Ist ein Kinderzimmer ein MUß?

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von knuddelchen1981 22.08.07 - 08:07 Uhr

Hallo zusammen,
was haltet ihr davon? Ich bin in der 15ten Woche schwanger und gestern haben wir mit meinen Eltern (bei denen wir im Haus wohnen) gesprochen wegen einem Kinderzimmer. In unserem Stockwerk ist kein Zimmer mehr frei, ausser der Waschküche, aber die müsste komplett umgebaut werden und dann würde uns der "Stellplatz" für die Waschmaschine und Wäscheständer fehlen. Meine Eltern haben in ihrem Stockwerk noch ein Kinderzimmer frei (mal altes). Jetzt war der Vorschlag, dass das Kind dort wohnen soll. Das hieße für mich, dass ich ständiges Nach-oben-gelaufen, solange das Kind noch nicht laufen kann und ständig die Großeltern um das Kind rum.
Deswegen haben wir uns entschieden, dass Baby erstmal in unserem Schlafzimmer unterzubringen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, 2 Jahre oder länger mit dem Kind in einem Zimmer zu schlafen. Man will ja doch auch mal ein bisschen Privatsphäre. Bin da jetzt also ziemlich in der Zwickmühle, weil wir eigentlich nicht wirklich eine andere Lösung haben, ich aber der Meinung bin, ein Kind gehört in die Nähe der Eltern, nicht in die der Großeltern.
Wollte gerne mal wissen, was ihr so davon haltet, bzw. ob es irgendwem genauso geht...

Beitrag von jenny133 22.08.07 - 08:17 Uhr

Hallo!

Also bei uns ist es so ähnlich. Wohnen im EG im Haus meiner Eltern. Wir haben aber das Glück, dass wir das Abstellzimmer umbauen durften/konnten.

Ich glaub fast in deinem Fall gestaltet es sich schwieriger. Ich hätte jetzt mal gesagt einfach den Waschraum zu den Eltern verlegen, aber das wird wohl nicht gehen wegen der Wasseranschlüsse #kratz

Ganz ehrlich? Ich würde jetzt erstmal noch gar kein Kinderzimmer an deiner Stelle einrichten und das Kind erstmal wirklich in eurem Zimmer schlafen lassen. Das machen wir das erste halbe Jahr sowieso, auch wenn mein kleiner ja ein eigenes Zimmer hat! Vielleicht ergibt sich eine Lösung wenn das Baby älter ist? Wenns mal ein, zwei Jahre alt ist, stört es dich vielleicht nicht mehr, dass das Baby unten schläft oder es fällt euch doch noch eine andere Lösung bis dahin ein??

Ein Kinderzimmer ganz zu Anfang ist eigentlich Blödsinn...

LG
Melanie mit #baby-boy 35+5

Beitrag von nightwitch 22.08.07 - 08:18 Uhr

Hallo,

also wir hätten evtl auch noch ein Zimmer frei, in dem entweder wir oder das Baby ziehen kann (wahrscheinlich eher wir). Aber dann müsste ich auch immer Treppe hoch, Treppe runter. Ich habe dazu überhaupt keine Lust, daher bleibt die Kleine solange bei uns bis sie zumindest nachts durchschläft. Evtl haben wir bis dahin auch schon was neues.

Ne Freundin hat das so geregelt, dass sie versucht hat, das Schlafzimmer durch geschicktes Stellen der Betten und des Schrankes in 2 Teile zu teilen. Geht natürlich nur bei größeren Zimmern. So war der Kleine von ihr zwar im gleichen Zimmer, aber dennoch etwas von ihr getrennt. Evtl ist das bei euch auch möglich.

Falls wir hier wohnen bleiben sollten (wovon ich ausgehe :-( ), dann werden wir wohl eine Schlafcouch fürs Wohnzimmer bekommen, wenn die Kleine groß genug ist.

Die Etage mit den Großeltern würde ich nicht bevorzugen. Ehrlich gesagt riecht das für mich nach Ärger. Die beiden sind seit Jahren ihr eigenes Leben gewöhnt und haben nachts Ruhe. So ein Kind macht durch das Schreien halt Krach und ausserdem hätte ich schon was dagegen, wenn meine Mutter nachts vor mir am Bettchen der kleinen steht.

Also, Kind bei euch ins Schlafzimmer und dann in Ruhe nach einer anderen Möglichkeit suchen. Evtl kann man ja auch eure Waschküche in das Zimmer unten verlegen.

