Ungeplant schwanger - bitte um Hilfe

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von klisoria 21.08.07 - 17:30 Uhr

Hallo, habe gestern erfahren daß ich in der 10. SSW bin. HAbe bereits ein Kind und es ist im Moment für mich schwer für ein zweites Kind wegen finanzieller PRobleme und außerdem wollte ich kein zweites mehr und jezt denke ich über Abtreibung nach. Ich weiss, es hört sich schlimm von mir an aber ich habe keine andere Wahl und wollte Euch hiermit fragen, wie so ein Abbruch abläuft. Ich habe morgen einen Frauenarzttermin und wollte da die Frauenärztin auch um Rat fragen. Muss ich vorher zu ProFamila, was machen die da mit einem und bis zu welcher SSW kann man abtreiben? Ich muss dazu noch betonen, daß ich durch diese auch während der gnazen Zeit sehr starke Unterleibsschmerzen hatte und immer noch habe.
Danke EUch.

Beitrag von kim1968 21.08.07 - 18:15 Uhr

Hei klisoria,

versuch mal durchzuatmen und denk über deine Entscheidung gut nach. Will dir aber nicht reinreden.

Schwangerschaftsabbrüche werden (unter normalen Umständen) bis zur 12 ssw durchgeführt.

1) Du musst zu Pro Familia und ein Beratungsgespräch führen. Dort bekommst du dann eine Bescheinigung.

Zwischen dem Beratungsgespräch und dem Abbruch müssen 3 Tage liegen.

Die Beratungsstelle kann dir auch Ärzte nennen die einen Abbruch vornehmen können / dürfen.

Hast du mit deinem Arzt schon darüber gesprochen?

Lieben Gruss,
Kim

Beitrag von janna07 21.08.07 - 18:21 Uhr

Eine Abtreibung ist in Deutschland bis zur 14ten Schwangerschaftswoche (gerechnet nach dem 1. Tag der letzten Regel) möglich und auch darüber hinaus, wenn es triftige Gründe gibt. (Wobei das Ansichtssache ist).
Methoden gibt es ganz unterschiedliche, am besten schaust du mal unter www.wikipedia.de.

Falls aber "nur" die finanziellen Probleme bestehen, würde ich mich einfach mal schlau machen, was man noch so für Hilfen bekommen kann - gerade dabei ist auch ProFamilia sehr hilfreich.

Beitrag von kleinerobbe03 22.08.07 - 09:52 Uhr

Hallo

ich wünsche dir ein gutes Gespräch mit deinem Arzt.
Das ist eine schwere Entscheidung - und ich möchte darauf hinweisen, dass es viele Frauen in Deutschland gibt, die sich sehnlichst ein baby wünschen.
Ausser Abtreibung gibt es ja noch andere Wege für das kleine Leben, was sich zu dir geschlichen hat.
Falls du dich gegen dein Kind entscheidest, dann hoffe ich, hast du jemanden, der dich emotional unterstützt. Denn das wird das schwierigste daran.

Beitrag von teddy1980 23.08.07 - 00:45 Uhr

Hey, hoffe du überlegst es dir anders. Frage doch auch erst einmal nach welche finanzielle unterstützungen du bekommen würdest, vielleicht klappt es ja dann doch???!!! finde es immer schade dass manche leute "aus finanziellen gründen" abtreiben wollen :-(
Ich hoffe du findest eine lösung und eine gute beratung, so dass du es vielleicht behalten kannst.oder gibt es noch andere gründe?

Beitrag von klisoria 23.08.07 - 21:28 Uhr

Hallo, ich habe mich doch gegen Abtreibung und für das Kind entschieden. nachdem ich es auf Ultraschall gesehen habe, konnte ich mich nicht für eine ABtreibung entscheiden. Ich denke, ich habe das richtige gemacht und freue ich nun doch auf mein Kind. Es sind noch genau lt. Frauenärztin (war heute bei meiner Frauenärztin) ca. 28 Wochen. ET ist der 10.03.2008. Sie riet mir zu einer Fruchtwasseruntersuchung oder dieses andere Screening, wo man blut abnimmt und es an das Genetik Zentrum schickt. Was würdet ihr mir raten?
Ich bin Hausfrau, meint ihr ich habe Anrecht auf Erziehungsgeld vom Staat und Mutterschaftsgeld von der KK?
Danke schon mal.

Beitrag von anyca 23.08.07 - 21:35 Uhr

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist mit einem Fehlgeburtsrisiko verbunden! Bei all diesen vorgeburtlichen Untersuchungen stellt sich die Frage, würdest Du ein behindertes Kind denn abtreiben wollen? Wenn nicht, brauchst Du die Untersuchung nicht.

Bist Du denn so "alt" (also z.B. deutlich über 35) daß Du ein sehr hohes Risiko hast? Bei 35jährigen ist das Risiko, z.B. ein Kind mit Downsyndrom zu kriegen um die 1 %, bei einer 47jährigen Frau wohl schon um die 10 %.

Mutterschaftsgeld bekommst Du als Hausfrau nicht, Du hast ja keinen Verdienstausfall der ausgeglichen werden muß. Erziehungsgeld gibt es nicht mehr, sondern Elterngeld, das sind 67% vom letzten Nettolohn. Wenn Du vorher kein Einkommen hattest, kriegst Du den Mindestbetrag von 300 Euro im Monat, allerdings nur noch 1 Jahr lang, nicht mehr 2 Jahre wie beim Erziehungsgeld.

Alles Gute für Dich!:-)

Beitrag von klisoria 23.08.07 - 21:49 Uhr

Ich bin 34 Jahre alt und ich würde die Untersuchung doch gerne machen. Ich bin seit dem letzten Juni Hausfrau, habe vorher 6 Stunden täglich gearbeitet, also bekomme ich dann 300 EUR 1 Jahr lang?

Beitrag von anyca 23.08.07 - 22:01 Uhr

Genau!

Wenn Du 34 bist muß Dir halt klar sein: Statistisch ist das Risiko, daß durch die Fruchtwasseruntersuchung ein gesundes Kind stirbt etwas höher als die Wahrscheinlichkeit daß eine Krankheit entdeckt wird! Daher würde ich persönlich eher dazu raten, erst mal nicht-invasive Untersuchungen (Nackenfaltenmessung, Bluttest) zu machen. Wenn es da sehr schlechte Ergebnisse gibt, kannst Du immer noch die FWU machen lassen.

Beitrag von teddy1980 24.08.07 - 01:19 Uhr

Hallo.
Das freut mich aber dass du dich dagegen entschieden hast #huepf#huepf#huepf

Du wirst das schon schaffen. Es gibt bestimmt Beratungsstellen bei denen du dich erkundigen kannst. Kenne mich leider auch nicht damit aus, aber frage doch einfach mal im Forum Baby nach.Vielleicht hat dort jemand Links oder kann dir etwas sagen.

:-)