Hab ich Anspruch auf Haushaltshilfe/Familienpflegerin ?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von vole 21.08.07 - 08:35 Uhr

Hallo !

In der Ss bekam ich 8 Wochen lang (ab der 30. SSW) eine Haushaltshilfe/Familienpflegerin. Meine Ss wurde recht instabil und ich hatte ja noch meine zwei Kids zu versorgen. Meine FÄ forderte für mich bei meiner Kasse so ne Hilfe an und ich bekam prompt eine. Das war klasse und echt entlastend und mein Jannis wurde kein Frühchen und ich musste nicht vorzeitig ins KH.

Aber gerade jetzt bräuchte ich ne Hilfe, weil ich nun drei kleine Kids habe. Jannis schreit recht viel (Koliken). Ich schlaf wenig, usw. Gut, jeder frischgebackenen Mama gehts anfänglich so. Aber ich hab einfach noch zwei weitere Kids, die mich unter tags brauchen.
Hätte ich zumindest in der Anfangszeit einen Anspruch auf Familienpflege ?

Wer kennt sich damit aus ?
Ansonsten frag ich meine FÄ oder direkt bei der Pflege.

Wollt aber von jemanden persönliche Erfahrungsberichte lesen, wenns geht. Wegen was wurde es bewilligt etc.

LG und #danke
vole + David 3 3/4 J. + Elisa 1 3/4 J. + Jannis morgen 4 Wo.

Beitrag von spatzl75 21.08.07 - 08:42 Uhr

Hi,

ich möchte auch eine und da Florian behindert ist, dachte ich ich bekomme eine von der KK. Dies ist aber nicht so und er gab mir den Tip bei der Stadt nachzufragen.
Ich hab noch nicht angerufen!
Probier es einfach!

Viel Glück!

lg

Beitrag von christa32 21.08.07 - 09:17 Uhr

Hallo Vole!

Wie geht es nach der Entbindung weiter?

Der Anspruch auf Haushaltshilfe nach § 199 RVO endet maximal eine Woche nach der Entbindung. Ist die Mutter sehr geschwächt oder gibt es Probleme bei der Rückbildung, helfen die Kassen eventuell noch einige Wochen lang weiter. Dann gilt jedoch § 38 SGB V, und die frischgebackene Mama muss zuzahlen. In jedem Fall sollten die Eltern, der Arzt oder die Hebamme sich baldmöglichst nach der Entbindung nochmals mit der Krankenkasse in Verbindung setzen, falls sich abzeichnet, dass weiterhin Bedarf an einer Helferin besteht.

#herzlich Christa

Beitrag von galeia 21.08.07 - 09:39 Uhr

Ich weiß, dass meine Antwort dir nicht gefällt aber es ist m. M. nun einmal so: Du hast dich entschieden, drei Kinder in relativ kurzem Abstand zu bekommen, es ist jetzt auch deine Aufgabe, die Kinder zu versorgen! Es sind ja offenbar alle gesund, du bist nur etwas überfordert. Hast du keine Hilfe aus der Familie/Ehemann?

Auch wenn es sehr bequem war, mit der Haushaltshilfe, da hast du jetzt keinen Anspruch mehr drauf.

LG H. #klee

Beitrag von cinderella2008 21.08.07 - 10:10 Uhr

Ich sehe das genauso wie Galeia.

Wer sich für drei Kinder entscheidet, sollte auch in der Lage sein, diese alleine zu versorgen. Beim dritten Kind sollte man wirklich wissen, was auf einen zukommt. Schließlich seid Ihr alle gesund. Schlussendlich ist man alleine für sein Leben und seine Kinder verantwortlich.

Wenn Du das Gefühl hast, es nicht zu schaffen, sieh zu, dass Du Hilfe aus Deiner Familie bekommst oder von einer Freundin.