LG
Sandra, heute 36+0

Beitrag von knuddelchen1981 22.08.07 - 08:42 Uhr

Hm, ich glaube, ich hab mich da ein bisschen ungenau ausgedrückt. Die Waschküche ist von uns und meinen Eltern genutzt und im Erdgeschoss, also in unserer Wohnung. Verlegen lässt diese sich nicht wegen der fehlenden Anschlüsse sonst im Haus und dem fehlenden Platz zum Wäsche aufhängen in anderen Räumen. Das Kinderzimmer würde sich im OG gegenüber dem Schlafzimmer meiner Eltern befinden. Da die Idee von meinen Eltern kam, sollte es keine Beschwerden geben bezüglich der Lautstärke und "früher am Bett sein wie ich", dass würde ich denen auch schnell austreiben. Schließlich ist es mein Kind.
Das mit der Schlafcouch haben wir auch schon überlegt, aber da bei uns Wohnzimmer und Küche nicht richtig getrennt ist (keine Tür), kann nicht mal jemand in der Küche einen Kaffee kochen, ohne das der anderes es mitbekommt uns eventuell nicht mehr schlafen kann. Ausserdem kann das Kind später nicht schon vor uns aufstehen und sich mal vor den Fernseher hocken oder so. Ist nicht wirklich eine gute Lösung, denke ich. Man könnte auch das alte Kinderzimmer im OG als Schlafzimmer nutzen, aber irgendwie begeistert es mich auch nicht sonderlich mein Schlafzimmer direkt neben dem meiner Eltern zu haben...

Beitrag von tabea33 22.08.07 - 14:18 Uhr

"Ausserdem kann das Kind später nicht schon vor uns aufstehen und sich mal vor den Fernseher hocken oder so."


Darüber solltest du nochmal (ganz unabhängig vom aktuellen Thema) ganz intensiv nachdenken. Lies mal ein paar Sachen dazu und vielleicht kannst du dich dazu durchringen, dein Kind nicht mittels Fernsehen ruhig zu stellen. Schon gar nicht am frühen Morgen! Sorry, aber sowas kann ich einfach nicht überlesen.

Gruß Tabea

Beitrag von knuddelchen1981 22.08.07 - 16:05 Uhr

Bei mir und meiner Schwester war es ganz normal, dass wir früher so gegen 7 am Wochenende aufgestanden sind und uns dann mal eine Stunde vor den Fernseher gehockt haben bis die Eltern aufgestanden sind. Also bei uns hat es nicht geschadet...

Beitrag von tabea33 23.08.07 - 10:18 Uhr

Vielleicht kann man das auch nur schwer beurteilen, weil ein direkt erkennbarer Schaden sicher nicht auftritt. Man hat aber festgestellt, dass Kinder mit geringem (und gezieltem) Fernsehkonsum höhere Intelligenzquotienten aufweisen.

Kann aber auch sein, dass von vornherein in "Bildungsfamilien" der Fernsehkonsum reduziert ist, also kein direkter Zusammenhang zwischen Fernsehen und objektiv messbarem Bildungsstand besteht. In meinem Umfeld gibt es mindestens 20% Fernsehabstinenzler, der Rest schaut vielleicht 3 Stunden in der Woche. Alles Akademiker.

Mein Mann ist immer völlig verwirrt, wenn wir mal mit Leuten zusammentreffen, die was von "Deutschland sucht den Superstar" oder ähnlichen Sendungen erzählen. Er schaut nie fern und kennt unsere "Fernsehgrößen" nicht. Hat er da etwa was verpasst? Ich denke nicht. Eine greifbare Person (z.B. sein alter Professor, der ein ganz wunderbarer Mensch ist) taugt da eher als Vorbild. Mich schüttelt es bei diesem ganzen Fankram, die Überhöhung von Personen, die man überhaupt nicht kennt. Fernsehen trägt leider dazu bei und Kinder sind da noch beeinflussbarer.

Kinder lernen meiner Meinung nach durch Erleben, nicht durch Fernsehen. Lieber früh aufgestanden, mit dem Kind zum Bäcker gegangen (tausend tolle Sachen unterwegs erlebt) und anschließend einen Ausflug in den Wald - am besten quer durch, wenns die Waldbrandwarnstufe erlaubt. Kostet natürlich Überwindung, aber ich stehe zum Glück gern um sieben auf. Der Morgen ist oft die schönste Zeit des Tages. Alles erwacht und die Luft ist herrlich frisch...

