ADHS Kann-Kind soll auf Förderschule

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 08:21 Uhr

Felix, fast 5 Jahre, ADHS´ler, seit 6 Monaten ohne Medis, soll nächstes Jahr als Kann-Kind in die Schule, da er die "Inteligenz" dafür hat. Er soll allerdings auf die Förderschule, da das Sozialverhalten und die emotionale Inteligenz, noch nicht richtig ausgbildet ist. Die Kindergärtnerin meint in einer 25-33ér Klasse geht er unter.

Prognose der Kigä: Nach ein od. zwei Jahren Überstellung in die Regelschule

Was haltet Ihr davon ???

Ich schaue mir diese Woche erst einmal eine Förderschule an, da ich mir da noch nicht drunter vorstellen kann.

Freue mich über Antworten.

Andrea

Beitrag von nisiho 20.08.07 - 11:02 Uhr

Hallo Andrea!

Bei uns gibt es Grundschulen, die speziellen Förderunterricht anbieten. Soweit ich weiß, ist es eher selten, daß Kinder von einer Förderschule auf eine Regelschule wechseln. Wann wird Dein Sohn denn 6? Warum schickst Du ihn schon nächstes Jahr in die Schule?

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 11:11 Uhr

1.)Im letzten Jahr sind wohl 3 Kinder von der Förderschule
auf´s Gymnasium und 2 auf die Realschule gekommen. Das geht wohl doch.

2.) geb. 19.September -Bis 15. August sind "Muß"-Kinder


3.)Kiga meint bis 2009 würde ihm langweilig und das bewirkt
das Gegenteil, daß er sich keine Mühe mehr gibt und stört.

Felix kann mit seinen derzeit 4 Jahren und 11 Monaten fast das halbe Einmaleins, das ganze Alphabet und kann "Seine" Worte schon lesen, Name, Nachname, Namen unserer Katzen im Impfpass, Hund, Katze, die Wochentage, u.s.w.

Andrea

Beitrag von ungeheuerlich 20.08.07 - 11:13 Uhr

Hallo,

ich halte es generell nicht gut ein Kann-Kind einzuschulen mit 6, warte bis 7.

Und wenn er ADHS hat sowieso nicht.

Lass ihm noch ein Jahr lang Zeit und schicke ihn dann auf die ganz normale Regelschule.

Wenn es dort dann nicht ohne Medis funktioniert wird er wohl welche bekommen müssen, aber auf eine Förderschule muß er nicht!

Ps. Mein Sohn war auch kann Kind ist mit 7 eingeschult worden und hat ebenfalls ADHS mit einem IQ von 145. Er bekommt Medikamente, da er den Unterricht nur gestört hat.

Lg

Kerstin mit 4 Kids

Beitrag von lena10 20.08.07 - 11:56 Uhr

Hallo Andrea,

zuerst: In welchem Bundesland wohnt ihr?

Ich unterrichte in einer Schwerpunktschule in Rheinland-Pfalz, d.h. wir sind eine "normale" Grundschule, in der beeinträchtigte Kinder (fast aller Arten) mit Hilfe von Erziehern und Integrationshelfern integriert werden. Natürlich haben wir daher bessere Fördermöglichkeiten für alle Kinder als die meisten anderen Schulen.
Wenn es so etwas bei euch gibt, fände ich es die ideale Lösung für euren Sohn! Denn: In welche "Förderschule" sollte er denn gehen? Er ist nicht geistig behindert, nicht körperlich beeinträchtigt und wahrscheinlich auch nicht besonders erziehungsschwierig. Welche Arten von Förderschulen gibt es denn bei euch noch?
Bei uns wäre er in einer Förderschule völlig fehl am Platz und würde wahrscheinlich auch gar nicht aufgenommen. Kinder, die "nur" ADHS haben, gehören im Normalfall auf eine Regelschule!

LG lena

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 12:17 Uhr

Wir wohnen in NRW und dies war nur ein Hinweis des Kindergartens. Ich habe ja auch noch Zeit.

Der Kindergarten möchte nur wissen ob er die Vorschule mitmachen soll (Mittwochs wird halt Schule "gespielt") oder ob er mit fast sieben in die Schule soll, lt. Meinung des Kiga wäre das zu spät, da er keine Langeweile haben soll.

