selbstständig und Krankenversicherung ---

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von scarlett23 22.08.07 - 20:44 Uhr

Oh je,

die günstigste Vers. beginnt ab 199 €/mtl. wie macht ihr das?

bitte her mit Tipps falls es was besseres gibt. #danke

Beitrag von rudi333 22.08.07 - 22:17 Uhr

Du kannst Dich privat versichern, musst Du aber nicht.

Freiwillig gesetzlich geht auch, da gibt es auch für "Gering"verdienende Selbständige einen ermäßigten Satz.

Und nicht vergessen: Die Private kann unermesslich teuer werden im Alter.


Wie man es macht: Einfach monatl. bezahlen.

Beitrag von scarlett23 23.08.07 - 13:41 Uhr

hallo rudi


danke für deine ANtwort... also das heißt es gibt was für 117 € ? Ist da alles übliche dabei??? Oder was muß man selbst zahlen?

Beitrag von violinista 24.08.07 - 08:24 Uhr

bei der AOK gilt das nur unter bestimmten Voraussetzungen:
nicht mehr als 18h/ Woche arbeiten
es ist nicht der Hauptverdienst (bei uns ist es so, dass mein Mann mehr verdient, daher ist mein Gewinn nicht der Hauptverdienst)
man bleibt unter 800 Euro Gewinn/ Monat
wirst du krank bekommst du keine "Gehalts"fortzahlung (weiß jetzt grad nicht, wie das die KK bei Selbständigen nennt) - willst du das, musst du noch nen Extrabeitrag zahlen.

Beitrag von tiffels 22.08.07 - 22:58 Uhr

Hallo,

du wirst wohl nichts günstigeres finden.
Mein Mann zahlt privat jeden Monat 319€#schock das tut mir ganz schön weh, das schöne Geld#heul

Vorher war er gesetzlich versicher und hat auch schon 280€ bezahlt.
Selbstständig sein hat leider auch viiiieeele Nachteile.

LG
Susi

Beitrag von ariella1976 23.08.07 - 06:59 Uhr

Ja, das ist blöd. Mir hat die KK auch gesagt, dass sie am Anfang von Einnahmen in Höhe von etwa 3.200 € ausgehen (den genauen Betrag müsste ich nachschauen). Auf jeden Fall werde ich auch am Anfang nie und nimmer so viel einnehmen. Der Betrag wird nach der ersten Steuererklärung neu berechnet und bei eventueller Überzahlung zurückerstattet. Aber wenn man als Kleinunternehmer gleich so viel monatlich zahlen muss, ist es fraglich ob man es bis zur ersten Steuererklärung schafft ;-) Kriegst Du von der Agentur den Gründerzuschuss? Denn normalerweise wäre der Satz bei o. g. Einnahme ca. 300 €.
Gruß, Simone

Beitrag von maus152449 23.08.07 - 11:45 Uhr

Hallo Simone,

ich lese gerade der Betrag soll zurückerstattet werden, bei Überbezahlung? Vorsicht hierbei! Meine Mutter hatte - als die Firma noch toll lief - monatlich voll bezahlen müssen. Dann wurde umgestellt etc. und die Bilanz hatte sich etwas gezogen. Heraus kam, dass Sie in 2 Jahren ca. 6500 Euro zuviel bezahlt hatte. Zurück bekommt man da leider nichts mehr. Der Streit zieht sich seit nunmehr 10 Monaten, aber nichts. Umgekehrt kann die Krankenkasse aber nachfordern.

Also lass Dich ja nicht auf zu hohe Zahlungen ein, nicht dass Dir das Gleiche passiert. Vorher groß versprechen und nachher Pech gehabt. Konnte mir auch nicht vorstellen dass das rechtens ist in Deutschland, aber so wie es aussieht leider schon...

