Wer füttert 2er Milch? Bitte keine Vorträge ;o)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 16:12 Uhr

Hallo!

Meine Frage steht ja schon oben. Füttert jemand 2er Milch und ist zufrieden damit? Wie lange halten Eure Kleinen damit aus? Ich suche Mamas, mit denen ich mich darüber mal austauschen kann.

Ich bitte nur um Antworten, die wirklich nett gemeint sind und keine Schimpfpostings #danke

Vielen Dank sagt Antje

Beitrag von purzelbaum500 18.08.07 - 16:21 Uhr

Hallo,

wir füttern 2er Milch (HIPP Bio) und sind sehr zufrieden damit!
Ronja bekommt nur noch ab und an morgens eine Flasche, sie ist ja auch schon 14 Monate.
Wir haben mit der 2er Milch angefangen, als sie so 5 oder 6 Monate alt war. War mehr Zufall, denn mein Mann hatte die "falsche" gekauft und dann sind wir dabei geblieben.
Ronja hat mit 200ml immer gut und gern 5-6 Stunden tagsüber ausgehalten.
Muss aber dazusagen, dass sie trotzdem nachts NICHT durchgeschlafen hat. Das hängt meiner Meinung nach wirklich nicht mit dem Essen zusammen.
Wir würden die 2er wieder nehmen. Ronja ist nicht dick oder was auch immer, sie ist 80cm groß und wiegt knappe 10kg.

LG,
Purzel & Ronja (15.06.06)

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 16:28 Uhr

Hallo zurück!

Das hört sich ganz nach Helene an... Sie ist schon sehr gross mit 70cm, wiegt 7100g und wollte bis dato jede 3 Stunden trinken (Hipp1 probiotisch). Sie bekommt mittags ein Gläschen und Tee, aber damit hält sie keine 2 Stunden durch. Ich habe sooo lange überlegt, was ich machen soll. Aber jetzt habe ich mich seit 3 Tagen für die 2er Milch entschieden (Helene wird am 22.8. 5 Monate) und siehe da: die Kleine hält 5 Std. durch, ist viel zufriedener und trinkt auch 200ml pro Flasche. Abends bekommt sie Getreidebrei und 1er Milch.

Muss ich mit mit der Einführung "reinschleichen" oder kann ich einfach umstellen?

#herzlichliche Grüße Antje

Beitrag von kathrin180307 18.08.07 - 16:30 Uhr

Hallo Antje,

darf ich fragen, was an 2er Milch so negativ ist? Ich frage, weil ich es nicht weiss und auch umstellen möchte.
Hatte ich bisher noch gar nichts dazu gehört.

Liebe Grüße
Kathrin #kratz

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 16:45 Uhr

Also ich habe nur viel von mehr Zucker, mehr Eiweiß und überhaupt mehr Kalorien gehört. Wenn man die Inhaltsstoffe beider Packungen, z.B. von Hipp2 probiotisch vergleicht, sind minimale Unterschiede zu erkennen. Unter anderem auch mehr Kohlenhydrate (ist ja klar, weil die 2er sättigender ist) und mehr Vitamine usw.

Helen ist satter als vorher und das ist das wichtigste. Wäre die Milch so schlecht, dürfte sie wohl auch nicht produziert werden.

Das muss eben jeder selbst entscheiden.

Liebe Grüße Antje

Beitrag von mitzl 18.08.07 - 16:57 Uhr

Hallo Kathrin,

Pytti wollte es ja nicht wissen, aber da Du gefragt hast ;-)

Die 2er-Milch ist für Babies unter einem Jahr ungeeignet, da sie nur teiladaptiert ist, d.h. die Eiweiße sind nicht für das Baby verwertbar gemacht worden. Die Milch wird damit billiger hergestellt als die 1er-Milch und ist minderwertiger. Dadurch besteht erhöhte Allergiegefahr auch bei nicht allergiegefährdeten Kindern.

Außerdem sind den meisten Präparaten Zucker beigegeben (auch in Darreichungsformen, die nicht für den Laien erkennbar sind, z.B. höherer Lactoseanteil).