Beitrag von wasserlilie 21.08.07 - 10:45 Uhr

Bestimmt ist Vole in der Lage , die drei Kinder alleine zu versorgen! Nicht immer weiß man, was einem nach einem dritten Kind erwartet. Egal ob man sich alle drei Kinder gewünscht hat oder aus der Situation das Beste machen muß. Es gibt sozusagen "pflegeleichte Babys" sowohl auch "anspruchsvollere Babys". Ich habe Mütter kennengelernt, die schon bei einem Kind einen totalen Erschöpfungszustand erlitten. Sicherlich hilft hier auch der Ehemann mit, aber die meiste Zeit wird er wohl in der Arbeit verbringen müssen um die kleine Großfamilie zu ernähren!

Ich finde deine und auch die Antwort von galeia "hart" u. nicht angebracht! Sicherlich ist man für sein Leben u. seine Kinder alleine Verantwortlich u. genau deshalb sucht Vole nach Hilfe!

Aber wenn das Kind mal wieder in den Brunnen gefallen ist, dann schreien alle: "Warum hat sie sich nicht helfen lassen, es gibt doch so viele Stellen wo man um Hilfe und Untertützung bitten kann"!

Beitrag von cinderella2008 21.08.07 - 11:17 Uhr

Wenn Vole mit ihren Kindern überfordert wäre, könnte sie beim Jugendamt um Hilfe bitten.

Aber darum geht es hier doch gar nicht. Es geht darum, dass sie eine Haushaltshilfe als Unterstützung möchte. Ehrlich gesagt, welche junge (oder auch ältere ;-)) Mutter hätte das nicht gerne? Es geht mir hier u. a. auch um dieses typische Anspruchsdenken: Was steht mir zu?:-[

Wenn Vole derzeit mit der Kinderbetreuung und dem Haushalt nicht klarkommt, dann muss eben mal der Haushalt drunter leiden, es muss nicht immer alles wie geleckt aussehen, Hauptsache es ist sauber und nicht verdreckt. Sie muss solche Arbeiten auf das notwendige Maß reduzieren und Prioritäten setzen.

Eine weitere Überlegung: Könnte das ältere dreijährige Kind nicht wenigstens am Vormittag eine Kita besuchen? Diese Möglichkeit würde ich auch prüfen, mich darum kümmern.

Was mir im Beitrag von Vole auch aufgefallen ist: Wo bleibt da der Vater der Kinder? Was tut er? Auch wenn er tagsüber am Arbeiten ist, wenn Vole so sehr überlastet ist, könnte er in diesem Fall auch mal z.B. Hausarbeiten übernehmen. Oder er könnte mit seinem Arbeitgeber sprechen und vielleicht erst mal zwei/drei Wochen Urlaub nehmen, um Vole zu entlasten. Und was ist mit den Großeltern, Tanten, Freundinnen ... wohnen da evtl. welche in der Nähe, die helfen können?

Ich würde immer im eigenen Umfeld nach Lösungen suchen.

Meiner Meinung nach, sind viele Mütter heutzutage verweichlicht. Wenn ich an mein Leben oder gar das meiner Mutter als junge Mutter denke, ich glaube, das würde heute trotz der vielen Hilfsmittel keine mehr durchhalten, nicht mal als Hausfrau.:-(

Beitrag von wasserlilie 21.08.07 - 12:50 Uhr

Du kannst doch nicht alle über einen Kamm scheren! Es gibt halt mal Mütter die schneller ausgepowert sind. Vielleicht ist Vole momentan in einer kleine Sackgasse gelandet. Vielleicht spielen momentan auch ihre Hormone verrückt! Aber jemanden so eine plumpe Antwort zu schreiben, finde ich unangebracht! Du weißt garnicht was hier alles dahintersteckt. Nicht umsonst hat sie schon vor der Geburt eine Hilfe bekommen. Welcher Arzt oder Kasse genehmigt heutzutage leichtfertig eine Familienhelferin? Da steckt doch mehr dahinter. Dafür braucht sie hier nicht ihre ganze Lebensgeschichte erzählen! Vielleicht hätte sie hier mehr auf die Tränendrüse drücken sollen u. es nicht so sachlich darstellen dürfen?!

