Hilfe! Mann will nicht "entrümpeln"

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von prairie 22.08.07 - 14:08 Uhr

Ihr Lieben,

habe ein Problem, das zwar kein grosses ist, mich aber langsam wahnsinnig macht.. ich bin in der 22. Woche, und wir leben in einer 3-zi-wohnung seit 5 Jahren zusammen und haben in der Zeit genug Gerümpel angesammelt, um unsere Wohnung regelrecht zu "verstopfen". Was auch damit zusammenhängt, das wir beim EInzug nur unsere Studentenmöbel (hauptsächl Regale) zusammen gewürfelt haben, und die einfach überquellen, bzw, es auch an Möbeln fehlt. Da wir erstmal nicht umziehen möchten, haben wir entschieden, unser Kleines bei uns im Schlafzimmer mit einziehen zu lassen. Das wäre im Prinzip auch gross genug dafür (ca 20 qm)....

Aber.. Nun ist es so, dass ich bis zum Mutterschutz beruflich noch sehr viel Stress habe, und auch körperlich die Aufräumarbeiten nicht mehr alleine schaffen würde. Und mein Mann arbeitet auch hart in der Woche, also bleibt uns nur das Wochenende zur Vorbereitung. Mein Mann allerdings schafft es seit Wochen schon sich jedes WE irgend was anderes zu organisieren, so dass wir einfach nicht anfangen können mit dem Entrümpeln. Er sagt dann immer, dafür hätten wir ja noch genug Zeit, das sei doch alles prima so, ich solle erstmal selbst mein Regal im Arbeitszimmer aufräumen (der Kram ist aber schon größtenteils sein Gerümpel), und allgemein scheint er das Thema Babyvorbereitung konkret immer zu vermeiden.. Er ist nicht faul, überhaupt nicht, nur dieses Thema bringt ihn immer auf die Palme, und ich sehe da auch für die nächsten Wochen keine Änderung... Ich kriege Panik, wenn ich an die erste Zeit mit dem Baby denke, in der ich dann um seine Kabel-, Technik- und Klamotten-Berge herum navigieren muss und alles offen herum liegen bleibt...

Habt ihr irgend welche Tipps, wie ich ihn endlcih dazu bewegen könnte, mit mir zusammen mit dem Entrümpeln mal zu beginnen und evtl pflegeleichtere, geschlossene Möbel zu kaufen (GEld ist eig nicht sein Problem, er gibt es nur lieber für Technikkrams aus)? Am Liebsten würde ich ja mal so eine TV-Aufräumtante in unsere Bude schicken, um ihm die Augen zu öffnen.

.. Oder bin ich wirklich nur zu früh mit meiner Panik (und meine Hormone spielen verrückt)?

lieben gruss
prairie

Beitrag von sl1977 22.08.07 - 14:30 Uhr

Hi,

ich finde nicht, dass du zu früh dran bist.

Meiner war auch kein Fan der Entrümpelungs-Idee. Von wegen, das hat doch noch ewig Zeit...
Ich hab ihm aber von Anfang an gesagt, dass spätestens Ende August/Anfang September in unserem "Gerümpel-Zimmer" = späteres Kinderzimmer was passieren muss, bevor ich aussehe wie ein Wal und nix mehr helfen kann.
Letzte Woche gabs dann endlich die erste Kommode.

Zur Not musst du ihn einfach vor vollendete Tatsachen stellen: bestell Möbel aus dem Katalog und wenn Geld nicht sein Problem ist, dann kann ers ja zahlen. Und darfs natürlich aufbauen.

Du kannst ihm ja nochmal einen Termin setzen, bis spätestens xy.

Seit ich zunehmend rundlicher werde und wg. Ischias, Sodbrennen, usw. jammer sieht er mich auch eher als Schwangere. Ich sag auch immer, jetzt ist unser Sohnemann schon so und so groß, heute hat er viel oder weniger gestrampelt usw. Da wird das für werdende Papis greifbarer.
Meiner hat echt 3, 4 Monate gebraucht um wirklich zu realisieren, dass er Papi wird. Die haben echt eine unglaublich lange Leitung. Noch dazu ist es bei mir eine Bilderbuch-schwangerschaft, noch nie ernsthafte Probleme, nie schlecht am Anfang (find ich natürlich gut). Da muss man schon rumkugeln, um von Männern ernstgenommen zu werden.

Ich werde ab Mitte Oktober daheim sein und will dann eigentlich nur noch die Wäsche waschen und Kleinkruscht erledigen. Das Zimmer muss also bis dahin aus- bzw. umgeräumt sein. So langsam versteht er auch, warum ich das so will. Man weiß ja nie, am Ende kommt der Zwerg früher oder man hat mehr Beschwerden und ist eigentlich nicht mehr fit genug für Riesenaktionen. Erklär ihm doch mal, dass er dann alles allein machen darf. Hat er bestimmt keine Lust drauf.