Probleme gibt es im Sozialverhalten.

Beitrag von lena10 20.08.07 - 12:27 Uhr

Ich finde es gut, dass der Kindergarten zur Einschulung rät, denn ich erlebe oft, dass Kinder zu lange dort gehalten werden (teilweise um die Zahlen zu halten).

Lass ihn doch die Vorschule mitmachen! So hat er neue Anregungen und selbst wenn er nicht eingeschult wird, ist das doch kein Drama.

Auch in NRW (dort komme ich her) wüsste ich keine Förderschule, die für deinen Sohn geeignet wäre... Ich würde an deiner Stelle mit dem Schulleiter der zuständigen Grundschule reden und ihn darum bitten, sich das Kind anzuschauen. Allerdings jetzt noch nicht, sondern dann, wenn die Kann-Kinder ganz regulär "getestet" werden. Ich glaube nicht, dass irgendetwas gegen einen ganz normalen Schulbesuch spricht.

LG Lena

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 13:28 Uhr

Vielen Dank für deine Hilfe. Ich melde mich nochmal wenn ich etwas mehr weiss.

Andrea

Beitrag von tsae 20.08.07 - 16:39 Uhr

Hallo Lena,

ich komme aus Hessen und darf ich ich mal was Fragen,denn ich habe fast das gleiche Problem wie Andrea ,nur mein Sohn geht schon in die Schule,3. Klasse.
Er hat ADS und ein auditive Aufmerksamkeitsstörung und daraus bedingt ein LRS.Er ist miserabel in der Schule,also ich übertreibe nicht ,Deutsch + Mathe 5;sogar in Kunst ne 4.
Jetz wurde mir gesagt erstmal zurückstufen wenn es nicht besser wird,ach ja er bekommt jetzt Medis. Aber mein Kia meinte wenn alles nicht Hilft dann eine Lernförderschule.Er hat durch seine schlecht schulische Leistung jetzt auch schon Versagens- und Prüfungsängste,dafür hat er eine Verhaltenstherapie verordnet bekommen.
Wenn ich ihn zurück stufen lasse ,könnte er in eine I-Klasse gehen,was würdest du mir als Lehrerin den raten,wäre er ein Fall für eine L-Schule?

Sorry für das vielleicht durcheinander und#danke

Gruß Kati

Beitrag von lena10 20.08.07 - 19:21 Uhr

Hallo Kati,

puuh, es ist schwierig, in deinem Fall etwas zu raten, da ich das Kind ja nicht kenne.

Wenn ich es richtig verstehe, bekommt dein Sohn erst seit kurzer Zeit Medikamente, man weiß also noch nicht, inwiefern sie anschlagen, richtig?
So spontan würde ich sagen, lass das Kind erst einmal zurück stufen und auch überprüfen, ob er wirklich sonderpädagogischen Förderbedarf hat (Voraussetzung um auf eine L-Schule zu gehen bzw. um in einer I-Klasse speziell gefördert zu werden).
Zum einen hat er mit diesen Noten ja schon sehr große Lücken, die sich in der jetzigen Klasse wohl nicht mehr schließen lassen, zum anderen würde eine I-Klasse bestimmt optimal für ihn sein (wenn das in Hessen genauso läuft wie bei uns). Allerdings solltest du das genau mit den Lehrern besprechen, denn die kennen deinen Sohn. Und wenn er zurück gestuft werden soll, dann mach das so schnell wie möglich!

Sollte diese Maßnahme am Ende auch nichts bringen, gibt es immer noch die Möglichkeit ihn auf eine L-Schule zu schicken. Ich selbst würde ein Kind, bei dem eindeutig eine größere Lernbehinderung vorliegt, durchaus auf eine L-Schule schicken, da sich dort einfach besser gekümmert werden kann. Die Lerngruppen sind wesentlich kleiner und die Lehrer speziell ausgebildet. Wenn das Kind aber ein "Grenzfall" ist, würde ich erst versuchen es in der Regelschule zu integrieren, da der Schritt von der Sonderschule zurück zur "normalen" Schule sehr schwierig ist.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.
LG Lena

Beitrag von tsae 20.08.07 - 20:27 Uhr

Hallo Lena ,

danke für deine Antwort ,du würdest genau so entscheiden wie ich,ein Schritt nach dem anderen.