Die 2er-Milch enthält mehr "leere" Stärke, die zu einem kurzfristigen Sättigungsgefühl führt aber die Kinder auch schneller übergewichtig werden läßt. Das Kind kann bis zum Ende der Beikostzeit 1er-Milch bekommen oder sogar Pre-Milch. Ist es während der Beikostzeit nicht genügend gesättigt, dann reichen die angebotenen Speisen im Nährstoffgehalt nicht aus. 2er-Milch ist aber nicht zu empfehlen.

LG Mitzl :-)

Beitrag von kathrin180307 18.08.07 - 18:27 Uhr

Hallo Mitzl,

lieben Dank für deinen Hinweis. Ich werde mich jetzt informieren. Bin richtig geschockt. Dann bleibe ich lieber bei der 1ser Nahrung.

LG Kathrin

Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 18:46 Uhr

na dann werd ich mal unsere Kinderklinik verklagen die füttern die auch. #augen
schön das es hier soviele besserwisser gibt.

so ein Müll die ist nicht MINDERWERTIG und die Kinder werden auch nicht DICK davon.
Schön das Muttis mit NULL Erfahrung hier so einen Quark verbreiten.

Beitrag von kati_n22 18.08.07 - 18:53 Uhr

lol, deine Erfahrung kennen wir ja.
Dumm nur das Du immer nicht mehr antwortest, wenn es dann wirklich um Argumente geht.
Neulich wusstest Du noch nichtmal, das die nur teiladaptiert ist, und Du wolltest mir tatsächlich weis machen, das Mumi auch stärke enthält...lol

Also Deine Erfahrung, und vor allem dein Kenntnisstand spricht ja wohl für sich....rofl.

Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 19:31 Uhr

ach herzchen, du kannst doch nur das wiedergeben was die lalecheliga sagt. mehr kannst du nicht.
die Aptamil ist nicht nur teiladaptiert aber egal.
in meinem Umfeld geben die 2er Nahrung viele und keines ist davon dick was du hier ja andauernd den Leuten klar machen willst.
Naja meine Bekannten sind ja alle uninformiert. ups, da ist sogar eine Kinderärztin bei.




Beitrag von kati_n22 18.08.07 - 20:09 Uhr

Lol
Nö, meine med. Fachliteratur hilft auch.
Im Gegensatz zu Dir informier ich mich ganz gut aus vielen Quellen ;-)

Ich diskutiere immer so gerne mit Dir, nur wenn man Dir etwas widerlegt kommt oft nix mehr. Das ist schade!

Das Fettleibigkeit die Problematik bei Folgemilch ist, habe ich übrigens nie gepostet. Verallgemeiner mich nicht einfach mit der breiten Masse bitte! Ich halte die Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse allgemein für schlimmer als eine mögliche Gewichtszunahme!

Wenn Aptamil wirklich eine volladaptierte Folgemilch hat wäre das der Knaller und schonmal eine tolle Sache, danke für den Tip#danke
und viele Grüße an die Kollegin aus deinem Bekanntenkreis ;-) - wobei, habe ich schon erwähnt das ich extra Seminare belege, weil Kinderernährung eigentlich NICHT direkt und ausführlich Bestandteil der med. Ausbildung ist?
Du solltest dich wirklich öfter mit dieser Bekannten unterhalten, einige der amüsanten fachlichen fauxpas wären Dir dann nicht unterlaufen#herzlich

Die Lalecheliga hat übrigens mit Babynahrung nur sehr entfernt was am Hut, da wird eher gestillt. Ich überlege gerade ob ich von denen je Material über Fertignahrung bekommen habe, aber obwohl ich ja tatsächlich in dem Verein bin, habe ich da nie was gesehen. Falls Du da links hast oder so würde mich das ganz ehrlich freuen, die sind nämlich anfürsich recht kompetent! Ich kenn sie halt nur als Stillspezialisten(ich geb`s zu, mein Kleiner hier bekommt eh keine Fertignahrung jeglicher Art).
LG
Kati

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 19:22 Uhr

Danke, das finde ich übrigens auch.. :-)

Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 19:33 Uhr

danke dir.
aber es wird halt gerne immer das nachgequarkt was die lalecheliga sagt.

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 19:35 Uhr

Ich weiß, einmal hatte ich ne Frage zum Thema Flaschenmilch, und dann kam nur deren Internetadresse ohne Kommentar. Suuuper#gaehn

Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 19:36 Uhr

hast post. ;-)

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 19:43 Uhr

Hast Du ne ICQ Nummer?