Bei schönstem Sonnenschein vor dem Fernseher - fühlt sich das wirklich gut an? Abgesehen davon gibt es für mich kein schlechtes Wetter. Am meisten liebe ich Wind und Regen, Naturgewalten sind was tolles. Ich freu mich schon darauf, mit meinem in Gummistiefeln und Regensachen bestens ausgestattetem Kind durch die Pfützen zu springen.

Der Fernseher bleibt die ersten drei Jahre im Schrank.

Gruß Tabea

Beitrag von elias07 22.08.07 - 08:38 Uhr


Hallo!

Ich kann dir sagen, es ist kein Muss ;-)

Wir haben ein Zimmer für Elias eingerichtet, aber da drin gewesen is er ausser zum wickeln noch nie #hicks

Er schläft auch bei uns #hicks was das stillen viiiiiiel einfacher macht in der Nacht #freu

Lg Dani + Elias der am Montag bereits 8 Wochen alt war #huepf

Beitrag von aoiangel 22.08.07 - 08:39 Uhr

Hallo,
also meiner Meinung nach braucht ein Kind die ersten 2 Jahre (oder noch länger) kein eigenes Zimmer.

Wir wohnen hier auch zusammen mit den Schwiegerleuten im Haus. Blöderweise die in der Mitte, wir unten, oben wäre noch das Dachgeschoss frei.
Im Moment wohnen wir als Familie nur unten.

Linus ist 2 Jahre alt, und hat im Mai sein Zimmer bekommen (ist nur 8qm und Durchgangszimmer zum Bad), bis dahin hat er bei uns im Schlafzimmer geschlafen und im Wohnzimmer gespielt.
Tja, was soll ich sagen, er spielt weiterhin im Wohnzimmer (ist ja viel schöner so nah am Geschehn) und kommt weiterhin nachts zu uns ins Familienbett gewandert.

Nun erwarten wir im Februar Nr.2.
Wir haben kein weiters Zimmer mehr, aber dieses mal seh ich das viel lockerer. Ich hab es bei Linus erlebt. Ich geh sogar noch einen Schritt weiter.
Baby wird nichtmal ein eigenes Bett bekommen. Linus hat fast 2 Jahre ausschließlich im Familienbett geschlafen. Wir haben das Gitterbett als Babybucht und darin wird das Baby erstmal schlafen.

Irgendwann später, ich denke frühestens in 3,5 Jahren, also wenn Linus dann zur Schule geht und das Baby in den Kindergarten werden wir das Dachgeschoss ausbauen und dort unsere 3 Schlafzimmer einrichten. Im Moment käme das für uns nicht in Frage, es geht ne steile Wendeltreppe von unten nach oben, und ich würde Linus mit seinen 2 Jahren dort oben nie allein schlafen lassen.

Und zum Thema Privatsphäre kann ich nur sagen, man muss nicht immer nur im Schlafzimmer bzw. im Bett herzeln. Da gibt es noch genug andre Orte ;-)
Ansonsten macht was ihr für richtig haltet. Sehr viele Freunde von uns praktizieren das Familienbett, wieder andre können sich damit gar nicht abfinden.
Aber theoretisch kommt ihr auf alle Fälle die ersten 2 Jahre oder länger ohne Kinderzimmer aus.

Gruß Anne mit Linus (15.06.05) und Mini inside 15.SSW

Beitrag von knuddelchen1981 22.08.07 - 08:47 Uhr

Hallo Anne,

das hört sich ja schonmal sehr interessant an. Allerdings hab ich da noch eine Frage: Geht einer von euch arbeiten? Bei uns ist es so geplant, dass mein Mann weiter arbeiten geht und ich zwei Jahre zuhause bleibe. Ich stelle es mir halt ziemlich nervzerreissend vor, wenn grade in der ersten Zeit das Kind nachts öfter mal schreit, man ja auch nicht gleich hinrennen will bei jedem bisschen, aber um halb 7 morgens der Wecker klingelt und man fit sein muss. Gab es diesbezüglich bei euch keine Probleme?

Beitrag von aoiangel 22.08.07 - 12:22 Uhr

Hallo,

ja mein Mann geht arbeiten.
In der Regel steht er so zwischen 5:30 - 6 Uhr aufb.
Also bisher hat er sich noch nicht beschwert.

