Wie würdet ihr Reagieren??? ( Kindergärtnerin)

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sternenzauber24 21.08.07 - 18:22 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn ist seit etwa einen Monat im Kindergarten! Er hat sich gut eingewöhnt, hat Spass und geht gerne hin. Als er reinkam, war er komplett sauber. Dann gab es leichte Anlaufschwierigkeiten, so das wir ein paar mal nasse Hosen hatten. Das war aber dann nur ganz Anfänglich, und ich habe ruhig mit ihm geredet, ihm erklärt das er vor der Toilettenspülung keine Angst haben muß ( die hatte er Anfangs). Dann lief es gut, etwa eine Woche lang hatte er nie nasse Hosen, ich dachte jetzt hat er sich sicher daran gewöhnt. Aber dann, so ca. vor einer Woche sprach mich die Erzieherin beim Abholen an, mein Sohn habe GANZ PLÖTZLICH fürchterlich geschrien, und nach mir geweint. Sie meinte, er habe sich eingenässt, und hatte deshalb so geschrien aus Angst Ärger zu bekommen. Nur da dachte ich mir so, von wem Ärger in der Einrichtung??? Ich muß dazu schreiben, das er von mir nie Schimpfe bekommt, wenn ihm ein * Unfall* passiert. Ich ziehe ihn um, und fertig. Seither nässt er wieder täglich ein, ich habe täglich mind. 10 Hosen zu waschen. Mir wird von den Erziehern gesagt sie nerven ihn schon immer, ob er nicht müsse, er würde dann jedesmal Nein sagen. Und später ist es dann passiert. Gestern Abend hat er auch das Erste mal seit langem wieder Eingekotet. Ich war ganz schön perplex, habe es aber dann so hingenommen. Heute habe ich so mit ihm gespielt, und plötzlich flüstert er in mein Ohr: " Mama, ich wurde geärgert", ich fragte von wem: er: von der Mareike ( seiner Erzieherin), ich fragte was denn war: und er erzählte sie würde ihn angeschrien haben warum er wieder in die Hosen gemacht hat, und nicht zur Toilette geht. Ich habe ihn gefragt wie oft das vorkam, er meinte : sie macht es IMMER wieder #schock

Da ging mir dann das Erlebnis wieder vor die Augen, was ich beim Abholen hatte. Wo die andere Erzieherin ( die heute nicht da war), mich ansprach er habe so geschrien, weil er Eingenässt hatte, und Angst vor Ärger hatte.

Ich frage mich, wie ich jetzt am besten Reagiere. Nässt er viell. ein weil er da so Druck bekommt? Wird er angeschrien, und ich kann es nicht beweisen? Sprech ich sie an, wird sie mir das bestimmt nicht sagen, aber so beruhen lassen bringt ja auch nix.

Ich muss schreiben, er kennt es auch nicht angeschrien zu werden aus meiner Erziehung. Wie würdet ihr Euch verhalten?

Sowas saugt er doch nicht aus den Fingern, oder????

Und dann nochwas. Es gibt ungesüßten Tee, und Leitungswasser im Kiga. Mein Sohn war immer guter Trinker, er trinkt Zuhause meist Stilles Mineralwasser, oder mal Apfelschorle. Neuerdings trinkt er im Kiga kaum noch was, ich merkte das weil er ganz trockene Lippen hatte, und immer so schlapp war. Er sagte, er trinke nichts weil er wenn er was einschüttet, alles austrinken muß ( nen ganzen Becher aufeinmal). Ich konnte mir das gar nicht vorstellen, aber meine Tochter bestätigte es mir, man müße dort austrinken und zwar auf Zeit. Wenn nicht, muß man da sitzen bleiben #schock Sie hatte mir das noch NIE erzählt voher ( sie ging auch dort hin). Ich hatte mit ihr nämlich ab Kigazeit auch Riesentrinkprobleme, sie trank am Tag höchstens ne halbe Tasse, so das der Arzt sich sorgte und ich wußte nie warum. Jetzt geht sie zur Schule, und da kann ich ja was mitgeben, da trinkt sie 2 Liter aus #schock. Ich weiß garnicht, was ich davon halten soll. Mitgeben darf ich ihm nix, aber man kann doch Kinder nicht zwingen auszutrinken.

