Welche Verhütung nach Geburt? Pflaster-3 ms? hoffe auf viele antworten

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Forum: Verhütung

Pille, Kondom oder doch Spirale? Im Laufe der Jahre probieren die meisten Frauen verschiedene Methoden der Verhütung aus. Da tauchen eine Menge Fragen auf, für die hier der Raum ist. Übrigens: Medikamente und Verhütungsmittel dürfen bei uns nicht weitergegeben werden.

Beitrag von tinimausi 19.08.07 - 18:24 Uhr

Hallo,

mich beschäftigt seit längerem schon, die Verhütung nach der Geburt.

Ich wollte mir im Februar die 3 Monatsspritze geben lassen, aber ende Januar habe ich erfahren das ich schwanger bin, da das Kondom geplatzt sein muss, somit war das hinfällig.

Das Kind war also nicht geplant von mir und meinem Schatz, sind aber dennoch froh darüber.

Jetzt hab ich natürlich immer die Panik wenn ich dran denke, wie es nach der Geburt unseres Kindes mit der Verhütung klappen soll.
Der Gedanke nur mit Kondomen zu verhüten, bereitet mir schon grauen, schließlich trag ich jetzt unser Kind im bauch, vom verhüten mit Kondom. Und wir haben beide gesagt das wir erst in 3 bis 4 jahren an einem geschwisterchen arbeiten wollen, auf keinen fall früher.

Ich möchte gern stillen und jetzt hab ich fragen, bezüglich dem Pflaster und der 3 Monatsspritze.

Ab wann kann man sie nehmen, nach der geburt?
Muss vorher die Periode wieder einsetzen, oder geht es auch schon nach dem Wochenfluss?
Verträgt sich das auch mit dem Stillen?
Was würde es sonst noch für sichere Methoden geben, falls es sich nicht verträgt mit dem stillen?

Der Spirale vertrau ich nicht, da meine Mutter mit der Spirale schwanger geworden ist!
Und würde schon gern eine Verhütungsmethode bevorzugen, wo ich nicht jeden Tag dran denken muss sie zu nehmen (pille)!

Ich danke euch für eure Antworten.

Ganz liebe grüsse

Tini (34. ssw)

Beitrag von silbermond65 19.08.07 - 21:54 Uhr

Hallo!
Wenn du mit den ganzen Nebenwirkungen zurecht kommst,die diese verhütungsmethoden mit sich bringen,könntest du die Stillpille Cerazette und die 3Monatsspritze nehmen.
Nachdem ich nach beidem mal gegoogelt habe und hier im Forum so einiges gelesen habe,hab ich von beidem meine Finger gelassen.
Spirale wär da wohl noch ne Möglichkeit oder Leadirekt (ähnlich wie ein Diaphragma,muß aber nicht angepaßt werden).

LG

Beitrag von pueppi142 20.08.07 - 12:43 Uhr

liebe tini,
wenn ihr so lange mit dem geschwisterchen warten möchtet, erkundige dich doch mal bei deinem fa nach dem implanon, ein stäbchen, was in den oberarm implantiert wird und kontinuierlich hormone abgibt! dort kann es drei jahre verbleiben, bevor es ausgetauscht werden muss!
alles liebe für dich und dein baby und eine tolle geburt,
patricia #klee

Beitrag von karbolmaeuschen 20.08.07 - 17:56 Uhr

Liebe Tini!

Es gibt eine Menge Verhütungsmöglichkeiten wenn Du stillst!

1) Mechanisch

Kondome sind ein geeignetes Verhütungsmittel während der Stillzeit - auch wenn es für einige ungewohnt sein mag. Sie lassen sich sofort nach der Geburt anwenden und haben auch keinen Einfluss auf die Muttermilch.

