Darf ich euch mal mein Herz ausschütten?

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Beitrag von amitola 19.08.07 - 11:56 Uhr

OH man ich weiß langsam echt gar nichts mehr! Bis vor ca 2 Wochen hatte das mit dem Stillen so prima funktioniert und dann gings los....eine woche lang stillte ich dauernd. Ich glaube die längste Pause die zwischen 2 Mahlzeiten lag waren 1 1/2 Stunden aber selbst dann das KInd war nie zufrieden...jammerte und weinte. Meine Hebamme wog sie dann und sie hatte in einer Woche nur 80g zugenommen, also sprachen wir über das Thema zufüttern. Ich versuchte dann noch einen Tag sie so oft wie möglich anzulegen aber es half irgendwie alles nichts. Sie tat mir am Abend so leid, dass ich ihr ein Fläschchen anbot. Das trank sie weg wie nichts und danach schlummerte sie genüßlich und friedlich fast 7 Stunden.Den nächsten Tag musste ich sie wieder zufüttern und seitdem ist alles so durcheinander! ich hab echt keine Ahnung mehr was ich machen soll. Meine Hebamme meinte ich soll ihr morgens und abends ein Fläschchen geben, die Kinderärztin meinte ich soll sie 5 Min an jeder Brust stillen und ihr dann ein Fläschchen geben. Ich bin jetzt total verwirrt und irgendwie macht alles keinen Spaß mehr. sie meldet sich inzwischen gar nicht mehr zum essen wenn ihc ihr aber nach 3-4 Stunden was anbiete futtert sie alles rein als wäre sie kurz vor dem verhungern. Mit den Fläschchen komm ich auch nicht richtig zurecht.....sie verschluckt sich andauernd, die Hälfte fließt wieder raus und danach spuckt sie alles voll und bekommt Blähungen. Ich geb ihr schon Sab Simplex (scheint aber nicht zu helfen). Sie ist wirklich so ein liebes, fröhliches Kind. Lacht ganz viel und brabbelt munter vor sich hin. aber dieser Stillstress macht uns irgendwie alles kaputt. ich muss aber leider zufüttern! Mit meiner Milch sieht es kathastrophal aus. Ich habe einfach unheimlichen Stress im Moment (stecken mitten im Unzug, Familienprobleme)und kann mich selbst kaum auf den Beinen halten. Mein Gewicht ist total unten und ich hab auch keinen Appetit mehr. Ich muss mich zum essen zwingen!Ich habe sehr schlimme Angstzustände und bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich kurz vor einer Depression stehe! Bitte verurteilt mich nicht, aber ich kann irgendwie nicht richtig eine enge Verbindung zu meiner tochter aufbauen. Da ich eigentlich 80 % des Tages damit verbringe panische Angst um sie zu haben. Habe ich irgendwie so eine Distanz aufgebaut, damit ich diese Ängste irgendwie ertragen kann (ist schwer zu erklären!) Ich habe auch schon versucht mir Hilfe zu holen nur leider (da ich letztes Jahr schonmal eine Therapie gemacht habe wegen Ängsten) zahlt die Krankenkasse keine erneute Therapie ich müsste zu meiner alten Therapeutin die seit unserem Umzug 60 km entfernt wohnt mit sehr schlechter Verkehrsanbindung. Wie ich da mit meiner Kleinen hinkommen soll? Keine Ahnung! Ich hab einfach das Gefühl, wenn ich das mit dem Stillen nicht bald hinbekomme dann wird es noch schlimmer allles. Ich habe schon bei der La leche liga angerufen. Eine Beraterin ist nie zu erreichen und die andere hat noch zwei Wochen Urlaub. Sorry für das viele blabla ich musste das nur einfach loswerden. Danke fürs Zuhören und vielleicht hat jemand einen tipp.