Der Lehrer wäre auch erst für Zurückstufung und nur der Kia sagt ich soll ihn auf eine L-Schule schicken,damit er auch mal Erfolgserlebnisse hat.

Werden bis zu den Herbstferien schauen ,ca. 7 Wochen,und dann weiter entscheiden.

Danke für deine Antwort und schönen Abend noch.

Kati

Beitrag von amorvincitomnia 20.08.07 - 12:08 Uhr

Hallo Andrea,

ich befürworte normalerweise die frühe Einschulung, in diesem Fall aber ist sie Quatsch, meine ich, da das Kind ganz offensichtlich noch keine Schulreife besitzt. Bei unserem Sohn ist der Fall ähnlich. Da warte ich lieber ein Jahr, so dass wir kleinere Macken noch ausbügeln können, und gebe ihn mit sechs Jahren hin. Zusätzlich biete ich nachmittags Museum und so weiter an, dass er vom Kopf her nicht unterfordert ist. Nicht gegen Förderschulen, aber nur deshalb auf die Förderschule, weil er noch nicht schulreif ist, das ist wirklich unsinnig. Kriegen die ihre Klassen nicht voll???

Viele Grüße,

Barbara

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 12:23 Uhr

Was ist denn "Schulreife" ?????????????????


Felix wird in 29 Tagen 5 Jahre alt, d.h.nächstes Jahr ist er auch wieder bei Einschulung einen Monat vor seinem sechsten Geburtstag, das Jahr danach ist er fast sieben wenn er eingeschult wird. Bis dahin kann er schon das kleine Einmaleins und noch mehr Wörter. Warum soll er dann noch in die Schule ???


Andrea

Beitrag von amorvincitomnia 20.08.07 - 13:09 Uhr

Schulreife ist fest definiert, das kannst Du sogar hier bei urbia finden. Zur Schulreife gehört, dass die Kinder sich konzentrieren können, mit anderen klar kommen und so weiter. Und Du hast viele Themen genannt, die eindeutig belegen, dass er nicht schulreif ist. Und diese Dinge bessern sich vermutlich über das kommende Jahr. Wenn Du sowieso vorhast, das Kind einzuschulen, weil DU es willst, sogar auf eine Förderschule (!), dann ist das Deine Entscheidung. Aber dann brauchst Du hier nicht nach unserer Meinung zu fragen, das ist dann Zeitverschwendung. Mein Sohn kann kann auch rechnen und lesen und so weiter, der hat das Pech, dass er hochbegabt, unruhig und schwerhörig ist. Ich schrieb bereits, dass ich ihm außerhalb des Kindergartens weitere Angebote mache, allerdings natürlich nur spielerisch und freiwillig. Wir haben die flexible Eingangsphase in SH, falls er es packt, kann er nach der 1. in die 3. Klasse versetzt werden. Aber NIEMALS würde ich ein überdurchschnittlich intelligentes Kind in eine Förderschule geben (es sei denn, die Schule für Hörgeschädigte). Ich bin selbst hochbegabt und habe unter dem regulären Gymnasium SEHR gelitten. Ich bin der Meinung, auch wenn Dich diese nicht zu interessieren scheint, dass Du nochmals nachdenken solltest.

Beitrag von andrea34 20.08.07 - 13:27 Uhr

Ja du hast recht. Ich habe derzeit eine Meinung im Kopf, die auch oben steht.

Ich möchte mich hier austauschen und nicht angegiftet werden. Ich bin alt genug um eine bestehende Meinung zu ändern, wenn ich dies vernünftig erklärt bekomme. Aber deine Meinung als einzig richtige hier stehen zu lassen ist borniert.

Die Erklärung von z.B. Lena 10ist sehr informativ für mich und zudem auch neutral.

Ich danke für die Mühe.

