Elterngeld! Was haltet Ihr davon?

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Beitrag von sommer2004 19.08.07 - 21:40 Uhr

Hallo,

hab mal ne allgemeine Frage:

Was haltet ihr denn so im allgemeinen von dem neuen Elterngeld? Speziell diejenigen, die berufstätig sind mit Kinderwunsch und Mamis, die schon Kinder haben und wo noch ein weiteres geplant ist.

Ich selbst findes es klasse. Das ist auch der ausschlaggebende Grund, weshalb mein Freund und ich uns entschieden haben, noch ein zweites Kind zu wollen. Finanziell wäre es nämlich nicht möglich gewesen, ohne dem neuen Elterngeld. Da ich 12 Monate nach der Geburt unserer Tochter wieder in teilzeit arbeiten gegangen bin, verdiene ich ganz gut und das ist ja die Grundlage für das Elterngeld.

Mich würde mal Eure Meinung interessieren.

Viele Grüße
Cindy

Beitrag von westbabe 19.08.07 - 22:07 Uhr

Im Prinzip find ich die Sache supi, nur find ich unlogisch, das die Leute die schon genug verdienen auch mehr bekommen, als jemand der nur gering verdient, gerade bei den haperts dann meist noch an ein weiteres kind zu denken... Dabei beschweren die sich doch,m das es immer weniger kinder gibt.

Wobei wenn ich hier lese, kommt es mir gar nicht so wenig vor ;-)

Beitrag von janamaus20 19.08.07 - 22:16 Uhr

#pro der meinung bin ich auch;-)

Beitrag von emmy06 19.08.07 - 22:32 Uhr

Hallo....

das ist garnicht unlogisch, denn EG richtet sich an genau solche Leute, die arbeiten und Geld (bzw. mehr als andere) verdienen. Denn diese haben vorher des Jobs usw auf Kinder verzichtet. Genau für diese Zielgruppe wurde EG eingerichtet.

Den Sockelbetrag von 300€ bekommt jeder!!! Dazu noch 154€ Kindergeld....
Das nenn ich nicht grad wenig... und dieser Fakt sollte nicht vergessen werden.


LG Yvonne

Beitrag von westbabe 19.08.07 - 22:37 Uhr

naja jeder denkt da eben anders, klar ist es für die mehrverdiener besser, aber ich meine ich find es eben ein wenig naja, wie ich schon geschrieben hab, es ist ja vom erziehungsgeld zum eltergeld weniger geworden, wie alles weniger und teurer wird, nur der arbeitslohn der bleibt wie soll man denn da nach deren Wunsch mehr Kinder füttern. Ich mein es auch nicht für mich sondern allgemein.

Aber da ist ja jedem seine Meinung

Beitrag von seikon 19.08.07 - 22:46 Uhr

Ich finde das Elterngeld risengrosse Verarsche.
Erst mal bekommt man ja keine 12 Monate Elterngeld, sondern nur 10 Monate. Weil man ja die ersten 8 Wochen nach der Geburt noch im Mutterschutz ist.

Dann gibt es ja für Kinder ab dem 1. Lebensjahr viel zu wenige Betreuungsangebote. Das heisst, für viele Mütter besteht gar keine Möglichkeit nach dem 1 Jahr wieder zu arbeiten.

Damit werden in Deutschland auch nicht mehr Kinder geboren. Eltern, die sich ohne Elterngeld gegen ein Kind entscheiden, finde ich eher armselig. Ich bin eh der Meinung, dass eine Mutter die ersten 3 Jahre für das Kind zuhause bleiben sollte. Die deutsche Gesellschaft ist eh schon egoistisch genug. Was soll denn aus Kindern werden, deren Eltern ihnen den Egoismus vorleben? Und wenn eine Mutter gleich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen will, um sich selbst zu verwirklichen, und das Kind lieber in eine Kita abschiebt, dann finde ich das egoistisch.

Beitrag von emmy06 19.08.07 - 22:54 Uhr

Das EG kann auf 24 Monate gesplittet werden und im 3. Jahr gibt es je nach Bundesland noch das Landeserziehungsgeld.

Mutterschaftsgeld ist eine Lohnersatzleistung und hat Vorrang vor dem EG, zudem ist es in der Regel ja mehr als das EG.
Frauen, die keinen Verdienst hatten, erhalten 12 Monate EG und zwar auch im Mutterschutz.

Jetzt erhält JEDER Elterngeld, beim Erziehungsgeld war es abhängig vom Verdienst des Partners, viele haben da schon kein Geld bekommen, selbst wenn es nur wenige Euro über der Grenze lag.