ich wünsche euch einen wundervollen Tag

Beitrag von steinwind 19.08.07 - 12:17 Uhr

Hallo Christina,
fühl´dich erstmal ganz lieb von mir gedrückt #liebdrueck. So wirklich helfen kann ich dir leider auch nicht. Wegen einer Stillberatung kannst du dich vielleicht auch noch an eine Hebammenpraxis oder ein Geburtshaus bei euch in der Nähe wenden. Außerdem solltest du dich dringend nochmal wegen einer Therapie erkundigen. Es muß doch irgendeine Möglichkeit geben, dass die Kasse die Kosten übernimmt - nach einer Geburt treten doch öfters Depressionen auf, das muß die Kasse doch übernehmen. Sprich doch nochmal mit deinem Hausarzt und deiner Frauenärztin darüber oder schau´mal nach, ob es bei euch auch irgendeinen Verein gibt, der Frauen bei Problemen hilft. Vielleicht kannst du mal bei Pro Familia anrufen, die wissen vielleicht an wenn du dich wenden musst.
Liebe Grüße
Antje

Beitrag von lisasimpson 19.08.07 - 13:48 Uhr

Hallo!

Hat deine Krankenkasse denn die Therapie schon abgelehnt?
Frag dort noch mal nach, gehe zum Jugnedamt, zu Cariats, Pro Familia und anderen Beratungsstellen und falls dir wirklich keiner hlefen kann, sprich mit deiner Krankenkasse, sag du machst es öffentlich, daß sie einer jungen Mutter nicht bei Ihrer postnatalen Depression helfen wollen und so das Risiko eingehen, daß Mutterund Kind schaden nehmen könnten!
Mach da ordentlich Druck, geht ja gar nicht, daß die das verweigern. Da würd ich echt jedes Druckmittel nutzen, denn was du jetzt dringend brauchst ist Hilfe.
Ich kanndi nur sagen, wenn dich das stillen streßt, Fütter mit Fläschchen- es wird der Bindung zu deinem Kind in keiner Weise schaden!
lisasimpson

Beitrag von freefallinggirl 19.08.07 - 20:30 Uhr

Hallo,

ich kann meiner Vorrednerin voll und ganz zustimmen! Manchmal sind die Sachbearbeiter bei den KK´s einfach so betriebsblind, daß sie schon gar nicht mehr merken, wie unsensibel die daherreden.

Was das Fläschchen geben angeht, kann ich dir empfehlen einen Teesauger zu benutzen. So muß deine Maus tüchtig saugen um an die Milch zu kommen. Das sorgt zum einen für weniger Verschlucken usw. und unterstützt außerdem die Ausbildung der Gesichtsmuskeln, was für´s Sprechenlernen sehr wichtig ist.

Sab Simplex und wie sie alle heißen ist übrigens ein Entschäumer, der nur die Luft im Magen verringern kann. Wenn ersteinmal Luft in den Darm gelangt ist, hilft es nix mehr, dann muß sie hintenrum raus.

Wenn du im Augenblick nicht die nötige Ruhe hast um zu stillen, aber trotzdem die Milchproduktion in Gang halten möchtest, dann kannst du dir auch vom KiA oder von deinem Frauenarzt eine elektrische Milchpumpe rezeptieren lassen. Die Medela Symphonie ist da richtig toll. Und wenn es dir besser geht und die Stillberaterin mit dir über mögliche Lösungen gesprochen hat, dann könntest du ja langsam wieder auf´s Stillen zurückgehen.

Ganz wichtig finde ich, daß du dir kein schlechtes Gewissen machst, weil du dein Baby mit dem Fläschchen ernährst. Deine Maus hat schon mehr MuMi genossen als viele andere Babys und es kommt ihr ja schließlich auch zugute, wenn ihre Mami gut für sich sorgt, damit sie dann gut für ihr Baby sorgen kann.
#herzlich

Ganz liebe Grüße und einen festen Trostknuddler von
Claudia mit Laura (*03.08.04) und Simon (*25.08.06)