Baby kurz vor der Geburt gestorben - wie kann ich der Mutter helfen?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von cms-hobbit 20.08.07 - 20:58 Uhr

Das Baby einer guten Bekannten (fast schon Freundin) starb überraschend im März kurz vor der Geburt. Ich schrieb ihr eine Trauerkarte, sah sie seither nur einmal von Weitem und wir winkten uns. Wir kennen uns über unsere ersten Kids - verstanden uns auf Anhieb gut, trafen uns öfters mal zum Spielen mit den Kindern.

Ich habe jetzt gehört, dass es ihr sehr schlecht geht. Sie geht täglich zum Friedhof, zieht sich sehr zurück (sie ging vorher mit ihrem Kind immer zum Turnen, in den Spielkreis, oft auf den Spielplatz)...

Ich würde ihr gerne helfen bzw. Hilfe anbieten (z.B. mal auf ihr erstes Kind aufpassen, damit sie Zeit für sich hat / mich als Gesprächsparterin anbieten / ...) Wenn sie keinen Kontakt zu mir möchte, ist das für mich auch in Ordnung - aber ich möchte, dass sie weiß, dass ich an sie denke und für sie da bin.

Wer kann mir gute Tipps geben, wie ich mit ihre in Kontakt treten soll (Brief? Anruf?) und Hilfe anbieten kann, ohne mich aufzudrängen?

#herzlich
Cara Marie

Beitrag von megamami 20.08.07 - 21:03 Uhr

hallo
ich würde ihr einen brief schreiben,dass du immer für sie da bist,auch wenn sie dir 100mal dass selbe erzählt,oder ihr kind mit auf den spielplatz nimmst,was für sie sehr schwer sein wird,da sie mit abgöttischer liebe an ihrem kind hängen wird.

einfach da zu sein findet sie bestimmt gut,hab ich auch so gemacht


wünsche dir gane viel glück

gruß mega

Beitrag von tinalawa 21.08.07 - 09:16 Uhr

Liebe Cara Marie,

ich kann mich nur mega`s Worte anschließen.
Schreib ihr einen lieben Brief und sei ein guter Zuhörer...auch wenn du immer wieder das gleiche hörst. Vielleicht hast du auch die Kraft mit ihr zusammen zum Friedhof zu gehen...sowas hat mir sehr gut getan. Nimm eine rosa Rose und ein kleines Plüschtier mit und schäme dich nicht mit ihr zu weinen...denn dadurch zeigst du ihr, das du mit ihr fühlst.
Stille Grüße
Martina mit Tränen in den Augen und Mariann und 2*im Herzen
www.mariann.de.ki

Beitrag von iceheart 21.08.07 - 12:50 Uhr

Ich würde auch einen Brief schreiben, denn am Telefon ist es meist schwerer. Sie kann dann entscheiden ob sie Dir antworten will.
das man sich zurückzieht verstehe ich, denn man braucht einige Zeit so etwas schlimmes zu verarbeiten. Erzählen ist da das Beste überhaupt. es ist schön zu wissen, daß nur jemand zu hört und man nicht auf alles antworten muss.

Beitrag von dumela 22.08.07 - 10:41 Uhr


Ich denke, du musst sie schon anrufen oder sogar besuchen. Ich trauere momentan selber und finde z.B. ein Brief mit Hilfeangebote sehr nett, wurde aber nie wirklich auf sie zugreifen. Auch alle leute, die gesagt haben, dass ich immer einfach so vorbeikommen kann wenn mir die Decke auf dem Kopf fallen, besuche ich nicht.

Wenn du sie anrufst und eine Verabredung machst, wirst du sie schon eher erreichen. Ruf sie an und frag ob du spontan vorbeikommen kannst, oder ob sie dich dann und dann auf dem Spielplatz treffen möchte. Wenn sie sagt, dass sie nicht kann, frag sie ob morgen oder übermorgen geht. Habe nicht so viel Angst die aufzudrängen - manchmal ist sowas ein bisschen nötig, damit sie aufgefangen wird.

Viel Glück!