Erziehungsfrage bei fast 1-Jährigem Zwerg

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Beitrag von moona 21.08.07 - 18:09 Uhr

Hallo liebe Mamis! #herzlich

Wie bringt ihr euren Kleinen bei, was sie tun dürfen und was nicht? Unsere Wohnung ist mittlerweile chon so babygerecht, dass unser Zwerg (11 Monate) sich so richtig austoben kann. Aber wie bringt man den Kleinen bei, dass sie z.B. nicht an die Steckdosen etc. dürfen? Ich denke, mit fast 1 Jahr verstehen sie schon sehr gut, was man meint. Allerdings testen sie auch schon so richtig aus was geht und was nicht und das ist manchmal ziemlich anstrengend!
Bin gespannt auf eure Berichte und wie es euch so geht bei diesem Thema!
Liebe Grüße
#blume moona

Beitrag von darkblue6 21.08.07 - 18:58 Uhr

Hallo!

Wenn Sarah etwas macht was sie nicht darf, sage ich ganz laut und deutlich "Nein"...meistens hält sie dann kurz inne und schaut mich an. Ich hab manchmal das Gefühl sie weiß ganz genau was gemeint ist und überlegt, ob sie trotzdem weitermachen soll oder nicht;-)

Manchmal hört sie dann auch auf, aber wenn sie weitermacht sage ich nochmal "Nein", setze sie von der Gefahrenquelle weg und geb ihr was anderes zum Spielen.

Keine Ahnung, ob das so "richtig" ist, aber was besseres fällt mir nicht ein...

LG,
darkblue + sarah (*7.10.06)

Beitrag von sedonia 21.08.07 - 19:13 Uhr

Hallo.
Bei Janos ist es auch so. Wenn ich NEIN sage, guckt er erstmal und hält inne... Manchmal wendet er sich dann gleich von der "Gefahrenquelle" weg und ich bin stolz wie Lumpi auf meinen braven Sohn und dann klappt das wieder nicht und er greift herrausfordernd nochmal zu und ich muß ihn wegnehmen. Dabei "springt" er mir dann quasi in die Arme, reißt den Mund auf und macht so, als ob er mir die Nase abbeißen will...(schwer zu erklären)
Aber ein deutliches NEIN und dann wegnehmen....ja, ich denke, daß ist der beste Weg. Und früher oder später kapieren sie dann, daß sie das nicht dürfen.

Viel Erfolg noch allen!

LG Sedonia + Janos * 28.09.06

Beitrag von petzi30 21.08.07 - 20:29 Uhr

Hallo Moona,

wie schon die Anderen geschrieben haben: Ein lautes und sehr bestimmtes NEIN - mit evt. Abnahme (Telefon oder so) und oder ein Wegsetzen, Meistens meckert sie kurz oder wenn es trotzdem viel Spaß (Blumen reißen) machte, heult sie sogar kurz.
Lustig ist es schon, wenn unser Sohn mit seinen 5 Jahren vor ihr steht und mit dem Zeigefinger wedelt und Nein nein nein ruft. Und auf den hört sie am ehest!!!!!
Aber ein Nein ist schon angebracht, da sie ja irgendwie begreifen müssen, das das jetzt so nicht in Ortnung ist. Weil halt unsere Wohnungen Baby Gerecht sind, aber von Anderen halt nicht!

LG
Petzi

Beitrag von tigerin73 21.08.07 - 20:34 Uhr

Ja, so machen wir das bei Laura (11 Monate) auch. Sie kennt das Wort "Nein" und weiß mittlerweile ziemlich genau, was es bedeutet. Sie hält inne und beschäftigt sich dann meist mit etwas anderem. Wenn nicht, dage ich nochmal "Nein" und nehme ihr den Gegenstand weg bzw. setze sie woanders hin. Mittlerweile akzepiert sie die Verbote und probiert nur noch selten aus, ob sie immer noch gelten...;-)
Allerdings versuche ich auch, nicht alles zu verbieten: also Steckdosen etc. natürlich schon, aber wenn sie in der Küche meine Schubladen ausräumt (Töpfe und Schüsseln), dann soll sie das meinetwegen... muss ich halt wieder einräumen und sie hatte Spaß dabei ;-)
Ich glaube, es ist einfach nur wichtig, dass Verbote immer gelten und nicht aufgeweicht werden bzw. dass ein Elternteil was erlaubt und der andere dann nicht.
Liebe Grüße
Jutta

Beitrag von delia72 22.08.07 - 19:27 Uhr

Hallo!

