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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von merline 21.08.07 - 14:16 Uhr

Jetzt hatte ich zum ersten Mal den Fall, dass ich nicht mehr mein "Original"-Medikament bekommen habe, sondern ein günstigeres Präparat mit gleichem Wirkstoff (Betablocker) Was ich mich frage:
Kauft dann niemand mehr die teuren Sachen?
Der Wirkstoff mag ja der gleiche sein, aber die Zusatzstoffe sind anders. (hab ich verglichen) Was ist, wenn man jetzt einen der Zusätze nicht verträgt
Irgendwie trau ich dem Braten nicht so recht. Bei einer Hustenpille wärs mir egal, aber bei sowas...
Früher, als ich noch die Pille nahm, wollte man mir auch immer was billigeres andrehen, da hab ich mich aber nie drauf eingelassen.
Ich hätte mich eh nicht mit der "Kopie" abspeisen lassen - aber mein Mann war mit meinem Rezept da. (Und Ärzte und Apotheker sind für ihn anscheinend Götter #augen) Gut, dass ich noch genug von den Originalen für unseren Urlaub habe, denn da möchte ich nicht unbedingt was neues testen Und nachm Urlaub hab ich eh Termin beim Arzt und dann frag ich nach, bevor ich die erste davon einwerfe... mit Herzmittelchen ist nämlich nicht zu spaßen #gruebel

LG Merline

Beitrag von 19021982 21.08.07 - 15:19 Uhr

Hallo!

DAs hat mit abspeisen nix zu tun! Das ist die neue Regel. Es gibt für den Doc nur die Möglichkeit aut idem anzukreuzen aber das tun die wenigsten, weil sie Angst vor Regressforderungen haben!

Kannst mit deinem Doc reden aber ich denke nicht das sich was ändern wird!

LG

SImone

Beitrag von klau_die 22.08.07 - 06:21 Uhr

Hi,

ich finde die Regelung absolut sinnvoll und lange fällig.
Bin selbst auch betroffen, aber solange die Inhaltsstoffe identisch sind, sehe ich kein Problem, ob da nun der eine oder andere Füllstoff drin ist.
Gesundheitsgefährlich sind sie mit Sicherheit alle nicht.

Deine Betablocker wirken ja durch die Wirkstoffe nicht durch irgendwelche Füll- oder Trennmittel und die alternativen Medis sind genau so getestet wie die anderen.

Du kannst Dir ja aber gern ein Privatrezept ausstellen lassen, wenn Dir der Markenname so wichtig ist.

LG

Andrea

Beitrag von heffi19 21.08.07 - 16:07 Uhr

Wegen solchen Leuten wie dir geht das Gesundheitssystem den Bach runter, aber mal ehrlich. Glaubst du echt es werden Herzmedikamente freigegeben die nicht wirken? Au man...

Ich glaube du hast keine Ahnung was Medikamente kosten und welche Folgen das für uns alle hat, das jeder nur noch das teuerste will...

Beitrag von smr 22.08.07 - 07:08 Uhr

Hallo!
Es passiert aber tatsächlich, dass angeblich die gleichen Wirkstoffe in den Medikamenten drin sind, genauso wirken müssten, und es nicht tun. Insofern kann ich die Bedenken der Posterin glatt verstehen,da es mir auch schon so gegangen ist und das nicht bei Null Acht Fuffzehn Medikamenten. Die Bedenken sind hier durchaus nachzuvollziehen, Gesundheitssystem hin und her....

Grüsse Sandra

Beitrag von linastern007 23.08.07 - 19:32 Uhr

Och wie putzig ! Schon mal richtig krankgewesen ? Wieviel Jährchen haben wir denn auf dem Buckel ? #baby Denk an mich, wenn du mal nicht nur was für den Schnupfen brauchst.....#huepf#huepf#huepf

wenn mann keine Ahnung hat, einfach mal die f.r.e...halten. #cool

Und noch nen kleinen Tipp dazu (damit auch d u noch was klüger wirst #bla) - beschäftige dich doch mal mit der Lobby der Pharmaindustrie. Da findest du wohl eher den Übeltäter...


Tzzzz #augen

Beitrag von queenofrain 21.08.07 - 16:52 Uhr

Hallo,

ich denke nicht, dass es deine Schuld ist, wenn das deutsche Gesundheitssystem den Bach runtergeht.