Gruß Anne

Beitrag von danisa 22.08.07 - 08:43 Uhr

Hallo,
ein Baby braucht ganz sicher noch kein eigenes Zimmer - wozu auch? Es schläft am allerbesten in Eurer Nähe und für tagsüber brauchst Du ja sowieso eine Möglichkeit, wo das Baby liegen kann.
Und die Rennerei hätte auch kein Ende, wenn das Baby durchschläft - ein Kind wird ja auch mal krank und Du tust bestimmt kein Auge zu, wenn Dein krankes Kind ein Stockwerk tiefer in einer anderen Wohnung liegt, egal wie alt es ist...
Zwei Jahre sind eine lange Zeit, wer weiß, was sich bis dahin ergibt...
Liebe Grüße
Maria

Beitrag von adeodata 22.08.07 - 09:05 Uhr

Hallo,

ich wundere mich immer, wenn die Mitschwangeren hier ab der 25. SSW das Kinderzimmer komplett fertig haben#kratz.

Meiner Meinung nach brauchst Du zumindest im ersten Jahr überhaupt kein Kinderzimmer. Das hat sich bei meiner ersten Tochter, jetzt 20 Monate voll bestätigt. Wir haben damals in einer 3-Zimmer-Wohnung gewohnt, wo wir ein Kinderzimmer hätten einrichten können, halt mit ziemlichen Umräumarbeiten. Haben wir nicht gemacht. Die Kleine hat bei uns im Schlafzimmer neben mir geschlafen (anfangs im Beistellbettchen, dann in einem kleinen Gitterbettchen). Bei den Eltern zu schlafen ist für so ein kleines Baby wirklich viel besser, als allein und verlassen in einem - vielleicht wunderschönen - Kinderzimmer. Babys möchten einfach nicht alleine sein, weil sie wissen, wie hilflos sie sind. Nebenbei ist das Risiko für plötzlichen Kindstod im Elternschlafzimmer geringer. Tagsüber hat unsere Kleine meist im Wohnzimmer geschlafen, wir hatten eine Wiege, später einen Laufstall, wo man anfangs den Boden hochstellen kann. Gewickelt haben wir im Bad, was ich auch sehr praktisch finde, weil man das Wasser gleich da hat (habe wegen Allergiegefahr lange keine Feuchttücher benutzt) und auch vor / nach dem Baden muß man das Baby nicht durch die ganze Wohnung tragen...

Als Marlene gut 1 Jahr war, sind wir in ein neues Haus gezogen, haben dann einfach mal ausprobiert, wie es mit dem Kinderbett in ihrem neuen Kinderzimmer funktioniert. Weil es gut funktionierte, schläft sie seitdem in ihrem Kinderzimmer. "Richtige" Möbel haben wir erst vor 4 Wochen gekauft für das Kinderzimmer, die Wände male ich nach und nach an... So kann ich mich auch viel mehr darauf einstellen, was für das Kind gerade passend ist.

Inzwischen ist unser 2. Kind unterwegs, und auch der Kleine soll das erste Jahr bei uns im Schlafzimmer schlafen. Wiege werde ich wahrscheinlich nicht mehr aufbauen - es besteht die Gefahr, daß die "große" Schwester sich da dranhängt und die umkippt... Wir werden ihn tagsüber von anfang an in den Laufstall mit hochgestellter Lauffläche legen, mit dem Stillkissen halt ein bißchen ein Nestchen bauen. Wickeln werden wir wieder im Bad. Und es ist kein Platzproblem - wir hätten hier sogar noch ein 2. Kinderzimmer, aber ich halte absolut nichts davon, ein Baby allein in ein Zimmer zu legen. Nach einem Jahr, so ist die Planung, soll der Kleine dann mit seiner Schwester ins gemeinsame Kinderzimmer ziehen - weil ich immer wieder gehört habe, daß die Kinder das lieber haben, wenn sie zusammen sind. Wenn das gut funktioniert, werden wir 2 Kinderzimmer voraussichtlich erst einrichten, wenn die "Große" in die Schule kommt.


