Mal was anderes: Wie sag ich es dem Chef, dass....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pistenmaus 21.08.07 - 10:52 Uhr

... ich nach 5 Jahren wieder bei ihm arbeiten will?
Seit gut 5 Jahren bin ich jetzt daheim, ich wurde bereits in der 25. SSW krankgeschrieben und als unser Sohn 2,5 Jahre alt war, kam seine Schwester zur Welt :-) Sie ist jetzt 2 1/4 und ich mache mir so langsam Gedanken, wie das so weitergeht. Denn im Mai wird sie 3 Jahre alt - und ich wäre dann nicht mehr im Mutterschutz (oder bekomme ich die 6 Monate noch 'gutgeschrieben', die ich beim 1. Kind 'eingespart' habe?)
Ich habe irgendwie Angst vor der neuen Situation, vor allem, weil mein Chef damals sehr verärgert war, als ich schon so früh ausgefallen bin im Büro (er konnte mit den Begriffen Blutungen, Gestose und frühzeitigen Wehen nichts anfangen). Ich habe dann versucht mal mit meinem Kind vorbei zu kommen, aber irgendwie wurde ich schnell ersetzt, was mir bis dato unmöglich erschien.
Nun ist es so dass ich schon gerne 2-3 Vormittage arbeiten würde, mir ist wohl bewußt, dass ich meine tolle Stelle nicht mehr bekomme, aber vielleicht etwas weniger 'hochwertiges' im Büro.
Schreibe ich jetzt eine Bewerbung mit meiner genauen Vorstellung? Oder muß ich anrufen..... Fürchte mich ein wenig.
Vielleicht gings ja einer von euch auch so ähnlich - und es war alles halb so wild.

Danke fürs Zuhören bzw. Lesen und für eine event. Antwort

Grüße Pistenmaus

Beitrag von salson 21.08.07 - 11:02 Uhr

Hallo Pistenmaus,
bei mir war es so das sie gleich von vorne herein gesagt haben ich kann wieder anfangen als Vollzeitkraft und als ich anfing ich würde aber gerne als Tz anfangen da waren sie beleidigt und haben gesagt dass das nicht geht. Als kleiner Tipp ruf an und mache einen Termin mit deinem Chef und hast Du noch Kontakt zu alten Kolleginen? Das macht sich auch immer gut.

Ach und ich Bewerbe mich zur Zeit wo anders...hatte auch 5 Jahre Elternzeit und dein halbes Jahr kannste Dir auch abschminken, die neue Elternzeit fängt genau ab der Geburt des neuen Kindes an und die alte Zeit verfällt dann.

Gruß
salson

Beitrag von baerchen110403 21.08.07 - 11:04 Uhr

.. genau überlegen, was man möchte, Chef anrufen und um einen Termin bitten und dann mit Ihm alles besprechen.
voher noch ein etwas Schlau machen:

Firma mit weniger als 15 MA: Er braucht keine Teilzeit anbieten, wenn Du vorher eine Vollzeitstelle hattest.

Wenn er nur VZ anbietet, was machst Du dann?
Es gibt 0180-Nummer der Agentur für Arbeit, da kann man sich beraten lassen zwecks Kündigung, Aufhebungsvertrag etc.

Ich würde es bald in Angriff nehmen, da hast Du ggf. noch genug Zeit etwas Neues zu suchen. Und wenn Du nur TZ arbeiten willst, bekommst Du natürlich auch nur TZ-Arbeitslosegeld, wenn Du kündigen/Aufhebungsvertrag machen musst.

Beitrag von biene1975 21.08.07 - 11:51 Uhr

Hallo Pistenmaus,

in der genau gleichen Situation war ich bzw. bin ich gerade auch.

Es ist so, das meine Elternzeit Mitte September endet. Ich habe dann bereits im Mai ( wußte von einer Bekannten, das man sich frühzeitig, mind. 3 Monate, vorher schriftlich melden muß) einen schriftlichen Antrag gestellt. In dem habe ich genau geschrieben wie ich arbeiten möchte ( 3 Vormittage die Woche mind. 12h die Woche höchstens 15h die Woche).

Habe dann kurze Zeit darauf ein Schreiben bekommen, daß das alles geprüft wird und eine bischen dauern kann und die sich wieder melden. Tja, das haben sie dann leider nicht getan und ich habe dann letzte Woche nochmal ne Mail geschrieben. Und nun kam eine Antwort, das sie keine Teilzeitstelle zur Verfügung stellen und ich kündigen muß.