Also Linus ist jetzt 10 Monate alt und wir kämpfen jeden Tag mit einander... Auf unserem (sehr niedrigen) Couchtisch steht so ein Ablagedings (wo man Briefe usw. sortiert - hoffe, ihr wisst, was ich meine). Und wenn Linus sich dann am Tisch hochgehieft hat, zieht ihn dieses Ding magisch an. Klar, ich könnte es auch wegstellen. Aber ich finde, er MUSS lernen, dass er gewisse Dingen eben NICHT darf...

Er steht also am Tisch, seine Finger krallen sich in einen der Körbe. Ich rufe sehr bestimmt "NEIN Linus", er hält inne, nimmt kurz die Hand weg, schaut mich mit riesigen Augen an und... greift beherzt wieder zu. Dann nehme ich mit einem bestimmten "NEIN" seine Hand weg, keine Sekunde später ist sie wieder an dem Korb... Das Spiel geht dann so drei- oder viermal, dann merkt er, dass es mir ernst ist und fängt ganz wütend an zu weinen und schaut mich dabei furchtbar vorwurfsvoll an... :-( Er will dann auf den Arm und beruhigt sich recht schnell wieder.

Vielleicht wird Linus es ja irgendwann lernen, dass er die Körbe nicht anfassen darf... Vielleicht aber auch nicht... #augen

Liebe Grüße
Delia

Beitrag von eline 22.08.07 - 21:36 Uhr

Hallo, bitte entschuldigt, aber ich finde das alles ein bißchen zum Lachen. Wenn Eure Kinder mal etwa drei bis vier Jahre alt sind, dann werdet Ihr wissen, was es heißt, wenn ein Kind alt genug ist, ein wirkliches "nein" mit allen Folgen und Konsequenzen zu VERSTEHEN und im Idealfall auch zu AKZEPTIEREN.

Warum stellt Ihr denn nicht die Dinge außer Reichweite, an die Eure Kinder nicht dürfen? Ich kann Euch sagen, selbst wenn sie kurz innehalten, sie können es in diesem Alter noch nicht wirklich verstehen. Und selbst wenn sie das Verhalten sein lassen sollten, sie sind für Eure ERZIEHUNGSMASSNAHMEN noch zu klein!

Ihr könnt Euch noch genug mit Eeren Kindern streiten und Euch durchsetzen üben. Ich glaube, Ihr nehmt das alles ein bißchen zu strikt.

Beitrag von guggi04 22.08.07 - 23:10 Uhr

Also ich musste mich jetzt so über die Antwort vor mir aufregen...... :-[
Warum ich die Dinge nicht einfach außer Reichweite stelle? Ganz einfach, wenn ich wo zu Besuch bin, kann ich auch nicht einfach anfangen, deren Wohnung umzudekorieren. Das Katzenfutter da hinauf, die Kerze in das Kastl, die Blume in den Garten,... Wo sind wir denn??????

Und soll ich dann mit punkt 3 1/2 Jahren beginnen, NEIN zu sagen und vorher nicht, oder wie?????

Ich mach es genau wie die anderen Vorschreiberlinge und das hat bei meiner mittlerweile 3 1/2 jährigen Tochter super funktioniert. Bei mir stehen ca. 15 Blumenstöcke am Boden und die werde auch in Ruhe gelassen, weil es mir wichtig ist. Und die kleinen checken schon sehr wohl, wie weit sie gehen können.

Beitrag von annja70 23.08.07 - 11:30 Uhr

Hallo liebe Mamis,

einem einjährigen Dinge zu verbieten geht, keine Frage. Man muss sich aber darüber bewußt sein dass Verbote in diesem Alter mit Sicherheit nicht aus Einsicht oder Verständnis befolgt werden, sondern aus einem "Trainingseffekt" heraus (wie beim Hund).

Wichtig ist deshalb meines Erachtens, wenige wirklich wichtige Dinge dafür konsequent zu trainieren wie zum Beispiel im Straßenverkehr oder den heißen Herd oder andere "echte" Gefahrenquellen (für meinen Mann war die Stereoanlage wirklich wichtig, so dass sie in die Liste der NO GOs aufgenommen wurde). Zuviele Neins können die Kinder noch nicht befolgen und sie können nicht zwischen nicht OK und absolutes NO GO unterscheiden.

