Egoistisch???sorry lang

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jn81 20.08.07 - 22:03 Uhr

Hallo alle zusammen,
bin sooo hin und hergerissen:-( Ganz kurz zu meiner Geschgichte, mein Sohn ist jetzt 15 mon. alt. Vor seiner Geburt war ich gerade ein halbes Jahr arbeitslos, dann überglückliche Mami und Hausfrau, nun versteht mich nicht falsch#gruebel aber ich möchte so gerne wieder arbeiten. Hab Angst nicht mehr ins Berufsleben zu kommen.Kurz um,
ich hab mich auf meinen Traumjob beworben und ihn heut auch noch bekommen#hicks Meine freude hält sich jedoch in Grenzen, da ich das Gefühl hab, meine Maus dafür abzuschieben,damit ich meinen Job machen kann,wie egoistisch. Nun bin ich hin und hergerissen, hätte nicht damit gerechnet den Job zu bekommen.So ne Chance bekomme ich nie wieder, aber was ist mit meinem Sohn? Bin ich schlecht wenn ich ihn so einfach in eine Krippe gebe?
Hat jem vielleicht sogar ähnliche Sorgen/Gefühle#bla#bla#bla

LG Jenny mit #babyTim - Nevin 15 Mon

Beitrag von bunnykb 20.08.07 - 22:14 Uhr

Hallo Jenny,

erstmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Job ;-)
Ich kann Dich voll ganz verstehen. Ich bin bis zu meinem Mutterschutz arbeiten gegangen, dann war ich 1 Jahr zuhause & bin trotz alldem paar Stunden arbeiten gegangen & als meine Maus 1Jahr geworden ist gehe ich wieder richtig arbeiten & sie geht in die Kita.
Es funktioniert alles bestens, Sie geht gerne in die Kita & wenn ich Sie Nachmittags abhole gehört der Nachmittag/Abend voll Ihr #huepf

Du bist kein schlechter Mensch bloß weil Du deinen Schatz in die Kita abgibst!!!

Liebe Grüße
Kati & Jenny (fast 16Monate)

Beitrag von zaubertroll1972 20.08.07 - 22:52 Uhr

Hallo,

ich denke daß die Arbeitszeiten schon eine große Rolle spielen und auch wie die Betreuung geregelt ist.
Du hast jetzt nichts zu diesem Thema geschrieben. Deshalb kann ich da gar nichts zu sagen.
Manchmal finde ich es aber schon schade wenn noch sehr kleine Kinder in die Kita gehen müssen. Meiner Meinung nach sind kleinere Kinder bei den Eltern noch am besten aufgehoben. Aber da hat jeder eine andere Meinung zu.
Ich bin in meiner Elternzeit arbeiten gegangen, da war mein Sohn 7 Monate alt. Ich habe aushilfsweise gearbeitet, nur dann wenn mein Mann frei hatte. Hätte ich da nicht die Möglichkeit gehabt, wäre ich zuhause geblieben. Meinen Sohn hatte ich mir gewünscht und mich bewußt für ihn entschieden. Auch seine Betreuung zu übernehmen, bis er in einem Alter ist, wo er gut in den Kindergarten gehen kann.
Er ist nun seit einem Jahr im Kindergarten. Ich habe eine halbe Stelle und arbeite noch immer nur an den freien Tagen meines Mannes. Einer von uns beiden ist somit immer für unseren Sohn da. Ander kann ich mir das gar nicht vorstellen. Zum Glück muß ich das auch nicht!
Wenn ich an Deiner Stelle wäre würde ich einfach mal überlegen was für Deinen Sohn mit 15 Monaten wohl am wichtigsten wäre.

LG Z.

Beitrag von maxi7 20.08.07 - 23:13 Uhr

Hallo,

eigentl. hatte ich mich zum Beginn meines Mutterschutzes auf 3 schöne Jahre mit meiner Tochter gefreut (bei meinem Sohn bin ich nach 16 Monaten wieder für 2 1/2 Tage arbeiten gegangen). ABER: nach 1 Jahr hab ich bei meinem AG so lange rumverhandelt, bis ich wieder kommen "durfte", zwar nur für 12 h in der Woche (die Kinder sind bestens versorgt, der Große im KiGa und die Kleine bei Oma ), aber diese 12 Std. geben mir so viel Bestätigung, wie ich sie für das "nur zu Hause" nie bekommen würde. Es erfüllt mich nicht, nur als Hausfrau zu fungieren. Mit den 12 Std. das klappt super, klar ein Spagath zw. Haushalt, Arbeit und Kindern, aber mir tut es wahnsinnig gut, rauszukommen. Ich verdiene mein eigenes Geld (und ganz gut wie ich finde für die paar Std.), das gibt mir eine ganz andere Wertschätzung für mich selbst.
Wenn Du Dich gut dabeifühlst, tu es. Dein Kind ist in der Zeit versorgt, es wird ihm an nichts fehlen.

