Wie lange Schmerzen beim Stillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von seestern86 19.08.07 - 09:03 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist am 8.8. auf die Welt gekommen und ich stille ihn seither. Allerdings kämpfe ich - wie wohl jede Frau - mit wunden Brustwarzen. Möglicherweise ist das Problem auch durch ein Zungenbändchen meines KLeinen verstärkt, meint jedenfalls der Kinderarzt. Kurzum, die Schmerzen sind höllisch und ohne Stillhütchen geht es nach 12 Tagen überhaupt nicht. Manchmal heule ich vor Schmerz, das scheint mir manchmal schlimmer als die ganze Geburt...

Meine Frage: Ich will unbedingt weiterstillen - wie lange hat es bei Euch gedauert, bis der Schmerz bei den ersten Zügen halbwegs erträglich war?

Für mutmachende Antworten wäre ich Euch dankbar!

LG
S.

Beitrag von thiui 19.08.07 - 09:15 Uhr

also, bei mir war das mit dem stillen am anfang total schwierig. ich habe die ersten 4 monate abgepumpt, da meine maus früh kam und einfach zu müde zum trinken war.
ganz am anfang habe ich auch gestillt, aber das bekam sie garnicht hin.
nach 4 moanten hab ich dann gestreikt, weil ich nciht mehr abpumpen wollte und hab sie doch nur noch gestillt. nach 2 tagen horror, ging's auf einmal wei vopn selber und wir hatten nie wieder probleme.
ich würde mir an deiner stelle auf jeden fall noch mal eine gute stillberatung suchen und zur not einfach mit hütchen weiterstillen, oder eine gute pumpe mieten.

bei manchen dauert es halt ein bißchen länger, bis sie den dreh raus haben... lg, siiri!

Beitrag von tekelek 19.08.07 - 09:18 Uhr

Hallo !
Ich hatte auch bei beiden Kindern anfangs massive Probleme, da ich Flachwarzen habe und sie in den ersten Wochen Schwierigkeiten hatten, richtig "anzusaugen".
Ich kenne diese Schmerzen !
Bei mir dauerte es ca. 4 Wochen bis ich völlig beschwerdefrei war, Emilia habe ich dann insgesamt 11,5 Monate gestillt, Nevio stille ich immer noch.
Lass die Hütchen weg, auch wenn es anfangs hart wird ! Die Kinder gewöhnen sich an die Hütchen und gehen dann kaum mehr normal an die Brust, außerdem ist es ja total umständlich.
Eine Freundin von mir hat sich zwei Mal an den Brustwarzen lasern lassen, da diese offen waren - frag doch mal im Krankenhaus danach !
Ansonsten helfen Wolle-Seide-Stilleinlagen (falls Du die nicht ohnehin schon hast), Lanolin (Wollfett), "Mother mates" (spezielle Gelstilleinlagen aus der Apotheke), viel Luft an die Brust lassen (Muttermilch und Babyspucke immer gut antrocknen lassen !), ein paar Minuten täglich die Brustwarzen vor eine Infrarotlampe halten (nicht zu nah !), echtes Rosenöl dünn aufgetragen hat bei mir auch Wunder gewirkt, reines Lavendelöl ist auch gut.
Außerdem hilft die Zeit.
Liebe Grüße und alles Gute,

Katrin mit Emilia-Sofie (fast 32 Monate) und Nevio (fast 1 Jahr)

Beitrag von fraukef 19.08.07 - 09:33 Uhr

Hi

bei mir hat es etwas gedauert - aber wir habens geschafft... Da ich sehr grosse Brustwarzen hatte, hatte Judith am Anfang Probleme, den Mund weit genug aufzubekommen... Ich hab also schon im KH angefangen mit Hütchen zu stillen.

Als Judith 3 Wochen alt war, war der absolute Tiefpunkt erreicht - ich hab eigentlich nur noch geheult - oft schon ne halbe Stunde bevor sie überhaupt aufgewacht ist... ("O Mist mein Kind wacht gleich auf und sie hat Hunger...") Allerdings hatte ich die Probleme nur auf einer Seite - auf der anderen Seite ging das Stillen nahezu problemlos - manchmal sogar ohne Hütchen... In Absprache mit meiner Hebamme (ich konnte wirklich nicht mehr), hab ich dann die problematische Seite ein paar Tage lang abgepumpt - die andere Seite hab ich weiter gestillt. So konnte sich alles erst mal wieder beruhigen - und ich konnte mich vor allem auch wieder beruhigen ;-)

Danach ging es bergauf - langsam aber es ging bergauf... Nach 2 Wochen hab ich die Pumpe wieder eingepackt, nach 4 Wochen hab ich sie in der Apotheke zurückgegeben (ein Rezept kann für max 4 Wochen ausgestellt werden - danach braucht man ein neues Rezept...) - und irgendwann (viel später) hab ich die Hütchen weggelassen... Allerdings hab ich mir bei den Hütchen nie Druck gemacht - im Zweifelsfall hätt ich halt bis zum Ende der Stillzeit mit Hütchen gestillt - das ist allemal besser als nicht stillen zu können, wenn man es möchte...

