Vorschlag: Schulfach Kinderziehung

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von julaiko 18.08.07 - 16:19 Uhr

Hallo an alle,

schon komisch... In der Schule lernt man alle möglichen Sachen (unteranderem viel Quatsch, den man sein Leben lang nicht mehr braucht) aber so grundlegende Sachen wie Kindererziehung bekommt man nicht vermittelt. Das muss man sich alles selber aneignen, wenn mans von Zuhause nicht mitbekommen hat.

Viele Grüße von Julia

Beitrag von eowyn06 18.08.07 - 17:12 Uhr

hallo julia,

ich stimme völlig mit dir überein, dass in unseren schulen viele dinge vermittelt werden, die man später oftmals nicht wirklich anwendet, aber mal ehrlich, hättest du mit 14 oder 16 oder 18 jahren wirklich viel interesse an einem solchen fach gehabt? in der regel haben jugendliche in dem alter doch eigentlich ganz andere dinge im kopf, als sich mit kindererziehung auseinander zu setzten, wo sie doch selbst zum größten teil eigentlich noch kinder sind. ich glaube so ein fach würde wenig der legensrealität unserer schülis entsprechend. und andererseits behält man doch diese dinge gar nicht so lange. ich hab doch z.b. jetzt schon lange wieder vergessen was ich zu beginn meiner schwangerschaft über die erste zeit nach der geburt gelesen hab und lese es jetzt nochmal, denn jetzt steht die geburt kurz bevor und die notwendigkeit diese dinge zu wissen ist viel größer und dementsprechend werde es jetzt nicht wieder vergessen, weil ich es in ein paar tagen auch direkt anwenden werde. aber es macht meiner meinung nach wenig sinn jetzt den schülis etwas über kindererziehung zu vermitteln, wenn sie dann vielleicht in 10 jahren mal mit dem kinderkriegen anfangen, zum einen hat sich bis dahin vielleicht wieder viel geändert und in der zeit haben sie eh alles wieder vergessen.
da gibt es glaub ich andere sinnvolle dinge, die man in den lehrplan einbauen sollte, die die schülis erstmal besser auf ihren start ins berufsleben vorbereiten, denn die wenigsten fangen direkt nach der schule mit der familiengründung an.
als alternative könnte man diese thematik natürlich für interessierte schülis als eine arbeitsgemeinschaft oder einen workshop anbieten, aber als unterrichtsfach wäre es wohl übertrieben.

sorry, für das ganze#bla#bla#bla

liebe grüße Ines+Joshua 39.ssw:-)

Beitrag von friendlyfire 18.08.07 - 20:06 Uhr

Hallo Julia,

erstmal off topic: Ich bin auch Fan von Siedler. Aber seit gestern ist meine Liebe etwas getrübt, mein Mann hat mir den Lehm 8er weggeschnappt und ich bin totbeleidigt... ;-)

Nun aber zum Thema: Ich fände es besser, wenn man einen Kurs machen könnte/sollte, wie eben auch einen geburtsvorbereitungskurs. Dann eben einen Kleinkinder- einen KiGakinder- einen Grundschul- und nen Pubikurs (oder so). Dort kann man dann Fragen stellen, die das Alter betreffen...
Ich denke sowas wäre sinnvoller. Evtl sollte man das sogar verpflichtend machen?! Weiss nicht, da bin ich eher vorsichtig, eigentlich sollte jeder selbst entscheiden, ob er sowas braucht oder nicht... Aber leider treten ja gravierende Probleme oft in bildungsfernen schichten auf, die dann Schwierigkeiten haben, sich Hilfe zu holen.

In der Schule hätte mich das sicher nciht interessiert. Da fand ich Babys und Kinder ziemlich dämlich...

LG ff

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 10:25 Uhr

Ja, das wär auch nicht schlecht.

Beitrag von kja1985 18.08.07 - 20:18 Uhr

Wie möchte man das Fach Kindererziehung gestalten? Es gibt in diesem Bereich eben nicht nur einen Weg und selbst hier kommt es regelmässig zu Kleinkriegen, weil die Eltern anderer Meinung sind.

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 10:24 Uhr

Es muss ja nicht ein richtiger Weg gelehrt werden so und nicht anders, es können Pro und Contra von verschiedenen Erziehungsstilen beleuchtet werden. Das eine Posting unten ist gut, man könnte den Inhalt dieses Faches auch ausdehen auf Bereiche wie Ehe, Partnerschaft, Rechte, Pflichten, Sex, ...

Gruß Julia

Beitrag von zaubertroll1972 18.08.07 - 20:47 Uhr

Glaube nicht daß es Sinn macht wenn Kinder lernen sollen wie man Kinder erzieht. Wozu sollten das Kinder lernen?

LG Z.

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 10:12 Uhr

Kinder? Nee, war auch nicht für die Grunschule gedacht sonder von 16 bis 18. In Kombination mit (wie in einem anderen Post vorgeschlagen) anderen Lebensnotwendigen Themen wie Sex, Beziehung, Ehe, Liebe, Respekt, usw.

Ganz locker aufgebaut wie ein Reli oder Ethik-Unterrricht. Vielleicht sogar ohne Lehrer sondern mit einem Sozialpädagogen oder so.

Gruß Julia

Beitrag von pfingstrose 18.08.07 - 22:05 Uhr

Hallo,

ja, in Sachen Kindedrerziehung müßte es einen Kurs geben. Als Schulfach wird es schwierig, wie das umgesetzt werden sollte. Vielleicht in der Ausbildungszeit ein Fach "Familie und Kinder".

Aber interessierte Eltern an ihren Kindern werden sich sowiso informieren durch Fachliteratur, Internet, Austausch mit anderen Mamis/Papis. Letztendlich ist es doch eine Herzenseinstellung der Liebe und Interesse zu den eigenen Kindern.

