Karriere oder Baby, ich weiß nicht....

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von marie2008 19.08.07 - 14:33 Uhr

Hallo an alle,

heute ist wieder mal so ein Tag, schrecklich. Früher habe ich immer gedacht, mit 27 hast du zwei Kinder und bist glücklich. Bisher haben wir immer auf das Examen meines Mannes gewartet, damit wir loslegen können mit der Familienplanung.#sex

Jetzt ist es da und seit Januar verzichte ich auf die Pille (hatte gehört, dass der Körper ein halbes Jahr braucht im sich wieder umzugewöhnen#kratz), nutzen aber zwischen dem 10. und 20.Tag Kondome. Meine Mens kam erst noch alle 28 Tage, spinnt aber seit Mai rumm, variiert zwischen 23 und 34 Tagen je nach Stress im Job.

Jetzt hat sich allerdings im Job eine tolle Chance ergeben, die mich zu Beginn 08 befördert. Dabei wurde auch die Familienplanung angesprochen#schwitz grausam. Zudem ist meine beste Freundin in der 10 SSW und wir wollten das immer zusammen machen. Und ganz klar ja, ich will den Job machen, aber mein Babywunsch ist übermächtig#heul

Wer ist denn in einer ähnlichen Situation gewesen? Und wie habt ihr die Schwangerschaft euerm Chef beigebracht? Und wann sollte man nach einer Beförderung schwanger werden - hat jemand einen Rat??? Schonmal #danke im vorraus - stecke in einem Dilemma. Mein Schatz meint wir sollte noch bis Mitte nächsten Jahres warten.

Ganz liebe Grüße, Kati

Beitrag von sunflower.1976 19.08.07 - 14:41 Uhr

Hallo!

Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen...
Mir geht es ein bißchen ähnlich.
Unser Sohn ist 26 Monate alt und wir wollten innerhalb meiner Elterzeit ein zweites Kind. Jetzt "üben" wir aber seit einem jahr erfolglos.
Nach der Elternzeit könnte ich nur in Vollzeit wieder bei meinem alten Arbeitgeber beginnen. Das kommt für mich aber nicht in Frage. Daher muss ich mir bis spätestens Juni nächsten Jahres einen neuen Job suchen und erstmal die Probezeit überstehen. Außerdem habe ich mich für eine einjährige Weiterqualifizierung angemeldet, für die ich an einem Wochenende im Monat nach Berlin muss.
Wenn ich bis Oktober schwanger sein sollte, könnte ich mich noch von dieser Weiterbildung abmelden. Falls ich bis dahin nicht schwanger sein sollte - wovon ich ausgehe - wird der KiWu solange auf Eis gelegt, bis die Weiterbildung beendet ist. Oder besser gesagt, dass ich sie beenden könne, bevor im Falle einer Schwangerschaft der Mutterschutz beginnt... Ich hoffe, dass ich bis dahin einen neuen Job habe.
Es fällt mir auch schwer, den KiWu vorerst ganz aufzugeben. Aber ich will beruflich nicht auf ein Abstellgleis kommen.

Kein Chef findet es toll, wenn eine Mitarbeiterin schwanger ist. Aber ich denke wenn Du die Beförderung hinter Dir hast, könnt Ihr Euch ans üben machen. Es kann ja leider auch länger dauern, bis es klappt.
Du musst ja nicht sagen, dass es so geplant war ;-)

LG Silvia

Beitrag von jojo03 19.08.07 - 14:44 Uhr

Hi,
also ich bin schon fünf Jahre raus aus dem Job...
Aber vielleicht findet ihr ja eine Möglichkeit, das Kind nach einem halben oder einem Jahr irgendwie betreuen zu lassen. Wenn Großeltern in der Nähe sind, ist das gegebenenfalls eine Möglichkeit.
Momentan hab ich grad nen Hausfrauenkoller und vermisse die Arbeit.
Das ist meistens nicht der Fall und ich bereue die Entscheidung, für meine Familie da zu sein, in der Regel nicht.
Dem Chef eine ss zu stecken, ist keinesfalls leicht. Auf der anderen Seite muss er damit rechnen, wenn er eine junge Frau beschäftigt....
Wenn Du ihm dann sagst, wann Du wieder kommen wirst, ist es wohl für alle Beteiligten leichter.
Lg und alles Gute!