Beitrag von mona_form_2004 18.08.07 - 19:44 Uhr

Das sagen nicht nur Muttis, das sagen auch das Forschungsinstitut für Ernährung etc.pp. siehe:

http://www.fruehchen-portal.de/ctopic60.html

Zitat daraus aus;
"Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde zur Einführung "

Internationale Empfehlung für Folgemilchen

Es ist zu vermuten, daß die Säuglingsmilch herstellende Industrie in breitem Maße Folgemilchen anbieten wird. Die Ernährungskommission möchte hierzu erklären, daß adaptierte und teiladaptierte Säuglingsmilchnahrungen, wie sie den Richtlinien der Ernährungskommission entsprechen1) als Milchnahrungen für den Säugling über das erste Lebenshalbjahr hinaus geeignet sind.

Die Einführung, von Folgemilchen stellt also ernährungsphysiologisch keine Notwendigkeit dar.

Desweiteren begünstigt sie auch Karies, dein Kind wird nicht "einfach dick", vielmehr wird der Grundstein dazu gelegt > Fettzellen werden u.a. durch die vielen Kohlehydrate angelegt, die auch noch nach Jahren zu Übergewicht führen können. Wer mal die aktuellen Medien und die x Berichte von Übergewichtigen Kindern sieht, dem müsste eigentlich spätestens dann etwas auffallen.. (nur für die "meinem Kind hats aber nicht geschadet"-sager)

Im Endeffekt entscheidet es jeder selbst :-) aber von "schönreden" bzw. wegreden von Fakten halte ich nichts. Und das sind Fakten, herausgegeben von offiziellen Stellen.

Als Grund dafür, das es überhaupt Folgenahrungen gibt, gibt die DGE an:

Der internationale CODEX ALIMENTARIUS* berät z. Z. über eine Empfehlung zur Einführung sogen. Folgemilchen. Die Beratungen ergeben sich aus der Notwendigkeit, dem Hunger, vor allem aber auch der frühen Eiweiß-Mangelernährung früh abgestillter Kinder in der dritten Welt durch ein Angebot relativ hochkalorischer, eiweißreicher, zugleich aber auch preiswerter Produkte entgegenzutreten.

= man kann es eben "billig" anbieten.


LG Ramona

Beitrag von pitti1979 18.08.07 - 20:02 Uhr

Nun, übergewichtige Kinder sind nicht so geworden, weil sie die schlechte Folgemilch bekommen haben. Die Umwelt formt nun mal den Menschen, und in unserer Kosumgesellschaft war es nur eine Frage der Zeit, bis die Auswirkungen "sichtbar" werden! Wenn Eltern ihren Kindern kein richtiges Essverhalten beibringen, und ihnen das auch nicht besser vorleben, dann werden sie genauso träge wie die Erwachsenen. :-(



Beitrag von mona_form_2004 18.08.07 - 20:36 Uhr

Hallo Pitti,

ich (ich sowieso nicht, siehe Quellen ;-) ) sage nicht, das es die einzige Ursache ist :-) Es spielen viele Faktoren eine Rolle, auch die, die du nanntest.. ich habe mich - grad weil in Foren immer wieder diese Diskussionen aufkamen - mal intensivst damit befasst und halte es daher für einen (von mehreren) wichtigen Faktor(en).. aus diesem Grunde haben wir auf Folgemilch verzichtet. Es gibt ja Alternativen.. (als Mausi nicht genug zunahm -Frühchen- hat sie eben "kontrollierter" mehr Kohlehydrate bekommen (in Form von Maltodextrin), der Arzt verordnet diese sogar bzw. kann es).

Auch finde ich den schädlichen Einfluß auf den Zahnschmelz nicht ohne.. man kann nie alles vermeiden und irgendwann kommen auch die "ungesunden" Sachen, keine Frage - aber solange ich darauf noch Einfluß habe, sprich, die ersten Jahre, kann und werde ich auch darauf achten.. womit wir bei dem wären, was du ja auch sagtest:

"Wenn Eltern ihren Kindern kein richtiges Essverhalten beibringen, und ihnen das auch nicht besser vorleben, dann werden sie genauso träge wie die Erwachsenen"

Da stimme ich dir absolut zu - aber auch in Punkto Folgenahrung bzw. da fängt es eigentlich schon an.. Denn auch geschmacklich wird das Kind bzw. der Säugling bereits geprägt.