Andrea

Beitrag von amorvincitomnia 20.08.07 - 13:59 Uhr

Das ist das erste Mal in -zig Jahren, dass ich mit jemand in diesem Forum aneinander gerate. Ich verstehe nicht, warum das so ist. Ich habe Dich keineswegs "angegiftet", sondern habe gesagt, dass wir vor der selben Entscheidung stehen, und dass ich Deine Meinung aus den inzwischen bekannten Gründen nicht teile. Nichts anderes hat die von Dir zitierte Lena auch gesagt, dass die Förderschule nicht die richtige Einrichtung für Dein Kind ist, dass er aber sonderpädagogischen Förderbedarf in der Regelschule hätte. Dazu ergänzend habe ich Dir Hinweise gegeben. Bisher habe ich eigentlich als Feedback immer bekommen, dass meine Beiträge hilfreich sind, deshalb wundert mich Dein Ton sehr. Vermutlich haben wir einen sehr unterschiedlichen Informationsstand, bzw. unsere Bundesländer sind sehr verschieden, anders kann ich mir Deine Reaktion nicht erklären. Ich schlage vor, Du stellst keine geschlossenen Fragen mehr in diesem Forum, und wir gehen uns insgesamt aus dem Weg. Bonne chance!

Beitrag von gaeltarra 21.08.07 - 12:58 Uhr

Hi,

hm, ich habe die Diskussion mal so mitverfolgt. Subjektiv denke ich, dass Andrea wohl über deinen Satz "offensichtlich nicht schulreif" gestolpert ist. Der Satz hört sich an nach "oh mann, eine doofe Henne, die nicht mal schnallt, dass ihr Sohn nicht schulreif ist, wie kann sie nur....". Ich würde da den Begriff Oberlehrer und Besserwisser in den Raum werfen. Nicht dass die Erklärung so von dir gemeint war, aber man hätte es sicherlich etwas diplomatischer formulieren können.;-)

Dass du das nicht so gemeint hast, ist MIR absolut klar, aber ich denke, Menschen die in der Situation sind, in der Andrea ist, fassen erst mal das Geschriebene so auf, wie es da steht und nicht den Sinn und die Hilfsbereitschaft, die dahinter steckt, dass du es gut gemeint hast und eigentlich einen sinnvollen Ratschlag erteilt hast.

Ich denke, man muss wegen so etwas nicht aneinandergeraten. Ihr habt beide etwas überreagiert. Du, weil du deinen gutgemeinten Rat nicht angenommen siehst sondern negiert, Andrea indem sie nicht deinen Beitrag im gesamten gelesen hat sondern als zweiten Satz gleich dieses mit der Schulreife und das in den falschen Hals bekommen hat.

Wie gesagt, subjektiv gesehen habe ich deinen Beitrag gleichfalls etwas hart empfunden. Objektiv gesehen ist er hilfreich und regt zum Nachdenken an und unterstützt die Lösungssuche für den Kleinen.

Meine persönliche Meinung als Laie: Ich würde das Kind ebenfalls wegen der fehlenden sozialen Reife noch nicht einschulen sondern noch ein Jahr warten. In dem Jahr ihn selbst so gut wie möglich fordern und vor allem fordern. Dann einschulen und das Schuljahr abwarten und ihn nötigenfalls dann hochstufen. Ich glaube, das ist das Dilemma mit Hochbegabten - sie sind gefühlsmäßig eigentlich noch Kind, denken aber wie Erwachsene. Schwierige Situation.

Ganz liebe Grüße
Gael

Beitrag von andrea34 22.08.07 - 10:00 Uhr

Vielen Dank das du uns beiden einmal die Sicht vom anderen geschrieben hast. Bin im Moment etwas überfordert mit dem ganzen Thema, es kann sein das ich das völlig in den falschen Hals bekommen habe und möchte mich dafür bei amorvincitomnia entschuldigen.

Ich schaue mir die nächsten zwei Wochen einige Schulen an und halte euch auf dem Laufenden.

Gruß

Andrea

Beitrag von gaeltarra 22.08.07 - 10:17 Uhr

Hallo Andrea,

ich denke, jeder hat Verständnis für dich und deine Reaktion - wenn man so eine Diagnose hat, steht man erst mal im Wald und das Ganze muss verarbeitet werden. Ist doch klar. Mein Gott, was bin ich im Viereck gesprungen, als ich meine Allergiediagnose erfahren habe (Duftstoffe, Nickel usw., Hühnerweiweiß, Kuhmilch usw. usf.). Da reagiert man erst mal über. Normal, oder?

