Das muss ich los werden....

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von danni64 21.08.07 - 15:38 Uhr

Ein #liebeliches Hallo,

ich muss einfach mal was los werden und Männer verstehen einen da halt nicht ;-).

Es geht um meine beiden kleinen Zwerge. Benjamin wird nächsten Monat 5 Jahre jung und Nicole ist 3,5 Jahre jung. Beide gehen in den Kiga,Benjamin jetzt seit 2 Jahren und Nicole seit Januar.

Nun ist es so,dass Benjamin entwicklungsverzögert ist,erst durch den Kiga sind wir darauf aufmerksam gemacht worden vor ca 1,5 Jahren. Das er in der Sprache hinterher hinkt,dass wussten wir schon länger. Benjamin bekommt seit einem Jahr Logopädie und seit Januar Heilpädagogik. Die Sprache ist sehr viel besser geworden und in der Motorik hat er auch sehr grosse Fortschritte gemacht. Anfang des Jahres haben wir eine Integration für den Kiga beantragt und haben sie auch durch bekommen #huepf.

So machen wir noch die letzten Stunden für die Heilpädagogik zuende,machen keine Verlängerung mehr und die Logopädie wird er noch ein paar Jährchen brauchen. Wir haben Sprachtherapie und Motorik einfach in den Alltag eingebaut und machen es immer noch,so hatte er nie das Gefühl,dass es stressig ist und er jetzt besonders lernen muss. Dazu haben wir ihn viel gelobt,wenn er etwas super und gut gemacht hat. Ich denke mal,dass er deshalb diese grossen Erfolge hat.

Der Kiga hat immer super mit mir zusammen gearbeitet,besonders die beiden Erzieherinnen aus seiner Gruppe,dem entsprechend hat Benjamin einen sehr engen Kontakt zu einer der Erzieherinnen.

Und das ist nun mein Problem. Benjamin soll aus diese Gruppe raus und in die Integrationsgruppe gehen,ab dem 01.09.2007.Die haben noch ein Kind,das Integration bekommt und für dieses Kind brauchen sie viel Zeit. Also können sie die Kraft nicht für 2 Gruppen aufteilen und Benjamin käme zu kurz. So bleibt nur der Wechsel für Benjamin in diese andere Gruppe.
Benjamin und Nicole gehen in eine Gruppe und werden dann getrennt. Ich habe es extra so ausgewählt,weil auch sie ein enges Verhältnis zu einander haben. Sie lieben sich sehr und sind gerne zusammen,vielleicht,weil sie nur 16 Monate auseinander sind. Nicole hat schnell Anschluss zu anderen Kindern im Kiga gefunden,aber die sind nun alle in der Schule. Sie spielt gerne mit Älteren und nun sind sie weg.Das machte sie schon traurig,als sie wieder in den Kiga ging,nach den Ferien.

Irgendwie macht mich das Ganze sehr traurig,dass Benjamin nun in eine andere Gruppe soll. Und ich weiss noch nicht einmal,warum es mich so traurig macht #heul.

Sie führen Benjamin natürlich langsam in die neue Gruppe ein,das ist klar. Heute hat er mit denen gefrühstückt und durfte sich ein Zeichen für seine Tasche und Sachen aussuchen. Nicole hat geweint und war ganz traurig und nur die Erzieherinnen konnten sie ein wenig beruhigen und ablenken.

Es sind meine Kinder und mich macht es dann auch traurig. Ich weiss nicht so recht,wie ich damit umgehen soll. Mein Kopf sagt,dass es so okay ist und das es sich alles einspielen wird. Sie können noch draussen und im Block zusammen spielen.
Mein Herz aber weint aus irgendeinem Grund und ich weiss noch nicht einmal,warum #heul.

Irgendwie bin ich sehr traurig über diesen Umstand und kann vom Kopf her noch nicht einmal sagen,warum :-(.
Das macht mir schon den ganzen Nachmittag zu schaffen #gruebel.

Ich musste das einfach mal los werden,denn Zuhause versteht mich keiner,schon garnicht mein Mann. Er ist eben nur ein Vater ;-).

#danke fürs lesen und liebe Grüsse von Danni !!!

P.S: Ach ja,sollte Benjamin dann in dieser Gruppe sehr unglücklich sein und sich wieder in sich zurückziehen,käme er wieder in seine Gruppe zurück,denn Integration soll helfen und nicht schaden !!!

Beitrag von kleineute1975 21.08.07 - 15:53 Uhr

Hi

ich habe jetzt nicht alles gelsesen aber ich finde schon das du sie ruhig trennen kannst, denn wenn er in die Schule kommt z.b. muss ie auch alleine klar kommen ich fände das nicht so schlimm...

ich würde an das Beste für mein kind denken, und wenn er dort besser gefördert wird, dann würde ich wechseln

LG Ute

Beitrag von nava 21.08.07 - 16:10 Uhr

Hey du

Ich kann dich sehr, sehr gut verstehen. Es ist eine Veränderung, die da auf euch alle zukommt. Bisher war alles gut und Benjamin hat sich toll entwickelt wo er war... und nun wird alles bisschen anders.

