Möchte meine Freundin unterstützen

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von resca 19.08.07 - 16:28 Uhr

Hi zusammen,

eine gute Freundin von mir hat letzte Woche erfahren, dass es mit ihrem Babywunsch wohl nicht auf natürlichem Wege klappen wird. Sie ist 34, hat nur einen Eileiter, der ist aber funktionstüchtig. Sie hat auch ein Schilddrüsenproblem, das lässt sich aber mit Medikamenten regulieren. Das eigentliche "Problem" liegt wohl an ihrem Partner. Soweit ich verstanden habe, hat er keine beweglichen Spermien. Nun sind beide erstmal geschockt, wollen aber nicht aufgeben. Ich würde sie gerne unterstützen, kenne mich aber leider nicht aus. Ihr erstes Beratungsgespräch haben sie erst Ende des Monats. Ich würde gerne wissen, was jetzt auf die beiden zukommt. Kann man mit unbeweglichen Spermien überhaupt was anfangen oder kommt ihr Partner nicht als Vater in Frage?

Danke für eure Antworten,

LG, resca

Beitrag von stephanietk 19.08.07 - 18:42 Uhr

Hallo Resca,

ich finde es toll, dass du dir so viele Gedanken machst, um deiner Freundin zu helfen.

Also wenn die Spermien recht schlecht sind, wird ggf. eine künstliche Befruchtung erforderlich sein, wobei die Spermien direkt in die Eizelle injetziert werden. Das nennt man ICSI.

Sollten die Spermien auch dafür zu schlecht sein, müsste vorab einen Hodenbiopsie durchgeführt werden, wobei die Spermien direkt aus dem Hoden entnommen werden.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

LG
Stephanie
#stern

Beitrag von resca 19.08.07 - 22:48 Uhr

Hallo Stephanie,

danke für deine Antwort. Um eine künstliche Befruchtung kommen die beiden nicht herum. Der Arzt meinte letztes Mal, das sei sehr zeitaufwendig. Nun hat meine Freundin Angst, dass sich das nicht mit ihrer Arbeit vereinbaren lässt oder ihr Boss, ihr sogar Steine in den Weg legt. Ich habe ihr geraten, sich ihrem Chef anzuvertrauen. Wir arbeiten beide bei der gleichen Firma und ich halte ihren Chef für sehr diskret, entgegenkommend und verständnisvoll.

Ausserdem würde ich ihr gerne Mut machen und mich auch ein bisschen in die Materie einarbeiten, denn im Moment habe ich keinen Schimmer um was es bei ICSI etc. (durch deine Antwort weiss ich es jetzt) geht.

Mir ist auch nicht klar, ob die unbeweglichen Spermien eines Mannes für eine Befruchtung geeignet sind.

Es tut mir so leid für beide. Ich selbst bin in der 34. Woche schwanger und fühle mich schlecht in ihrer Gegenwart, obschon sie mir versichert hat, dass es ihr nichts ausmacht mit Schwangeren umzugehen. Jetzt vielleicht noch nicht, aber ich habe Angst dass der Kontakt abbricht, sobald unser Wurm da ist. Einerseits könnte ich es ja verstehen. Wie empfindest du andere Schwangere denn?

LG, resca