weiß nicht mehr weiter.....

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von venecia 22.08.07 - 20:25 Uhr

Hallo,tja wie soll ich anfangen?Habe einen 14 und 7 jährigen Sohn.Der große ist eigentlich sehr pflegeleicht(noch)aber der kleine raubt mir die letzten Nerven.#schwitzKlar es sind Kinder,die wollen auch mal Kind sein,was auch alles normal ist,sie sind schließlich keine Maschienen,alles das was ich auch weiß.Das Problem ist nur,er kommt nicht mit seinen Mitmenschen klar,er ärgert ständig andere Kinder,macht nur blödsinn ist mitunter sehr frech auch zu mir.Dann sagt er ,er haßt mich,ich bin bescheuert,weißt du eigentlich wie blöd du bist?
Niemand will mehr mit ihm spielen und ihm ist das egal,sagt er.
Es tut mir so weh zusehen zu müssen wie sich alles entwickelt.Gutes zureden hilft nix,auf sein Zimmer bringen,hilft nix oder fernsehverbot hilft nix.Dabei beschäftige ich mich sehr mit ihm.Spielen,üben(schule)oder fußball Verein.Er schreit sehr viel,tritt andere Kinder einfach nur so.Das erste Schuljahr war sehr deprimierend für mich,weil sich einige Mütter bei mir beschwert haben,was ich voll verstehen kann.In der Schule geht es jetzt aber schon mal aufwärts.:-)
Meine ganze Power geht an ihn verloren,abends bin ich voll platt.
Danke fürs zu hören

Beitrag von dropsi_2 23.08.07 - 10:16 Uhr

Hallo,

kann es sein das er unterfordert ist?

Will jetzt nicht von ADHS anfangen, weil ich diese "Krankheit" nicht ausstehen kann, aber ich würde ihn mal vom Schulpsycholgen checken lassen bzw. vom Arzt, denn es gibt Kinder die können einfach nicht kommunizieren und müssen anders geschult werden.

Ist nur eine Idee, aber bevor den armen Kerl bald gar keiner mehr leiden kann?

lG Katy

Beitrag von venecia 23.08.07 - 15:32 Uhr

Also ,eigentlich hatte ich sowas auch schon vermutet,ADHS u.s.w.,habe mir auch etliches aus dem Internet reingezogen,wobei ich sagen muß das die Symptome nicht ähnlich sind.Es wird ,glaube ich auch viel zu schnell gesagt das Kind hätte ADHS.
Nicht falsch verstehen,bin wirklich dankbar für Deinen Tip,aber vielleicht ist was dran das er unterfordert ist???????????
Müßte er denn dann nicht alles super gut können?(Schule).
Wirklich ,er kann manchmal so nett sein,deshalb tut es so verdammt weh wenn man als Mutter zusehen muß und dagegen machtlos ist.:-(
Wahrscheinlich habe ich auch noch zu lange damit gewartet etwas zu unternehmen,weil ich das ganze halt als eine "Phase"eingestuft habe.
Werde erst mal mit dem KA sprechen.