Ich denke deine Kinder und auch du brauchen etwas Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen und dann wird es euch allen auch wieder besser gehen. Sieh es als Chance.. deine Kinder werden sich weiterentwickeln und sie werden sich vielleicht sogar noch mehr schätzen, nun da sie nicht mehr dauernd zusammen sind.

Lass dich drücken. #liebdrueck

LG
Deborah

Beitrag von danni64 21.08.07 - 16:28 Uhr

Danke für die netten Worte #danke.


Vielleicht mache ich mir ja wirklich immer zuviele Gedanken. Ich habe nur wirklich ein wenig Angst,dass er wieder Rückschritte macht,wo doch nun alles so toll läuft.

Nicole ist noch klein und musste immer zurück stecken,weil wir soviel Zeit in Benjamin investieren mussten. Viele Arztbesuche, SPZ, Pädaudiologie und vieles mehr,bis man so doofe Anträge durch hat und die KKs bereit sind zu zahlen :-(.

Nun ist endlich wieder Ruhe eingekehrt und ein "normales" Leben und nun soll sich wieder einiges ändern #heul.

Ich denke immer,meine Kleine kommt zu kurz und steht so im Hintergrund. Ich würde ihr auch gerne was bieten,aber für irgendwelche Vereine ist sie noch zu klein. So hat sie nichts,was nur für sie ist. Mutter-Kindturnen haben wir mal gemacht,aber das gefiel ihr nicht.Sie ist ein kleiner Wirbelwind und da ging es ihr zu ruhig zu,da da schon Kinder im Krabbelalter kommen #gaehn.

Oh man,manchmal ist es so schwer, Mama zu sein :-(.

Lieben Dank und liebe Grüsse von Danni !!!

Beitrag von nava 21.08.07 - 16:57 Uhr

Man will einfach nur das Beste für seine Kinder oder? Deshalb machen wir uns auch sooo viele Gedanken darüber. Die Kinder kommen im Endeffekt meist viel besser damit klar als wir.. :-) Vielleicht ist es auch genau das was deine Tochter jetzt braucht.. etwas eigenes und das hat sie wenn Benjamin in einer anderen Gruppe ist... auch wenn das im Moment schwer für sie ist.

Lass es auf dich zukommen, Benjamin hat schon so tolle Fortschritte gemacht und vielleicht braucht er genau dieses mehr Stück an Förderung jetzt noch, damit es noch mehr bergauf geht... und denk einfach daran, falls alle Stricke reissen könnte er immer noch zurück.

Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft für die kommende Zeit. Du und deine Kinder werden das bestimmt wunderbar hinkriegen.. und in ein paar Wochen wirst du dich fragen, weshalb du dir soooo viele Gedanken gemacht hast. :-)

LG
Deborah

Beitrag von twokid83 21.08.07 - 16:21 Uhr

Huhu Danni,

es ist klar das die was neues Angst macht, aber du solltest vielleicht mehr deinem Benjamin vertrauen. Traurig sollte dich die ganze Sache nicht machen, weil dein Sohn eine bessere Förderung bekommt, die er braucht.

Ich finde es richtig die Kinder zu trennen, bei uns im Kita werden selbst Zwillinge getrennt, damit sie jeder ihre eigene Gruppe haben und auch mal was getrennt von Bruder und Schwester machen und die sind 100% enger gebunden als deine beiden.

Wenn eine Gruppe für die Förderung vorhanden ist, dann nutzt dies, je mehr Förderung er kriegen kann um so besser und wenn es weniger wäre wenn er in einer andere Gruppe wäre, wäre für mich das mehr ein Grund ihn in die andere Gruppe zu stecken.

Unser Sohn ist auch sprachverzögert und seit letzte Woche im Kita auf einen Ingrationplatz und morgen haben wir das Gespräch mit der Therapeutin, wie die Therapie abläuft.

Lg Jule

Beitrag von raquel77 21.08.07 - 16:32 Uhr

Hallo,

ich kann deinen Kummer schon nachempfinden. Ein Kind, das entwicklungsverzögert ist, ist nun mal ein zerbrechliches Gut, wie man meint. Und jedes Hindernis könnte gleich zu einem Rückfall führen. Du hast sicherlich Angst, dass dein Kind von diesem Schritt Schaden nehmen könnte.

Aber letztendlich s0lltest du diesen Schritt auch als Chance wahrnehmen. Der Tag, an dem der Junge in die Schule kommt, ist nicht mehr fern. Und dieser Abschied ist wesentlich abrupter als jetzt, wo sich die Geschwister zumindest hin und wieder sehen können.
Vor allem, wo die beiden sehr aneinander hängen, ist es gut, wenn der Loslösungsprozess schrittweise und doch sichtbar passiert.