Danke , aber das mußte mal raus, und ob es bei euch auch so ist???

Liebe Grüsse, Julia

Beitrag von jinxs1 21.08.07 - 18:41 Uhr

Hallo Julia,

das hört sich ja schrecklich an... ich würde glaube ich mal ganz unbefangen zur Erzieherin gehen und nachfragen, wie sie reagieren, wenn Dein Sohn in die Hose gemacht hat. Von dem, was Dein Sohn gesagt hat, würde ich erstmal nichts erwähnen, damit die nicht gleich in Verteidungshaltung gehen. Dann siehst Du ja, wie die Reaktion ist. Aber wenn es tatsächlich so läuft, wie von Deinem Sohn geschildert, würde ich das Gespräch mit der Kindergartenleitung suchen. Das kann nicht sein.

Wegen dem trinken, auch da würde ich mal vorsichtig nachfragen, wie das gehandhabt wird. Denn auch das ist ein Vorgehen, was nicht korrekt ist. Natürlich kann man die Kinder dazu anhalten, sich den Becher nicht immer randvoll einzuschütten, aber die Methode, aufs austrinken zu bestehen ist doch sehr fragwürdig.

Ich drücke Dir die Daumen, dass ihr das Problem in den Griff bekommt.

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von alpenbaby711 21.08.07 - 19:18 Uhr

Also ganz ehrlich der Alten würde ich die Hütte heiß husten das es raschelt. Wenn deine Tochter die ja inzwischen in die Schule geht da nämlich auch erzählt ist es wohl kaum ne falsche Einschätzung deines Kleinen. Sowas geht ja wohl gar nicht an

Ela

Beitrag von kerstin7t9 21.08.07 - 19:56 Uhr

Hallo Julia!

Hört sich für mich schon glaubwürdig an, was dein Sohn erzählt hat. Da würde ich sicher mit der Erzieherin sprechen, damit es nicht so weitergeht. Klar, pampig kann man denen nicht kommen, auch wenn einen so eine Behandlung wütend macht. Aber ganz neutral und höflich würde ich sagen:" Mein Sohn hat mir erzählt, dass sie mit ihm schimpfen, wenn er in die Hose gemacht hat, und deshalb hat er Angst. Zuhause schimpfe ich nie mit ihm, weil es ja auch gar nichts bringt, wenn ein Kind unter Druck steht. Das wissen Sie ja sicher auch. Ich möchte Sie bitten, ihn nicht mehr anzuschreien, denn dann wird es sicher nicht besser." So oder in der Art. Sie wird sich sicher versuchen zu rechtfertigen, und das Gespräch wird sich dann so hinziehen.

Auch das mit dem Trinken würde ich ansprechen. Ein Kind zum Trinken zu zwingen, sowas ist doch total sinnlos, weil alles, wozu man gezwungen wird, negativ gesehen wird. Und deshalb trinken die Kinder dann nicht mehr gern. :-[

Bei uns war das nicht so...mein Sohn hatte zwei herzensgute Erzieherinnen, die nie geschimpft hätten, wenn bei den Kleinen was daneben ging. Und auch trinken konnten die Kinder, wann und soviel sie wollten, da gab es keinen Zwang.

LG und viel Glück beim klärenden Gespräch

Kerstin

Beitrag von anja1968bonn 21.08.07 - 21:07 Uhr

Bei uns im Kindergarten sind sie, was das Trinken angeht, leider sehr lasch - da mein Sohn sehr wenig trinkt und ziemliche Probleme mit der Verdauung hat, habe ich mir schon den Mund fusselig geredet, dass die Erzieherinnen versuchen, darauf zu achten, dass er genügend trinkt.

Aber so wie bei Euch geht's natürlich auch nicht - ich würde mal vorsichtig nachfragen, wie das mit dem Trinken gehandhabt wird und darauf aufmerksam machen, dass Dein Sohn Trinken im Kindergarten so als Druck empfindet.

