Mein Kind vergreift sich in Ton

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von orchidee71 20.08.07 - 15:35 Uhr

Hallöle

Nu hat ja die Schule erst wieder begonnen ( bei uns seit 3 Wochen)und schon ist es wieder soweit.#schmoll

Wie kann ich ich es meiner Tochter begreifbar machen respektvoller und vorallem im normalen Ton mit anderen,hauptsächlich Erwachsenen, zu sprechen???

Meine ist 10 und im 4. Schuljahr.Dazu kommt,daß sie mitten in der Pubertät steckt(mit Periode und allem pipapo).Icch weiß es soll keine Entschuldigung sein aber eventuell ein Grund??#kratz

Sie zieht sich jeden aber auch jeden noch so kleinen Schuh an und kämpft dann um ihr Recht als ginge es um ihr Leben.

Aber was garnicht geht ist, daß sie sich total dabei in den Ton vergreift.Sie wird laut und da sie verbal ziemlich pfiffig ist,pfeffert sie mit Sätzen um sich,daß einem Hören und Sehen vergeht.#heul
So kann sie aber nicht mit z.B. ihren Lehrerinnen sprechen.

Wir haben schon so oft mit ihr darüber gesprochen.Doch jedesmal,wenn die Situation wieder da ist,passiert es ihr schon wieder.
Dann gehen mit ihr einfach die Pferde los und sie kann sich einfach nicht mehr bremsen.

Wie kriegen wir das bloß in ihrem Schädel rein, daß sie sich respektvoller Erwachsenen gegnüber verhalten soll???
Sie macht sich selber ihre Zukunft kaputt,weil uns in absehbarer Zeit ja auch ein Schulwechsel bevorsteht.:-[

Bitte um viele Ratschläge#danke

lg
Iris

Beitrag von bibi22 20.08.07 - 16:19 Uhr

Hi Iris!

Mir hat es damals geholfen, als meine Mutter zu mir sagte: "Erst denken, dann sprechen!" Du weißt nie in wie weit du die Menschen verletzt, wenn du nicht vorher nachdenkst!

Ich war aber erst mit 13 in der Pub.! Aber ob das viel ausmacht, schließlich sind Jugendliche heutzutage viel frühreifer.

lg bibi #blume

Beitrag von orchidee71 20.08.07 - 16:53 Uhr

Hi Bibi



>Erst denken, dann sprechen<

Das sage ich ihr auch oft.Ich glaube sie ist schon "taub" mit den ganzen Ratschlägen die ich ihr versuche zu vermitteln.

Aber Danke für deine Antwort.

Mir persönlich wäre es auch lieber gewesen, sie wäre mit 12 oder 13 in die Pubertät gekommen. Dann sind sie wenigstens vom Denken her etwas weiter und können besser nachvollziehen.

lg Iris

Beitrag von lassmichclonen 20.08.07 - 17:20 Uhr

Ich hab einen 15,5 jährigen und einen 10,5 jährigen und aus beidne sprechen oft genug die Hormone, auch schon beim jüngeren, daher weis ich was du meinst.

Gab es denn Beschwerden aus der Schule? Wie gehen die Lehrer damit um?

Wenn sich mein Sohn so im Ton vergreift, laut wird, Dinge rumschmeisst.... dann schicke ich ihn erstmal ins Zimmer oder geh raus und sage, er kann in den nächsten 15 Minuten wieder rauskommen wenn er sich beruhigt hat.
Hat er mich "beleidigt" oder dumm angemacht, erwarte ich eine Entschuldigung. Außerdem wird noch kurz aber knackig darüber gesprochen, keine langen Diskusionen- "so geht das nicht! Willst du ernst genommen werden? Dann benimm dich bitte so, das man dich auch ernst nehmen kann! Das ist keine Art!"

Ganz klar würde ich definieren, was mich stört, nicht um den Brei rumreden und nicht auf dieselbe Stufe stellen- zurückschreihen, zurückschmeißen....!

Ich komme damit gut klar und auch damit, das ich es nicht persönlich nehme!

Drei Dinge haben besonders gut gesessen:

1. Als ich ihm mal sagte, das ich, wenn er rumschreit und ständig meckert nicht die Worte höre, sondern nur blablabla..

2. Das ich nicht die schrecklichste Mutter sein kann, denn das war schon meine für mich (und diese Mutter liebe ich heute abgöttisch!!!)