Man könnte ihr doch auch ein paar "Lösungen", wie du sie mir gerade aufgezeigt hast, auch als freundlicher Verpacken!

Ja, unsere Mütter und Großmütter haben wirklich, zu ihrer Zeit, Großartiges geleistet!

Vielleicht täusche ich mich ja aber, hört man da deinerseits einen kleinen Neidgedanken heraus?

Beitrag von cinderella2008 21.08.07 - 13:04 Uhr

Du hörst keinen Neidgedanken heraus, das habe ich nicht nötig. Ich habe als meine Kinder klein waren, alles geschafft, auch wenn es nicht immer leicht war. Aber ich hatte eben auch den Ehrgeiz es zu schaffen.

Ich habe jegliches Verständnis dafür, dass jemand Hilfe bekommt, wenn er bzw. sie krank ist. Oder wenn z.B. eines der Kinder behindert wäre und spezielle Pflege und Aufmerksamkeit bräuchte. Das Baby hat jedoch lediglich Koliken. Nicht schön, aber auch kein Drama ... das hat doch jede Mutter durch. Die eine mehr, die andere weniger. Ich habe auch Verständnis dafür, dass Vole erschöpft ist. Aber gleich nach einer Haushaltshilfe zu rufen, finde ich nun mal in dieser Situation unangemessen.

Sollten andere Gründen vorliegen, steht ihr immer noch die Möglichkeit offen, Hilfe beim Jugendamt einzufordern.

Beitrag von kati543 21.08.07 - 11:16 Uhr

Warum versuchst du nicht zumindest den Großen in eine KITA zu bringen. Dann hast du schon mal nur 2 Kinder in der Zeit.
Ansonsten gibt es Tagesmütter, die du auch selber bezahlen kannst - oder Haushaltshilfen.
Das Jungendamt kann dir eine Helferin geben - aber ob das soooo gut ist. Schließlich "gestehst" du damit, dass du überfordert bist.
Was ist mit deiner Familie? Mein Kleiner war schon als erstes Kind am Anfang total schwierig. Ich bin dann einfach für ein paar Wochen zu meinen Eltern gezogen. Die konnten mir super helfen. Mein Mann musste ja - wie die meisten anderen auch - ständig arbeiten.

Beitrag von schnuffelschnute 21.08.07 - 13:01 Uhr

Hallo,

du wolltest die Kinder, hast gewusst, dass Kinder Arbeit sind.
Wieso willst du jetzt eine Haushaltshilfe auf Kosten der Allgemeinheit?
Wenn du unbedingt eine brauchst, stell eine an.

Ariane (2 Kinder UND Beruf UND Haus UND Garten)

Beitrag von neumama79 21.08.07 - 13:09 Uhr

Wenn Dir die Kasse keine Haushaltshilfe zahlt, dann stell doch einfach auf eigene Faust eine an.

Ich habe auch so eine Perle daheim und wüsste nicht, was ich ohne sie täte.

Gerade mit drei so kleinen Kindern ist es doch - auch wenn es Dir wieder besser geht - prima, wenn Du auf diese Weise mehr Zeit mit den Kids verbringen kannst.#freu

Beitrag von amelily 21.08.07 - 13:13 Uhr

Hallo Vole,

ich bin noch nicht so weit wie Du, aber im Moment leider ich unter so extremer Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen, dass ich für meinen Sohn auch jemanden brauchte, der zumindest zeitweise auf ihn aufpasst.

Da ich privat versichert bin und mir daher keine Haushaltshilfe zusteht, kommt jetzt Antons Kinderfrau einfach jeden Tag vorbei (statt, wenn ich arbeite 2x die Woche).

Das ist zwar im Moment super teuer, aber was soll ich machen?

Vielleicht fragst Du mal beim Jugendamt, ob die Dir kurzfristig eine Kinderfrau vermitteln können, die evtl. auch was im Haushalt hilft?

Oder Du fragst zumindest nach einer Tagesmutter oder Kita, dass die älteren beiden evtl. stundenweise untergebracht werden können?