Ich hab dann gestern gleich beim Betriebsrat angerufen ob das überhaupt rechtens ist. Der prüft das jetzt und macht sich in meinem Fall schlau, aber er sagt ich solle auf gar keinen Fall kündigen und wenn ich einen Antrag schriftlich 3 Monate vorher gestellt haben, dann müssen sie mir eine Stelle anbieten oder mir kündigen ( was günstiger ist, dann kann man sich Arbeitssuchend melden und bekommt Arbeitslosengeld - oder so, kenn mich da net so genau aus - wurde mir nur so gesagt)

Also, ich rate Dir schreib so einen Antrag wie Du gerne arbeiten möchtest und schick den 3 Monate vor Ende deiner Elternzeit zu Deinem Arbeitgeber ( würd gar net anrufen - mag das auch net gern, weiß immer gar net was ich sagen soll).
Mach auf alle Fälle eine Kopie und schicks mit Einschreiben, damit du was in der Hand hast. Denn wenns wirklich drauf ankommt, kannst Du was dagegen halten.
Und dann abwarte was kommt.

Schöne Grüße

Sabine
( die jetzt ganz gespannt ist was morgen in der Sitzung bei Ihrem Arbeitgeber rauskommt - und dann gehts evtl. ab 17.09 wieder in die Arbeit ( puhhhh, und das nach über 5 Jahren - da kribbelts jetzt schon bei mir im Bauch wenn ich drüber nachdenke)

Beitrag von baerchen110403 21.08.07 - 12:49 Uhr

Ein persönliches Gespräche ist doch besser, wie so einen lapidaren Antrag hinschicken! Stell Dir mal vor, Du bist die Bearbeiterin, vielleicht auch erst seit 2 Jahren in der Fa und kennst denjenigen garnicht. #kratz

Was ist, wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch musst?
Lässt Du Dir dann eine Liste zuschicken mit Fragen und beantwortest sie schriftlich?

Nicht für ungut, weiß ja nicht, wo und wass du arbeitest, aber das würde in meiner Firma garnicht gut ankommen.

Ist doch logisch was Du sagt: Wer Du bist und was Du willst.

Dann hast Du auch ein mögliches Nein viel eher und kannst Dich bis zum Ende der Elternzeit andersweitig umsehen.

Und, wenn Du eine VZ hast, keine TZ bekommst, dann musst Du früher oder Später kündigen/Aufhebungsvertrag machen, da würde ich mich schnellsten erkundigen.
Du tritts ja dann die VZ-Stelle nicht an.

Beitrag von biene1975 21.08.07 - 13:30 Uhr

Hallo,

hab ich vielleicht nicht geschieben oder mich falsch ausgedrücckt, aber ich hab schon vorher angerufen. Wollte ja auch genau wissen was drin stehen muß und an wen ich das schicken soll.

Bin in eine rießigen Firma, da kennt eh keiner den anderen und seit ich weg bin, ist keiner meiner alten Kollegen mehr dort. Aber wie gesagt, hab ich mich falsch ausgedrückt.

Wegen meiner Arbeitszeit, das läuft gerade alles mit Betriebsrat und Arbeitgeber. Das erfahr ich dann morgen was rauskommt. Denn so wie es aussieht müssen sie mir eine TZ geben oder mir kündigen. Mal schaun!!
Mir war es wichtig zu schreiben, das es bestimmte Fristen gibt, die man einhalten sollte um auf der sicheren Seite zu sein.

Sabine

Beitrag von baerchen110403 21.08.07 - 14:47 Uhr

... hmm, das war wirklich nicht so rauszulesen gewessen, das Du vorher angerufen hattest. Ichdachte, das Du nur den Schrieb gemacht hast. Na, da drücke ich Dir mal die Daumen, dass das mit der Teilzeit klappt. #pro
#pro
#pro

Meist klappt das ja in großen Firmen schon, kenne da einige Beispiele. Bei uns in der Firma wäre es aber auch so, das man angeben soll wie lange man den TZ arbeiten will. Wenn man dan später wieder VZ will, wird es sonst schwieriger.

Alles Gute!