Beitrag von winnergirlie 19.08.07 - 14:45 Uhr

Hallo,

wenn Dein "Bauchgefühl" sagt, dass Du Dir ein Kind wünschst, solltest Du nochmal mit Deinem Partner drüber reden und (wenn er Dich versteht) den Kinderwunsch vorziehen.

Schließlich kann man
1. nie sagen, wie lange es dauert, bis Du tatsächlich schwanger wirst und
2. eine Karrierechance bietet sich eventuell auch später nochmal.

Ich denke nicht, dass Du glücklich im Job bist, wenn Du einen starken Kinderwunsch unterdrückst.

Ich selber habe mich nach Studium, Berufseinstieg usw. nun auch FÜR ein Kind entschieden, obwohl ich beruflich sehr ausgefüllt & engagiert bin; der Kinderwunsch war einfach zu stark...

Eventuell gibts in Deinem Job ja die Möglichkeit, relativ bald wieder flexibel einzusteigen, damit Du den Anschluß nicht verlierst?

Liebe Grüße :-)

Beitrag von marie2008 19.08.07 - 15:06 Uhr

Hallo :-)

ich danke dir für deine Antwort. Meinem Job mache ich total gern und es fällt mir schwer mir Gedanken über die mit einem Baby verbundene Auszeit zu machen. Meine erste Idee direkt nach einem halben Jahr in Teilzeit wieder zu kommen wurde von zwei Kolleginnen zerschlagen, die genau das praktiziert und hinterher bereut haben.

Leider kann ich die zum nächsten Jahr angestrebte Position nicht in Teilzeit ausüben, was auch hinzukommt (mein männlicher Kollege steht in den Startlöchern - wird ihn freuen). #gruebel Eine Rückkehr nach einem Jahr ist also nur in Vollzeit möglich, Zeit für das Baby bliebe vermutlich nicht sehr viel über.#kratz

Bist du schon #schwanger? Hast du die Möglichkeit danach wieder flexibel einzusteigen?

Meinen Kinderwunsch habe ich schon zu stark seit ich 18 bin, nach meinem Studium wurde er nur noch stärker unabhängig von meinem Job.

#hund gehe eben mit Idefix, bis später#liebdrueck Kati

Beitrag von winnergirlie 19.08.07 - 15:19 Uhr

Hallo,

ist Idefix Dein Hund? Muss auch gleich noch mit meinen beiden raus!

Also, ich bin noch nicht #schwanger, sondern gerade im 2. ÜZ.

Bei mir im Job ist es so, dass ich das absolute Glück habe "Juniorchefin" zu sein und ich kann sehr flexibel entscheiden, ab wann und wie viel ich wieder arbeiten werde. Außerdem arbeitet mein Mann hauptsächlich von zu Hause aus und da mein Einkommen das größere ist, wird er wohl hauptsächlich auf das Baby aufpassen und ich fange bald wieder an (Teilzeit) zu arbeiten - jedenfalls ist das mal so geplant ;-)

Mein Mann und ich hatten das Thema Nachwuchs sehr intensiv diskutiert, aber da wohl nie der "perfekte Zeitpunkt" kommen wird, haben wir im Juli einfach beschlossen, mit Üben anzufangen...

Liebe Grüße

Beitrag von marie2008 19.08.07 - 15:45 Uhr

Hallo,

Idefix ist eine kleine Jack-Russell-Dame und gehört meinem Schwiegervater, aber ich borge sie mir immer am Wochenende aus und bei schönem Wetter auch gern unterhalb der Woche (bei Regen kuckt sie mich leider nur schief an#schmoll).

