Alles läuft schief...seit unsere Tochter da ist....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von weiß nicht weiter... 22.08.07 - 11:51 Uhr

Ich Fang am besten gleich mal an...Ich hoffe hier auf Rat von Euch, denn ich weiß nicht so recht,wie ich mich weiterhin verhalten soll.Vielleicht seh ich auch alles falsch oder zu extrem-ich hoffe auf eure Meinungen...

Also wir sind seit 2005 verheiratet,haben seit Juni2007 eine bezaubernde Tochter.Ich bin übrigens die Mutti...

Wir haben schon einiges durch:Angst vor der Geburt,weil die Kleine einen defekt an der nabelschnur hatte(--es ist aber alles gut gegangen) , dann waren wir im Krankenhaus-es wurde eine Blutvergiftung festgestellt-das hat uns sehr geschockt...Aber das ist nicht mein Problem-nur eine kleine Vorgeschichte.Bei uns läufts sonst gut,wir können (eigentlich) miteinander reden,haben guten Sex und auch sonst ist alles geklärt (gewesen).
Seit unsere Kleine da ist, ist alles anders-ja das sollte es auch sein.Mir fällt nur auf, dass mein mann es irgendwie ablehnt sie zu füttern,zu wickeln und auch sonst kümmert er sich nicht so, wie ich ihn eingeschätzt hätte.Hab ihm das schon öfter gesagt, es geht nicht darum, dass er jede Menge tut-sonder dass er für sich eine Verbindung zu ihr herstellt...Er ist dann der meinung,er tut genug !!!das hatte er wohl mal verstanden...Dann ließ es wieder nach,ich schob es darauf, dass er viel um die Ohren hat(hat nen neuen Job-er wird echt stark beansprucht-hab ich Verständniss für!) und hab gedacht, er kann noch nicht so viel mit ihr anfangen...soll ja solche Männer geben.

Nur in letzter Zeit wars mir zu extrem-ich fragte ihn, ob wir sie baden wollen-hat er bis jetzt nicht mitgemacht, und ich dachte erfreut sich-seine antwort: "Du siehst doch dass ich müde bin..." -ich war bedient!Er weiß nicht wie man ne Flasche macht, er fragt nix nach-als interessiert es ihn alles nicht.also habe ich gestern versucht mit ihm zu reden...hab ihm erklärt, dass er es doch für sich tun soll..nicht um mir zu zeigen, was er alles getan hat.

ich hab ihn gefragt, ob er genervt ist..Er sagt: "Ja" ...er kommt von der arbeit,es ist super anstrengend ("alles blöd") und dann schreit sie...er fragt mich ob ich nie genervt bin...na klar bin ich,aber einer muß es doch aushalten,sie trösten,kuscheln.ich sag,dass kannst du doch dann auch tun...Er fragt mich, wenn sie weint,was soll ich tun-also sag ich sihm-ich bevormunde ihn nicht, lass ihn einfach machen...aber er ist genervt...ich frag:soll ich denn dann mit ihr weggehen?Soll ich mich verstecken,weil du genervt bist?...Ich bin enttäuscht, klar genervt bin ich auch mal,aber es ist um Himmelwillen seine Tochter...er soll doch bloß von sich aus was mit ihr anfangen...nein er ist genervt,jetzt trau ich mich ja gar nicht mehr sie ihm "anzubieten"...ich weiß nicht,was ich machen soll...bin traurig,enttäuscht...alles zusammen!ich versteh ja dass er mal Ruhe braucht...aber er redet grad so, als würde ich verlangen,dass er nach feierabend ne lampe anbauen soll!
ich versteh es nicht...Er sagt,auch immer,dass ich ihn nicht verstehe,dass ich nicht verstehe,wieviel er arbeitet,und dass es ihn nervt!Fühlt er sich vernachlässigt?...

Vor anderen redet er sehr stolz von mir,wie ich das alles mache...er sagt ehrlich,er kann nicht viel über die Kleine erzählen,er sieht sie kaum und kriegt nix mit...warum aber ändert er es nicht?Warum will er nicht?

Ich versteh gar nix mehr...Wie seht ihr das? Wie soll ich mich verhalten? Ich weiß nicht weiter...

Bitte um eure Meinung....
Bitte um Rat....