3 Jahre zu Hause zu bleiben ist leider LUXUS den man sich leisten können muss.
Nicht alle Kinder werden in KITA usw abgeschoben, nur weil Mama nach 12 Monaten wieder arbeiten geht.... Das ist wohl etwas übertrieben. Mitb Organisation und Planung kann man da vieles regeln...

Beitrag von sommer2004 20.08.07 - 08:25 Uhr

Es ist heutzutage in sehr vielen Fällen gar nicht mehr möglich, von einem Hauptverdiener zu leben, noch dazu, wenn man mehrere Kinder hat. Meiner Meinung nach, ist man auf ein zweites Gehalt oftmals angewiesen, um einfach über die Runden zu kommen. Die Familien, die sich das leisten können, haben sehr viel Glück und ich finde es auch ok, wenn eine Mutter sich dafür entscheidet, 3 Jahre zuhause zu bleiben.

Dennoch muss man die Meinung anderer Frauen akzeptieren, die sich nach einem Jahr wieder dafür entscheiden, arbeiten zu gehen. (ob es finanzielle oder andere Gründe sind, vollkommen egal.)

In unserem Fall zum Beispiel, wäre es gar nicht möglich gewesen, an ein zweites Kind zu denken (ohne Elterngeld). Da mein Freund schon zwei Kinder (10 und 12 Jahre) hat und für diese beiden auch noch Unterhalt zahlen muss. Das ist sehr viel Geld, was man immer mit berücksichtigen muss. Da ich wieder arbeiten gehe (meine Tochter war ein Jahr), und recht gut verdiene, würde bei uns das Elterngeld sehr gut ausfallen und somit können wir uns noch ein 2. bzw 4. Kind (für meinen Freund) leisten. Man darf heutzutage den finanziellen Aspekt nicht außer Acht lassen.

Ich finde es unmöglich, wenn man in der heutigen Zeit noch Frauen den Vorwurf macht, trotz Kind arbeiten zu gehen. Zumal man als Frau dann ebenfalls in die Steuerkassen einzahlt und das der allgemeinen Wirtschaft wieder zugute kommt.

Beitrag von powerranger 20.08.07 - 14:41 Uhr

Sehe ich genauso, leider #schmoll


Ich finde auch, das wir veräppelt wurden :-(


Aber ich bekomm eh keins, also daher #cool

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 10:59 Uhr

"der arbeitslohn der bleibt wie soll man denn da nach deren Wunsch mehr Kinder füttern. Ich mein es auch nicht für mich sondern allgemein. "

Man bekommt ja nicht auf "deren Wunsch" Kinder - und dem Staat ist nun mal mehr geholfen mit Kindern aus besserverdienenden Familien, die nicht dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind.
Ich finde es ärgerlich, dass ich über 30 % einbüßen würde, während Leute ohne Einkommen 300 Euro "geschenkt" bekommen.

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 10:57 Uhr

Nee nee, das ist Sinn der Sache - es soll ja ein Anreiz für Besserverdienende sein, ein Kind zu bekommen.

Und Menschen, die vorher berufstätig waren, haben ja im Gegensatz zu Eltern, die kein Einkommen hatten, Einbußen!

Ich finde es eher bedenklich, dass jetzt die "geschenkten" 300 Euro ein Anreiz für Familien sind, Kinder zu bekommen, die es sich eigentlich finanziell gar nicht leisten können.

Gruß,

Andrea

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 11:04 Uhr

"nur find ich unlogisch, das die Leute die schon genug verdienen auch mehr bekommen, als jemand der nur gering verdient"

Diese Leute, die besser verdienen, zahlen doch auch mehr Sozialabgaben!

Beitrag von nick71 20.08.07 - 13:42 Uhr

"Im Prinzip find ich die Sache supi, nur find ich unlogisch, das die Leute die schon genug verdienen auch mehr bekommen, als jemand der nur gering verdient, gerade bei den haperts dann meist noch an ein weiteres kind zu denken."

Das ist nicht unlogisch sondern pure Absicht. Damit will man einen Anreiz für besserverdienende Frauen schaffen, doch noch ein Kind zu bekommen.

Beitrag von lady-yuna 20.08.07 - 01:09 Uhr

Ich finde das echt klasse

Beitrag von anne82 20.08.07 - 10:26 Uhr

Hallo

ich bin im Moment noch im Erziehungsurlaub und bekomme daher nur 1 JAhr lang 300 Euro. Ich finde das nicht so toll, weil ich ja vor meinem 1. Kind Vollzeit gearbeitet habe. Ich finde, es sollte in so einem Fall das bisherige GEhalt, zumindest zum Teil, mit eingerechnet werden.