Grüße

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 10:09 Uhr

Hallo,

klar, interessierte Eltern informieren sich. Meist sind es die Mütter. Ich weiß nicht ob es bei euch anders ist, aber mein z. Bsp. hat noch nie ein Buch über Kindererziehung oder ähnliches gelesen. Er macht es eben so wie seine Eltern es mit ihm gemacht haben. Kein Vorwurf, er hat auch nicht so viel Zeit wie ich und es ist nicht sein "Job" die Kinder großzuziehen. Aber ein bisschen Grundlagenkenntnisse oder andere Erziehungsmöglichkeiten hätten ihm in seiner Schulzeit sicherlich nicht geschadet.

Gruß Julia

Beitrag von jade63 19.08.07 - 01:20 Uhr

Ausbildung machen ja schon wieder nicht alle, da wären wir dann wieder bei den bildungsfernen Schichten.

Aber man könnte so ein Fach wie "Lebensgestaltung" einführen.

Da könnte dann um alles Mögliche gehen: erste Liebe, Sex, Verhütung, Ehe, Rechte und Pflichten, Partnerschaft, Kinder, Erziehung.
Eben je nach Alter, sowas kann sich ja über mehrere Jahre hinziehen.

Man muss ja die Themen nicht mit aller Gewalt aus Erwachsenensicht angehen, sondern erst mal aus der Sicht der Kinder. Dann hinterfragen, warum die Eltern ihre Entscheidungen so und nicht anders treffen, was da die Gründe für sind.

Sicher, die Kids werden das alles nicht behalten, aber vielleicht bleibt doch etwas davon hängen für später.

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 09:43 Uhr

Das hört sich gut an... Gute Idee.

Gruß Julia

Beitrag von frag.wuerdig 19.08.07 - 03:39 Uhr

Ich gebe Dir recht! Es gibt auch den Beruf des Erziehers, der diese Dinge sehr ausführlich lernt. Ein kleiner Überblick als Grundwissen würde niemanden schaden. Was er dann damit macht ist seine Sache aber immerhin weiß jeder welche Verantwortung er trägt, wenn er ein Kind bekommt.

Beitrag von deoris 19.08.07 - 08:17 Uhr

Und welche Methode würdest du denn durch haben wollen ,nach der Kast-Zahn ,oder Jesper Juul ,oder Rogge oder vielleicht einfach deine eigene ;-) .

Es ist ausserdem ganz was anderes etwas beigebracht zu bekommen und dann an eigenen Kinder es umzusetzen.Das funktioniert nicht! Jeder mensch ist anders und Grundsätze gehen einfach aus dem täglichen Leben ,wie man auch mit anderen Menschen umgeht.

Daher halte ich das für Quatsch.

Alleine wenn man schon in den Baby Forum reinscheint ,könnte man gleich schreiend rauslaufen #schock .

LG Ewa

Beitrag von julaiko 19.08.07 - 10:14 Uhr

Weniger Sinnvoll als Reli-Unterricht kann es wohl nicht werden. Auch hier könnte man sagen "die interessierten Schüler könnten doch in die Kinderkirche gehen" aber für sowas gibts ein Unterrichtsfach. Nein, es müsste wie Ethik-Unterricht sein...

Beitrag von deoris 19.08.07 - 16:46 Uhr

Nun ,bei uns gibt es Ethik-Unterricht ;-) .

Muss aber auch sagen ,dass ich damals in der Schule wenig Wert drauf gelegt hätte ,wenn mir jemand beibringen wollen würde ,wie ich Kinder erziehen soll.

Meine Meinung.

LG

Beitrag von sternenzauber24 19.08.07 - 12:21 Uhr

Hallo Julia,

ich finde den Vorschlag garnicht mal so verkehrt. Und würde das auch begrüssen! Finde das ne sehr Gute Idee von Dir #liebdrueck

Meinen Daumen hast Du #pro

Liebe Grüsse, Julia

Beitrag von zwillima 19.08.07 - 13:23 Uhr

Hallo,

gäbe es eine pauschale Gebrauchsanleitung für Kinder, würde ich solch ein Schulfach begrüßen.
Genauso wie das Thema "Lebensführung", dass hier angesprochen wurde. Gibts wirklich ein bestimmtes, allgemeingültiges Model , dass den Schülern eingetrichtert werden soll, um den späteren Lebensweg vorzuzeigen??

Eine Lebenshilfe, betreffend Familie, Kinder, Beruf usw. empfinde ich nur sinnvoll, wenn sich die betreffende Person auch gerade in der entsprechenden Problemsituation befindet.

Ich halte es für unsinnig, einem jungen Menschen, der gar keine Kinder hat und vielleicht erst in 10 Jahren oder auch niemals im Leben ein Kind bekommen wird, etwas über Säuglingspflege oder Trotzphasen zu erzählen.

L.G.
zwillima

Beitrag von meckikopf 19.08.07 - 20:35 Uhr

Hallo Julia,

ja, da wäre - nein, BIN - ich UNBEDINGT DAFÜR!!! - Denn es wird ja gesagt, dass man für jeden Scheiß im Leben irgendeinen gewissen "Wisch" braucht, der einem zu diesem und jenem befähigt; nur in der Kindererziehung ist das nicht der Fall und da wird deswegen auch demzufolge jede Menge Scheiße gebaut (nicht immer zwar, aber doch ab und an und oft genug)!:-[:-(#schmoll#kratz#augen

Nur muss man es dann auch später in die Praxis umsetzen und nicht nur "Hörer/in des Wortes" sein, sondern auch "Täter/in"!

LG M.