Jetzt tut es nur noch weh, wenn Judith meint, meine Brustwarze als Beisshilfe missbrauchen zu müssen - das kommt aber zum Glück nur selten vor...

Also durchhalten lohnt sich - und mach dich nicht wegen der Hütchen verrückt!

LG
Frauk

Beitrag von tybbydee 19.08.07 - 09:41 Uhr

Hallo Seestern,

ich kenne diese Schmerzen auch noch zu gut. Halte durch, es dauert nicht lange, dann ist der Schmerz nicht mehr schlimm.

Wunder hat bei mir Heilwolle gewirkt, verwende ich immer noch. Seit ich die habe, habe ich diesbezüglich keine Probleme mehr. Heilwolle gibt es in der Apotheke, 100 g ca. € 4,50 (ist ein Riesenpaket), muss aber meistens bestellt werden. Einfach ein bisschen in den BH zwischen Brust und Stilleinlage.

Toi, toi, toi, LG, Jule + Emma, *16.07.07

Beitrag von lucie_neu 19.08.07 - 09:45 Uhr

Wie so viele Antworten zum Thema Stillen kann ich hier auch nur schreiben: ES WIRD BESSER #liebdrueck

Was hilft?
Muttermilch auf die Brustwarzen, an der Luft trocknen lassen

BH und Stilleinlagen so oft wie möglich weg lassen, viiiiiel Luft an die Brustwarzen lassen

Salbe in der Apotheke besorgen, PureLan von Medela

Bei mir hat es sich so nach 4-6 Wochen eingespielt, da waren dann wirklich KEINE Schmerzen mehr da

Beitrag von seestern86 19.08.07 - 10:25 Uhr

Liebe Mitleserinnene,

danke für Eure Antworten, die mir sehr gut getan haben...
Auch Eure Tipps werde ich sofort umsetzen :-)

LG

S. (deren Sohn schon wieder verdächtige Schmatzgeräusche von sich gibt...)

Beitrag von kipra83 19.08.07 - 12:40 Uhr

ich hatte sechs wochen lang blutende und eiternde brustwarzen...

hab echt alles probiert und einen haufen geld ausgegeben. geholfen hat mir im endefekt 1woche oben ohne und ständiges befeuchten- trocknen lasen mit calendulatee.
die blütenblätter bekommst du in der apotheke. habe morgens dann
ca zwei eßlöffel in eine kleine tasse und heiß wasser drau. das habe ich mir dann über den tagimer drauf getupft mit nem wattepad. kann ruhig kalt sein!

jetzt ist dean 14 monate alt und ich stille ihn immer noch;-)

lg kirsten

Beitrag von silberlocke 19.08.07 - 15:56 Uhr

Hi

also ehrlich - ich habe 2 Kids schon gestillt - da war nach 2 Wochen die wunde Brust erledigt und alles super.
Bei unserem letzten Mäuschen nun war 3 Wochen alles total schmerzhaft, seit her klang das Wundsein ab, aber nur dank Gelauflagen, Brustwarzensalbe. Und ich hab ja wahrlich Erfahrung im Stillen. Ich denke oft, daß er die Warze nicht richtig reinnimmt, obwohl es nicht so aussieht.
Erik ist jetzt 2 Monate alt und wenn er nen Schub hat und öfter kommt, bin ich auch wieder leicht wund.

Lass Deine Hebi da weiterhelfen!

Ich habe im KH noch Mother Mates Hydrogel Breast feeding pads 1 Paar Bestellnummer 9403 bekommen. Die hab ich mir dann zu Hause in der Apo nochmal nachbestellt. Die Kühlen und der Schmerz verschwindet sofort. Dann gibt es noch so Brustauflagen mit Gel, die man so 10min auf der Brust lässt! Sehr gut!

Wünsch Dir Geduld und gute Besserung.

LG Nita

Beitrag von 6woche.1 19.08.07 - 16:19 Uhr

Hallo


Ich habe meinen Sohn Joel am 4.8.07 auf die Welt gebracht.Sein Zungenbändchen war auch mit der Zunge verwachsen ( sagt man das so) ? Es wurde dan vom Kia noch im KH durchgeschnitten Joel hatte KEINE Schmerzen.Und ich habe auch KEINE wunden Brustwarzen hatte ich noch nie,das stillen klapt wunderbar und ich stille voll.Joel kommt ca. alle 2 std.Ich schaue aber nicht wirklich auf die Uhr mal eher mal später das er Hunger hat.



Lg Andrea mit Janic 23.11.05 und Joel 4.8.07

Beitrag von menina 19.08.07 - 22:12 Uhr

Hallo
ich hatte während der ersten 5 wochen extreme Schmerzen so ein piechsen stechen in der Brust.
Ganz verrückt war es zwischen der 3. und 4. Woche da hatte ich jeden zweiten Tag einen Milchstau und lag richtig flach.
Ich war so wütend daß ich abstillen wollte.
Naja meine Hebi hat mir immer wieder gesagt das wird und ich dachte mir nur ja ja du musst es ja auch nicht ertragen.
Aber es ist seit ende der 5 woche vorbei und ich genieße wirklich das Stillen ohne Schmerzen.
Dir alles gute und gib nicht auf.
Lg Carla und Laura Marie 03.07,07