Nach der Wochenbettphase eignen sich auch andere Barrieremethoden, beispielsweise Diaphragma, Portiokappe oder das Lea Contrazeptivum. Frauen, die schon vor der Geburt ein Diaphragma verwendet haben, sollten es neu anpassen lassen, weil sich die Größe ändern kann. Die Kontrolluntersuchung sechs Wochen nach der Geburt ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür.

Viele Frauen lassen sich sechs Wochen nach der Geburt eine Spirale einsetzen.

2) Hormonell

Manchen Frauen ist der Gedanke an einen Fremdkörper in Scheide und Gebärmutter unangenehm. Reine Gestagenpräparate ohne Östrogen sind eine Alternative. Im Gegensatz zu den Kombinationspillen beeinflussen östrogenfreie Präparate weder Fluss noch Qualität der Milch. Es konnte auch gezeigt werden, dass Gestagene keine Auswirkungen auf das Wachstum des Kindes haben.

Zu den reinen Gestagenpräparaten zählen neue Minipille, Minipille, Dreimonatsspritze, Verhütungsstäbchen und Hormonspirale. Im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen treten weniger Blutungsstörungen auf. Der Vorteil gegenüber oral zugeführten Pillen oder Depotpräparaten in Spritzenform ist, dass die Hormonspiegel gleichmäßig niedrig liegen.

3) Natürlich

Natürliche Verhütungsmethoden wie die Temperaturmessung sind in der Stillzeit nicht unbedingt sicher. Bei den meisten Frauen gerät der Schlafrhythmus so weit durcheinander, dass die Aussagekraft der morgendlichen Aufwachtemperatur viel zu gering ist. Ohnehin sind Verhütungsmethoden, die an Regelmäßigkeit gebunden sind und Selbstdisziplin erfordern, in dieser Zeit schwer durchzuhalten - Stillen, Zuwendung für das Kind und die familiäre Neuorientierung erfordern nämlich einen ziemlichen Kraftakt.

Das Stillen bietet einen guten Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft. Es müssen hierbei aber einige "Regeln beachtet werden:
LAM (Laktationsamenorrhö-Methode) gilt als sichere Methode, wenn die Frau ab dem 56. Tag nach der Geburt noch keine Periode hatte und die Geburt nicht länger als 6 Monate zurückliegt. Es muss tagsüber mindestens alle 4 Stunden gestillt werden und nachts darf der Stillabstand nicht größer als 6 Stunden sein.

Bei Studien wurde eine Sicherheit von mehr als 98% festgestellt (Pearl Index 2), wenn die oben genannten Kriterien zutreffen.

4) Sterilisation

Manche Paare sind sich nach der Geburt sicher, dass die Familienplanung abgeschlossen ist und keine weiteren Schwangerschaften folgen sollen. In diesem Fall kann sich einer der Partner sterilisieren lassen. Bei Männern lässt sich der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie durchführen, Frauen brauchen dagegen eine Vollnarkose, weil die Eileiterdurchgängigkeit per Bauchspiegelung unterbrochen wird.

Eine Sterilisation ist auch direkt nach einer Geburt möglich. Durch einen kleinen Schnitt am Bauchnabel werden die Eileiter größtenteils entfernt. Sollte ein Kaiserschnitt geplant sein, lässt sich die Sterilisation auch während des Eingriffs durchführen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt unbedingt schon zu Beginn der Schwangerschaft informieren.

(Artikel von Dr. med. Katharina Larisch)

Über die Sicherheit der NFP gibt es jetzt eine Langzeitstudie der Universitätsklinik Heidelberg wo der Pearl Index der NFP zwischen 0,4-0,6 liegt. Das ist besser als die Pille, die bei 0,6- 0.8 liegt.

Es gab es im Februar einen artikel in der "Welt"
http://www.welt.de/wissenschaft/article728068/Natu...le.html


Habe selbst voll gestillt und während der Stillzeit mit LAM und der Zervixschleimmethode verhütet, die ich auch schon vor der SS angewendet habe.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lactational_Amenorrhea_Method

Gruß Silke
exam. Krankenschwester