Tausend Dank Katy

Beitrag von 3_3 27.08.07 - 16:11 Uhr

Hallo,

Auch unser Sohn (7) war schon immer ein schwieriger Fall und nicht einfach im Umgang mit anderen. Er konnte noch nie gut teilen, hat als Kleinkind viel gebissen oder auch auch gehauen und wenn es nicht nach seinem Kopf geht, kann er ganz schön unleidlich werden.
Mit zunehmend Alter wurde es immer schwieriger und wir wußten uns oft nicht zu helfen. Irgendwann waren wir total überfordert und genervt und haben dementsprechend viel mit ihm geschimft, was alles noch verschlimmert hat.
Als er 5 Jahre alt war, habe ich dann endlich eine Erziehungsberatungsstelle aufgesucht, die uns wirklich sehr geholfen hat. Sie hat uns klar gemacht, dass wir mittlerweile in einer Spirale feststecken, die nur wir als Erwachsene unterbrechen können. Sie hat sofort erkannt, dass sein Verhalten hauptsächlich auf sein vermindertes Selbstbewußtsein zurück zu führen ist. Ein weiteres Problem war/ist sicher unsere teilweise mangelnde Konsequenz, die viel Schreierei etc. erspart hätte. Das alles hat dann irgendwann dazu geführt, dass er sich nicht mehr richtig anerkannt, akzeptiert und geliebt gefühlt hat und er immer mehr rebelliert hat. Diese Erkenntnis gab den Dingen schon mal eine ganz andere Sichtweise. Das Zusammenleben klappt immer noch nicht reibungslos, aber vieles hat sich extrem gebessert und ich weiß nun einfach, was grundsätzlich hinter seinem Verhalten steckt. Er denkt auch oft, er wäre der Schlechteste in der Klasse und keiner wolle mit ihm spielen bzw. sein Freund sein. Er fühlt sich schnell persönlich angegriffen, benachteiligt und kann noch immer schlecht verlieren, traut sich nichts zu etc. Aber wie gesagt, nur wenn man das Grundproblem erkannt hat, ist man in der Lage daran zu arbeiten und vor allem auch dazu bereit.
Ich habe mich oft geärgert, dass ich diese Hilfe nicht früher in Anspruch genommen habe. Danach konnten wir viele Situationen auch mal wieder mit Humor entstressen, welcher uns ganz schön abhanden gekommen war....
Kostenlose Beratung mit wirklich gutem Fachpersonal gibt es bei der Caritas oder bei der Stadt (Adressen zu erfahren übers Jugendamt, manchmal auch gelbe Seiten).
Ich bin sicher, es gibt einen Grund für das Verhalten Deines Sohnes. Er scheint sich selbst nicht sehr zu mögen, nicht zu spüren und zu achten, sonst würde er sicher auch mit anderen anderes umgehen. Es kommt jetzt darauf auf, der Grund für sein Verhalten zu finden.
Dein Sohn leidet sicher sehr, denn wer kann diese ganze Ablehnung schon problemlos verkraften. Ich denke Ihr habt noch gute Chancen etwas zu ändern und sein Leben in die richtige Bahn zu lenken.
Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und bin sicher, dass das Ruder noch rumzureißen ist, also verliere keine Zeit!!#klee

Liebe Grüße
Simone

Beitrag von venecia 28.08.07 - 08:11 Uhr

Erst mal liebe Simone,vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Bin für jede Erfahrung dankbar.

Klar steckt hinter so einem Verhalten einen Grund.Nur erst dahinter kommen.Natürlich ist es toll das es solche Beratungsstellen gibt,nur habe ich immmer gesagt das ist die letzte Anlaufstelle.Nix desto trotz werden wir wohl diese Maßnahme in Anspruch nehmen.
Eigentlich ist er sehr von sich selbst überzeugt und er hat auch ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein.Er will alles können und setzt eigentlich alles daran dies umzusetzten.Wir haben ihn auf gar keinen Fall aufgegeben,(klare sache)wir zeigen ihm auch ständig wie lieb wir ihn haben.Teilen ist für ihn auch kein Problem,aber er läßt sich halt sehr schnell provozieren.
Man braucht ihn nur schief ansehen,besonders Kinder,obwohl das auch nachgelassen hat.Alles nur eine Phase?????????#kratz
Das erste schuljahr war für uns eine Katastrophe.Ständig hörte man wie aggressiv und störend mein Sohn doch wäre,aber das hat sich Gott sei Dank verbessert.#freu

Größten Teils verhält er sich" mir" gegenüber streitsüchtig und aggressiv,wenn er halt was nicht bekommt oder ich nicht mit ihm spiele.Dann sagt er sowas wie ,"du weißt ja gar nicht wie sehr ich dich hasse",oder ,"geh ab von mir".Zu viel Aufmerksamkeit und liebe??????????#kratzMeinem Mann gegenüber hält er sich stark zurück.
Ich glaube,nein ich weiß, jedenfalls das der Fehler bei uns liegt,mit konsequent u.s.w.

Sagt mir einer Erziehung wäre einfach.
liebe grüße
sandra