Gruß Petra

Beitrag von ariella1976 23.08.07 - 13:46 Uhr

Hallo Petra,
mich betrifft diese Regelung Gott sei Dank nicht. Ich hab den Gründerzuschuss beantragt und bekomme ihn auch. Dann falle ich wieder unter eine andere Regelung und muss "bloß" 189,00 € monatlich zahlen. Damit kann ich leben. Zumal das Geld ja durch den Zuschuss abgedeckt ist.
Trotzdem danke für die Warnung. Ich finde diese Regelung echt unfair.
Liebe Grüße
Simone

Beitrag von maus152449 23.08.07 - 13:57 Uhr

Hallo Simone,

genau so wie bei meinem Mann. Am 01.12.06 selbständig geworden, sich auf die €189,- Mindestbeitrag geeinigt. Bekommt also den Gründerzuschuß. Der zuständige Sachbearbeiter wußte das alles, wurde alles notiert. Hat auch die Gesellschaftsverträge, Abmachung mit AA etc, also alles was er wollte bekommen.
Am 31.07.07 das Schreiben, dass Sie den Beitrag rückwirkend zum 01.12.06 auf knapp €230,- erhöhen. #kratz (wir würden also bis zur Erstellung der Bilanz 2007 zuviel zahlen, und da die erst im April 2008 entsteht und wir dann beweisen können, dass es weniger Einkommen ist, hätten wir dann um die €700,- in den Wind geschossen).
Wir waren bis zum 13.08. im Urlaub. Am 16.08. war die Nachzahlung schon vom Konto abgebucht. Hab ich logisch wieder zurückgehen lassen und auch vorher schon gleich schriftlich Einspruch erhoben.
Außerdem hab ich die Versicherung gekündigt. Mein Mann wird jetzt privat versichert (ab 01.11.) bei der Arag und im Ganzen ist das günstiger als gesetzlich (da hier nun die Zahnzusatzversicherung sowie die stationäre Zusatzversicherung) wegfällt.
Ich hoffe Deine Kasse zieht bei Dir nicht das gleich ab wie bei uns. Der Gründerzuschuß läuft ja mit September aus. Wird folglich vorher der Beitrag erhöht, würden wir definitiv für die nächsten Monate (also bis Dezember) zuviel bezahlen und das wie zuvor erklärt nie wieder sehen. Linke Methoden sind das, wenn Du mich fragst.
Das Problem ist, dass man das Einkommen erst mit der Bilanz festlegen kann und solange versuchen die echt alles um Dich vom Gegenteil zu überzeugen. Also, sei bitte vorsichtig.

Gruß Petra

Beitrag von ariella1976 24.08.07 - 06:06 Uhr

Das ist ja echt hart... Werd die Augen und die Ohren offen halten (-;
Danke #blume
Liebe Grüße, Simone

Beitrag von violinista 23.08.07 - 08:32 Uhr

jaaa, das Thema ist richtig, richtig traurig....
ab nächstes Jahr falle ich aus der Familienversicherung raus und muss mich dann freiwillig gesetzlich versichern (privat wär noch teurer). Mein Gewinn wird knapp über 400 Euro liegen. Damit fallen dann laut Krankenkasse 117 Euro an, falls ich nicht mehr als 18h/ Woche arbeite (AOK). Würde ich mehr als 18 h arbeiten, wären es 250 Euro (Tarif ohne Gewinnausgleich im Krankheitsfall). Zusätzlich muss ich als Dozentin mit Honorarverträgen mich Rentenversichern in der gesetzlichen Rentenversicherung - echt nett. Da bleibt von meinem Gewinn nicht mehr wirklich viel übrig..... Mit einem normalen 400 Euro- Job wär ich viel besser dran!!!!!! #kratz Wenn ich dann noch bedenk, dass wir wegen meiner Arbeit ein 2. Auto benötigen, ich einen Vollzeitkitaplatz benötige für meine Tochter..... tja, eigentlich lohnt sich das Arbeiten für mich gar nicht.... Aber ich tus für meine/ unsere Zukunft, in der Hoffnung, mit der nun gewonnenen Berufserfahrung ab Juli in einen festen Arbeitsvertrag zu kommen und aus der Selbständigkeit raus zu kommen!

Beitrag von kati543 23.08.07 - 09:52 Uhr

Da bist du doch noch gut dran. Wir zahlen mittlerweile für meinen Mann, mich und den Kleinen 740€ monatlich. Der Kleine 100€, mein Mann 200€ und ich den Rest. Eine andere Alternative als monatlich zahlen kenne ich auch nicht.