Alleine entbinden - Angst

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von judith81 22.08.07 - 12:09 Uhr

Hallo,
bin zwar erst in der 19. SSW aber langsam mach ich mir echt verdammt viele Gedanken. Mein Mann wohnt 157 km von mir entfernt, bauen bei ihm zwar grad an, aber ob der Anbau bis Dez. fertig ist - das weiß man nicht. Wir hoffen es, doch immer wieder bekomme ich Angst, dass es nicht klappt und ich dann allein in Unterfr. wäre, und da allein (ohne meinen Mann) entbinden müsste .....kennt ihr die Angst?
Das is so blöd. Ich mein, ins Krankenhaus dann ohne Mann zu kommen ist kein Problem, meine Eltern, mein Bruder wohnen im Nachbarhaus, da nimmt sich schon jem. die Zeit, aber dann alleine entbinden, davor grauts mich.
Lg
Judith

Beitrag von malafe 22.08.07 - 12:13 Uhr

Hallo Judith,

überleg doch mal, ob du dann nicht deine Mama vielleicht mitnehmen möchtest. Mit Mann wäre es sicher viel schöner, aber eine bekannte Bezugsperson dabeizuhaben finde ich auf jeden Fall gut und wenn der Mann nicht greifbar ist ist das eine Alternative.
Ich weiß auch was du meinst, ich mußte meine 2. tochter auch "alleine" zur Welt bringen, da sie es etwas eilig hatte. Mein Mann war zwar mit im Krankenhaus, hat aber auf unsere damals gut 19 Monate alte Tochter aufpassen müssen, da alles wie gesagt so fix ging, daß wir es nimmer geschafft haben, sie bei der Tante abzuliefern. War auch wirklich höchste eisenbahn, denn keine 20 Minuten nach Eintreffen im KH war unsere Kleine schon da.
Ich hoffe das es diesmal alles so klappt und der kleine Junge sich etwas mehr Zeit lässt, daß wir die 5 Minuten Umweg über die Tante noch schaffen.

Grüsse und alles gute

Steffi mit Maximilian (34. SSW)

Beitrag von shawn 22.08.07 - 12:14 Uhr

HAllo Judith,
ich denke mal wenn es so richtung ET geht könnte dein Mann ja Urlaub nehmen. Was deine Angst verringern könnte wäre wenn du schonmál ins Krankenhaus fährst und dort einfach mal die Hebammen kennen lernst. Dann fühlt sich das nicth mehr ganz so fremd an - du weisst welche Gesichter du dort treffen könntest. Ein Gespräch ist da meistens auch nicth schlecht - und die kennen dich dann auch schon.

Viel Glück
Shawn mit #ei 32+4

Beitrag von hellas 22.08.07 - 12:16 Uhr

Hallo Judith,
ich kann Deine Angst bedingt nachvollziehen. Bedingt deshalb, weil ich meinen Mann in der Phase der Preßwehen aus dem Kreißsaal geschickt habe. Das hatten wir vorher auch so besprochen. Wenn einer von uns nicht mehr möchte, verläßt er den Kreißsaal.
Für mich war es wichtiger meinen Mann in den Phasen davor bei mir zu haben.
Ich würde Dir empfehlen, daß Du Dich vielleicht nach einer Beleghebamme umsiehst, die Dich dann die ganze Zeit betreut.
Wenn Du jetzt anfängst zu suchen, habt Ihr beide noch schön lange Zeit Euch gut kennen zu lernen.
Und wenn Dein Mann doch die ganze Zeit bei Dir sein kann, hast Du gleich zwei Personen, die sich voll und ganz um Dich kümmern.
Viele Grüße,
Stephi

Beitrag von hera23 22.08.07 - 12:22 Uhr

Liebe Judith!

Fürs erste mach dir bitte keine all zu großen Sorgen!!! Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass sie im Krankenhaus so einfühlsam sind und an deiner Seite stehen! Ich musste aufgrund Komplikationen verlegt werden in ein anderes Spital und keiner wusste Bescheid... die Hebammen und auch Schwestern haben sich total lieb um mich gekümmert! Sicher, bei der Geburt (KS) war kein Mensch da, den ich kannte, aber bei uns darf in den OP sowieso keine Begleitperson mit...
Würde auch mal mit deiner Mama oder Freundin oder Tante, wie auch immer, auf jeden Fall jemanden, dem du vertraust, sprechen, ob er/sie notfalls einspringen kann!!!

Alles gute, Hera + #ei 6+1

Beitrag von dumela 22.08.07 - 12:26 Uhr


Hey Judith

Ich kann dich gut verstehen. Bei meine Tochters Geburt hat es sehr geholfen mein Mann dabei zu haben und ich wollte gar nicht, dass er weg geht.

In einem Buch über natürliche Geburt schrieb der Arzt, dass viele Frauen denken, dass es schön ist, der Mann dabei zu haben, es aber besser schaffen wenn er nicht dabei ist. Er meinte es hat damit zu tun, dass man sich beobachtet fuhlt und dann nicht so entspannen kann wie sonst. Angeblich hat er es schon häufig erlebt, dass Frauen bessere Wehen bekommen haben, sobald der Mann kurz weggehen musste. Ich kann natürlich nicht sagen, dass es stimmt oder dass es für dich so wäre, aber es ist vielleicht ein Trost - für mich wäre das ein Trost, sollte mein Mann es diesmal nicht schaffen.

Es ist auch in der Natür so, dass Tiere sich entziehen und eine Geburt ganz alleine für sich machen. Daher denke ich schon, dass eine Geburt besser verlaufen könnte mit weniger beobachter.

Mach doch die Vorsorge oder zusätzliche Vorsorgen bei eine Hebamme, die du ein bisschen besser kennenlernen kannst und nimm sie mit zur Geburt (Beleghebamme). Dann hast du eine professionelle und vertraute Person dabei!