeitig bin ich gespannt, wie das dann wird!!!

Wenn eure Beziehung eine so gute Basis hat, wie du es beschreibst, dann wirst du immer etwas von deinem Sohn haben und er von dir.

Versuche dem ganzen einfach gelassen entgegenzusehen, gespannt, interesiert und lass ihn gehen, wenn er muss!!! Das hab ich mir fest vorgenommen- wir sprechen uns dann nochmal in 2,5 Jahren- wenn ich hier am "klammern" bin- und hätte auch nie gedacht, das ich mal so ne Mom werden würde!!!

Fühl dich gedrückt!!!#liebdrueck

Beitrag von johannchen91 20.08.07 - 18:16 Uhr

das kenne ich doch irgendwoher - wahrscheinlich von meiner eigenen mutter (ich bin jetzt 16; meine schwester 19).
sie redet und kämpft auch immer gegen den gedanken an, dass meine schwester bald ausziehen wird, wobei es mittlerweile schon besser geworden ist. also denke ich, dass es bei dir auch bald schon nicht mehr so schlimm ist.

@wuppiduppi: ich glaube, dass es normal ist, dass mütter klammern. man fragt sich ja schon irgendwann wo die zeit geblieben ist... und das ist dann bestimmt nicht immer schön. vorallem wenn man ein (oder mehrere) verantwortungsbewusste kinder hat.

Beitrag von danni64 20.08.07 - 20:01 Uhr

Ein liebes Danke an alle !!!

Ich danke euch für eure lieben Worte und so sehe ich auch,dass es nicht nur mir so geht.
Ich weiss noch genau,wie seine Geburt war und wie er das erste Mal in meinen Armen lag.

Wie oft hat man sich gewünscht,dass sie doch schnell gross werden,damit man wieder durchschlafen kann und sie nicht krank durch die Gegend tragen muss ;-). Nun ist er gross und nun bin ich auch nicht zufrieden. Wir Mamas sind schon komische Geschöpfe ;-).

Natürlich werde ich ihn gehen lassen,wenn er sein eigenes Leben leben möchte,trotzdem tut es weh.
Er ist ein toller junger Mann geworden,aber das habe ich immer gewusst,denn er war schon immer ein pflegeleichtes Kind,von Baby an. Vielleicht ist es deshalb so schwer,ihn mal gehen zu lassen.

Naja,ich werde damit leben müssen,aber noch geht er zur Schule und so kann ich hoffen,dass er noch 3 Jahre in meiner Nähe ist.

Ich würde es von mir aus auch nicht als klammern sehen,denn ich weiss,dass nur der gerne wiederkommt,den man hat gehen lassen.
Ein Kind bleibt eben immer ein Kind für eine Mutter,egal wie alt es ist.

Nochmal #danke und liebe Grüsse von Danni !!!

Beitrag von johannchen91 20.08.07 - 21:26 Uhr

mir ist dazu jetzt nochwas eingefallen. und zwar: du könntest dir hunde anschaffen (als krasse idee) oder jedenfalls etwas, um das du dich kümmern musst, da du dich jetzt ja nicht mehr so um deinen sohn kümmern "darfst" :) bzw. kannst. irgendetwas, das dich ablenkt und womit du beschäftigt bist. welche zeit du eben sonst mit deinem sohn verbracht hättest. es kann ja auch ein malkurs oder ein sportverein sein. ist ja ganz egal, solange du das prinzip verstanden hast...

viel erfolg.