Wir (bzw. mein Mann) haben das gleiche Probleme. Er nimmt Betablocker und das schon über einen längeren Zeitraum. Sein vorheriger Hausarzt hatte mit ihm schon Substitute ausprobiert aber er hat sie nicht vertragen (Übelkeit, Durchfall). Ob es dann sinnvoll ist, weiter das Gesundheitssystem mit der Einnahme dieser Tabletten zu unterstützen, sei mal dahingestellt.

Sein alter Hausarzt hat ihm dann anstandslos das Originalpräparat verschrieben. Nach unserem Umzug hatten wir hier extremes Theater. Meine Hausärztin, zu der er jetzt geht, wollte ihm auch andere Präparate verschreiben, wir haben dann ewig diskutiert, dass er das ja schon erfolglos ausprobiert hätte und mit den "billigeren" Präparaten nicht klarkommt. Da bei ihr aber Sparzwang herrscht, da sie einen Patientenstamm hat, der sehr gross und noch dazu sehr verschreibungsintensiv ist, war es eine lange Debatte. Sie hat dann in der Akte vermerkt, dass er nur noch das Original bekommt, da wir darauf bestanden haben und ihr erklärt haben, dass er beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist und es nicht riskieren will, aufgrund der Unverträglichkeit des Ersatzpräparates einen Unfall zu bauen.

Ich finde die Aussage frech und anmaßend, zu behaupten, dass das Gesundheitssystem den Bach runtergeht, weil manche Menschen eben eine anderes Medikament benötigen. Schuhe gibt es ja auch in verschiedenen Farben und Größen. Tatsache ist doch, dass das System nicht funktioniert, weil die Einnahmen und Ausgabenseite nicht stimmen, da es zuviele Menschen gibt, die die Leistungen immer noch rücksichtslos ausnutzen und dadurch enorm hohe Kosten verursachen.

Mein Mann ist freiwillig gesetzlich versichert, sieht seine Ärztin 2 mal im Jahr und die Rezepte hole ich für ihn. Er zahlt für seine Krankenversicherung einen entsprechend hohen Anteil und wenn er dann ein Präparat verlangt, das für ihn geeignet ist, finde ich das voll und ganz gerechtfertigt.
Man sollte sich in die Situation hineinversetzen können, um eine passende Antwort zu geben.

LG

queenofrain



Beitrag von heffi19 21.08.07 - 20:43 Uhr

Wenn man etwas nicht verträgt ist es ja wohl etwas völlig anderes und davon habe ich auch nicht gesprochen. Aber die Dame regt sich auf ohne das Medi vorher probiert zu haben...

Beitrag von heffi19 21.08.07 - 20:46 Uhr

Einen angemessenen Beitrag?
Bist du dir im Klaren darüber was Betablocker kosten?

Das Geld alleine zahlst du niemals in einem Jahr in die KK ein, also spuck nicht so groß rum.

Wenn dein Mann das nicht verträgt ist es die eine Sache.
Es ist eine andere wenn man von vorneherein rummotzt und man unbedingt das teuerste Medi haben will...

Beitrag von queenofrain 21.08.07 - 22:33 Uhr

Schön langsam,

das Päckchen Betablocker in N3 kostet laut Aufschrift 75,-. Genau 10% nämlich 7,50€ zahlen wir dafür an Rezeptgebühr. Macht bei 4 Quartalen ( ein Päkchen pro Quartal) 300,-€. Pro Monat zahlt mein Mann laut Abrechnung den Höchstsatz. Bei einem Jahreseinkommen von über 60.000€ brauchen wir nicht darüber streiten, ob er das im Jahr als Krankenkassenbeitrag einbezahlt.

Abgesehen davon, könnten wir es uns also locker erlauben, seine Betablocker auf Privatrezept zu bekommen und dementsprechen zu bezahlen aber da er reichlich Geld in das deutsche Gesundheitssystem pumpt, hat er auch einen Anspruch auf Leistungen daraus. Basta!
Also weiss ich sehr wohl wovon ich rede. Und dass man vorsichtig ist und nicht einfach blind irgendwelche neuen/anderen Medikamente ausprobieren will, kann ich gut nachvollziehen.