Auch wegen des Einnässens würde ich das Gespräch suchen und fragen, wie sich die Erzieherinnen verhalten und welche Idee sie haben, wie Deinem Sohn geholfen werden kann. Vielleicht braucht er wirklich regelmäßiges Erinnern, auf die Toilette zu gehen, aber mit Druck oder sogar Anschreien erreicht man natürlich das Gegenteil. Ich denke auch, dass Dein Sohn das nicht erfunden hat, aber bezweifle, dass die Erzieherin zugibt, die Nerven verloren zu haben, wenn Du sie direkt darauf ansprichst.

Euch alles Gute

Anja

Beitrag von anni_78 21.08.07 - 21:09 Uhr

#schock na wo gibt´s denn so was???

Die Erzieherin würd ich auf jeden Fall ansprechen, was die Sache mit dem Anschreien angeht. So was denkt sich dein Sohn mit Sicherheit nicht aus. Selbst wenn sie es abstreitet, weiß sie, dass dein Sohn es dir erzählt hat. Dann lässt sie er sicher bleiben.
Falls nicht, würd ich auf jeden Fall mit der KiTa-Leitung reden. Das geht ja wohl agr nicht. Dein armes Kind wird ja total eingeschüchtert...

Die Sache mit dem Trinken würd ich auch ansprechen. Das finden sicher mehrere Eltern unmöglich (falls die es überhaupt wissen). Da lässt sich mit Sicherheit eine Lösung finden. Schließlich gibt es ja noch den Elternbeirat bzw. Kuratorium.


Hoffentlich ändert sich dann bald was...

LG Anni

Beitrag von yvi.alex2000 21.08.07 - 23:48 Uhr

Oh oh, das hört sich gar nicht gut an.

Leider gibt es aber noch Einige, die so handeln. Und ich kann dir nur raten, mal nach zu fragen (bei deinen Kids), wie es in den anderen Bereichen wie essen oder im Spielkreis (so es den bei euch gibt) abläuft. Solche Erziehungsmethoden spiegeln sich in allen Bereichen. Vielleicht wird auch noch geschimpft, wenn mal zu laut gespielt wird. Du meine Güte, ich mag es mir gar nicht vorstellen#schock

Also ich würde da nicht mal nur nachfragen, sondern hingehen und FESTSTELLEN. Vor vollendete Tatsachen stellen!!! Vielleicht auch mal einen Termin zum Hospitieren machen und zwar nicht nur für eine Stunde, da können sie sich und vor allem die Kinder nicht verstellen. Und ansonsten ganz klar äußern, was du erwartest, nicht bitten, dass stößt bei solchen Leuten meist auf taube Ohren. die sagen dann zwar "ja, wird gemacht", mehr aber auch nicht. Bei der nächsten Aktion würde ich dann umgehend den Elternbeirat einschalten.

Vielleicht hälst du uns ja aucf dem Laufenden, wie die Sache nun ausgeht? Würde mich mal interessieren, wie die reagieren.

#herzliche Grüße und ganz viel Kraft für die Lösung des Problems

Yvonne & Aileen (17.03.2004) + Fabian (13.11.2006)

PS: Finde es toltal schön, wie du deine VK gefüllt hast:-)

Beitrag von raquel77 22.08.07 - 08:25 Uhr

Hallo Julia,

ich würde dir vorschlagen, einen Termin mit der Leiterin zu machen. Erkläre, dass du Sorgen hast, die nicht zwischen Tür und Angel geregelt werden können. Und wenn der Termin bevorsteht, dann bereite dich drauf vor:

Kindergärtnerinnen sind immer dazu angehalten, die Eltern über Entwicklungssprünge und -probleme zu informieren. Dass die Unterhaltungen nicht immer fruchten, ist natürlich vorprogrammiert. Denn welche Mutter lässt sich gerne sagen, dass in den letzten 3 Jahren irgendetwas mit dem Kind falsch gelaufen ist. Oder dass das Kind entwicklungsgestört ist - und die Mutter hat es nicht bemerkt??

