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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von dore1977 22.08.07 - 20:46 Uhr

Moin,

ich wende mich heute an Euch weil ich grad das Gefühl habe ich könnte "Betriebsblind"sein.
Ich habe das Gefühl die "Lösung" ist da aber ich kann sie nicht sehen.

Ich/ wir haben im Moment ziemliche Probleme mit unsrem Collie. Zu den Fakten er ist 6,5 Jahre alt. Katrierter Rüde, kastiert wurde er wegen einem Hodentumor. Er hat die BH Prüfung und er ist ein "vollwertiges" Mitglied unsres Haushalts.

Er war schon immer kein einfacher Hund und davon das Collies so ungemein Familien/kinderfreundlich sein sollen hat unser Hund noch nie was gehört.
Schon als unsre Tochter ein Säugling war fand er sie eher zum abgewöhnen sie war laut und nervte ihn.
Er hat sich damit "abgefunden" das sie da ist.
Als sie im Krabbelalter war hat er nach ihr geschnappt(ich stand übrings danben)und zum Glück hat sie ausser ein paar blauen Flecken nicht s abbekommen.
Seit diesem Augenblick lasse ich ihn nicht mehr alleine mit irgendwelchen Kindern und nehme ihn aus der Situation raus wen es ihm zu viel wird.
Er darf dann in den Garten was ihm auch lieber zu sein schein.


Ausserdem bin ich SUPERKONSEQUENT ich lasse ihm nicht s durchgehen da er sonst sofort den "Aufstand" probt.

Trotzdem kam es im laufe der Zeit zu einigen Zwischenfälle so das ich mir inzwischen große Sorgen mache wie es hier weiter gehen soll.

Ausser der üblichen Keilerrei zwisichen Hunden kam es zu folgen Zwischenfällen.

-das oben erwähnte Schnappen nach unsrer Tochter
-er hat einen Jungen gebissen der ihn mit Fussballstollenschuhen
auf den Fuss getreteten ist uns nicht wieder runter gegangen ist bzw dies wohl wie er sagt nicht bemerkt hat das er den Hund getreten hat.
-er hat einen 5 Wochen alten Katzenwelpen gebissen
-er hat einen 14 Wochen alten Rotweilerwelpen gebisschen
-er hat heute unsren Chihuahua gebissen

Das ist alles in den letzten 4 Jahren passiert.

Nu sitz ich hier und weis nicht was passiert ist bzw was mit ihm los ist.
So langsam find ich das ganze nicht mehr komisch vorallem weil er es aus Situationen herraus tut wo gar nicht s los war.
Heute mit unserm Chi. Sie hatten beide ihr Futter bekommen wie immer wie seit Jahren! im Flur jeder auf seiner Ecke und heute schnappt er sich den Chihuhahua.
Die Wunde ist so groß das sie nachher noch genäht werden muss ich warte im Moment auf den Anruf unser TÄ das sie ihre "normalen" Patienten fertig ist.

Es scheint so als würde sich unser Hund immer das schwächste Glit in der Kette suchen wen er "Frust" hat und es an ihm ablassen und sollte das so sein sorry das geht gar nicht wir haben eine Tochter und Tageskinder und obwohl ich sie NIE mit dem Hund alleine lasse bekomme ich doch langsam ein mulmiges Gefühl.
Mein Mann ist übrigs stink sauer und möchte den Hund am liebsten abgeben aber mal erlich selbst wen ich mich darauf einlassen würde wohnin soll man den einen solchen Hund geben ????

Bitte hat noch irgendjemand eine Idee.
Ich bin erlichgesagt ziemlich Ratlos.
Ich bitte höfflich darum nur ernstgemeinte Ratschläge zu geben auf doofes BlaBla kann ich verzichten den es geht mir wirklich schlecht genug.

liebe Grüße dore die mit Hunden aufgewachsen ist und die sich noch nie so hilflos Gefühlt hat.



Beitrag von .blonder_engel. 22.08.07 - 21:21 Uhr

Hi!

Das mit dem Stollenschuh....für mich verständlich! Gut, man kann auch jaulen und aus der Situation raus aber das ist hochgradig schmerzhaft und nachvollziehbar!

-Katzenwelpe: Nichts ungewöhnliches! Nicht jeder Hund ist Katzenfan und ich würde sagen fast die Meisten haben diese zum Fressen gerne!

- Genauso wie der Hundewelpe, es gibt keinen Welpenschutz in dem Sinne wie er vorgegaukelt wird! Ganz im Gegenteil, wer den Umgang mit Welpen nicht gewöhnt ist kann mit ihnen nicht umgehen, fühlt sich unsicher, bedroht, ist durch den Wind!

Unser Hund ist durch sein schwieriges und isoliertes Leben stark Angstaggressiv gegenüber fremden Hunden!

Ist er unter diesen, steht er im höchsten masse unter Stress und wenn man nicht aufpasst entläd er diesen dann auch mal gerne an seiner besten Hundefreundin ab!