3. Ich liebe dich trotzdem!

Versuche es mit Humor zu nehmen und einen guten schuss Gelassenheit.

Sollte von den Lehreren Beschwerden kommen, sprich mit ihnen, dein Kind ist nicht das erste und nicht das letzte, das in die Pubertät mit allen Nebenwirkungen kommt und es ist ehrlich gesagt auch ihr Job, damit fertigzuwerden- aber zieht am selben Strang- das hilft oft!!!!

Viel Spaß noch!!!


Beitrag von orchidee71 20.08.07 - 19:09 Uhr

Huhu

Vielen Dank für deine Antwort#danke

>Gab es denn Beschwerden aus der Schule? Wie gehen die Lehrer damit um?<

Jaaa heute. Wir hatten ansatzweise das Problem schon im 3.Schuljahr.Worauf wir uns auch mit der Klassenlehrerin zusammengesetzt haben.

Resultat war, meine Tochter sollte ein Smileyheft führen.Jeden Tag bekam sie,wenn sie sich "benommen" hatte ein Smiley ins Heft gemalt.:-)
Klappte es nicht bekam sie ein "Knatschi":-(
Bei 5 Smileys(also von Mo-Fr) haben wir sie belohnt z.b. schwimmen...etc.
Hatte sie aber 3 Knatschis gesammelt,wurde eine kleine Strafe ausgemacht.Wie zb Fernsehverbot etc.
Das hat im Grunde genommen alles gut geklappt.
Aber ich hatte eher später das Gefühl,daß vorallem die Lehrerin unsere Tochter sehr unter Druck gesetzt hat. Bei dem kleinsten pieps wurde ihr dann schon angekündigt: heute bekommst du aber kein Smiley,wenn das so weiter geht.#heul

Auch ich rede nicht um den heißen Brei,sondern sag meiner Tochter schon ganz klar,was ich von ihr erwarte.
Nur neige ich leider dazu eine Disskusion zu starten,da ich ihr ja gaaanz genau erklären will,was geht und was absolut nicht geht.#kratz
Bin leider auch nicht fehlerfrei.#schock

Ist aber auch echt nicht einfach so ein kleiner Dickschädel immer wieder aufs neue zu ermutigen etwas offener und freundlicher mit Leuten umzugehen.

lg
Iris

Beitrag von lassmichclonen 20.08.07 - 19:30 Uhr

Im Moment wirst du sie nehmen müssen wie sie ist- trotzdem darf sie sich nicht im Ton vergreifen- du tust es auch nicht und die Lehrer ebenfalls nicht!!! Diese Smilie Geschichten kenne ich von anderen- der Schuss kann auch nach hinten gehen. Nach dem 2. Knatschi am 2. oder 3. Tag in der Woche wird sich gar nicht mehr erst angestrengt oder zurückgenommen, warum auch? Ist ja eh schon gelaufen- 5 Smilies zu erreichen ist Geschichte!! In der Schule hast du keinen Einfluss, aber du kannst schon auch die Lehrerin in die Verantwortung nehmen, immer wieder mit ihr das Gespräch suchen, verschiedene Methoden ausprobieren, wenn die Smilies nicht mehr ziehen!

Gib ihr auch zu hause das Gefühl, das du sie durchaus verstehst und sag ihr, das dies eine schlimme Zeit ist und das du dich noch erinnerst, wie es bei dir war. Das hilft oft. Die Übermutter zu spielen, die bereits erwachsen auf die Welt kam, das ist immer so blockierend- vor allem für sie!!!

Ansonsten kann ich echt nur raten, immer im Gespräch zu bleiben, mit der Tochter, mit den Lehrern....!

Sollte es gaaaanz schlimm werden, über das normale hinaus, würde ich auch einen Gang zum Erziehungsberater machen, ist nicht schlimm, tut auch gar nicht weh!! Aber man kommt irgendwann mit der eigenen Denkweise nicht mehr weiter.

Ich habe z.B. früher immer viel rumdiskutiert und gerade ein Erziehungsberater, bei dem ich damals war riet mir, die Dinge auf den Punkt zu bringen, klar, deutlich ohne lange rumzulabern, nicht mehr als 5 Sätze! Das hat mir sehr geholfen und war besser als 20 Sätze und die Hoffung, das wenigstens 1 Satz hängengeblieben ist!!!