Finanzierung Häuslebauer

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 12:22 Uhr

Grüss Euch,

wir haben die Möglichkeit "günstig" an ein Grundstück in einem Neubaugebiet zu kommen.

Das Grunstück kostet 120.00,-- Euro. Beim Haus haben wir uns noch nicht entschieden, was es werden soll (Fertighaus oder Stein auf Stein) rechnen aber mit ca. 150.000 - 200.000 Euro.

Als Eigenkapital haben wir ca. 50.000,-- Euro.

Der monatliche Nettoverdienst liegt bei ca. 4.500,-- -5.000 Euro.

Dürfte es bei der Finanzierung Probleme geben? Welche Bank könnt Ihr uns empfehlen?

Beitrag von jamey 21.08.07 - 12:31 Uhr

THEORETISCH müsste es wohl machbar sein.

eine bank empfehlen ist schwer. habt ihr vielleicht einen unabhängigen finanzberater in der nähe?

wenn man nen guten erwischt, wird man gut und umfassend beraten und ein gutes finanzierungskonzept erstellt.

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 12:54 Uhr

Danke für die Antwort.

Wir haben übernächste Woche einen Beratungstermin. Er arbeitet mit unsere Voba zusammen, kommt wohl aber von der Schwäbisch Haller Bausparkasse.

Mal sehen, was er uns zu erzählen hat.

Nächste Woche kommt auch jemand von Rensch-Haus.. dann wissen wir ungefähr, in welcher Größenordnung wir uns bewegen.

Beitrag von mausdd 21.08.07 - 12:53 Uhr

Also vom netto her dürfte es kein Problem geben denke ich. Auch das Eigenkapital ist genug, aber das Grundstück finde ich sehr teuer.
Bei einem Haus musst du min. mit 180.000 Euro rechnen. Wenn ihr Keller wollt. Wir haben auch gedacht 160.000 reichen. Kann man aber vergessen.

Habt ihr keinen Finanzierer von der Hausfirma? Der klappert alle Banken ab und findet das Beste Angebot!

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 12:59 Uhr

was will man machen.. wir haben hier Grundstückspreise von 310 Euro/m² - und das auf dem Land. In HD oder MA werden sie dann absolut unbezahlbar.

Ein Keller ist ein MUSS.

Wir haben nächste Woche das erste Gespräch wegen dem Haus. Wir wollten uns von denen dann ein Finanzierungsangebot einholen sowie von unserer Hausbank.

Beitrag von mausdd 21.08.07 - 13:10 Uhr

Oh mein Gott.... as ist ja unverschämt. Wir haben hier in Dresden zwar schon unverschämte Mieten und eine Wohnung mit 3 Räumen zu über 600-700 Euro ist keine seltenheit mehr, aber die Grundstückspreise liegen hier bei höchstens 160 Euro qm. Mehr hab ich hier noch nicht gehört. Da wo wir bauen wollen im Vorort kostet der qm sogar nur 65 Euro. Im Erzgebirge wirds natürlich noch günstiger, aber da sagen sich dann auch die Tiere gute Nacht ;-)

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 13:16 Uhr

Ich kenn Eure Preise, da mein Schatz aus der Nähe von Freiberg kommt.

Leider kann man die Grundstückspreise im Osten nicht mit denen im Westen vergleichen. Auch die Mietpreise nicht.

Seine Eltern sind damals schon vom Hocker gefallen, als sie mitbekommen haben, dass wir hier für eine Doppelhaushälfte Kalt 860 Euro Miete zahlen - für mich (Wessi) ein absolutes Schnäppchen *lächelt*.

Ohne das jetzt böse zu meinen - aber manchmal muss man einfach umdenken.


Beitrag von mausdd 21.08.07 - 13:21 Uhr

Wir zahlen sogar noch mehr für nen Reihenhausim Osten. 900 Euro. Die Zeiten haben sich geändert,glaube mir. Und auch das ist nen echtes Schnäppchen... normal liegen hier die Preise bereits über 1000 Euro. Eine Freundin aus Köln hat mal gesagt sie kennt keinen der so eine hohe Miete hat. Und - München vieleicht mal ausgenommen - die Preise sind extrem gestiegen, außer bei städtischen Wohnungen. Mein Bruder zahlt z.b. in Hamburg viel weniger wie wir es für gleiche qm je gezahlt haben.

Aber das glaubt man im Westen ja nicht - was jetzt nicht bös gemeint ist. Fakt ist, die Mieten gleichen sich unendlich schnell an. Kann dir gern mal ne Zeitung mit Wohnungsangeboten schicken ;-)

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 13:27 Uhr

die Mühe brauchst Du Dir nicht machen.

Es geht mir ja nicht um die Mietpreise Ost/West, sondern um unsere Finanzierung *lächelt* Trotzdem Danke.

Beitrag von mausdd 21.08.07 - 15:01 Uhr

Schon klar, aber irgendwie bin ich es leid immer zu hören - bei euch ist alles billiger,Miete, Strom, Wasser, Essen etc.

