Jemand ein Haus/Wohnung ohne Eigenkapital gekauft?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von jennylein19 20.08.07 - 20:53 Uhr

Hallöchen Ihr Lieben!

Mein Mann und Ich würden gerne in naher Zukunft ein kleines "billiges" Häuschen oder eine Wohnung kaufen.

Unsere Familie ist handwerklich sehr begabt und wir könnten alles selber sanieren/renovieren. Haben uns ein Limit von 120000,-- EUR gesetzt. Ist zwar nicht viel...aber hier im Ruhrgebiet bekommt man dafür schon was.

Wir haben aber kaum Eigenkapital. Haben einen Bausparvertrag laufen und haben dann ca. noch 10.000,-- EUR Eigenkapital. Wie seht ihr das? Würdet ihr es wagen ein Haus zu kaufen? Ich habe davon 0 Ahnung. Wieviel müsste man ca. im Monat tilgen??? Ist es schon mit 600 EUR monatlich möglich??? Ich weiß, dass es von Bank zu Bank unterschiedlich ist...aber mich würde es mal "generell" interessieren ob von euch einer soviel abbezahlt?

Würde mich über Antworten freuen?

LG

Jenny

Beitrag von kleenne 20.08.07 - 22:03 Uhr

hi jenny!!

wir haben uns ein haus für 120000 gekauft!! hatten aber a weng mehr eigenkapital so mussten wir 85000 aufnehmen und zahlen 470 an die bank!!

ich würde sagen eigenkapital ist wichtig so bekommt man leichter die finanzierung für ein haus durch!! und die 10000 die ihr habt gehen ja scho für die neben kosten drauf wie: grunderwerbsteuer markler notar ...!!

und wenn ihr 120000 auf nehmen müsst dann zahlt ihr gut 500 euro zinsen im monat und dann habt ihr noch nix getilgt!!

ich hoffe es hilft dir!!

lg petra

Beitrag von jsteinba 21.08.07 - 08:01 Uhr

Mit den 600,- dürftet ihr für 120.000 € gerade hinkommen. Aber es bleibt ja nicht dabei, da kommen noch Notar, Grunderwerbssteuer drauf und dann hat ein Haus höhere Nebenkosten.

Passt auf dass ihr euch nicht übernimmt. Wenn ihr eine Bank findet, die das finanziert, heißt dass noch lange nicht dass das sinnvoll ist - siehe die ganzen geplatzten Hypotheken in den USA.

Gruß Julia

Beitrag von kleineute1975 21.08.07 - 13:09 Uhr

Hi

also wir haben uns ein Haus für 150.000 Euro gekauft hatten 40.000 Euro Eigenkapital haben aber 130.000 Euro aufgenommen..

ich selber arbeite bei der Bank..die Banken gucken ob du Eigenkapital hast, nicht weil ihr dann weniger aufnehmen müßt sondern die gucken auch, ob ihr in der vergangenheit gut mit eurem Geld umgehen konntet. d.h. wenn ihr viel gespart habt, sieht die Bank, die können mit Geld umgehen, habt ihr immer alles verbraten, tja dann wird es schwer..

also mann muss pro 10.000 Euro mit einer Belastung um die 50 Euro rechnen wenn ihr also 120.000 Euro aufnehmt sind es ca. 600 Euro das ist richtig, aber natürlich kalt

d.h. ihr müßt mtl. bezahlen

600 Euro Darlehen
+ ca.150 Euro Nebenkosten GAS WASSER STROM
+ ca. 200 Euro Grunderwerbssteuer alle 3 Monate
+ Schornsteinfeger
+ Telefon
+ Versicherungen (Lebensversicherung falls mal ein Ehepartner stirbt und du das Haus halten kannst
+ Wohngebäudeversicherung ca. 20 euro mtl.
+ Hausratversicherung

und das ist noch nicht alles, ihr müßt wenn ihr 120.000 Euro aufnehmt ist ja dann ungefähr so wie bei uns ...

ca. 1800 Euro Anwaltskosten
ca. 300 Euro Amtsgerichtkosten (Eintragung Grundbuch)
ca. 5000 Euro einmal Grundsteuer Finanzamt
ca. 500 Euro WFA Gebühren falls ihr öffentliche Mittel beantragt

also du hast fast 8000 Euro nur an Gebühren die du noch hinzu rechnen musst...und dann natürlich noch das Haus renovieren etc...

also mach dir da nichts vor

LG Ute

Beitrag von wasteline 21.08.07 - 15:20 Uhr

..........ich selber arbeite bei der Bank..die Banken gucken ob du Eigenkapital hast, nicht weil ihr dann weniger aufnehmen müßt sondern die gucken auch, ob ihr in der vergangenheit gut mit eurem Geld umgehen konntet. d.h. wenn ihr viel gespart habt, sieht die Bank.............