Das ist praktisch mit deinem Job, ohne Frage. Die Vorstellung direkt nach dem Mutterschutz zurück zu gehen hat sich bei mir erledigt, da ich stillen möchte und so das erste halbe Jahr futsch ist. So lange würde der Gebietsleiter die Aufgaben der Niederlassungsleitung übernehmen, danach in Teilzeit auf 20 oder 30 Stunden wären denkbar.

In anderen Niederlassungen ist es auch üblich, dass dann der Mann daheim bleibt, aber dass kann ich bei uns vergessen. Er hat selbst gerade sein Juraexamen hinter sich und will die Welt erobern. Dazu gehört auch ein Kind, aber da ich seit drei Jahren arbeite werde ich wohl daheim bleiben.

Außerdem muss es auch erst einmal mit der Schwangerschaft klappen, wir werden das nächste halbe Jahr abwarten und dann loslegen. Ich kann nur hoffen, dass ich geduldiger werde...#gruebel

Liebe Grüße#liebdrueck

Beitrag von kruemelchen1104 19.08.07 - 15:10 Uhr

Hallo,
ich glaub ich verstehen was Du meinst. Kurz zu meiner Person, ich bin mittlerweile 29 Jahre alt und habe eine kleine Tochter die im Nov. 3 Jahre alt wird.
Als ich schwanger wurde hab ich eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet, da wir 2 Jahre "üben mussten" bis es geklappt hat. Ich machte eine Weiterbildung zur Mentorin und peng, die hatte ich fertig und ich wurde schwanger. Für mich war die schwangerschaft schön und auch unvergesslich, aber es war für mich auch sehr schmerzlich aus meinem Job, der gerade super lief auszusteigen. Im August 04 ging ich dann in Elternzeit und blieb bis 31. Januar 06 zu Hause. Danach stieg ich erstmal mit 400€ wieder ein (hab einfach n' super Arbeitgeber und hatte ein super Team (Arbeite im Sozialwesen)die mich wollten.Ich wollte mein Kind, ganz klar, aber ich wollte auch meinen Traum weiterverfolgen, nämlich später die Möglichkeit auf eine Leitungsfunktion zu haben. ALso fing ich an im März 06 eine Weiterbildung zum staatl. anerkannten Fachwirt an. Ich hatte mir das ehrlich gesagt leichter vorgestellt, aber ich werde es jetzt voll durchziehen (bin im März nä. Jahr fertig). Mittlerweile wollten wir ein 2. Kind - und ich hatte im jan. 07 eine FG!
Im April diesen Jahres bot sich dann für mich die Chance auf eine Leitungsstelle...und natürlich, das war mein Traum, bewarb ich mich. Während der Zeit zwischen Bewerbung und Vorstellungsgespräch führte ich viele Gespräche mit ganz verschiedenen Leuten, auch mit meinem Vorgesetzten...u.a. wg. Fehlgeburt im Jan. usw. Ein Arbeitgeber muss damit rechnen, dass eine Schwangerschaft vorkommen kann und eine Frau darf deshalb nicht benachteiligt werden. Beim Vorstellungsgespräch wurde mir klar, dass ich die Leitungsfunktion momentan nicht möchte und das Vorstellungsgespräch bewusst versiebt. Ich glaube ich hätte es Stressmäßig gerade nicht gepackt. Ich weiß nach Gesprächen, dass ich gute Chancen auf die Stelle hatte, aber ganz ehrlich, das interessiert mich gerade nicht. Meine Familie ist mir gerade am wichtigsten. Du musst Dein Gefühl entscheiden lassen, das kann dir keiner abnehmen....und glaub mir, egal wie du dich entscheidest, dein Umfeld akzeptiert die entscheidung...denn wenn sie von Herzen kommt, dann stehst Du auch voll dahinter.
Was für Möglichkeiten hast DU? Nimm die STelle an und wenn Du dann schwanger wirst....dann hat es so sollen sein. Ich wünsch Dir bei der Entscheidungsfindung viel Glück und lass Dir nicht zuviel reinreden. Hör dir die Meinungen an, die können nämlich hilfreich sein, triff Dir aber deine eigene Entscheidung (natürlich mit Deinem Schatz).
Liebe Grüße und viel Glück
P.S: Nach der ABsage der STelle sagte 'ne Freundin zu mir : Juchuuuuu sie ist wieder normal;-)

