Au-Pair - Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von banditin 20.08.07 - 19:06 Uhr

Liebe alle,

Felix ist jetzt 4 1/2 Monate alt und wir überlegen, ob wir ihn ab seinem 1. Geburtstag durch ein Au-Pair oder eine Tagesmutter betreuen lassen. Ab dann werde ich nämlich halbtags wieder arbeiten gehen. Mein Mann ist als selbständiger Unternehmensberater werktags ohenhin wohnortfern unterwegs, kommt also als Betreuer leider nicht in Frage.

Vorteile Au-Pair:
- 1zu1Betreuung von Felix, dadurch starke Bindung, mehr Sicherheit für den kleinen Knopf
- Betreuung auch im Falle einer Erkrankung von Felix abgesichert (welche Tagesdmutter nimmt schon ein krankes Kind?)
- Betreuung in gewohnter Umgebung
- Übernahme von Haushaltstätigkeiten in geringem Umfang mgl.
- Erweiterung unseres Horizontes durch 4. Familienmitglied=Au-Pair

Vorteile Tagesmutter:
- mehrere Kinder, fördert soziales Miteinander

Soweit mal auf die Schnelle die Vorteile beider Varianten, wie ich sie sehe. Was fällt Euch dazu noch ein?

Herzliche Grüße,
banditin

Beitrag von bolcia 20.08.07 - 20:14 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht ob ich dir einen Rat gebe kann , aber ich war selbst Au-Pair. Ich habe 4 Kinder betreut und das Vierte ist zwei Monate nach dem ich gekommen bin erst geboren worden. Das was natürlich meins. Nach einiger Zeit haben sich alle gewöhnt aber der Kleinste hat mich immer gehabt.
Wenn ihr ein Au-Pair vom Büro kriegt bekommt ihr auch sicher Auflagen wie lange es die Kinder betreuen soll und was im Haushalt machen soll. Au Pair ist immer da und ihr könnt auch am Abend ausghen und ihr wisst das der Kleine daheim gut aufgehoben ist. Felix gewöhnt sich sicherlich schneller und besser an Au-Pair. Andererseits ist immer jemand fremdes daheim. Tagessmutter kommt und geht.
Also das musst ihr entscheiden und sich gut überlegen. Ich habe mit meiner Familie Glück ich war quasi "5 Kind", ich habe mich gefühlt wie ein Famileinmitglied.
Das war vor paar Jahren, heute bin selbt Mama von einem 1jährigen, aber bis heute habe ich guten Draht zu meiner Gastfamillie.
Ich wünsche euch alles Gute bei eurer Suche und wenn ihr euch für Au-Pair entscheidet das es das Richtige ist.
bolcia
Wenn du Fragen zu Au-Pair hast kannst mich gerne Fragen.

Beitrag von royalines 20.08.07 - 21:35 Uhr

Hallo Banditin,
ich kann Dir auch nur aus meinen Erfahrungen als Au-Pair (in den USA) berichten. Ich fand es für mich damals eine ganz tolle Sache, würde aber selbst eher kein Au-Pair aufnehmen. Zwei Gründe:
1. Ihr seid nie mehr allein - es sei denn, ihr habt ne Einliegerwohnung. Auch abends und an den Wochenenden, wenn ihr zwei einfach mal alleine auf der Couch sitzen wollt - es ist immer jemand dabei. Mir war das teilweise damals auch unangenehm und ich habe versucht, mich zu verdrücken. Aber man lebt einfach zusammen und - auch wenn man es anfangs nicht wahrhaben möchte - man ist einfach kein Familienmitglied.

2. Erfahrung. Woher wisst ihr wirklich, was das Au-Pair kann, welche Erfahrungen es mit Kindern hat etc. Das Au-Pair ist mit Eurem Sohn allein, es gibt also keine Kontrollinstanz.

Gibt es bei Euch keine privaten Betreuungseinrichtungen, die auch schon einjährige nehmen? Ich mag das Tagesmutterkonzept ja auch nicht, weil die Kontrollinstanz fehlt. Wir bringen unsere Kleine ab September (dann neun Monate) in eine private Kindertagesstätte - ebenfalls ohne Schließzeiten. Soziales Verhalten lernen sie ebenfalls. Für uns perfekt - okay, das hat natürlich seinen Preis, aber wenn Dein Mann UB ist, dann dürfte das auch machbar sein. Und wir haben festgestellt, dass eine Tagesmutter auch nicht so viel billiger ist. Ach so, der örtliche Kindergarten hier nimmt ab diesem Sommer auch schon einjährige. Und das sogar ganztägig. Würde an Deiner Stelle mal schauen, was es da bei Euch noch so für Alternativen gibt.

Viel Glück bei der Suche und Entscheidung.
Ines