Bitte schnell und dringend! Erfahrungen mit Fieberkrämpfen

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von nineeleven 18.08.07 - 12:39 Uhr

Hallo,

ich brauche dringend mal ein paar Erfahrungen mit Fieberkrämpfen.

Meine Tochter (13 1/2 Mon.) hatte nun zum dritten Mal innerhalb von 7 Wochen einen Fieberkrampf. KKH und Krankschreiben haben wir alles durch. Mein KiA meinte nur, dass sie wohl bald mal komplett durchgecheckt werden müsse (EEG; EKG etc.) um alles mögliche an Ursachen und Folgen auszuschließen.

Nun meine Fragen:

Wie oft hatten eure Kinder bereits einen Fieberkrampf?

Bei welcher Temperatur?

Konntet ihr immer die Ursache für das Fieber rausbekommen?

Wie habt ihr nach dem Krampf weiter verfahren?

Gab es vorher Anzeichen wie Müdigkeit, Schlappheit usw.? (Anmerkung: beim dritten Fieberkrampf gab es keinerlei Anzeichen. Sie war normal drauf, ich hatte nicht den Eindruck, dass sie Fieber hat. Messe ja nicht ständig. Erst nach dem Krampf hatte ich gemessen - 39.2°)

Sind irgendwelche Spätfolgen aufgetreten?

Bitte dringend um Erfahrungsberichte.

Danke
nineeleven

Beitrag von sonic1 18.08.07 - 13:27 Uhr

Huhu nineeleven!
Paul hatte mit 16 Monaten einen Fieberkrampf,zum Glück ist es auch bei dem einen geblieben *klopfaufholz*
Die Temperatur war dann auch fast 40 Grad, aber entscheidend ist hierbei nicht die Höhe, sondern der schnelle Anstieg.
D.H.,die Gefahr eines Fieberkrampfes ist erhöht, wenn das Fieber sehr schnell steigt.Das kann ja auch bei Deiner Maus der Fall gewesen sein, weil die schreibst, dass sie vorher normal drauf war, plötzlich aber dann 39,2 Fieber hatte #schock
Ursache bei Paul war einen heftige Mittelohrentzündung (hatte er praktisch den ganzen Winter über...)
Beim Krampf selber kannste ja nur aufpassen, dass die Kleinen sich nicht irgendwo verletzen, keinesfalls bitte was in den Mund schieben (damit sie sich nicht auf die Zunge beißen) oder festhalten....einfach warten,bis der Krampf vorüber ist, so schwer es auch klingt.
Für den Wiederholungsfall lass Dir vom Doc eine Rectiole (ist sowas ähnliches wie ein Zäpfchen) mit Diazepam geben, die solltest Du immer dabei haben!
EEG ist bei Paul sofort nach dem ersten Fieberkrampf veranlasst worden,darauf solltest Du bestehen.
Falls die Kid´s dazu neigen, kann man das auf dem EEG ablesen, bei Paul war es zum Glück unauffällig, und bei Deiner Maus wird das hoffentlich auch so sein #klee
Spätfolgen sind nicht aufgetreten *nochmalaufholzklopf*

#herzlichliche Grüße von Claudia...und ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen

Beitrag von krokolady 18.08.07 - 13:29 Uhr

Hi,

also meine tochter leidet zwar nicht direkt an Fieberkrämpfen, sondern an einer schweren und seltenen Art der Epilepsie.
Aber sobald ihre Körpertemperatur auf 38,3 geht krampft sie meist schon. Und zwar leider immer mit Statusneigung.

Nach den ersten Anfällen hiess es auch erst schwere Fieberkrämpfe......bis dann aber auch gekrampft wurde ohne Fieber.


Wenn es bei Deiner Tochter so gehäuft vorkommt das sie krampft, solltet ihr vielleicht mal drüber nachdenken ob eine einstellung auf ein Anti-Epileptika vielleicht besser wäre.
Werden euch die Ärzte sicher auch vorschlagen schätze ich mal.
Es gibt Kinder die bei jedem bisschen Fieber sofort anfangen zu krampfen.....und das muss dann behandelt werden.

EEG sollte dringendst geschrieben werden.....in dem Alter sind Schlaff-EEGs meistens am aussagekräftigsten.

Weiss jetzt nicht wo du wohnst, aber falls du eine Neuo-Pädiatrie in Deiner Nähe hast wende dich an diese. Oder eben an ein SPZ.

Welche Notfallmedis hast du denn zu Haus, und wie spricht Dein Kind darauf an?

Wenn du weitere Fragen hast oder so, kannste mich gern anmailen.
Leider bin ich ja mittlerweile Expertin auf dem Gebiet geworden.

krokolady@gmx.de


Beitrag von nineeleven 18.08.07 - 15:56 Uhr

Hallo, erstmal danke für eure Antworten.

Kurz noch zur Info: dieses Notfallmedikament Diazepam haben wir da, haben es auch benutzt. Wobei ich mich allerdings frage ist ob es überhaupt was bringt, da sie sowieso nur knapp ne Minute krampft und bis ich mit dem Zeug soweit bin ist der Krampft meistens schon vorbei.

Beim ersten Fieberkrampf bekam sie einen Tag vorher die MMR Impfung. Beim zweiten Krampf Zähne. Als sie dann zwei Wochen später schonwieder ständig über Tage Fieber hatte, habe ich ihr abwechselnd Fiebersaft und Zäpfchen gegeben, damit das Fieber gar nicht erst so hoch kommt. Und es gab auch keinen Krampf. Der Grund hier für das Fieber, so meine Vermutung, waren eine Erkältung und 3 Backenzähne, die mit einem Mal kamen. Aber jetzt gab es eigentlich keine Hinweise. Nur der vierte Backenzahn bricht grad durch. Aber davon plötzlich das hohe Fieber?