LG

Beitrag von liz 20.08.07 - 23:28 Uhr

hallo jenny!

ist es ein ganztagsjob oder halbtags? einen halbtagsjob würde ich eher verkraften als ganztags. ich arbeite derzeit 15 stunden die woche und das ist für mich das limit. ich will mich selbst um meinen sohn kümmern. mitbekommen was er neues lernt. nicht abends heimkommen, kaum was von meinem kind haben und für dich wochenenden leben.

aber das sieht jeder anders. wenn es dein traumjob ist, du deinen sohn gut aufgehoben weißt und es unbedingt machen willst, dann tu es. du allein musst damit klarkommen. ich kannst nicht, aber ich muss es auch nicht. #freu

bei einem halbtagsjob bleibt ja trotzdem noch viel zeit für uns. das wär mir lieber. später wenn dominik dann in den kindergarten geht kann ich ja wieder halbtagsarbeiten gehen. und ev. die 2 nachmittage die ich jetzt arbeit auch noch zusätzlich machen. da ist er dann auch schon älter.

lg liz

Beitrag von raquel77 21.08.07 - 08:58 Uhr

Hallo Jenny!

Ein Kind kann nur glücklich sein, wenn seine Mama glücklich ist. Im Moment steckst du in einer Zwickmühle und kannst dich in keiner Situation glücklich finden. Nicht in der Hausfrauen-Position, aber auch nicht in der Berufstätigen-Position.

Denk doch einfach mal so: Du hast mehr Geld, du hast "Freigang", du gönnst deinem Jungen einen guten sozialen Stand. Unterschätze es nicht, wie das auf Kinder wirkt!

Dein schlechtes Gewissen ist nur natürlich. Vor allem, weil du so lange so viel Zeit mit ihm verbracht hast. Es wird ihm gut tun, auch andere Wände und Kinder zu sehen. Und ihr werdet beide ausgeglichener sein.

LG
Sonja

Beitrag von hopsi2005 21.08.07 - 09:30 Uhr

Ja, so würde ich es auch ausdrücken. Du kennst dein Kind am besten, wenn es schon soweit ist, solltest du es versuchen. Wenn es nicht klappt, kannst du immer noch wieder kündigen.

Beitrag von knoetzel 21.08.07 - 11:14 Uhr

Hallo Jenny,

ich habe meinen Sohn mit 11 Monaten an 2 Tagen die Woche in die Krippe gegeben. Habe einen 50 % Job verteilt auf 3 Tage. Den dritten Tag verbringt er mit seiner Oma. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Konstrukt! Leo lernt viel in der Krippe, geht ausgesprochen gerne hin und hat viel spass mit den anderen Kindern. Ich hätte aber keinen 100 % Job angenommen, muss ich ehrlich gestehen.

Lass dir nicht einreden, dass du eine schelchte Mutter bist!! Mach das was für euch gut ist.

Grüße, Claudia

Beitrag von jn81 21.08.07 - 13:02 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten, interessant eure ganzen Meinungen zu lesen. Ganz helzlichen dank an alle#herzlich#danke

Beitrag von jn81 21.08.07 - 13:03 Uhr

Herzlich soll es heissen#hicks

Beitrag von inajk 21.08.07 - 13:52 Uhr

Spinn doch nicht! :-D
Dann waeren ja praktisch alle Frauen in NL, Frankreich, Skandinavien etc egoistisch und schlechte Muetter. Glaub mir, Deutsche sind die einzigen die so seltsame Gedanken haben.
Wenn es dein Traumjob ist, immer los! Dein Kind hat mehr von einer zufriedenen, ausgeglichenen Teilzeitmama als von einer genervten Vollzeitmama, die einer vertanen Chance hinterhertrauert...
Ich arbeite 4 lange Tage die Woche seit meine Kleine gut 3 Monate alt ist. Das ist in NL normal, nach dem Mutterschutz geht man halt wieder arbeiten. Und es laeuft super, meine Suesse ist 3 Tage in der Krippe, einen Tag beio meinem Mann, einen bei mir, und am WE sind wir alle zusammen. So hat man immer AUsgleich, nicht jur Kind und Haushal;t...fuer mich waere das absolut nichts! So freue ich mich jeden Tag total, meine Kleine zu sehen!
LG
Ina