Es ist ja nicht nur bei der Ernährung sondern allgemein bei der Entwicklung unserer süßen so: der Grundstein für vieles wird in den ersten Lebensjahren gelegt.

Liebe Grüße

Ramona

Beitrag von kathrincat 18.08.07 - 17:50 Uhr

ich antworte dir auch mal, also ab 2 milch ist es nicht gesund zu viel zucker......... wie schon geschrieben wurde, es ist halt nur geldmacherei, die herstellung ist nicht so kostenaufwendige wie bei pre oder 1., aber die milch wird genau so teuer verkauft.
absolut unsinnig!

Beitrag von kathrin180307 18.08.07 - 18:27 Uhr

Hallo,

lieben Dank auch dir für den Hinweis.

LG Kathrin

Beitrag von micna 18.08.07 - 17:59 Uhr

Hi,
ich gebe Leni auch seid 4 Wochen die 2er, weil sie von der 1er einfach nicht mehr satt wurde.
Und von den Kalorien ist ja logisch, dass ein Kind dass statt 1500ml nur noch 800ml 2er trinkt, viel weniger an Kalorien zu sich nimmt, in dem es ja schon mal 700ml weniger sind.
Die Nieren müssen auch nicht mehr so viel verarbeiten!

Ich finde es immer wieder verplüfend, wie an den Nahrungen rumgemeckert wird, aber über andere Sachen wie Medikamente, Impfen usw. da wird nicht drübner nachgedacht, sondern da wird alles in das Kind gestopft...was der Doktor sagt ist ja heilig!

Lg
Nadine mit Leni 23.12.2006

Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 18:49 Uhr

Genau so ist es. Da hat der doc aufeinmal Ahnung. #augen
die 2er wird bei uns auch in der Kinderklinik gegeben und dann kann sie nicht so schlecht sein. :-p
falls jetzt wieder kommt die haben dort keine Ahnung muss ich euch enttäuschen dort gibt es auf JEDER Station eine Ernährungsberaterin.
die Erklärung die du geschrieben hast ist genau richtig. aber das ist wohl zuviel für einige das zu verstehen.

Beitrag von micna 18.08.07 - 19:12 Uhr

Ich kann es halt nicht verstehen, dass es hier im Forum so wenig Akzeptanz gibt untereinander!
Der eine so, der andere so...ist jedes Kind etwas gleich?????
Ist es nicht toll, dass wir alle zum Glück verschieden sind???
Und eben so verwerten die Kinder auch Nahrung anders. Der eine wird bis 14 Monate von PRE satt, der andere eben nicht.

Viele geben hier nur das weiter, was sie halt irgendwo gelesen oder gehört haben.
Ob es so richtig ist, das wissen sie wohl selbst nicht!

Ein Beipsiel hierfür aus der Tierwelt:
In vielen KaninchenForen wird die frische Karotte verteufelt für Kaninchen, die Blasengries haben. Irgendeiner hat das wohl mal so wo gelesen. Jeder gibt diesen Tip immer, und immer weiter! Keiner macht sich aber mal die Mühe, es zu hinterfragen.....denn es stimmt gar nicht! Frische Karotten haben sehr wenig Calcium, und daher für Kaninchen mit Blasengries nicht verboten. Aber jeder gibt es so falsch weiter!Arme Kaninchen kann ich da nur sagen........
leider ist es bei den Menschleins nicht anders.
Wenige machen sich die Mühe an richtigen Quellen sich zu informieren...aber in den Foren sind ja alle so schlau, was da alle sagen stimmt schon!


Beitrag von rosenblatt1979 18.08.07 - 19:17 Uhr

Hast schon Recht.
Meine Freundin ist Ärztin und hat selbst 4 kinder und sie hat mir die 2er auch empfohlen weil mein Sohn von der 1er nicht mehr satt wurde und zuviel gebraucht hat.
zudem gibt unsere Kinderklinik die 2er auch.