Bei Deiner Situation würde ich das Baby unbedingt erst mal bei Euch schlafen lassen - das Kinderzimmer im Wohnbereich der Großeltern könnt ihr ja immer noch einrichten, wenn ihr es braucht. Wenn das Kind z.B. erst mal ein Jahr alt ist, mußt Du nicht mehr so oft laufen und das Kleine kann dann auch schon besser tolerieren, daß es einen Moment dauert, bis die Mami da ist. Aber vielleicht ist es sogar eine Option für 2 Jahre bei Euch. Ich selbst habe, bis ich 3 war, mit meinen Eltern in einer 1-Zimmer-Wohnung gewohnt (mit Schiebetür zwischen Wohn- und Schlafbereich). Mir hat das sehr gut getan, für meine Eltern, die beide studiert haben, war es sicher nicht einfach, aber letztlich auch nicht dramatisch.

Alles Gute!
adeodata

mit Marlene (20 Monate) und Lorenz inside (28.SSW).

Beitrag von kathrincat 22.08.07 - 12:06 Uhr

wenn die babys mit im schlafzimmer schlafen mag es ja auch ohne gehen, aber meins kommt ins kinderzimmer im schlafzimmer ist zu wennig platz und die sachen vom baby kommen auch nicht in meinen schrank.

Beitrag von adeodata 22.08.07 - 09:09 Uhr

Hallo,

ich wundere mich immer, wenn die Mitschwangeren hier ab der 25. SSW das Kinderzimmer komplett fertig haben#kratz.

Meiner Meinung nach brauchst Du zumindest im ersten Jahr überhaupt kein Kinderzimmer. Das hat sich bei meiner ersten Tochter, jetzt 20 Monate voll bestätigt. Wir haben damals in einer 3-Zimmer-Wohnung gewohnt, wo wir ein Kinderzimmer hätten einrichten können, halt mit ziemlichen Umräumarbeiten. Haben wir nicht gemacht. Die Kleine hat bei uns im Schlafzimmer neben mir geschlafen (anfangs im Beistellbettchen, dann in einem kleinen Gitterbettchen). Bei den Eltern zu schlafen ist für so ein kleines Baby wirklich viel besser, als allein und verlassen in einem - vielleicht wunderschönen - Kinderzimmer - Babys möchten einfach nicht alleine sein, weil sie wissen, wie hilflos sie sind. Nebenbei ist das Risiko für plötzlichen Kindstod im Elternschlafzimmer geringer. Tagsüber hat unsere Kleine meist im Wohnzimmer geschlafen, wir hatten eine Wiege, später einen Laufstall, wo man anfangs den Boden hochstellen kann. Gewickelt haben wir im Bad, was ich auch sehr praktisch finde, weil man das Wasser gleich da hat (habe wegen Allergiegefahr lange keine Feuchttücher benutzt) und auch vor / nach dem Baden muß man das Baby nicht durch die ganze Wohnung tragen...

Als Marlene gut 1 Jahr war, sind wir in ein neues Haus gezogen, haben dann einfach mal ausprobiert, wie es mit dem Kinderbett in ihrem neuen Kinderzimmer funktioniert. Weil es gut funktionierte, schläft sie seitdem in ihrem Kinderzimmer. "Richtige" Möbel haben wir erst vor 4 Wochen gekauft für das Kinderzimmer, die Wände male ich nach und nach an... So kann ich mich auch viel mehr darauf einstellen, was für das Kind gerade passend ist.

Inzwischen ist unser 2. Kind unterwegs, und auch der Kleine soll das erste Jahr bei uns im Schlafzimmer schlafen. Wiege werde ich wahrscheinlich nicht mehr aufbauen - es besteht die Gefahr, daß die "große" Schwester sich da dranhängt und die umkippt... Wir werden ihn tagsüber von anfang an in den Laufstall mit hochgestellter Lauffläche legen, mit dem Stillkissen halt ein bißchen ein Nestchen bauen. Wickeln werden wir wieder im Bad. Und es ist kein Platzproblem - wir hätten hier sogar noch ein 2. Kinderzimmer, aber ich halte absolut nichts davon, ein Baby allein in ein Zimmer zu legen. Nach einem Jahr, so ist die Planung, soll der Kleine dann mit seiner Schwester ins gemeinsame Kinderzimmer ziehen - weil ich immer wieder gehört habe, daß die Kinder das lieber haben, wenn sie zusammen sind. Wenn das gut funktioniert, werden wir 2 Kinderzimmer voraussichtlich erst einrichten, wenn die "Große" in die Schule kommt.