LG

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 11:02 Uhr

Und auf welcher Grundlage? Sollte Deiner Meinung nach jeder, der irgendwann mal Geld verdient hat, auf dieser Basis auch das Elterngeld berechnet bekommen?

Ich sehe das anders - abgesehen von den Fällen, wo es den Sockelbetrag gibt - ist das EG eine Lohnersatzleistung. Wenn Du aber 12 Monate vorher kein Einkommen hattest, dann hast Du auch durch das neue Kind keinen Verdienstausfall!

Beitrag von ichclaudia 20.08.07 - 11:08 Uhr

Ich finde es zum Beispiel ungerecht, dass wenn man im ERziehungsurlaub mit Kind 1 ist und Erziehungsgeld bezogen hat, beim 2. Kind nur den Sockelbetrag bekommt (auch wenn man vor dem Erziehungsurlaub vollzeit gearbeitet hat), aber wenn man beim 1. Kind bereits Elterngeld bezogen hat und während dessen ein 2. Kind geboren wird, erneut Elterngeld bezogen werden kann. Auf welcher Grundlage ist das denn beim 2. Kind ????
Ich denke, es wäre gerechter gewesen, wenn das auch für diejenigen gegolten hätte, die für das 1. Kind nur Erziehungsgeld bekommen haben ! und nicht nur das Elterngeld

Verstehst du, was ich meine ?

Beitrag von anne82 20.08.07 - 20:59 Uhr

#pro genau so seh ihc das auch.

Beitrag von tabea33 20.08.07 - 18:26 Uhr

Hallo Anne,

ich habe viele Bekannte, die nach dem ersten Kind bewusst nochmal ein Jahr arbeiten gegangen sind, um sich einen Elterngeldanspruch zu erwirtschaften. Du bist doch noch jung, wäre das nicht auch gegangen?

Du hast dich dagegen entschieden, denn die Regelungen zum Elterngeld waren ja eine ganze Zeit vor 2007 schon bekannt. Also musst du es jetzt auch hinnehmen.

Gruß Tabea

Beitrag von anne82 20.08.07 - 21:01 Uhr

Mir war aber ein geringer Altersunterschied zwischen meinen Kindern wichtig. Und wenn der Altersunterschied größer gewesen wäre hätte ich kein 2. Kind gewollt.

GLG

Beitrag von talisker73 20.08.07 - 10:27 Uhr

Die neue Regelung mit dem Elterngeld finde ich prima. Wer im Laufe seines Berufslebens ein hohes Einkommen hat, zahlt ja auch mehr in die Sozialkassen ein. Da ist es doch nur gerecht, in der Elternzeit auch mehr Geld zu bekommen. Und - wie schon in vorherigen Postings geschrieben - Den Sockelbetrag von 300 Euro bekommt jeder.

Beitrag von baby1997 20.08.07 - 11:15 Uhr

Hallo!

Vom Prinzip her finde ich das Elterngeld gut. Auch wenn wir persönlich zu den Verlierern gehören, aber doch eigentlich zur Zielgruppe;-) (bin Studentin). Wir sind leider durchs Raster geflogen, aber egal.

Gruß Christiane

P.S. Das einzige was immernoch fehlt, sind genug Betreuungsangebot, die auch bezahlbar sind.

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 12:10 Uhr

"Auch wenn wir persönlich zu den Verlierern gehören, aber doch eigentlich zur Zielgruppe (bin Studentin). Wir sind leider durchs Raster geflogen, aber egal. "

Warum Verlierer? Noch bekommt Ihr doch das EG auch ohne vorheriges eigenes Einkommen und zur "Zielgruppe" gehört Ihr dann nach dem Studium, wart halt bischen schnell!

Beitrag von baby1997 20.08.07 - 12:50 Uhr

Verlierer weil wir beim alten Erziehungsgeld 2 Jahre 300 Euro bekommen hätten.

Später wollte ich meine Kinder nicht bekommen (hab spät angefangen zu studieren), aber das ist natürlich meine eigene Entscheidung, obwohl ich allgemein finde es gibt mehr Vorteile, die Kinder während des Studiums zu bekommen als danach, und da wäre das Erziehungsgeld vorteilhafter.

Gruß Christiane

Beitrag von klau_die 20.08.07 - 12:51 Uhr

Ja okay, verglichen mit dem Erziehungsgeld, klar.
Das war mir jetzt entgangen.

LG

Andrea

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