psychische erkrankung und schwangerschaft?????????????

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 16:46 Uhr

hallo an alle,

hab schon lange zeit bei euch mitgelesen und möchte nun auch aktiv mit euch fiebern.
ich wünsche mir schon seit langem ein kind...........leider war es mir aber aufgrund meiner psychischen verfassung nicht möglich schwanger zu werden bzw ich hab es nicht drauf angelegt.
meine diagnose:borderline
zwischen 2000 und 2003 hab ich alles daran gelegt um mich zu zerrstören.alkohol,drogen diverse suizidversuche........es hat nicht geklappt#freu
mittlerweile bin ich seit fast 3 jahren stabil,d.h ich nehme keine drogen,trinke keinen alkohol mehr und zerschneide mir auch nicht mehr die arme bzw körper.ich bin also schon seit langem stabil:-p
und jetzt wünsche ich mir ein baby.ich habe einen sehr lieben freund,der auch meine nicht ganz so guten zeiten mitbekommen hat.
ich kann mir vorstellen,dass einige von euch denken werden,warum ich mir mit meiner problematik ein kind wünsche bzw wie wir es dann verantworten können.
ich hoffe,dass sich meine krankankeit nie wieder so zeigt wie in den jahren davor.......aber sicher weiß ich das natürlich nicht
ist das ein grund um nicht schwanger zu werden?

ld lola

Beitrag von summer07 21.08.07 - 16:50 Uhr

Nur du selbst kannst dir diese Frage beantworten.
Du musst stark sein und an dich glauben und du musst dieser Verantwortung bewusst sein.
Ein Baby könnte dir helfen , all das schlimme zu vergessen... du musst dann all deine Energie dem/der Kleinen widmen und musst immer denken, dass dich das kleine Ding braucht und ohne dich nicht leben kann.

Viel Glück beim Schwanger werden !

LG
#herzlich

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 17:12 Uhr

danke für deine liebe antwort#freu

Beitrag von sissykatze 21.08.07 - 16:54 Uhr

Hallo,
wer garantiert mir dass ich nicht einmal zur Flasche greife?
Wichtig ist nur dass du an Dich glaubst!
Leider hast du noch keine Visitenkarte angelegt. Ich finde auch das Alter und Familienstand (Freund oder Mann) wichtig bei der Familienplanung sind. Alleine würde ich das Thema Baby nicht angehen, Geld spielt natürlich auch eine Rolle.
Wie sieht es bei dir aus?

#herzlich Sissy

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 17:04 Uhr

danke für deine antwort.
also ich bin 29,krankenschwester und mein feund ist wirtschaftsingenieur.am geld solltest es also nicht liegen;-) da wir beide berufstätig sind.mir wurde halt nur soooooo oft ans herz gelegt,dass meine krankheit nicht heilbar ist.aber was heißt das schon??????dass ich jetzt auf alles verzichten muß?so legen es zumindest die mediziner dar-echt ein scheiß gefühl#heul
und neuste studien sagen,dass meine krankheit doch heilbar ist.und ich hab mich gerade heute wieder zur therapie angemeldet;-)
es kann nicht schaden

wünsche dir viel beim üben:-))))

Beitrag von sissykatze 21.08.07 - 17:08 Uhr

Dann lass es krachen#sex#sex#sex, viel Erfolg!#herzlich

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 17:15 Uhr

#sex#sex#sex

werd ich#freu
danke

Beitrag von alex1971 21.08.07 - 16:57 Uhr

Du bist doch stabil sagst Du :-)
Hey, mach Dir keinen Kopf, Du wirst immer wieder Höhen und Tiefen haben und auch ein Kind haben ist sicher kein Ponyhof aber ohne Psychologe zu sein, denke ich, dass die Liebe und die Verantwortung für ein Kind und die schöne Zeit Dir helfen können!

Tu es, wenn Dein #herzlich es sagt!

Alles Liebe und viel Glück wünscht
Alex

Beitrag von jelly_buttom 21.08.07 - 16:58 Uhr

Ich finde das nicht schlimm!

Nur empfehle ich dir immer irgendeinen Ansprechpartner an deiner Seite zu haben!

Nach der geburt meines Sohnes bekam ich eine Depression (postnatale)-niemand erkannte es und es wurde immer schlimmer, sehr schlimm-bis ich mir irgendwann auf eigene faust Hilfe suchte-viel zu spät, wie ich es selbst fand!

Also wenn du der Meinung bist du und dein freund ihr seid stabil genug, um Verantwortung für ein anderes Leben zu tragen, dann geht diesen Schritt-aber wie gesagt, mit psychiologischer Hilfe im hintergrund fänd ich es "sicherer" (kann das schwer beschreiben)

LG und weiterhin Alles Gute!

Beitrag von karli66 21.08.07 - 17:00 Uhr

nimmst du medikamente?
auch ich habe psychische probleme und nehme antidepressiva.
mein kiwu ist groß, habe auch die pille abgesetzt, hoffe dass die tabletten nicht schaden ...