Beitrag von kleiner.stern 19.08.07 - 15:11 Uhr

Hallo Kati,

Du stehst da wirklich vor einer schweren Entscheidung, die Du letztlich ganz alleine treffen musst.
Ich bin Mutter zweier wunderbarer Kinder (fast 3 und gerade 1 Jahr alt geworden). Ich hatte einen tollen Job, der mir sehr viel Freude gemacht hat, der auch manchmal einen Großteil meiner Freizeit verschlang und doch nagte irgendwann der Kinderwunsch in mir. Wir heirateten und wollten sofort ein Kind. Leider blieb unser WOLLEN 18 Monate lang unerhört. Aber dann hatte doch jemand ein Einsehen mit uns.
Ich genoss diese Schwangerschaft in vollen Zügen und doch hatte ich manchmal Zweifel daran, ob ich den richtigen Weg gehen würde. In meinem Job kannte ich mich aus, da wusste ich immer was zu tun war - auch in schwierigen Situationen - würde ich das auch als Mutter können??
Nach 12 Wochen musste ich an der Arbeit "Farbe" bekennen und bat meinen Chef um ein Gespräch. Ich sagte ihm, dass ich nicht lange um den heißen Brei herumreden möchte und, dass ich nicht möchte, dass er es vielleicht von anderen erfährt. Ich sagte ihm, dass ich schwanger bin. Gleichzeitig bat ich darum, mir nach ein paar Monaten Elternzeit die Möglichkeit einzuräumen für ein paar Stunden in der Woche wieder da zu arbeiten. Er versprach mir, sich darum zu kümmern.

Mein Kind wurde im September 2004 geboren und als ich es in den Armen hielt wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Dann genoss ich erst mal meine Elternzeit. Ich hatte erst mal für ein Jahr beantragt und eines Tages rief mein Chef bei mir an und fragte, ob ich nicht Interesse daran hätte einen Tag pro Woche wieder zu arbeiten. Da war ich wirklich froh drüber. Das habe ich dann auch gemacht ... allerdings nicht sehr lange ... denn dann meldete sich Baby Nr. 2 an. Sie ist jetzt ein Jahr alt geworden und ab Januar werde ich wieder 1 1/2 Tage pro Woche bei meinem Chef mit einsteigen.

Ich habe meine Entscheidung noch nicht einen Tag bereut. Ich freue mich auf meine Rückkehr ins Arbeitsleben und weiß gleichzeitig, dass es auch meiner Familie gut tut. Wichtig ist, dass Du das, was Du tust aus Überzeugung tust und nicht, weil jemand es von Dir erwartet. Wenn Du der Meinung bist, dass Du im Moment auf die Beförderung verzichten kannst, weil Dein Herz Dir sagt, dass es bereit ist für ein Kind, dann zögere nicht. Wenn Du wieder in Deinen Job zurückkehrs nach einer angemessenen Zeit, dann werden sich andere Möglichkeiten für Dich auftun, da bin ich mir sicher. Karriere ist nicht alles im Leben. Deine Karriere wird niemals morgens um 06.00 Uhr zu Dir ins Bett gekrabbelt kommen und Dir liebevoll ins Ohr flüstern "Mama, ich hab Dich lieb" - das sind die Momente, wo Du weißt, dass es sich gelohnt hat den Job für eine Weile hinter Dir zu lassen.

Hör auf Dein Herz - dann wirst Du die richtige Entscheidung treffen können!