Beitrag von natalia73 21.08.07 - 13:49 Uhr

Ein persönliches Gespräch ist nicht unbedingt immer besser. Bei mir war das so: ich hatte mit meinem Chef schon vor der Geburt ausgemacht, dass ich maximal ein Jahr zu Hause bleibe und dann wieder TZ anfangen möchtet (wenn möglich teilweise von zu Hause aus). Er war auch damit einverstanden. Als ich mich wieder gemeldet habe, hat er erstmal das Home Office abgelehnt und meinte, ich soll vorbei kommen und ihm genau erklären, wie ich mir die TZ vorstelle. Einmal bei ihm, der Schock: der Firma geht es nicht gut und deswegen darf ich gar nicht zurückkommen und muss mich erst nach den 3 Jahren Elternzeit wieder melden.
Ich habe bei Betriebsrat nachgefragt und sie haben mich bestätigt, dass die Lage der Firma nicht gerade prickelnd war. Sie haen mich aber auch empfohlen einen schriftlichen Antrag abzuschicken, damit ich später die schriftliche Ablehnung in der Hand habe.
Das habe ich auch gemacht und habe auf die Ablehnung gewartet (die muss spätestens nach 6 Wochen da sein), aber nichts kam. Da wir kurz davor umgezogen waren, dachte ich, sie hätten den Schreib an die alte Adresse geschickt und deswegen dauerte es etwas länger. Als ich nach über 2 Monaten (also kurz vor dem Termin, an dem ich wieder TZ anfangen wollte) habe ich bei der Personalabteilung angerufen. Die Frau am Telefon meinte: "du fängst doch nächste Woche wieder" Tja, dann musste ich mich ganz schnell um eine Tagesmutter kümmern :-)
Es hat sich rausgestellt, dass es der Firma schlecht ging, aber nicht soooo schlecht, dass sie meinen Antrag ablehnen dürften. Hätte ich meinen Chef geglaubt, wäre ich zu Hause geblieben.
Ich würde also auf jedem Fall was schrifliches abschicken. Wenn die Firma mehr als 15 Angestellte hat, darf sie so einen Antrag nicht so einfach ablehnen. Meine Elternzeit ist jetzt auch schon vorbei und ich arbeite immer noch in TZ.
Das ist jetzt aber lang geworden!!!
Liebe Grüße,
Natalia und Max (05.05.04)

Beitrag von danni64 21.08.07 - 16:15 Uhr

Hallo Pistenmaus,

ich hatte das gleiche Problem. Ich wusste damals eine Woche,dass ich schwanger bin und bekam ein sofortiges Berufsverbot,wovon mein Chef auch nicht begeistert war,das ist aber eine längere Geschichte.

Ich war auch 5 Jahre weg,denn ich wurde schnell wieder (ungewollt) schwanger und bekam noch eine kleine Tochter.
Nun stand ich letztes Jahr vor dem gleichen Problem. Ich hätte gerne einen neuen Job gefunden,hat sich aber nicht ergeben.
Da ich schon einige Jahre in der Gewerkschaft war,habe ich mich erst einmal an die gewendet und gefragt,wie ich am besten vorgehe.

Ich habe dann folgendes getan. Ich habe auch einen schriftlichen Antrag gestellt,wurde mir so empfohlen. Da kam folgendes Gesetz rein " Das Teilzeit- und Befristungsgesetz" gibt rechtliche Möglichkeiten, die Verringerung der Arbeitzeit und die Lage der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen der ArbeitnehmerInnen zu gestalten. Diese Regelungen sind gerade deshalb gemacht worden, um Müttern nach der Elternzeit die Möglichkeit zu geben, trotz der Kindererziehung weiter arbeiten zu können. Die Regelungen finden aber nur dann Anwendung, wenn der Arbeitgeber mehr als 15 Personen beschäftigt.

Ich habe geschrieben, Laut Teilzeit und Befristungsgesetz möchte ich ab dem ........ wieder in Teilzeit arbeiten und zwar von .... bis.....,weil dann meine Kinder betreut sind. Ich möchte nur 20 Stunden in der Woche arbeiten. So ähnlich habe ich es formuliert. Das hat erst einmal Eindruck gemacht und sie wussten,ich stehe nicht dumm da und kenne meine Rechte ;-).

Da ich in einer Raststätte arbeite,geht es leider nicht,mit nur 4 Stunden am Tag,also haben wir eine andere Lösung gefunden.
Hätten sie sich nicht drauf eingelassen,hätten sie mich kündigen müssen und ich hätte noch eine Abfindung raus geholt. Bitte niemals selbst kündigen,es sei denn,man bekommt einen besseren Job. Immer kündigen lassen und auch niemals auf gegenseitiges Kündigen einlassen. Wenn er dich nicht mehr will,dann soll er dich kündigen und dann gehe vor Gericht und hole eine Abfindung raus.

Arbeitest du in einer Firma,wo weniger als 15 Mitarbeiter arbeiten,dann sieht es schlecht aus.

Übrigens bin ich toll wieder aufgenommen worden und nun werde ich zusehen,dass wir doch noch eine andere Regelung für meine Arbeitszeit finden. Arbeite momentan nur am Wochenende auf Nachtschicht :-(.

Also,erst mal einen Antrag stellen, drei Monate vorher, seine Vorstellungen reinschreiben. Einen Kompromiss kann man immer noch finden.

Viel Glück wünsche ich dir !!!

LG Danni !!!