Beitrag von analena78 22.08.07 - 12:03 Uhr

Also für mich hört sich das so an als ob er es sich zur Aufgabe gestellt hat, seine Familie so gut wie möglich zu ernähren, sich im Job alles abzuverlangen und als ob er von Dir verlangt, das Due dich um "Heim, Herd und Kind" zu kümmern hast.

Oder er hat unheimliche Berührungsängste und denkt er würde Euer Baby kaputt machen, also tut er seinen Job, das was er kann und wo er sich sicher ist...

Ich glaub ich würde sie ihm einfach an einem Sonntag - da ist er ja bestimmt zu hause und hat sich am Samstag schon von dem Job erholt - in den Arm drücken und sagen: Ich bin dann mal für ne halbe Stunde weg...
Da sieht er dann das Euer Töchterchen nicht beißt und wird sich mal ein wenig mit ihr befassen müssen...

Manchmal muß Frau eben zu "ungewöhnlichen" Mitteln greifen...

Alles Liebe
Analena

Beitrag von weiß nicht weiter... 22.08.07 - 12:07 Uhr

Danke Analena #herzlich...ich werds probieren...
LG

Beitrag von badguy 22.08.07 - 14:28 Uhr

Tolles Motto, frei nach "Ich zwinge ihn dazu, zu merken, dass seine Tochter nicht beißt!"

Glaubt wirklich hier einer, dass Zwang Dinge besser regelt.

Bei uns auf der Arbeit kursiert der Spruch, dass nur Angst richtig motiviert. Wer es glaubt, wird seelig.

Meine Ex konnte sich stundenlang zu unserem Junior ins Zimmer setzen und spielen. Spielen sah so aus, dass Junior durch die Bude krabbelt, ein paar Dinge anschleppt und weiter krabbelt. Wem es gefällt, bitte, aber was ist mit dem, der dafür keinen Draht hat? Was übrigens nicht nur Männern passiert?

Beitrag von traumfanatiker 22.08.07 - 15:10 Uhr

Sollte "Mann" oder "Frau" doch aber vor einer Beziehung mit Gedanken ans Kinderkriegen wissen, ob der Draht für eigene Kinder da ist oder nicht ??

Im Nachhinein dann feststellen....naja is ja ganz net sowas Kleines, aber irgendwie doch recht anstengend und dann das ganze Gebrülle......och nöööö....dann lieber den Job vorschieben.......Klasse !!! #augen

Beitrag von analena78 22.08.07 - 17:59 Uhr

find ich auch, also MAN(N) sollte echt vorher wissen, ob er Kinder will oder nicht. Ich find es wirklich völlig unfair, der Frau (in diesem Fall) die ganze "Arbeit" zu überlassen. Sicher haben viele Frauen auch Angst, vor allem beim ersten Kind, aber verdammt, wir müssen da auch durch! Und die Herren der Schöpfung können sich meist gekonnt aus der Affaire ziehen, von wegen ich muß doch das Geld verdienen, aber Liebe zeigen brauch ich nicht.. Echt toll!!!

Beitrag von badguy 22.08.07 - 20:07 Uhr

Ein Kind zu wollen hat nichts damit zu tun, wie gut oder wie schlecht ich eine Beziehung zum Kind aufbauen kann. Und hinzugehen und den Job des Mannes, der die ganze Familie ernährt, als Alibi vorzuschieben, ist ja wohl mehr als billig. Das sind die Vorstellungen einer gefrusteten Frau. Ich finde es erstaunlich, dass hier alles immer nur dann gut ist, wenn es genau nach den weiblichen Vorstellungen geht.

Als junger Vater habe ich mich definitiv vor keinen Jobs rund um das Kind gedrückt, sei es Pampers wechseln, sei es füttern, sei es spazieren gehen, sei es baden, egal was, ich habe alles gemacht. In der Zeit habe ich Vollzeit gearbeitet, Freitags nachmittags und Samstags auf Junior aufgepasst und noch nebenher ein Haus gebaut.

Das und die Tatsache, dass beide Kiddies mich als den besten Papa auf der Welt bezeichnen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich im Babyalter der Kinder nicht die Beziehung zu beiden hatte, die meine Ex-Frau sich gewünscht hätte.