Höre du dir viele Meinungen und Tipps an, picke die für dein Kind richtigen heraus (DU kennst dein Kind), verliere nicht aus den Augen, dass man trotzdem manches falsch macht, und vor allem, versuche etwas Abstand zu gewinnen, emotional vor allem, und entscheide dann mit kühlem Kopf. Es IST wie es ist - änderen kannst du an der Tatsache ja nichts mehr. Aber es ist kein Krebs oder eine andere schlimme, unheilbare Krankheit - mit der ADS-Diagnose bricht keine Welt zusammen, sie ist erkannt. Und alles was man kennt, verliert seinen Schrecken. Jetzt kann es nur noch besser werden, nicht mehr schlechter!

Liebe Grüße und viel Kraft!
Gael

Beitrag von andrea34 22.08.07 - 11:55 Uhr

--Aber es ist kein Krebs oder eine andere schlimme, unheilbare Krankheit - mit der ADS-Diagnose bricht keine Welt zusammen, sie ist erkannt.---

Ich finde es auch nicht dramatisch das Felix ADHS hat, denn es ist (meiner Mainung) keine Krankheit, es ist eine Beeinträchtigung.

Mal davon abgesehen, das er es (gefühlt) von mir hat, hoffe ich nur, er hat eine schönere Schulzeit als ich. Ich war ein schwer erziehbares Kind (Aussage Lehrer)und habe mit Ach und Krach die Hauptschule geschafft. Jetzt verdiene ich mehr als so mancher Mann und bekomme Arbeit, Kind und Haushalt in den Griff und bin nicht mehr der genetische Fehlgriff der mir in der Jugend nachgesagt wurde.

Das möchte ich ihm nur ersparen und das beinhaltet für mich ausschliesslich seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu unterstützen.

Wir hatten zwei Jahre den Horror und nachdem die Therapie (die am Anfang von zwei Ärzten nicht verschrieben werden sollte/wollte) startete, konntest du die Fortschritte von Monat zu Monat SEHEN. Ich habe in diesem einen Jahr ein anderes Kind bekommen und ich werde alles, wirklich ALLES dafür tun, dass dies so bleibt.

Er verletzt keine anderen Personen mehr, er beist und kratzt sich nicht mehr, er schlägt den Kopf nicht mehr an Heizung, Schrank und Türrahmen, u.s.w. Er kann bei Wut, Freude, Trauer sprechen (das hört sich blöd an, aber er konnte es nicht)

Es gibt noch genug Dinge die ausserhalb der Norm sind, aber das ist o.k. - da kann man mit umgehen. Und vielleicht bekommen wir das auch noch hin, aber einen Rückschritt wg. irgendwelcher Hilfen die er nicht bekommt, weil das Buget nicht stimmt oder die Hilfen nicht in unserem Kreis sind oder anderer Ausreden - NEIN, da kämpfe ich.

So jetzt muss ich noch ein bisschen arbeiten und habe mich jetzt auch genug "ausgekotzt".

So Long.

Andrea

Beitrag von gaeltarra 22.08.07 - 12:11 Uhr

Hallo,

mensch, hört sich alles total positiv an!!

Hach ja, auskotzen MUSS ab und an sein, immer her damit.

LG
Gael

Beitrag von legata 20.08.07 - 20:33 Uhr

Hallo Andrea,

Wenn ich so lese was der Bub schon alles kann, dann würde ich sagen lass ihn einschulen. Die soziale Seite ist natürlich eine andere.
Ich komme aus Sachsen und meine Pflegetochter wird am 1. September eingeschult auch sie hat riesige Probleme im sozialen Bereich und würde in einer normalen Klassenstärke kaputt gehen oder die anderen, bin mir nicht so sicher.
Sie geht auch auf eine Förderschule. Bei uns nennt sich das Schule für Erziehungshilfe mit Schwerpunkt für soziale und emotionale Förderung. Dort gibt es 6 Kinder in einer Klasse und zwei Betreuer. Ich hoffe sie bekommt dort den Bogen.

Vielleicht ist die Schule bei euch ja so was in der Richtung?

LG Legata