Kennt jemand das Krankenhaus in Speyer?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kleinmausi25 19.08.07 - 23:38 Uhr

Hallo,

Das ist eine Frage wegen der Zukunft. Ich habe im Januar ein Kind bekommen, daß nicht mehr versorgt wurde. Es wurde in Kinderklinik behalten, weil die Ärztin sagte, "Wir streben ein Gewicht von 2500g an".
Nun mache ich mir Gedanken, was ich mache wenn das wieder passiert, daß das Kind nicht mehr versorgt wird, also beim nächsten KInd. Gehe ich wieder ins gleiche Krankenhaus, oder fahre ich einige Kilometer weiter nach Speyer? Aber wenn das Kind auch dort länger bleiben muß als unbedingt nötig, wie soll ich das auf die Entfernung machen?
War zufällig jemand in dem Krankenhaus? Machen die auch die Entlassung vom Gewicht abhängig? Oder kann man das Kind mitnehmen, wenn es körperlich in der Verfassung ist ohne ärztliche Betreuung zu sein?
Eigentlich dumm sich darüber Gedanken zu machen, da ich noch nicht mal schwanger bin, aber irgendwie beschäftigt mich das zur Zeit.

Liebe Grüße
Kleinmausi25

Beitrag von dependra 20.08.07 - 11:59 Uhr

Hallo kleinmausi25!

Mein Sohn Elias wurde in Speyer auf der Kinderintensiv behandelt. Bei ihm wurde ein Gewicht von 2200g angestrebt. Die Ärzte dort machen es aber eher von der körperlichen verfassung abhängig. Da mein kleiner leider eine Infektion und eine Trinkschwäche hatte wurde er erst mit 2610g entlassen. Aus eigener erfahrung kann ich sagen das die kleinen dort sehr gut aufgehoben sind. Im übrigen besteht die möglichkeit sich dort als Begleitperson aufzuhalten. Muss man dann aber für sich selber entscheiden.

GLG Jassy

Beitrag von hermiene 21.08.07 - 22:09 Uhr

Hi!

Hatte Dein Schatz denn sonst noch ein Problem??? Wie war das Geburtsgewicht???

Je nach Klinik dürfen auch Kinder mit 1800g und 5 Wochen vor ET auf die normale Wöchnerinnenstation und werden dann genau beobachtet wie sie zunehmen. Ist die Gewichtszunahme gut können sie meist nach 5-7 Tage mit der Mama heim. Während andere Kliniken Kinder unter 2500g routinemäßig in die Kinderklink nehmen und auch bei 400g Frühchen ein Entlassungsgewicht von mind 2500g anstreben (total unsinnig bei dem Geburtsgewicht).

Wenn Dein erstes Kind eigentlich nix hatte außer zu weing Gewicht würde ich einfach in der Gynäkologie fragen ab wann die Kinderklinik hinzu gezogen wird. Ansonsten wirklich gezielt in den Kinderkliniken nachfragen (wäre Lautern noch was)????

Ich persönlich würde mein Kind mit heim nehmen wenn es gut trinkt mit heim nehmen - geht aber evtl nur gegen ärztl. Rat und ne gute Hebamme ist dann sinnvoll.

LG,
Hermiene

Beitrag von kleinmausi25 21.08.07 - 23:38 Uhr

Hallo,

Das Gute an dem Krankenhaus war ja, daß die Kinderklinik angebaut ist. D.h. für zu unserm Schatz mußte ich eigentlich nur die Treppen hoch. Aber gerade in der ersten Zeit wo doch noch Schmerzen von Schnitt sind, hätte ich mein Kind gerne bei mir gehabt.
Während ich zugenäht wurde, hat der Kinderarzt kurz in OP geschaut und gesagt, "Kind geht es gut, Sie atmet. Kommt jetzt in Kinderklinik" Nachdem sie als sie auf die Welt kam erst mal weder geatmet noch geschrieen hat, war das schon gut. Die Hebamme brachte sie mir Ganz kurz rein "Hier ist Mama, hier ist Baby und nun gehen wir in Kinderklinik"
Sie wog bei der Geburt 2200g. Laut operierender Ärztin hatte sie Nabelschnur um Hals, und das Fruchtwasser war schon grün, was vermutlich aus dem Stress bei mehrmals eingeleiteter Geburt resultiert (und dabei hatte die Kleine bei der ersten Einleitung schon Herztöne um die 80)
Seltsamerweise bekam sie in Kinderklinik Sauersoffschlauch in Nase (obwohl sie laut Arzt selbst atmet) und Infusionen (obwohl sie so wie ich gesagt bekam, einen "ordentlichen Zug drauf hat")
Es kamen im Prinzip keine Komplikationen, ausser das sie Probleme hatte mit der Temperatur. Ich denke mir aber, daß das zu Hause auch lösbar gewesen wäre.
Lautern ist mir dann doch zu weit, Speyer ist zwar auch ein Stück weg, aber wäre noch denkbar.
Ich denke mir nur, wenn ich jetzt ein 2. Kind bekomme, wie soll ich das machen mit Kind zu Hause, Kind im Krankenhaus, Haushalt und genug Ruhe zum Stillen. Daher würde ich schon gerne mit Kind aus Krankenhaus gehen und nicht so wie bei unserer Tochter.
Meine Mutter hatte sich vor über 14 Jahren schon über die Kinderklinik aufgeregt, weil sie die Kinder länger als nötig drin lassen. Ich hätte es ja wissen müssen, war aber das nächste Krankenhaus das Kinderklinik dabei hat.

Liebe Grüße
Kleinmausi25 + Dorinja (29.1.07 - kam aber erst am 15.2.07 aus Kinderklinik)

Beitrag von hermiene 22.08.07 - 11:01 Uhr

Hi!

Suaerstoff brauchen manche Kinder auch obwohl sie selbstständig atmen, das würde natürlich nen Kinderklinikaufenthalt rechtfertigen. EIne Infusion haben anfangs alle Kinder in der Kinderklinik damit man nen sicheren Zugang hat und grade wenn sie Suaerstoff brauchte kann sie sich ja auch nch verschlechtern. Aber das Gewicht ist natürlich kein Grund für die Kinderklinik. Aber wenn die Zeit vor Geburt so stressig war gibt es ja wirklich keinen Grund, dass es beim nächsten wieder so sein muß. Da würde ich wahrscheinlich eher nach Speyer gehen - in der Hoffnung, dass die nicht so schnell in die Kinderklinik legen (der Kinderarzt ist ja auch fix im Kinderzimmer wenn nötig) und dort bist auch nich offen für alles. Während Du in der anderen Klinik ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hast und wenig Vertrauen da ist.
Sollte es zu einem Kinderklinikaufenthalt kommen steht Dir ne Haushaltshilfe/ Familienpflegerin zu, dann hast Du Entlastung bzw kann der Papa/ Oma/ Freundin das auch machen und bekommt dann Geld von der Krankenkasse. Da würde ich mich (wenn Du wieder schwanger bist) einfach frühzeitig informieren - die Bescheinigungbekommst Du vom Frauenarzt.

Es ist ja zum Glück garnicht gesagt dass es wieder so kommen muß - deswegen "einfach" positiv denken ;-) Du wirst garantiert die richtige ENtscheidung treffen, denn man lernt doch enomr von Kind zu Kind sich durch zu setzen.

LG,
Hermiene