Kopf hoch und hoffe, dass es dem Jungen gut gehen wird. Denn das wäre für alle für die Zukunft wahrscheinlich am besten.

LG
Sonja

Beitrag von danni64 21.08.07 - 16:55 Uhr

Hallo Sonja,

das ist mir schon alles klar,aber eben nur vom Kopf her. Irgendein Bauchgefühl macht mir einfach Angst und ich weiss nicht genau welches :-(.

Es hat lange gedauert,bis er sich in die Gruppe eingelebt hatte und endlich Freunde fand und nun soll er noch mal von vorne anfangen. Wieder muss er neu vertrauen fassen und Personen,die ihm ans Herz gewachsen sind,muss er ein wenig verlassen.

Gerade diese eine Erzieherin hat er ganz besonders lieb,weil sie immer für ihn da war und das mit ganz viel Herz. Ich meine heute auch in ihren Augen ein wenig Traurigkeit gesehen zu haben.

Er ist nicht mehr so zerbrechlich und ist ein kleiner selbstbewusster junger Mann. Das hat vieles einfach gemacht. Erwachsenen gegenüber war er immer selbstbewusst und sehr ausdauernd,so meinte es mal mein Kia. Er hat sich vor Erwachsenen nicht zurück gezogen,nur anderen Kindern gegenüber war er vorsichtig,weil er wohl merkte,da konnte er nicht mithalten. Und selbst Kinder im Kiga können schon grausam sein,wie wir erfahren mussten.

Vielleicht habe ich Angst,dass er wieder kämpfen muss,um neue Freundschaften in der Gruppe zu finden.

Ich sehe seine Zukunft inzwischen sehr positiv,habe es immer so gesehen und immer an meinen Jungen geglaubt.

Ich weiss auch nicht,irgendwie ist mir heute nur zum weinen,was ich aber vor meinen Kindern zurück halte.

Lieben Dank für deine Antwort und dass es hier Menschen und Mamas gibt,die einen verstehen.

LG Danni #liebdrueck

Beitrag von nisiho 21.08.07 - 18:27 Uhr

Hallo Danni!

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Mein Sohn ist 5,5 Jahre alt und auch entwicklungsverzögert, er hat ebenfalls einen Integrationsplatz im Kindergarten. Meine Tochter wird im Dezember 3 Jahre alt und geht seit zwei Wochen in den Kindergarten.

Eigentlich wollte Jonas gerne, daß Maja mit ihm in eine Gruppe kommt, aber bereits beim Schnuppertag ist allen klargeworden, daß das nicht gutgeht. Maja war zufrieden, aber Jonas hat geweint, weil Maja nicht immer mit ihm spielen wollte. Jetzt gehen die beiden in getrennte Gruppen, was für beide auch gut ist und eigentlich gehen bei uns Geschwister generell in verschiedene Gruppen. Nachmittags spielen bei uns alle Kinder in einer Gruppe, so daß die beiden jetzt manchmal nachmittags in den Kindergarten gehen und dann zusammen spielen.

Die Trennung der Geschwister finde ich nicht ganz so schlimm und ich denke auch, daß Deine beiden sich schnell daran gewöhnen. Schlimmer finde ich, daß er seine Freunde und die Erzieherinnen "verlassen" muß. Da hätte ich auch ein Problem mit. Aber warte mal ab, vielleicht wird es für ihn gar nicht schlimm.

Bei uns hat kurz vor den Ferien auch ein Junge in die integrative Gruppe gewechselt und so weit ich weiß, gab es keine Probleme.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von katruscha 21.08.07 - 20:56 Uhr

Hallo Danni,
ich hatte so ein ähnliches Problem, da wir umgezogen sind. Ich hatte die Wahl, entweder jeden Tag eher aufstehen und er kann im Alten KiGa bleiben, oder wechseln ins nächste Örtchen.
Und wir haben gewechselt.
Ich habe mir auch Wochen den Kopf zerbrochen, aber das war Zeitverschwendung.
Mein Sohn hat sich richtig gut eingelebt und wurde auch schon in den ersten Wochen zum Geb. eingeladen. #freu

Und bei Dir ist es doch noch der gleiche KiGa.
Mach dir keine Sorgen, du wirst ja merken ob íhm gut geht oder schadet und dann kann er ja sowieso wieder zurück.
#pro Also Toi Toi Toi das alles glatt geht.
Und bald kommt die Schule, da kommen wieder Veränderungen auf die Kinder zu.
Man muß nur immer viel reden und genau erklären, was gerade vor sich geht, Kinder verstehen das schon, auch wenn es erst beim 10. Mal ist.