Beitrag von auch 'ne Mama 22.08.07 - 20:43 Uhr

Ich versteh schon was du meinst und kann's auch nachvollziehen. Ich liebe meine Tochter über alles und würde auch alles für sie tun, aber ich hatte als meine Tochter noch sehr klein war auch immer ein bisschen Probleme damit mich über längere Zeit mit ihr zu beschäftigen. Den ganzen Tag vor ihr hocken und heititei machen hat bei mir so eine Art mentalen Leerlauf ausgelöst, dass ich immer froh war wenn ich mich mich mal mit was "anspruchsvollem" (nicht falschverstehen) beschäftigen konnte. je älter sie wurde umso leichter fiel es mir und es machte dann auch mehr spaß.
Du hast absolut Recht, sowas gibt es auch bei Frauen. Vielleicht ist der besagte Vater, ja einfach mit einem Säugling überfordert, hat Berührungsängste und kann sich schlecht auf so ein kleines Kind einlassen. Das muss für die Zukunft aber noch gar nichts heißen. Sie musste halt mal in aller Ruhe mit ihm drüber reden, ohne gleich Vorwürfe zu machen.

LG

Beitrag von traumfanatiker 23.08.07 - 11:46 Uhr

na dann ist doch alles bestens oder ??

Die Tatsache, daß Du Dich um Deine Kinder kümmerst (oder es so gut es geht versuchst),
unterscheidet Dich vom Mann der Eingangsposterin.

Die schreibt nämlich, daß er keinerlei Interesse am Kind zeigt.
Und um DAS geht es doch!
Wenn jemand sein Neugeborenes noch nie gebadet hat, dann unterstell ich einfach mal Desinteresse, oder Überforderung.
Und dann ist es leicht, den Job vorzuschieben.

Es behauptet ja auch niemand, es MUSS vom ersten Tag an, eine innige Beziehung zum Kind vorhanden sein.
Aber das Bemühen sollte erkennbar sein !
Und das fehlt hier anscheinend ! ;-)

Beitrag von sissy1981 22.08.07 - 12:25 Uhr

Eure Tochter ist noch nicht alt, während du schon seit Monaten mit ihr eine Bindung aufbauen konntest, kann er das erst seid sie auf er Welt ist. u konntest dich Schritt für Schritt daran gewöhnen, für einen Mann geht das Schlag auf Schlag nach dder Geburt - da hilft auch kein tägliches Bauchstreicheln oder monatliches Baby-Tv gegen.

Gerade am Anfang kann das leicht beim ersten Kind zu Überforderungen kommen. Der Job hat auf einmal einen ganz andren Stellenwert, da sich die Verantwortung geändert hat, die Paarbeziehung veränert sich, die Freizeit einfach alles. Dazu ist da ein kleines Wesen mit dem Mann umzugehen lernen muss, was aber in dieser Frühphase auch vielen schwer fällt.

Und nebenbei versuchst du ihn unter Druck zu setzen. Denn auch so kann >>Hab ihm das schon öfter gesagt<< rüberkommen. Der Stress wurde dann für ihn noch größer - immerhin versagt er ja scheinbar zu hause teilweise in seiner Vaterrolle - oder besser wie du ihn in dieser Rolle sehen möchtest.

Lass ihm Zeit ohne immer (mit gutem Willen) dahinter zu stehen und ihm zu versuchen das Kind aufzudrücken. Macht einen Abend in der Woche etc. aus, an dem Du Kinderfrei bist, einem an dem er es ist, wenn das seine Arbeit zulässt. So hast du Entspannung und er Zeiten in der er sich praktisch auch um die Babypflege kümmern muss.

Väter suchen sich ihre Aktivitäten meist in Punkten die erst mit ein paar Monaten langsam aktuell werden. Dem rumtollen, dem Spielen, dem Weltentdecken. Die ersten Monate sind immer hart - und nicht selten ne Zerreisprobe für die einzelnen Beteiligten und die Beziehung an sich.

Beitrag von liwie82 22.08.07 - 12:33 Uhr

#danke Sissy..ich werds mir zu Herzen nehmen...ich alles nicht so einfach..
LG

Beitrag von liwie82 22.08.07 - 12:34 Uhr

jetzt hab ich mich geoutet...aber was solls ...ist ja keine Schande...weiß auch nicht,warum ich in schwarz geschrieben habe...