Aus diesem Grund ist es unbedingt wichtig, dass du konstruktiv und nicht emotional an die Sache herangehst. Schreibe dir deine Argumente auf (insbesondere die Geschichte deiner Tochter) und lass dir erklären, wie mit Kindern verfahren wird, die sich dauerhaft einnässen.

Es ist wichtig, dass du der Leiterin auch einen Einblick über deine Erziehung gewährst. Denn auch sie kann dir nur vor den Kopf schauen und kennt die Verhältnisse zuhause nicht. So wie du dir einen Reim auf gewisse Dinge machst, tun es die Kindergärtnerinnen auch.
Du solltest schon klar machen, dass der Junge seit dem Tag xxx trocken ist, nie eingenässt hat und dass du in deiner Erziehung nie geschrien oder geschlagen hast.

Wichtig ist aber wie gesagt, dass du nicht emotional wirst sondern konstruktiv. Das verschafft dir besseres Gehör und hebt dich von den verletzten und beleidigten Müttern ab...

LG
Sonja

Beitrag von sternenzauber24 22.08.07 - 09:10 Uhr

Hallo, liebe Sonja!

erstmal Danke für die ganzen Zahlreichen Antworten hier, natürlich auch Dir #liebdrueck. Also wie es Zuhause läuft mit der Erziehung, das weiß sowohl die Leiterin als auch die Erzieher. Wir hatten oft lange Gespräche, da meine Tochter ja diesen Kiga auch schon lange besuchte. Sie fanden unsere Erziehung immer sehr gut, und ich bin noch nie mit einer Erzieherin angeeckt. Wir reden eigentlich jeden Morgen irgendwas miteinander, irgendwas gibt es meist immer zu bereden. Deshalb war ich ja so erschrocken, als mein Sohn mir die Sache schilderte. Ich komme mit den Erziehern nämlich ganz gut zurecht, im Gegensatz zu manch anderen Eltern an unserem Kiga. Deshalb wußte ich nicht so genau, wie ich die Sache jetzt am besten angehe. Und wollte mir hier Rat einholen . Ich werde auf jeden Fall ein Gespräch suchen, ich bin mir sicher, es läßt sich noch aufklären. Mein Sohn näßt ja nicht Dauerhaft ein, nur halt die letzten Tage :-(. Das wissen die aber, das er voher nicht eingenässt hat. Sie sagen mir nur immer, er habe wohl keine Lust auf das Klo zu gehen, und das Spiel zu unterbrechen. So eine Phase hatte meine Tochter damals auch, die dann verschwand. Sie erinnern ihn ja auch an die Toilette, nur sagt er dann, er müsse nicht, und 10 min. später der " Unfall". Leider gehört mein Sohn eher zu der sensiblen Fraktion, und wenn er dort wirklich *angeschrien* wird, kann es sein das er komplett dicht macht. Also er kennt das von mir nicht so, und ich denke er wäre damit überfordert. Ich denke, ich werde schon den Richtigen Weg finden.

Liebe Grüsse, Julia

Beitrag von kerry0305 22.08.07 - 10:18 Uhr

OH OH OH,

ich glaube, ich würd da gar nicht mehr viel versuchen. Ein höchst eindringliches Gespräch mit der Leiterin vom Kindergarten und dann würd ich wenn möglich den KIGA wechseln. Es tut mir echt leid, aber das sind keine Erziehungsmethoden!!!!!!#schock

Hey, Dein Kleiner ist total eingeschüchtert. Wie man sieht, hat er doch großes Vertrauen zu Dir und kann mit Dir darüber sprechen #herzlich. Oft "verkriechen" sich die Kinder dann total. #heul

Wahrscheinlich wird es nie ein prima Verhältnis mehr geben zwischen der Erzieherin und Deinem Zwerg.

Ich würde ihn erst mal zu Hause lassen (falls möglich - ich weiss nicht ob Du zur Arbeit musst) um wieder runter zu kommen. Vielleicht gibt es einen anderen Kindergarten in Eurer Nähe...

Ich wünsch Euch von Herzen wirklich alles alles Gute!!!


Kerry mit Ann-Kathrin (5 J) und Julian (2)