Alles Gute noch

sl1977 und Zwerg ssw. 23+2

Beitrag von ghostwriterfive 22.08.07 - 15:00 Uhr

Hallo,
nur damit Du siehst, dass Du nicht allein bist: geht mir GANZ GENAU so. Ausser, dass ich schon in der 28sten Woche bin und übermorgen der Maler kommt, um das zukünftige Kinderzimmer zu streichen. Welches - na? - noch nicht ausgeräumt ist.
Kann selber körperlich leider überhaupt nichts machen, mich noch nicht einmal bücken, ohne, dass ich Galle erbreche.
Die Reaktion meines Mannes: Panik, hysterisches Greinen (Wortwörtlich! Wie in 2jähriger!) und sich Absetzen in sein Büro.
Wenn ich den Trick wüsste, wie ich ihn dazu bringen könnte, etwas zu tun, würde ich ihn dir verraten.
Meine beste Freundin, die sich darum gerissen hat, patentante zu werden, ist ebenfalls ein Nervenbündel und ist vor 2 Wochen spurlos verschwunden. Unerreichbar. (Da ich dieses Verhalten kenne, mache ich mir keine Sorgen, ihr könnte etwas widerfahren sein. Tut es nie.)
So, jetzt überlege ich, ob ich "entferntere" Freunde oder Bekannte bitte, mir zu helfen. War mir bisher peinlich, da sie ja wissen, dass es auch noch meinen Mann gibt und ich will mich nicht hinstellen, und über ihn klagen. (Familie kommt nicht in Frage, wohnt im Ausland oder ist alt und gebrechlich.)
Na ja...
Ich wünsche uns, dass wir irgendwie den Dreh finden, unsere Männer dazu zu bringen, sich wie Erwachsene zu verhalten.
Viele Grüße
Teresa

Beitrag von nightwitch 22.08.07 - 15:32 Uhr

Hallo,

ja das kenne ich auch.. bei uns im Kinder/Schlafzimmer steht noch eine grosse Spiegelkommode und ein alter ausranchierter Schreibtisch.
Bis das Baby da ist muss mindestens eins der zwei Sachen noch weg.
Ich habe morgen meine Geburtsplanung! D.h., wenn alle Stricke reissen bekomm ich bald meine KS und dann ist es schon etwas dringend.

Also einen Termin setzen, bis zu dem er Zeit hat auszurümpeln und dann androhen, dass du es ohne ihn machst (evtl mit anderer Hilfe) und dass dann alles wegkommt, was du als nicht mehr brauchbar einstufst.

Immerhin ist es auch sein Baby und ihm sollte ja auch am Herzen liegen, dass es eurem Baby gut geht, wenn es da ist.

Ich wünsch dir viel Glück.

LG
Sandra, 36+0

Beitrag von prairie 22.08.07 - 15:38 Uhr

Hi,

vielen Dank für eure bisherigen Antworten, die mir auch Mut machen, weil ich mit dem Problem wohl nicht alleine bin.. ich dachte schon, ich sei verrückt ;)

Mein Männe ist nämlich auch so einer, der sich in Panik vor seinen PC hockt und dann gar nicht mehr mit sich reden lässt.

Ansonsten freut er sich aber auch schon total auf unser Kleines - und hilft mir auch ansonsten mich zu "schonen" - das ist ja das Verrückte. Er macht ja auch sonst sehr viel, hilft Freunden beim Umzug etc. Nur bei der Frage der Vorbereitung unserer Wohnung - wie wir ganz konkret Platz in unserem Leben für so ein kleines Wesen einrichten sollen - verhält er sich wie ein 2-Jähriger (das trifft es ziemlich gut ;). Muss was Psychisches sein..

Hatte auch bisher (*toitoitoi*) noch kaum Schwangerschaftsbeschwerden. Ja, vielleicht dauert es deshalb auch länger, bis die Typen mal merken, dass sich bald was ändern wird....

Danke auch für die Tipps. Ich werde ihm jetzt einfach ein Datum nennen für zwei WE, an denen ich das mit ihm erledigen will (und werde dann in der 25.+26. Woche sein). Und dass er, falls ich dann schon zu unbeweglich sein sollte, dann das Ganze eben alleine machen darf.

Die Möbel kann ich allerdings noch nicht bestellen, weil selbst die grad noch nicht bei uns reinpassen würden ;)

Euch auch noch alles Gute & lg,
prairie

Beitrag von kathrincat 22.08.07 - 15:49 Uhr

zu früh ist es nicht! ich habe auch vieles allein entrüm. da mein mann sich auch immer nicht trennen kann, aber was solls. sag ihn einfach, wenn er nicht mitmacht machst du es allein und entscheides auch allein was weg kommt, auch von seinen sachen, so hast du ihn gewarnt, und er braucht sich hinterher nicht zu beschweren, das was weg ist was er noch wollte.