Gewichtszunahme beim vollgestillten Baby! (3 Monate alt)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von jessi777 20.08.07 - 01:29 Uhr

An alle Mamis hier im Forum!

Mein Sohn nimmt laut Kinderärztin zu wenig zu.

Sein Geburtsgewicht betrug 3050 g (52 cm lang, Kopfumfang 33 cm).

In den ersten 6 Lebenswochen hat er insgesamt 1730 g zugenommen, was ja ausgesprochen super war. Doch seitdem hat er nur 600 g zugenommen, jetzt ist er 13 Wochen alt.

Ich stille ihn voll, habe auch nicht zu wenig Milch denke ich. Er will einfach nicht mehr trinken. Er ist aber rundum glücklich und abgesehen von seiner mangelnden Gewichtszunahme in den letzten Wochen ist er prima entwickelt und immer gut drauf. Er ist sehr brav und schläft nachts bereits 8-9 Stunden durch. Er kommt täglich auf ca 5-6 Mahlzeiten.

Ich weiß nicht was ich tun soll, möchte noch nicht zufüttern.

Wenn man in mit dieser Gewichtskurve vergleicht, liegt er im Mittelfeld, ausgehend vom Geburtsgewicht.

Kann es sein, dass er einfach einen anderen Rythmus beim Zunehmen hat, als der Durchschnitt? Oder mach ich was falsch beim Stillen?

Was glaubt ihr? Nimmt er zu wenig zu?
Wie ist das bei euren Babies?
Habt ihr Tipps wie ich ihm helfen kann mehr zu trinken?

Hoffe auf Hilfe und viele Antworten!

Danke sehr,
Jessica

Beitrag von kati_n22 20.08.07 - 07:22 Uhr

Dein Baby sollte so um die 100g/Woche zunehmen. Das hat er die letzten Wochen nicht getan, dafür aber davor umso mehr.

Ich würde noch nicht zufüttern, gerade weil bei Dir die Gewichtszunahme anfangs total ÜBER der Norm war. Trotzdem solltest Du die Gewichtsentwicklung nun im Auge haben.
Mein Tip:
Besorg Dir kompetente Hilfe, in Form einer wirklich kompetenten Hebamme(nicht alle sind in dem thema fit!) oder Stillberaterin(www.lalecheliga.de oder www.afs-stillen.de). Optimalerweise kann diese Person dann dein Baby alle 1-2 Wochen wiegen. Alternativ kannst Du sonst eine Babywaage aus der Apotheke leihen. Du hast während deiner ganzen Stillzeit übrigens anspruch auf Hebammenbetreuung, das übernimmt die Krankenkasse!
Biete deinem Kind öfter mal die Brust an, auch wenn er nicht danach verlangt. Manche trinken dadurch nicht nur mehr, häufiges trinken erhöht auch den Fettgehalt der Milch ;-)

LG
Kati

Beitrag von trixi1708 20.08.07 - 07:55 Uhr

Hallo mein kleiner hatte bei der U4 (genau 4 monate alt) 6355gr, auch nicht viel, aber die kleinen nehmen ja in "schüben" zu und vielleicht ist deiner so wie mein kleiner zu der zeit gerade mehr gewachsen und hat die Energie dafür gebraucht, so wars bei uns.
Er hatte nämlich 67 cm, lag in der bmi kurve bei p3 also GANZ unten, aber bei der gewichtskurve in der mitte, also mache ich mir keine sorgen mehr.
wenn dein kleiner sonst fit und gut gelaunt ist....
ich würde beobachten, und ggf. eine 2 meinung einholen, manche kiä halten im allgemeinen nichts vom stillen!!!

Beitrag von kakadu06 20.08.07 - 08:46 Uhr

Hallo,
ob dein Kind gut gedeiht, kannst du v.a. an den folgenden Punkten festmachen:
mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.).
o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal)
o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme),
o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut,
o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs
o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen.

wie die anderen bereits geschrieben haben, nehmen die Kleine in Schüben zu, also keine Panik.

Falls er einen Schnuller hat, würd ich den ne Weile weglassen, da er dann sein Saugbedürfnis dann an der Brust stillt und damit notgedrungen doch zumindest ein wenig trinkt. Biete ihm die Brust einfach öfter, wenn er nicht will okay.

Kannst du eine Saugverwirrung ausschließen?

Die genannt Inet seiten, sind der richtige wEg

Lg

Beitrag von mitzl 20.08.07 - 09:36 Uhr

Hallo Jessica,

ich würde überhaupt nichts zufüttern. Denn Du beantwortest Deine Frage schon selbst:

- er will nicht mehr trinken als er schon tut,
- er ist prima entwickelt
- er ist rundum gesund und
- liegt mit seiner Gewichtszunahme im Mittelfeld.

Es läuft alles rund, mach Dir keine Sorgen!
Manche Babies wurden im letzten Schwangerschaftsdrittel unbemerkterweise ein bißchen weniger von der Plazenta versorgt und legen das alles in den ersten Wochen schubweise zu. Danach pendeln sie sich in eine normale oder sogar Gewichtszunahme ein, weil sie dieses Tempo ja nicht beibehalten könnten. Die Mütter machen sich aber Sorgen, weil sich die Kurve plötzlich verändert. Die Sorge ist unnötig. Stell Dir mal vor, Dein Sohn würde diese rasante Zunahme beibehalten - er würde zum Buddha-Bomber! ;-)

An Deiner Stelle würde ich einfach nach Bedarf weiterstillen und überhaupt nichts ändern. :-)

LG Mitzl :-)

Beitrag von inesita 20.08.07 - 12:03 Uhr

Mach dich nicht verrückt damit! Sobald ein Baby außer der Norm ist, dann hat es ein Problem. Aber ich denke, wichtig ist, dass das Baby sich prächtig entwickelt und zufrieden ist! Ich habe auch ein Leichtgewicht (na ja, jetzt nicht mehr so) aber er war auch immer ganz unten (was Gewicht angeht). Aber unsere KÄ hatte nie was gesagt.

Vergiss das mit Zufüttern!


Ines (die sich nie Gedanken über das Gewicht meines Kindes gemacht hat!)