erfahrung mit schielkrankheit?

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Beitrag von glori83 22.08.07 - 16:38 Uhr

hallo ihr lieben,

ich weiss wahrscheinlich befinde ich mich im falschen forum, aber in den anderen foren sind kaum welche da, deswegen frage ich hier, mit der hoffnung dass einge hier auch erfahrungen mit schielenden kindern haben.

ich fang mal von vorne an.

meine kleine ist jetzt 13 monate alt. seit sie 5 monate alt ist, werden ihre augen abgeklebt um eine doppelsichtigkeit zu vermeiden. ich war bei der letzten u untersuchung mit meiner kleinen beim kia und er meinte wohl dass eine op wegen den augen gemacht werden müsste, und das erst mit drei jahren.

nimmt es mir bitte nicht übel aber so lange würde ich mit der op nicht warten wollen, aus angst dass sich in den ersten drei lebensjahren eine doppelsichtigkeit entwickelt, die man dann nicht mehr weg bekommt. ich würde mir ein leben lang vorwürfe machen, falsch gehandelt zu haben.

noch ein wichtiger grund wie ich finde ist das hänseln, kinder können echt grausam zueinander sein.

ich denke mir außerdem dass meine kleine ihre "behinderung" noch nicht so recht mitkriegt mich aber irgendwann fragen wird warum sie das schielen hat......wie soll ich dann reagieren? davor habe ich auch solche angst.....

kennt sich einer damit aus? ab wann kann so eine op durchgeführt werden und was muss man beachten? welche risiken birgt es?

ich wäre euch wahnsinnig dankbar, wenn ihr mir dazu antworten geben könntet.

glg glori und sofia florentina, 13 monate alt

Beitrag von tweety74 22.08.07 - 17:45 Uhr

also ich habe als kind auch auf beiden augen geschielt, aber von doppelsichtigkeit habe ich noch nie was gehört... das gehirn blendet das aus, so dass man mit einem auge richtig und mit dem anderen schemenhaft sieht. aber man sieht nicht doppelt!!!!
ich wurde 2x operiert, mit 8 und mit 9 jahren. eigentlich nur eine OP aus ästhetischen gründen, denn ich kann heute (bin fast 33) noch nicht mit beiden augen gleichzeitig schauen. wie schon gesagt... eins fixiert und das andere sieht schemenhaft... irgendwie schwer zu erklären. meine sehkraft beträgt 100%.
ich hatte noch nie einen nachteil dadurch. ich fahre seit 15 jahren unfallfrei auto.

lg tweety

Beitrag von devadder 22.08.07 - 18:58 Uhr

Hi!!

ich habe auch auf dem linken Auge von Geburt an geschielt.
Es gibt hier zwei Möglichkeiten. Das gehirn setzt die Bilder aus den zwei Sichtwinkeln zusammen, oder das Gehrin blendet ein Auge aus, was wahrscheinlicher ist. Ich habe dann eine OP aus ästhetischen Gründen im Alter von 23 jahren durchführen lassen. Mir wurde gesagt, daß es bei einer absoluten Geradestellung des Auges dazu kommen kann, d aß ich dann doppelt sehe. Dem war auch so. Aber mit starker Willenskraft habe ich es geschafft, nach vier Wochen nicht mehr doppelt zu sehen. ansonsten hätte man ein Stückchen "zurückoperieren" müssen. Im Alter von 38 Jahren mußte ich das Auge wieder operieren lassen, diesmal hat das linke Auge nach außen geschielt und nicht wie vorher nach innen.
Auch hier ging alles gut.

Die Augen werden abgeklebt, damit das schielende Auge das sehen nicht verlernt und das"gesunde" Auge dann das sehen nicht verlernt. deshalb das wechselseitige Abkleben.

Bedenke auch, daß bei einem Kind die Muskeln die das Auge halten und bewegen noch sehr stark zu wachsen haben. Das kann sich also auch noch ändern, oder nach der OP wieder verändern. Die OP wird meines Wissens auch heute noch unter Vollnarkose durchgeführt. Das Stechen im Auge hinterher ist ziemlich stark nach beiden OP´s gewesen.

Aber letztendlich mußt Du entscheiden. Auch wenn Du verschiedene Ärzte konsultierst wirst Du verschiedene Antworten bekommen.

Gruß

Ach ja, in einer Sehlernschule war ich nach der OP gewesen um das räumliche sehne zu lernen.

Beitrag von toffifee007 23.08.07 - 08:52 Uhr

Hallo!

Ich fasse mich kurz, da wenig Zeit.

Ich habe bereits als Kleinkind geschielt, die OP wurde erst mit 6 Jahren gemacht und es hatte sicher seine Gründe. Ich habe auch keine Nachteile dadurch.
Bei mir wurde da auch vorher abgeklebt..

Es ist heute noch so, dass ich solche Bilder, wo ein verstecktes Bild drinne is (mit solchen bunten Punkten) nicht erkenne. Aber das hat mir im Alltag auch noch keine Nachteile beschert, nur bei Schuluntersuchungen. ;-)

Ich kann mich nicht mehr soo sehr dran erinnern aber ich glaube nicht, dass mich jemand gehänselt hat. Bin immer gern in den KiGa gegangen.

P.S. Ist sowas eigentl. vererbbar? #schock

Achja und ich habe als Kind oft Gläser und sowas umgeschmissen, weil ich irgendwie nen falschen "Blickwinkel "hatte.. #kratz Nach der OP blieb plötzlich jedes Glas heil stehen...

LG,
Ina

Beitrag von tweety74 23.08.07 - 19:52 Uhr

oh, da fällt mir grad was ein.... ich schütte öfter mal was nebens glas statt rein... *lol*.
mein sohn schielt übrigens nicht... :-)