Fühl Dich ganz lieb#liebdrueck

Kleiner.Stern mit Leonie (fast 3) und Letizia (gerade 1)

Beitrag von marie2008 19.08.07 - 15:32 Uhr

Hallo Kleiner.Stern,

danke für deine lieben Worte#liebdrueck Ich drück dir ganz fest die Daumen für deinen beruflichen Wiedereinstieg;-) Ich denke die Motivation abends nach Hause zu kommen kann ganr nicht größer sein.

Weißt du, ich mag den kleinen Perfektionisten in mir nicht sehr, der mir sagt, dass ich toll sein muss im Job und in der Familie (meine Schwiegereltern als auch meine Eltern hibbeln auch schon die ganze Zeit mit den Füßen nach einem Enkelkind). Und hätte sich jetzt nicht die Möglichkeit des Fortkommens im Job ergeben wüsste ich aber ganz genau was ich will, nämlich #schwanger!!!

So ist die Idee da erst den Job für ein Jahr zu machen und dann ein Kind zu bekommen. Und dann klappt es sowieso nicht sofort - damit habe ich mich schon angefreundet. Dennoch bin ich bekloppt und kaufe in Neuseeland schon mal Klamotten für einen Jungen und für ein Mädchen#gruebel (Mein Mann nahm das im letzten Jahr noch mit Humor).

Ich denke das einfachste wird sein das nächste Jahr kommen zu lassen und dann wird passieren wann es will. Ich liebe dabei die Geduld meines Mannes, wenn ich schon mal den Babywagen aussuche und ihm hinterher erzähle welche Probleme sich bei der Arbeit ergeben haben.

Bis dahin helfen mir sicherlich die kleinen Einkäufe weiter und die Gespräche mit meiner Freundin - ich bin so glücklich, dass sie endlich #schwanger ist, nach einem Jahr probieren und unzähligen Arztbesuchen. Ein bischen daran teilzuhaben ist schon toll.

Wie ist es bei dir im Zweimädelhaus plus Mama? Meinem Mann schaudert es ein wenig bei der Vorstellung, wenn es nach ihm ginge nur Jungs#schock

#herzlich#liebdrueck Kati

Beitrag von kleiner.stern 20.08.07 - 09:26 Uhr

Hallo Kati,

ich kann gut verstehen, dass Deine Eltern und Schwiegereltern gerne Oma und Opa werden würden - hier war es nicht anders. Allerdings solltest Du den Kinderwunsch nicht nach ihren Vorstellungen richten. Du musst selbst entscheiden, was gut für Dich ist und wenn Du Dich vorerst für den neuen Job entscheidest, dann ist das auch gut so. Lass Dich nicht unter Druck setzen. Eine gute Arbeit zu haben ist heute nicht selbstverständlich und nicht jeder arbeitet wie ich im öffentlichen Dienst.
Deine Entscheidung wird also die richtige sein, wenn Du den Job erst mal "ausprobierst" und Ihr Euch dann ans "üben" macht. Und vielleicht müsst Ihr dann ja auch gar nicht so lange auf Euren Nachwuchs warten.

Ja, das mit der Geschlechterfrage ist schon so eine Sache. Unsere "große" Leonie war bis ein paar Wochen vor der Geburt ein Leon. Da waren wir uns ziemlich sicher. Mein Mann freute sich riesig und auch meine Eltern freuten sich. Sie haben drei Mädchen und haben danach "aufgehört", weil das vierte bestimmt auch wieder eines geworden wäre. Als der Frauenarzt - der sich immer aus allen Spekulationen herausgehalten hatte - uns dann eines Tages bei einem ganz tollen Ultraschallbild erklärte, dass wir es mit einem Mädchen zu tun hätten war mein Mann schon ein bisschen enttäuscht, aber das legte sich schnell wieder.

Auch unsere zweite Tochter ließ uns lange im Unklaren was sie denn nun ist. Unsere Familienplanung ist abgeschlossen, auch wenn ich mir insgeheim noch einen Sohn wünsche aber leider ist das ja kein Wunschkonzert und wenn man bedenkt, dass wir schwarz auf weiß hatten, dass mein Mann ohne "fremde" Hilfe keine Kinder zeugen kann, dann haben wir doch auf normalem Weg einiges erreicht. Auch Ärzte können sich irren.