Das ist völlig falsch. Das stimmt sicher bei den Grundstückspreisen, ohne Frage und da sage ich auch nichts dagegen. Aber die Preise für ein Haus z.b. von Vierbrockhaus sind überall gleich, Lidl Aldi und co. haben auch in ganz Deutschland die gleichen Preise, und für Strom und Wasser zahlen wir sogar mehr wie im Westen. Begründet wird das mit den hohen Investitionen nach der Wende,wobei die lange abgeschrieben sind. Gestern hatte ich einen Artikel der beschrieben hat dass sich das Bundeskartellamt jetzt wegen der Wasserpreise informiert, da wir doppelt soviel zahlen wie ein Münchner.

Aber um das zu wissen muss man eben hier leben und sich ständig damit außeinander setzen (etwa in der regionalen Tageszeitung).... und nicht einfach sagen (tust vieleicht nicht du, aber viele machen das einfach so)... och bei euch im Osten ist ja alles billig, daher sind eure Löhne auch so niedrig... etc...

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 15:15 Uhr

Eigentlich wollte ich nicht mehr auf Dein Posting eingehen, da ich solche Diskussionen für überflüssig halte. Aber wenn es Dich beruhigt - doch ich weiß, dass ihr höhere Wasser- und Abwasserkosten habt.

Ich hab nämlich mal in der Gemeinde meiner Schwiegereltern angerufen, um die Preise zu erfragen.

Wir haben im Garten eine extra Wasseruhr, damit wir kein Abwasser bezahlen und mein Schwiegervater hat behauptet, sowas gäbe es bei ihm Zuhause nicht.. gibts doch, er wusste nur nichts davon.


Beitrag von didine 21.08.07 - 14:11 Uhr

Hi,

also nach Eigenkapital und monatlichem Nettoverdienst zu urteilen seid Ihr auf jeden Fall schonmal nicht schlecht!

Wichtig ist aber, welche Kosten Ihr monatlich habt... Habe schon Kunden erlebt, die ein gutes, auskömmliches Einkommen haben, aber deren Kostenblock sogar viel höher war.

Daher wird bei einem Finanzierungsberatungsgespräch (bspw. bei Deiner Hausbank?) ein sog Scoring gemacht. Die arbeiten aber gerne mit Pauschalwerten.
Vielleicht macht Ihr Euch vorab die Mühe und prüft, welche Kosten Ihr auf den MOnat runtergebrochen habt (über Versicherungen, Sachversicherungen, Altersvorsorgebeiträge, Lebenshaltungskosten, KFZ etc... da kommt zwar ein wenig Arbeit, aber es lohnt sich).
So machst Du Dich nicht von einer Meinung abhängig, die Dir entweder hop oder top sagt.

WIeviel zahlt Ihr denn pro qm erschlossen für das Grundstück? Ist schon Hammer, welche regionale Unterschiede es da gibt! Bei uns zahlt man ca 200 EUR / qm erschlossen und ein paar Kilometer weiter schon nur noch 100 EUR... in anderen Städten könnten wir uns glaub ich noch nichtmal eine Besenkammer leisten :-p

vg Didine

Beitrag von rubinstein 21.08.07 - 14:42 Uhr

Ich denke, was die Fixkosten anbetrifft, dürfte nichts gegen uns sprechen.

Wenn ich mal grob überschlage - mit unsere jetzigen Mietbelastung - Kosten für Versicherungen, Essen, Benzin, Telefon etc. abziehe bleiben monatlich ca. 1.500 übrig.

Mein Partner hat einen Geschäftswagen und da fällt schon mal ein großer Batzen weg. Ich selbst fahre einen Kleinwagen.

Wir kaufen das Grundstück von Privat - für 314 Euro/m².

Wenn man eines von der Gemeinde nimmt, wären das 310 Euro/m². Die hatten aber leider nichts passendes mehr. Die SAP ist bei uns in der Nähe + die Amis. Dadurch sind die Preise so hoch.

Beitrag von tannenbaum1 21.08.07 - 17:58 Uhr

Hallo,
sorry, aber, wenn ihr bei dem Nettoverdienst Probleme bekommen werdet, dann weiß ich nicht, wie andere Leute Kredite bekommen?!
Aber - wie ist es, wenn einer mal ausfällt wg. Schwangerschaft etc., wie sieht es denn aus?
Gruß
T.

Beitrag von rubinstein 22.08.07 - 07:30 Uhr

Grüss Dich,

wenn ich schwangerschaftsbedingt ausfalle wär das auch nicht sooo schlimm. Ich würde 1 Jahr lang Elterngeld bekommen und anschließend wieder halbtags arbeiten gehen.

Mein Schatz verdient um einiges mehr als ich. Wir sind momentan nicht verheiratet, somit haben wir beide noch Steuerklasse 1.

Wenn ein Kind kommen würde, würden wir heiraten.. er hätte dann Steuerklasse 3 und somit wäre mein Ausfall wieder ein bisschen "aufgefangen".

Dass auch uns die Arbeitslosigkeit treffen könnte, dessen sind wir bewusst.. aber das Risiko gehen alle ein.