Du arbeitest wirklich bei einer Bank?#kratz

Wir haben auch einiges an Bankern im Bekanntenkreis, aber sowas hab ich noch von keinem gehört und halte es auch für absoluten Quatsch.

Ich kann sonstwo mein Geld deponieren, ohne dass es meine Hausbank etwas angeht und ohne, dass sie davon Kenntnis hat.

Banken verlangen Eigenkapital zur eigenen Risikominimierung, falls der Schuldner irgendwann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und die Immobilie in die Zwangsversteigerung geht. Kein anderer Grund steckt dahinter.

Beitrag von luna1976 21.08.07 - 14:07 Uhr

Hallo,

ich kann nur sagen, daß das EK das A und O sind. Je mehr, desto besser. Es wird auch schwer werden eine Bank zu finden, die das ohne EK finanziert.

Wir haben auch ein Haus gekauft und hatten ca. 40% EK. Ohne hätten wir das auch nicht gemacht.

Wenn ihr euch trotzdem dafür entscheidet, dann laßt euch gut beraten.

Viel Glück!!

Gruß Luna

Beitrag von jenaju 21.08.07 - 14:10 Uhr

Hallo,

Ja, WIR!

Wir haben 120.000 € aufgenommen und zahlen 570.- zurück!

Es geht. Wir haben über die ING Diba finanziert! #freu

LG jenaju

Beitrag von katja_maximilian 21.08.07 - 14:33 Uhr

Das ist ja ein recht guter Kurs! Nicht schlecht..
uns wollte bislang noch keine Bank Geld geben, weil mein Mann leider etwas zu wenig verdient.. #schmoll

Beitrag von werdegeliebt 21.08.07 - 19:33 Uhr

Hi, du,

stelle ich mir schwierig vor, aber meine Freundin hat mit ihrem Mann angeblich ohne EK ein Haus gebaut.

Das Haus kostet am Ende 300000 und die haben innen ALLES alleine gemacht.

Ich glaube die zahlen auch knapp 1800 Euro im Monat.

Das Problem ist nur: Solange beide arbeiten ist das ja noch okay...nur, was macht man, wenn ein Partner arbeitslos wird?..das muss man auch mit einrechnen.. Also meine Freundin hat für sich entschieden. Entweder ein Haus ohne Kind. Oder ein Kind ohne Haus. Beides war nicht möglich....

LG
Nina

Beitrag von porterhouse 21.08.07 - 22:16 Uhr

Hi,
meine Freundin und ihr Lebensgefährte haben (noch zu DM-Zeiten, also zu hohen Zinsen) ein Haus für 320.000 DM gekauft, also 160.000 EURO. Alles ohne Eigenkapital. Die zahlen 1000,00 EUR im Monat ab. Er hat ne eigenen Fahrschule sie ist Sozialpädagogin, da kommt Geld rein und die können sich das leisten.
Wir könnten das nicht.
Haben uns ein Haus für 60.000 EURO gekauft. Haben 85.000 EURO aufgenommen und zahlen im Monat bei nem Zins von 4,5 Prozent rund 450 EURO ab. Hatten 15.000 EURO Eigenkapital. Laufzeit: 20 Jahre.
Hilft Dir das weiter?
porterhouse

Beitrag von jennylein19 22.08.07 - 14:23 Uhr

Danke für eure Antworten!

Ich denke wir werden erstmal noch ein bisschen sparen.

Es ist schon erstaunlich, wie "andere" es so machen. Wir wollen ja einen relativ niedrigen Kredit haben. Frage mich, wie es manche schaffen, ein Haus abzubezahlen, was an die 300000,-- EUR und mehr kostet. Die müssen ja ein super hohes Gehalt haben.#schock

Wir können uns schon nicht beklagen, aber für uns wäre es schon verdammt schwierig 1000 EUR im Monat zu tilgen. Und ich habe hier im Forum schon gelesen, dass mancheiner fast 2000 EUR im Monat abbezahlt. #schwitz

Als Mittelständiger ist es heutzutage dann schon verdammt schwierig ein Haus zu kaufen... selbst wenn es sehr günstig ist. Ist echt traurig oder findet ihr nicht? #kratz

LG

Jenny + Joshi 17 Wochen

Beitrag von katja_maximilian 24.08.07 - 13:11 Uhr

Ich finde es allerdings mehr als traurig..

für uns liegt es in sehr weiter Ferne ein Haus zu kaufen

wir könnten niemals 1000,00 EUR im Monat tilgen.. das verdient mein Mann ja grade mal..
ich frag mich immer, wie andere das anstellen..
es kann doch nicht jeder mehr als das dopplte verdienen..
was machen wir denn bloß falsch??