Beitrag von heffi19 21.08.07 - 23:59 Uhr

Aber dadurch dass viele Leute das in der Vergangenheit und Gegenwart so gemacht haben/machen kommt es zu solchen Späßchen wie Praxisgebühr etc.

Das ist Fakt!

Beitrag von heffi19 22.08.07 - 00:01 Uhr



Und nochwas - ich hab schon hundertmal gesagt dass es was anderes ist wenn man das billigere Medi nicht verträgt...
Es geht mir hier um grundsätzliche Sachen...

Beitrag von klau_die 22.08.07 - 06:24 Uhr

Entschuldige mal, bei Euch sieht es ja anders aus, Dein Mann hat das Alternativpräparat ja getestet!

In diesem Fall hier geht es um die vage Vermutung, es könnte unter Umsteänden eventuell....und das sind Faktoren, die unser Gesundheitssystem immens belasten.
Das Geld fehlt nun mal und wenn Du selbst Kopfschmerztabletten kaufst oder ne Herpessalbe, nimmst Du sicher auch was von Ratiopharm, oder?

Bei unbegründetem Bestehen auf Markenprodukte gibt es ja jederzeit die Möglichkeit, sich ein Privatrezept ausstellen zu lassen!
Warum soll die Allgemeinheit der Versicherten so einen Spleen mitbezahlen?

Gruß,

Andrea

Beitrag von emmy06 21.08.07 - 18:31 Uhr

Hallo....

mit abspeisen lassen hat das überhaupt nichts zu tun....
Zum April hat sich einiges im Gesundheitswesen geändert, mal wieder...
Die einzelnen KK, Pharmafirmen haben Verträge untereinander geschlossen und die Apotheken dürfen nur noch dementsprechend Medis rausgeben... Wenn zum Beispiel die BKK XY einen Vertragt mit der Firma STADA hat, dann bekommst Du Dein Medikament von STADA und nicht das von HEUMANN wie zuvor.... Da kannst Du Dich auf den Kopf stellen, die Apotheken sind daran gebunden....

Der Arzt kann es höchstens am Rezept vermerken, das eine substitution ausgeschlossen ist... Das werden aber nicht viele Machen, das es dann zu Regressforderungen der KK kommen kann....


LG Yvonne

Beitrag von hexe1723 21.08.07 - 19:52 Uhr

Das alles nennt sich GESUNDHEITSREFORM.
Und machen kann man als Patient da fast nix. Besteht bei dem "Ersatzpräperat" eine Unverträglichkeit dann kann der Arzt auf dem Rezept vermerken das man nur das Orginal verträgt, sonst muss man das nehmen was man bekommt.

LG Hexe1723

Beitrag von klau_die 22.08.07 - 06:25 Uhr

Doch, sicher kann man das als Patient umgehen - mittels Privatrezept. Dann werden einem auch die Preise mal bewußt!

LG

Andrea

Beitrag von glu 21.08.07 - 21:35 Uhr

< Ich hätte mich eh nicht mit der "Kopie" abspeisen lassen >

nicht alles was teuer ist, ist das original...

davon mal abgesehen ist billig nicht gleich schlecht...

bei mir wirken z.b. die ass von hexal eher als aspirin von bayer...

ich nehme asthma-medis ... ich wüßte gar nicht wer salbutamol als erstes auf den markt gebracht hat...hab schon soviele verschiedene hersteller gehabt, alle mit dem gleichen ergebnis, nämlich LUFT bekommen...

#augen

Beitrag von heffi19 21.08.07 - 22:30 Uhr

#huepf #pro

Beitrag von klau_die 22.08.07 - 06:27 Uhr

"Ich hätte mich eh nicht mit der "Kopie" abspeisen lassen "

Das hättest Du nicht vermeiden können - der Apotheker DARF Dir nichts anderes verkaufen!

Beitrag von smr 22.08.07 - 07:11 Uhr

Hallo!
Kann Deine Bedenken verstehen, aber die Apotheken sind leider angewiesen, nun so zu handeln.
Dir wird wohl nicht übrig bleiben, als erstmal diese Variante zu probieren und zu sehen, ob die Wirkung die gleiche ist.
Habe ich auch so gemacht, bei meinen Medikamenten hats nicht unbedingt funktioniert. Aber da hat wohl der Arzt die Möglichkeit, dann ausdrücklich zu vermerken, dass Du das Originalpräparat bekommst. Wenn er dazu bereit ist.
Alles Gute
Sandra

Beitrag von kapulli 22.08.07 - 07:37 Uhr

Guten Morgen!

