Paten ohne Taufe? Warum?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von tigermausi 20.08.07 - 10:14 Uhr

Hallo Mädels!
Bin nun in der 30. SSW. Geht langsam, aber sicher dem Ende entgegen.
Erstmal vorneweg: Ich und mein Mann wir sind beide getauft und konfirmiert. Früher haben wir auch aktiv am Gemeindeleben (Junge Gemeinde, Christenlehre,...) teilgenommen. Das hat sich vor einigen Jahren grundlegend geändert. WIr gehen auch nur an Weihnachten in die Kirche, das ist bei uns so Tradition.
Ich dachte immer, dass man nur Paten benennt, wenn man eine Taufe macht, aber nun habe ich von mehreren seiten gehört, dass es auch ohne Taufe möglich ist. Meine Freundin hat letztens ihr Baby bekommen und hat uns als Paten gefragt. Wir haben gesagt, "Klar". Was ist eigentlich die Aufgabe der Paten?
Habe bißchen gegoogelt und teilweise gelesen, dass Paten da sind um später versorgt zu werden, falls den Eltern mal was passiert. Aber ich dachte, dass dafür Oma und Opa des Kindes da sind.
Wir sind uns einig, dass wir unser Kind nicht taufen lassen. Wird nicht bei jeden unserer Familie auf Begeisterung stoßen, aber es ist unsere Entscheidung und wir werden unser Kleines trotzdem unterstützen, egal für welchen Glauben es sich später interessiert.
Paten wollen wir nun vielleicht doch nehmen. Steht das dann irgendwo eingetragen wer das ist und so?
Sorry für die blöden Fragen, aber kenn mich da überhaupt nicht aus.

Viele Grüße

Anj & Blubbel im Bauch

Beitrag von trine_79 20.08.07 - 10:16 Uhr

bin mir da auch nicht sicher. wir wollen auch definitiv keine taufe weil wir nicht gläubig sind und ich dann nix davon halte. aber paten haben wir auch ausgesucht. ne freundin von mir meinte man könnte das übers standesamt eintragen lassen. aber über nähere infos wär ich auch dankbar.

lg trine

Beitrag von trine_79 20.08.07 - 10:39 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Pate

das hab ich noch gefunden

Beitrag von jindabyne 20.08.07 - 10:31 Uhr

Theoretisch kann man natürlich schon "einfach so" Paten wählen. Hab ich schon öfter gehört, dass Leute das machen, um Bekannte enger an die Familie zu binden. Eingetragen sind solche "Paten" aber nirgendwo, wo denn auch? #kratz Ist ja kein Amt dann, sondern nur eine Absprache zwischen Eltern und Pate.

Die christlichen Paten sollen ja auch in der Glaubenserziehung helfen, das ist der eigentliche Sinn und Zweck. Das mit der Vorstellung, das Kind zu versorgen, wenn den Eltern was passiert, kenne ich auch eher von den christlichen Paten, denn jemand ganz "Außenstehendem" (und das sind solche "inoffiziellen Paten" ja trotzdem, denn eine offizielle Patenschaft ist es ja dann nicht) wird das Jugendamt wohl kaum die Kinder überlassen.

LG Steffi

Beitrag von sapf 20.08.07 - 10:39 Uhr

Genau

Beitrag von chihiro26 20.08.07 - 13:11 Uhr

Hallo...

kirliche Paten haben auch nicht mehr Rechte, d.h. vor dem Gesetz sind sie nicht höher gestellt und bekommen die Kinder auch nicht eher als andere Freunde oder Verwandte im Freundeskreis. Im Falle eines Unfalls haben Paten, denke ich, nicht mehr zu sagen als Oma und Opa zum Beispiel. Kirche und Gesetz sind halt zwei Paar Schuhe.

Beitrag von amory 20.08.07 - 15:21 Uhr

ich bin selbst nicht getauft und habe trotzdem paten.

vor allem zu mienem paten onkel (ein sehr guter freund meiner eltern) habe ich heute noch einen ganz engen kontakt.
er war mir begleiter in allen lebenslagen und vor allem ein guter ratgeber zu teenager-zeiten, als ich mit meinen eltern nicht so gut klar kam.
ansonsten gab es immer extra geschenke, viele unternehmungen und wie gesagt, rat in allen lebenslagen. falls meinen eltern etwas passiert wäre, hätte er sich um mich (aber auch um meine geschwister) gekümmert.
bei denen ist es übrigens ähnlich.

ich denke, paten sollen begleiter sein, egal ob getauft oder nicht...

mein kind wird auch nicht getauft, bekommt aber paten (in dem fall zwei onkel, weil wir jeder von uns einen besten freund hat:)

der eine legt jetzt shcon ein kleines konto an, der andere überlegt, ob er einen säuglingspflegekurs macht, weil er angst hat, das baby kaputt zu machen#schock

mal sehen, ob die sich so gut machen wie meine...

gruß, amory

Beitrag von ninetta78 20.08.07 - 16:50 Uhr

Hallo Anj,

leider bin ich mit der Antwort auch nicht weiter! Ich möchte auch keine Taufe ( ich bin zwar in der kirche, aber mein Mann nicht - seine Verwandtschaft -ab Oma - sind Zeugen), das kind soll seinen Glauben selber wählen können.

Ich möchte jedoch, das die Paten sich auch im Todesfall um das Kind kümmern dürfen.
Leider weiß ich nicht, ob man sowas vielleicht Notariel regeln könnte!

Gruß Ninetta (18+2)

Beitrag von lilith_mond 21.08.07 - 06:28 Uhr

Hei,
da ich gerade an meinem Testament bastel, kann ich Dir darauf Antwort geben.
Es gibt in meiner engsten Verwandtschaft Leute, die meine Kinder auf keinen Fall bekommen sollen. Gleichzeitig haben wir Freunde, die die Kinder nehmen würden und sollen, wenn uns was passiert.

Es ist sinnvoll, sowas im Testament zu regeln, das nebenbei bemerkt nicht notariell beglaubigt sein MUSS...

Es wird dann unterschieden zwischen Pflegschaft und Vormundschaft für die Kinder. Das eine bedeutet, dass sich der Pfleger um die Kinder kümmert, solange ich , bzw. die Eltern, sich aufgrund von Krankheit nicht in der Lage ist, sich zu kümmern. In meinem Todesfall (oder dem der Eltern), kommt dann die Vormundschaft zum Tragen.

Mich beruhigt es sehr, dieses Thema durch eine findige Anwältin und durch die notarielle Beglaubigung hieb und stichfest geklärt und geregelt zu haben!

Grüße von Lilith

Beitrag von ninetta78 21.08.07 - 08:34 Uhr

Hallo Lilith,

vielen Dank für deine Hilfe zu diesem Thema. Das werde ich mal mit meinem Mann besprechen!!

Lieben Gruß Ninetta