Wem hat eine Paartherapie geholfen, als es schon fast zu spät war?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von 77ena 22.08.07 - 11:34 Uhr

Hallo,

wer Interesse hat, hier mein riesiges Problem mit meinem Freund und dem Papa meiner Töchter...

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=1004363&pid=6449324

Ich habe ihn nun soweit, dass er - sozusagen auch als letzten Schritt vor der Trennung - in eine Paartherapie eingewilligt hat.

Wem von euch hat eine solche Therapie (auch langfristig) wirklich geholfen? Wie lange hat sie gedauert, was wurde da so "gemacht" usw.

Redet man selbst da erstmal nur oder ist das gleich mehr eine Interaktion mit dem Therapeuten?

Vielmals #danke für Erfahrungen!

77ena

Beitrag von bluehorizon6 22.08.07 - 12:33 Uhr

Hi

wahrscheinlich wird es so sein, das ihr gemeinsam erst einmal das Problem schildert und dann unabhängig von einander sich der therapeuth einmal die Geschichte erzählen läßt was jeder von euch glaubt geschehen das euch in die Sackgasse geraten ließ.

Erst dann wird er versuchen euch mit einander zu konfrontieren und heraus arbeiten wo Lösungsansätze sind.

Aber es bleibt letztlich eure Aufgabe den Weg zu gehen, oder in letzter Konsequenz für euch zu entscheiden das es keinen Sinn mehr ergibt.

Der Erfolg hängt also davon ab wie ernsthaft ihr eure Partnerschaft weiter betreiben wollt und wieviel Geduld ihr entgegen bringt. Denn was über Jahre sich verändert hat wird über ein paar Gespräche und Verhaltensvorschläge nicht binnen kurzer Zeit zu lösen sein.

Die Grundfrage wird sein, wieviel Basis ist da?

blueH6

Beitrag von bluehorizon6 22.08.07 - 12:35 Uhr

noch eine Ergänzung. Interaktion mit dem Therapeuthen wird nicht gefordert sein. Es ist zunächst mal eine Reflektion mit dir selbst und dann interaktiv mit dem Partner.

Tschüüs

Beitrag von silkstockings 22.08.07 - 19:48 Uhr

Ich kednn das so (das ist aber abhängig vom Therapeuten): wir haben erst einmal einen langen Fragebogen bekommen, den wir unabhängig voneinander ausfüllen mussten.

Dann kam das erste Aufnahmegespräch, da ist eigentlich wichtig, ob man mit dem Therapeuten kann und er mit dem Paar.

Er hat einige Fragen gestellt: wieso man denn kommen würde und beide haben ihre Sicht geschildert. Auch das, was wir uns als Ergebnis wünschen.

dann hat er einige spielerische Übungen gemacht, Fragen gestellt ... um uns einschätzen zu können, wie wir miteinander umgehen usw.

Länge ist abhängig vom Problem.
Erfolg ist abhängig von euch.

Bei euch würde ich sagen, dass ihr gemeinsam anfangt, den der eine Grund ist die Partnerschaft, die ihr eigentlich führen wollt. Dann aber wird dein Mann ganz sicher einige Zeit alleine Stunden benötigen, denn er hat ein Problem mit der Sexualität in der Partnerschaft, vielleicht auch mit seiner Sicht von Frauen (mütter sind nicht sexy, man darf sie nicht bedrängen o.ä.)
Daz wirst du vielleicht begleitende Stunden haben und wenn alles gut läuft, werdet ihr irgendwann wieder gemeinsam dort hingehen und nochmal eure Partnerschaft bearbeiten.

Ich wünsch euch viel Glück.

Silk

Beitrag von berndundmonika 22.08.07 - 20:22 Uhr

Hi,
bei mir bzw. mit meiner Exfrau ging die Paartherapie voll in die Hose. Es hat unseren Trennungs- und Scheidungsprozeß nur unnötig in die Länge gezogen und es war auch nur eine Verlängerung der Qual des Zusammenseins. Die Scheidung haben wir anschließend gemeinsam mit einem Sekt in einem Cafe begossen. Vor Erleichterung das endlich alles vorbei war.
LG