So ein Haushalt mit zwei Mädels ist bestimmt nicht viel anders als wenn man ein Pärchen hat. Natürlich ist der Zickenkrieg vorprogrammiert und den haben wir auch jetzt schon manchmal. Letizia hat gerade das Laufen gelernt und an ihrem Geburtstag die erste richtige "Strecke" zurückgelegt. Leonie hat sie natürlich sofort umstoßen müssen und da ist unsere Kleine so zornig drüber geworden, dass sie zur Strafe ihrer Schwester in den Arm gebissen hat. Auch die Kleinsten wissen sich also schon zu helfen. Und ich bin sicher, dass auch Jungs und Mädels ihre "Problemzonen" haben genauso wie wenn man zwei Jungs hat. Allerdings muss ich auch ehrlich zugeben, dass unsere beiden Mädels vom Charakter her auch Jungs hätten sein können.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute für Deinen neuen Job und für Eure zukünftige Familienplanung. Und bis sich der Nachwuchs dann tatsächlich ankündigt könnt Ihr noch ein bisschen Planen, wie ihr die Wohnung umgestaltet, wie das Kinderzimmer tapeziert und eingerichtet wird und darüber redet, wer nachts aufsteht, wenn das Kind schreit, wer die Windeln wechselt und wer das Kind herumträgt und beruhigt, falls es eine Schreiphase hat. Nicht immer alles roasrot zu sehen ist manchmal ganz hilfreich wenn´s dann wirklich soweit ist.

Also, ich wünsch Dir eine schöne Zeit und alles Gute für Euch drei, vier, fünf ....????

Diana mit Leonie (fast 3) und Letizia (gerade 1)

Beitrag von amelily 19.08.07 - 15:16 Uhr

Hallo Kati,

ich war vor etwas über 2 Jahren in genau Deiner Situation.

Habe den Kinderwunsch dann noch solange rausgeschoben, bis ich den Job hatte und dann die Pille abgesetzt.

Allerdings mit einem genauen Konzept im Hinterkopf.

Als ich dann (ziemlich schnell) schwanger wurde, war mein Chef natürlich nicht begeistert (logisch, wenns nach den Chefs ginge wäre die Menschheit schon ausgestorben).

Ich habe ihm dann sehr schnell von der Schwangerschaft erzählt und einen Plan vorgelegt, wie ich direkt nach dem Mutterschutz wieder einsteigen kann.

Fürs 1.LJ meines Sohnes mit 30 Stunden (ok, es waren im Endeffekt doch mehr) und danach wieder voll.

Bei uns ging das durch die Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes.

Allerdings war ich wirklich die ganze Schwangerschaft mit organisieren für den Heimarbeitsplatz, durchackern von Studien zu Heimarbeitsplätzen etc. beschäftigt.

Aber das Engagement hat sich ausgezahlt und es hat funktioniert.

Mittlerweile bin ich mit Nr.2 schwanger und jetzt bleibt mein Mann erstmal 1 Jahr zuhause.

Vielleicht wäre das ja für euch auch eine Option? Warum soll immer nur die Frau karrieretechnisch zurückstecken?

LG
Amelie

Beitrag von winnergirlie 19.08.07 - 15:25 Uhr

Hallo,

bei mir wird es wohl auch so, dass mein Mann zu Hause bleibt, wenn wir ein Kind haben (wir sind jetzt im 2. ÜZ), da ich mehr verdiene als er.

Ich weiß, wir sind damit eine Ausnahme (zumal wir in einer Kleinstadt wohnen, wo alles kritisch von Nachbarn usw. beäugt wird), aber ich bin zuversichtlich, dass es trotzdem klappt! Zumal ich zum Glück meine Arbeitszeiten sehr flexibel einteilen kann.

Liebe Grüße :-)