Natürlich hätte der mündige Patient gerne das ihm so vertraute Originalpräparat. Das liegt zum einen daran, dass es über Jahre durch die niedergelassenen Ärzte sowie noch immer durch das Krankenhaus eine Art "Anfütterung" stattgefunden hat bzw. stattfindet. Man erhält als Erstmedikament eine kleine weiße Pille, also möchte man diese weiterhin einnehmen dürfen. Oder die Tablette ist blau und hat eine längliche Form, dann denkt der Patient, nur dieses blau gefärbte Etwas hilft mir. Somit hat man hier die klassische Erweiterung des Placebo-Effektes. Fakt ist aber: Der Wirkstoff ist gleich! Natürlich gibt es unterschiedliche Zusammensetzungen und es kann durchaus sein, dass der eine oder andere diese schlechter oder vielleicht gar nicht verträgt. Aber dieses beschreibt eher die Ausnahmen. Auch die sogenannten Generika dürfen nur nach langen Testphasen auf den Markt. Und das ist gut so. Billig bedeutet hier wirklich nicht gleich schlecht. Die Preisbindung der teuren Medis nutzt nur den großen Pharmaunternehmen. Mit der Verkaufsfreiheit können auch kleinere Medikamentenhersteller ihre Ware auf den Markt bringen und das zu angemessenen Preisen. Somit fällt auch das Preismonopol, was wirtschaftlich sehr gesund ist.
Und, nur weil jemand im Einzelfall mal kein Substitut erhält, geht das Gesundheitssystem nicht den Bach hinunter. Das liegt eher an überflüssigen und teuren Diagnostiken sowie an der Permanentverordnung von Medikamenten. Studien in anderen EU-Ländern haben schon längst gezeigt, dass ein längerer Kontakt mit dem Arzt die Medikamentenverordnung deutlich reduziert. Schade nur, dass es sich in Deutschland eher andersherum verhält. Kurzes Gespräch und dann gleich ein Rezept in der Hand.:-(

L.G. Nicole

Beitrag von smr 22.08.07 - 09:26 Uhr

#danke
Nichts hinzuzufügen und gut erklärt!
LG
Sandra

Beitrag von merline 22.08.07 - 10:46 Uhr

Wieso werde ich eigentlich bei Urbia das Gefühl nicht los, dass hier immer arg schnell "geschossen" wird, wenn man nur mal was fragt. #augen
Als Allergiker muss ich halt nicht nur auf den WIRKSTOFF achten, sondern auch auf die ZUSATZSTOFFE. Ich hab mir schon mal einfach so eine Salbe in Apo geholt, ein paar Stunden später war ich wegen allergischem Schock in der Klinik. :-( Außerdem hat meine Ärztin das teure Original verschrieben, die Kopie gabs erst in der Apotheke. Ich bin halt ein Schisser, was das anbelangt und meine Hausärztin weiß genau, auf welche Stoffe ich allergisch reagiere und auf welche nicht. Also ist es doch nur legitim, sie vorher zu fragen, oder nicht?

LG von der SCHULDIGEN und MIT GELD UM SICH WERFENDEN Merline :-[

Beitrag von heffi19 22.08.07 - 14:19 Uhr

Ja, dann weißt du ja jetzt worauf du allergisch reagierst und kannst danach schauen, es gibt schließlich Beipackzettel und Apothekerinnen.

Wenn deine Ärztin meinen würde dass du die Zusatzstoffe nicht verträgst würde sie aut idem ankreuzen, fertig...

Im Übrigen kann dir sowas wie Allergien auch bei dem teuren Medikament passieren...

Wir handhaben es jetzt auch so wie schon gesagt, wenn der Pat. unbedingt das teure Medikament will zahlt er die Differenz selbst (Allergien/Unverträglichkeiten ausgeschlossen). Plötzlich ist das billigere Medi dann in Ordnung...

Beitrag von glu 22.08.07 - 15:22 Uhr

weil 99 % hier frauen sind ;-)

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