Ich weiß auch, dass ein Krampf nur bei schnellem Anstieg von Fieber auftritt. Allerdings ist meine Tochter lt. KiA jetzt "vorbelastet" dass ein Krampf wohl auch ohne den explosionsartigen Anstieg auftreten kann. Also auch dann wenn sie schon ne Weile Fieber hat.

Wollte gerne noch wissen, wenn ein EEG gemacht wird, ist da der momentane Gesundheitsstand egal oder "sollte" sie Fieber haben? Ich meine, wenn sie grad kein Fieber hat und völlig gesund ist, kann man dann da überhaut was erkennen und es mit den Krämpfen in Verbindung bringen?

Danke nochmal für Rückantworten.
nineeleven

Beitrag von krokolady 18.08.07 - 16:18 Uhr

Beim EEG ist es egal ob krank oder gesund....wichtig ist nur das 48 Stunden vorher kein Notfallmedikament gegeben wurde.

Jo.....Vorbelastung ist auf jeden Fall da.
Auch ist es leider oftmals so das Kinder, die so viele Fieberkrämpfe haben, zur Epilepsie neigen.
Will Dir nu keine Angst machen.....aber so ist es leider.
Hoffe natürlich das es bei euch nicht eintritt.

Wenn die anfälle wirklich nur so kurz sind würd ich evtl. aufs Diazepam verzichten, ausser natürlich man merkt das irgendwas noch nicht stimmt....also z.B. noch gelegentliche Zuckungen.
Das Diazepam kann Atemdepressionen hervorrufen......darum würd ich ruhig versuchen drauf zu verzichten wenns nicht notwendig ist.

Und dann red mal mit dem Arzt.....man kann vorbeugend auch Medis geben....also wenn man merkt da ist was im Anmarsch, oder nen Infekt ist da....dann ist die Krampfbereitschaft ja sehr hoch.
Für sowas kann man Rivotril-Tropfen geben......das senkt die Krampfbereitschaft.

Beitrag von vickyhh 18.08.07 - 18:51 Uhr


Wenn du ihr Paracetamol-Zäpfchen gibst, lasse sie lieber weg, als ich mit meinem deswegen beim EEG war, hatte schon zweimal gekrampft, beim ersten Mal ohne Fieber, 36,8°C, meinte der Arzt, der das EEG gemacht und ausgewertet hat, das, wenn ein Kind zu Krämpfen neigt, nach der Gabe von den Paracetamol-Zäpfchen schon Krämpfe von ausgelöst worden sind, seither lasse ich sie weg, denn ich will so einen Krampf ja nicht heraufbeschwören. Das ist so grausam, Augen verdrehen, nicht mehr ansprechbar, starrer Blick, über Minuten und Minuten, hört dabei noch zu atmen auf, wo ich schon dachte, er stirbt jeden Augenblick, sein Gesicht dabei total bleich, dass schlimme dabei, er reagiert auf nichts und danach, danach ist er nur am schreien und beruhigt sich erst nach sehr langem wieder. Wobei ja Epelelpsie auch noch auftreten kann. Da beim zweiten Mal Fieber im Spiel war, wurde auf Fieberkrampf getippt.....

Beitrag von krokolady 18.08.07 - 19:46 Uhr

Na der Arzt hatte wohl Tiermedizin dann studiert.....denn das ist totaler Blödsinn.

Meine Tochter bekam des immer im Wechsel mit Ibuprofen-Zäpfchen, und das im KKH vom Arzt.

Beitrag von vickyhh 18.08.07 - 19:50 Uhr




....ja natürlich hat er das, denn ich gehe immer mit meinen Kindern zum Tierarzt #augen


-komisch nur das ich das schon von mehreren Ärzten gehört habe-

#schein

Beitrag von krokolady 18.08.07 - 20:03 Uhr

Jeder der nen Epi, bzw. Krampfkind hat bekommt Fieberzäpfchen ....meist schon bei der Entlassung aus dem KKH. Ebenso gibts gleich gesagt wie man handeln soll wenn Fieber einsetzt: Erst nen Zäpfchen Papa geben....wenn das Fieber dadurch nicht zu senken ist ne zeitlang später nen Zäpfchen nurofen......paar Stunden später wieder nen Para.....immer im Wechseln.
Das handhaben die sogar in jedem KKH so.....sogar auf der ITS.

Also ich möcht nicht wissen wie oft meine Tochter ansonsten schon im Status gelegen hätte wenn ich NICHT Paras gegeben hätte.
Obwohl Nurofen komischerweise besser anschlägt.

Beitrag von vickyhh 20.08.07 - 12:33 Uhr


....wenn mir der Facharzt vom SPZ es so mitteilt, dass aufgrund seiner Erfahrungsberichte es so ist, dann nehme ich es so hin. Vielleicht solltest du dann den betroffenen Eltern erklären, dass alles nur Einbildung war. Erkläre ihnen doch, dass nicht das Para-Zäpfchen daran schuld ist, die kleinen hätten eh einen Krampf bekommen, die vorherige Gabe des Para-Zäpfchens hätte damit nichts zu tun. Ich spreche hier nicht von einem Eltern-Paar.

Wenn DU DIE FACHFRAU bist, okay, die Eltern bildeten es sich ein. Gut, somit wäre das ganze ja geklärt. #schein