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 17:10 Uhr

ich nehme schon seit langer zeit kein medis mehr.aber es gibt viele,gerade antidepressiva,die den es nicht gerade unterstützen.neuroleptika machen das auch.was nimmst du denn genau?

Beitrag von karli66 22.08.07 - 07:50 Uhr

ich nehme citalopram ... war im schlimmsten fall bei 80 mg und heute bin ich bei 10 mg
habe voriges jahr tavor zusätzlich genommen, vor kurzem hatte ich zusätzlich zyprexa, aber wie gesagt, das zusätzliche ist weg, nur noch 10 mg citalopram
und ich hoffe, dass krieg ich auch noch weg ....

Beitrag von cookie79 21.08.07 - 17:17 Uhr

Hallo,

du solltest bedenken, dass ein Kind alle deine verdrängten Gefühle und Erinnerungen aus deiner eigenen Kindheit wieder wachrufen kann. Man erlebt quasi seine eigene Kindheit nochmal neu mit einem Kind, bzw. wird auch mit Eigenschaften (die das Kind von dir hat) des Kindes konfrontiert, die man selbst an sich nicht so mag, bzw. verdrängt hat. Es ist als würdest du in den Spiegel sehen, nur steht eben vor dir dein Kind und nicht dein Spiegelbild. Da du dich geschnitten hast, gehe ich mal davon aus, dass du eine große Portion Selbsthass in dir aufgestaut hattest. Wenn du das nicht ganz aufgearbeitet hast und eben diese (in deinen Augen) negativen Eigenschaften an deinem Kind siehst und du deinen Selbsthass auf das Kind projezierst, kann das auch mal nach hinten losgehen. Also solltest du deinen Therapeuten wirklich in der Nähe haben, bzw. einen Ansprechpartner. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

LG

Cookie

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 17:29 Uhr

ja, ich weiß was du meinst.ich hatte zum glück in meiner kindheit nicht so schlimme erlebnisse,als dass sie mich geprägt haben....ich rede von sexueller gewalt usw.von dem her hoffe ich,dass ich mich jetzt gefangen hab.wie gesagt,bin schon länger sehr stabil.aber 100% sicher sein kann ich halt nicht.aber wer kann das schon???

Beitrag von janna07 21.08.07 - 18:30 Uhr

Ich kenne mehrere Borderline-Patientinnen, die Kinder bekommen haben. Sicher haben die es oft schwerer als die "gesunden" Mütter und ich kenne auch Fälle, wo die Mutter ihre Autoaggressionen gegen das Kind gerichtet hat.

Wichtig ist deshalb, dass du lernst oder gelernt hast die Warnsymptome in deinem Inneren wahrzunehmen und ohne selbstzerstörerisches Verhalten auf diese reagieren kannst.

Wichtig ist auch, dass du einen festen Rückhalt hast, der deinen Kinderwunsch stützt und auch für das Kind da ist, wenn es dir mal nicht so gut gehen sollte - andererseits trifft das ja wohl auch für so ziemlich jede Mutter zu!
Hast du noch einen Psychotherapeuten oder Psychiater als Ansprechpartner, möglichst einen, der dich schon länger kennt? Wenn ja, dann würde ich auch mit dem mal über deine Wünsche und seine Meinung dazu reden!

Liebe Grüße
Janna

Beitrag von lola1999 21.08.07 - 18:47 Uhr

hallo janna,
vielen dank für dein eine antwort.meine psychischen stützen sind mein freund und meinen mama.im moment ist es allerdings andersrum#freu
ich bin zur abwechsulung mal die stabile....und das schon länger.deshalb bin ich mir auch so sicher ein kind groß ziehen zu könen

lg lola

Beitrag von janna07 21.08.07 - 18:58 Uhr

Wenn du schreibst, dass du "im Moment" die Stabile ist, bedeutet dass, dass deine Mama und dein Freund im Augenblick nicht so stabil sind?
Schaff dir auf jeden Fall auch außerhalb deiner Familie ein Netzwerk aus Helfern, dass dich auffangen kann, falls doch noch mal was hochkommt. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber viele Borderliner sind ja ziemlich geschickt darin, ihre Krankheit vor ihrer Familie zu verbergen
Gerade die Zeit nach der Geburt ist für viele Frauen (nicht nur Borderliner) sehr belastend.
Wenn es denn mit dem Schwangerwerden klappen sollte (was auch nicht so leicht ist ;-)), dann klär auf jeden Falle die beteiligten Ärzte/Hebammen und so darüber auf, was mit dir los ist oder mal war. Das ist sicher nicht einfach und auch unangenehm für dich, aber Versicherungen schließt man ja auch in der Hoffnung ab, sie nie benutzen zu müssen. ;-)

Viel Erfolg!