Bei Deiner Situation würde ich das Baby unbedingt erst mal bei Euch schlafen lassen - das Kinderzimmer im Wohnbereich der Großeltern könnt ihr ja immer noch einrichten, wenn ihr es braucht. Wenn das Kind z.B. erst mal ein Jahr alt ist, mußt Du nicht mehr so oft laufen und das Kleine kann dann auch schon besser tolerieren, daß es einen Moment dauert, bis die Mami da ist. Aber vielleicht ist es sogar eine Option für 2 Jahre bei Euch. Ich selbst habe, bis ich 3 war, mit meinen Eltern in einer 1-Zimmer-Wohnung gewohnt (mit Schiebetür zwischen Wohn- und Schlafbereich). Mir hat das sehr gut getan, für meine Eltern, die beide studiert haben, war es sicher nicht einfach, aber letztlich auch nicht dramatisch.

Alles Gute!
adeodata.

Beitrag von anarchie 22.08.07 - 10:04 Uhr

Hallo!

Ehrlich?
Für mich keine Frage, mein kind gehört zu mir und die ersten Jahre ist es eh da, wo du bist....

Und in 2 jahren kann viel passieren..
Umzug?
Evtl. doch Umbau des HWR und die WM in das freie Zimmer bei den Eltern?
Oder ihr macht euch ein kombiniertes Wohn-Schlafzimmer, während die Kleidung im Kinderzimmer bleibt?

Raum ist in der kkeinsten Hütte - und ich wäre höchst unglücklich, wenn mein Kind nicht direkt bei mir wäre!

lg

melanie mit Nr.3(37.SSW)

Beitrag von kathrincat 22.08.07 - 10:27 Uhr

und die wohnungen tauschen geht nicht?
ihr könnte das baby auch bei euch schlafen lassen und euch eine gr. wohnung suchen.

Beitrag von yvonnechen72 22.08.07 - 10:31 Uhr

Hallo,
wir haben unserem Kind unser Schlafzimmer abgetreten.Wir haben bereits eine Tochter und ich möchte nmeiner 10-jährigen Tochter nicht zumuten, sich ihr Zimmer mit einem Säugling teilen zu müssen.Also blieb nur noch Umzug oder wir ins Wohnzimmer.Ich habe jetzt die Hoffnung, dass unserer Große in ca. 10 Jahren auszieht und wir dann wieder ein Schlafzimmer haben!;-)

LG Yvonne 38.SSW

Beitrag von alienor 22.08.07 - 10:39 Uhr

Hallo,

unser Kind wird wohl auch erst im Elternbett schlafen, weil wir auch kein Zimmer mehr frei haben. Wenn ich dann keinen Bock mehr habe, wird das Kind ausquartiert, bzw. bekommt ein eigenes Bettchen im Schlafzimmer.

In den ersten drei Jahren braucht das Kind kein Zimmer, Spielsachen kann man auch woanders unterbringen (soviel braucht man da auch nicht) und Kleidung etc. auch. Unsere großen hatten auch erst mit 3 bzw. 5 (!!) Jahren ihr eigenes Zimmer und haben keine bleibenden Schäden davongetragen.

Und Privatssphäre, nun, wie gesagt, es gibt auch andere Orte zum herzeln ;) und den Partner stört es mit der Zeit auch nicht mehr :-D

lg alienor

Beitrag von kja1985 22.08.07 - 11:35 Uhr

Meine Tochter ist eineinhalb Jahre alt und schläft bei uns - bzw. schlafen wir im Kinderzimmer, in dem eben gleichzeitig unser Bett steht. Ich finds schön so. Könnte mir nicht vorstellen mein Kind in ein anderes Zimmer zu betten. Gemeinsames Schlafen ist so kuschelig.

Beitrag von mina1978 22.08.07 - 13:01 Uhr

hallo :-)

im ersten jahr sollte das baby sowieso bei den eltern schlafen.
wegen stillen usw. ist es sowieso viel praktischer und beruhigender für dich ( für mich zumindenst gewesen) .
meine tochter hat dann nach dem 1. jahr in ihrem zimmer geschlafen, wenn sie nicht gerade krank war; gespielt vorwiegend im wohnzimmer... eigentlich wäre das eigene zimmer garnicht nötig gewesen.
und seine privatsphäre hat man, wenn man sie möchte ;-)
mach dir ersteinmal kein streß und laß das baby bei euch...

lieber gruß,
m., 33. SSW