Ansonsten fällt mir nur ein: Freundinnen und Familie zu fragen, damit Du zumindest stundenweise entlastet wirst.

Vielleicht könnte Dein Mann ja auch die zwei Vätermonate von der Elternzeit nehmen, wenn ihr mit den 67% Gehalt für zwei Monate hinkommt?

LG
Amelie

Beitrag von juliafranziska 21.08.07 - 13:27 Uhr

Hallo,

ich möchte hier mal noch einen anderen Aspekt in die Diskussion bringen.

Hier im Forum gibt es ja gerne Diskussionen über das Thema "Ob man sich ein Kind leisten können muss".
Viele, die z.B. Alg II - Empfänger sind oder nur über kleinere Einkommen verfügen, argumentieren gerne, dass ein Kind vor allem Liebe braucht und sie deswegen auch gerne viele Kinder bekommen - die Gegenseite zeigt gerne auf, was ein Kind alles kostet (und Deutschland zwar Kinder braucht, aber nicht alle dieser Kinder unbedingt unsere Sozialsysteme in Zukunft stützen werden - im Gegenteil).

Die Frage der Eingangsposterin zeigt aber mal wieder, dass es sich bei "Kinder leisten können" nicht nur um die Erfüllung von Grundbedürfnissen und Wünsche der Kinder geht, sondern ab einer bestimmten Kinderanzahl auch um das Leisten können von Unterstützung von außen - und dass man dieses in die Planung mehrerer Kinder mit einbeziehen muss.

In diesem Sinne,
juliafranziska

Beitrag von trawni 21.08.07 - 13:51 Uhr

Hallo

Du hast mit deinem Beitrag schon recht, aber dabei muss man auch bedenken, dass oft nicht alles immer nur nach Plan läuft.

Mein Mann und ich haben bereits ein Kind von 13 Monaten. Wir wünschten uns ein Geschwisterchen für unsere "Große" und können uns das auch ohne weiters leisten. Für zwei Kinder braucht man keine Haushaltshilfe, das bekommt man auch so geregelt.
Nun bin ich wieder schwanger und siehe da es wird wahrscheinlich nicht nur ein Geschwisterl, sondern zwei#schock.
Bei einem knapp 20 Monat altem Kind und noch dazu Zwillinge, ich weiß nicht, ob ich das alleine schaffen werde und eine Haushaltshilfe würde unser Budget schon sehr strapazieren.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

lg trawni

Beitrag von cinderella2008 21.08.07 - 14:05 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!#baby#baby#huepf#huepf#huepf

Sicher kann man nicht alles planen. Ob Euch in dieser Situation Hilfe zusteht, weiß ich nicht. Aber auch das kann man planen. Meine Freundin ist auch Mutter von (inzwischen recht großen) Zwillingen. Als die beiden geboren wurden, war das 1. Kind auch gerade erst knapp 2 Jahre alt. Leider musste meine Freundin aufgrund von Problemen die letzten zwei Monate im Krankenhaus verbringen. In dieser Zeit hat sich der Papa gemeinsam mit den Großeltern um das ältere Kind gekümmert. Tagsüber war es in der Kita. Als meine Freundin mit den Zwillingen heimkam, hat sich ihr Mann Urlaub genommen. Er hatte seinen gesamten Jahresurlaub dafür aufgespart und dies vorher mit seinem Chef abgesprochen. So haben sie die ersten Wochen überbrückt, in denen ständig ein Kind gefüttert oder gewickelt werden musste.

Aber schon nach kurzer Zeit hatte sich alles eingespielt und meine Freundin ist dann gut alleine mit den drei Kindern zurechtgekommen. Klar, wenn jemand zu Besuch kam, bekam derjenige meistens einen von den Zwillingen auf den Arm.;-) bzw. den Auftrag zu wickeln oder zu füttern. Das ging das halt schneller. Das ist jetzt schon über 20 Jahre her. Gab es damals überhaupt schon Familienhelfer?