Ob die Steckdose eine in diesem Sinne echte Gefahrenquelle ist, ist Ansichtssache. Ich kann nur aus Erfahrung berichten dass wir die Steckdosen bei uns im Haus gesichert haben, beide Kinder (jetzt 33 Monate und 17 Monate) eine Zeit lang aus Interesse dran gegangen sind und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder komplett und für immer verloren haben.
Wenn kein Aufhebens darum gemacht wird, sondern nur normal "aufgepaßt" wird (also nur, wenn der Schraubenzieher angeschleppt wird, einschreiten), dann verlieren die Kids schon nach zwei bis drei Wochen wieder das Interesse.

Anders könnte es natürlich kommen, wenn sich daraus ein gewisses "Spiel" entwickelt und Mama an diesem Ding jedesmal aufmerksam wird und superkonsequent mitspielt...

Also: Dein Zwerg geht nur auf Entdeckungsreise! Ich würde hier kein Erziehungsexempel statuieren. Deine Kleine möchte Dich nicht herausfordern - sie möchte nur - und am liebsten mit Mami - spielen.

Alles Gute!

Beitrag von dana24 24.08.07 - 13:25 Uhr

Hallo zusammen,

ich sehe es auch so, dass gewisse Dinge - "NO GOs" - auch jetzt schon verboten werden können und auch sollten.

Man sollte allerdings gut auswählen, welche Dinge dazu gehören. Sonst ist man den ganzen Tag damit beschäftigt, hinter den Kleinen hinterher zu rennen und NEIN zu sagen. Mir ist nämlich selber irgendwann aufgefallen, wie oft ich NEIN sagte und habe dann mal versucht, mich in den Kleinen reinzuversetzen. Kein Wunder, dass er irgendwann nicht mehr reagiert hat.

Ich nutze auch manchmal die Variante, meinen Kleinen (fast 13 Monate) einfach nur abzulenken, ohne ihm das, was mich gerade stört, direkt zu verbieten. Ich biete ihm einfach eine Alternative.

Und wenn ich dann doch mal NEIN sage (oder sagen muss), da irgendeine Gefahr für den Zwerg besteht, dann tu ich das ebenfalls sehr bestimmt, bin direkt in seiner Nähe und begebe mich auf seine Höhe und erkläre ihm möglichst kurz mit ganz einfachen Worten, warum ich das jetzt verbiete.

Seine Reaktionen reichen ebenfalls von "dumm" gucken bis zu lautem Gebrüll, aber egal welche Reaktion, ich lass mich dadurch nicht beirren.

LG und weiterhin gutes Gelingen :-)

Beitrag von maya_82 25.08.07 - 00:16 Uhr

Hallo Moona,
also ich habe dazu letzens einen ganz interessanten Artikel gelesen. Und zwar in der Baby & Co aus 4/2007 "Grenzen setzen - ohne immer "nein" zu sagen! Wie gern würden wir den Kleinsten erklären, was erlaubt ist - und was Unfug. Ab wann und wie die Botschaft ankommt." Vielleicht kannst du die Zeitschrift ja noch irgendwo auftreiben, ansonsten könnte ich dir auch anbieten, dir den Artikel mal zu schicken.
Auch ganz interessant:
http://www.familie.de/detail/Baby%20%26%20Kind/Ich%20will%20aber%21/33/602dd5f83c/

Liebe Grüße

Beitrag von andirea 29.08.07 - 23:14 Uhr

Hallo moona,

vielleicht versucht Du´s mal mit ´ner Doppelstrategie. Ruhig "Nein!" sagen - so wie es schon die anderen vorgeschlagen haben und dann sofort super loben, wenn der Zwerg sich an das Nein hält. So kannst Du das richtige Verhalten verstärken und es geht vielleicht schneller, ihm beizubringen, wie Deine Regeln lauten.
Sei konsequent, dann hast Du´s später mal leichter, weil Dein Kind immer weiß, woran es bei Dir ist.

Alles Gute und gute Nerven wünscht Dir

Andrea mit Rebecca (10/02), Clara (07/05) und Katharina (01/07)