Beitrag von sissy1981 22.08.07 - 12:37 Uhr

schwarz schreiben tut manchmal besser ;-)

aber alles kein grund sich zu schämen - auch nicht mal anonym bleiben zu wollen #liebdrueck

Beitrag von liwie82 22.08.07 - 12:47 Uhr

#herzlich #liebdrueck...

Beitrag von pebble19 22.08.07 - 12:40 Uhr

Hey hey,

beruhige Dich erst einmal und mach Dir nicht zu viele Sorgen...

Männer können, genau so wie Frauen auch, einfach länger brauchen bis sich die Vaterliebe einstellt.

Männer sind sehr häufig ersteinmal mit der Situation überfordert.

Du hattest schon einige Monate eine viel intensivere Beziehung zu Eurer Tochter, Du hast Sie gefühlt wenn Sie getreten hat, Du hast die Geburt erlebt und bewältigt...
Und nach der Geburt wahrscheinlich sehr viel Zeit damit verbracht Dich auf Deine Tochter einzustellen.

Dein Mann, kennt die kleine erst ein paar Wochen, wovon er auch noch viel arbeitet, wärend Du den ganzen TAg mit Ihr verbringst.

Seit die kleine da ist hast Du weniger Zeit für Ihn, Du bist häufiger müde und gestresst, hast evtl weniger Lust auf Sex und und und...

Dazu ist das Baby noch so klein, Männer haben häufig Angst etwas falsch zu machen, es quasi kaputt zu machen....
Und dann schreien die auch noch so oft, woher soll MANN denn wissen warum ;-)

Ich würde versuchen Ihn weniger unter Druck zu setzten.
Geht spazieren und lass Ihn den Kinderwagen schieben, wenn Du die kleine badest ruf nach Ihm und lass Dir ein Handtuch bringen oder so...
Ersteinmal Dinge wo er nicht als ausführende Kraft gefordert wird, aber so das er das Gefühl hat dabei zu sein.

Nach und nach kannst Du dann ja versuchen einfach m,al Situationen schaffen, das er alleine die Möglichkeit hat mit Ihr zu beschäftigen. Sich quasi unbeobachtet fühlt.#hicks

Geh in die Küche und lass die Kleine im Wohnzimmer auf einer Krabbeldecke liegen wenn er auch da ist....

Vielleicht ist der Stolz den er für Dich empfindet ja viel größer als Du ahnst.
Vielleicht würde er ja auch gerne hat aber Angst etwas falsch zu machen....

Lieben Gruß,

Astrid #liebdrueck

Beitrag von liwie82 22.08.07 - 12:48 Uhr

#danke Astrid...ihr macht mir wieder Mut...was täte ich bloß ohne Euch?


#herzlich Liwie82

Beitrag von pebble19 22.08.07 - 14:10 Uhr

Na, ist doch klar :-)

Drücke Dir ganz ganz doll die Daumen...
Ihr schafft das schon... schliesslich ist Deine Kleine ein sooooo
süßer Wonneproppen, den muss MANN doch lieb haben :-)

Beitrag von schlange66 22.08.07 - 17:10 Uhr

meiner arbeitet 14 atunden am tag kommt abends spät nach hause und füttert sie morgens um 7 uhr wieder...aber ich muß auch sagen sie ist sehr pflegeschein ein sonnenschein und mein mann ein naturtalent ich liebe ihn...zum glück ist er kein fauler

Beitrag von xmarcix 22.08.07 - 20:08 Uhr

hallo


ich glaube das dein mann 1. nicht weiß was er mit dem baby machen soll und 2. denkt das du das als mutter alles so super machst das er sich nicht darum kümmern muss.
das wird mit der zeit besser, wenn er erstmal mit ihr toben kann oder einen turm usw bauen.
beim papa meiner tochter war es auch so. je älter sie wurde desto besser klappt der umgang.


lg marcela

Beitrag von liwie82 23.08.07 - 13:35 Uhr

Hallo Mädels-wir konnten das gestern klären... Mein Mann fühlt sich eindeutig vernachlässigt...der Job macht ihm zu schaffen...

Wir haben die Bedürfnisse geklärt und wissen jetzt wo wir stehen...

Vielen dank für eure Antworten...jetzt gehts mir schon viel besser

#herzlich #danke Liwie82