Man braucht ein Ventil um den Druck abzulassen, im Wolfsrudel ist das der Gamma Wolf!

Schon mal an ein paar Einzelstunden bei einem Hundetrainer gedacht?

Schlimm finde ich trotz alledem die Einstellung von deinem Mann, er ist doch ein Familienmitglied! Hat er ihm denn noch nie Freude bereitet? Durch seine Einstellung und damit auch Ausstrahlung macht er es sicher nicht besser!

Liebe Grüsse

Allerdings bräuchte man zur Analyse noch vieeeeeeeeeel mehr Angaben und selbst dann ist es schwierig weil man es nicht selbst gesehen hat bzw einem viele Einzelheiten entgangen sein könnten.

Beitrag von dore1977 22.08.07 - 22:18 Uhr

Hallo,

natürlich weis ich das es Welpenschutz nur im eigenen Rudel gibt trotzdem war es ein Wepe den er gebissen hat.

Der Hund ist mit Katzen aufgewachsen, natürlich kannte er diese Katze nicht aber Katzen an sich kennt er.

Klar weis ich auch das der Hund "seinen Stress an den Rangniedringeren" weitergibt aber ich habe Angst das es in der falschen Sekunde eben ein Kind das ist.
Ich passe auf wie Hulle aber Angst hab ich trotzdem ob ich immer da sein kann ??? Ich hoffe es aber ich weis es nicht, nicht 100%

Tja Hundetrainer eigendlich keine Schlechte Idee aber was soll der genau tun ?
Bitte versteh mich nicht falsch er hat die BH bestanden er gehorcht er ist in 99% der gesammten Zeit total artig und dann plötzlich scheint irgedwas auszuklinken.
Wie gesagt es ist bis auf das eine mal auch immer in meiner Abwesenheit. Er war wie heute zB mit unserm Chi im Flur oder mein Mann hatte ihn "unter aufsicht"

Mein Männe ist "nur" sauer der beruhigt sich auch wieder hier wird niemand weggegeben!

liebe Grüße und Danke

dore

Beitrag von popcorn 22.08.07 - 23:32 Uhr

>>>Tja Hundetrainer eigendlich keine Schlechte Idee aber was soll der genau tun ?
Bitte versteh mich nicht falsch er hat die BH bestanden er gehorcht er ist in 99% der gesammten Zeit total artig und dann plötzlich scheint irgedwas auszuklinken<<<


das er die BH bestanden hat, sagt nichts über seine psyche aus. und DAS schaut ein guter hundetrainer und kann erkennen wo die schwächen und ängste deines hundes liegen und wird ihn genau beobachten


ich selbst habe meine damals noch 2 rüden "analysieren" lassen, hatte dann alles auf band und wir sind es durchgegangen, wahnsinn was ein hundetrainer (war von einer hundeschule hier) alles aus der körpersprache rausliest und es auf band nochmal anzuschauen hat auch mir geholfen es zu verstehen.


mfg

Beitrag von fruitvegmam 23.08.07 - 12:10 Uhr

Hi Dore,

klar, dass Dir das Verhalten Deines Collies an die Nieren geht, vor allem wegen Eurer Kleinen.

Und die Attacke auf seine Chiwa-Freundin klingt sehr bedenklich. Scheint irgendwie auszuticken. Vielleicht plagt ihn eine Krankheit? Wenn sein Verhalten aufs Mal so aggressiv ist?! Solltest vielleicht checken lassen, ob er einen Tumor o. ä. hat.

Ist das ausgeschlossen würde ich einen erfahrenen Hundepsychologen kontaktieren. Tierärzte und Hundevereine können Dir sicher eine Adresse empfehlen oder hier im Forum.

Wünsche, dass ihr den Kerl "in den Griff bekommt".
toitoi
Gruß Ilka

Beitrag von popcorn 22.08.07 - 21:35 Uhr

>>>Ausser der üblichen Keilerrei zwisichen Hunden kam es zu folgen Zwischenfällen.

-das oben erwähnte Schnappen nach unsrer Tochter
-er hat einen Jungen gebissen der ihn mit Fussballstollenschuhen
auf den Fuss getreteten ist uns nicht wieder runter gegangen ist bzw dies wohl wie er sagt nicht bemerkt hat das er den Hund getreten hat.
-er hat einen 5 Wochen alten Katzenwelpen gebissen
-er hat einen 14 Wochen alten Rotweilerwelpen gebisschen
-er hat heute unsren Chihuahua gebissen <<<

schnappen nach der tochter - in welcher situation???

das mit dem jungen ist evrständlich - er hatte schmerzen... hat er geschnappt oder wie hat er "gebissen"???

katzenwelpen - nur weil es ein welpe ist?? hat gar nichts zu heißen... mag er sonst katzen? wie war die situation?

hundewelpen gebissen... nur weil ein welpe??? welpenschutz gibt es höchstens im eigenen rudel.

wie hat sie gebissen? geschnappt oder atackiert??

wie war es bei euren chihuahua? leben sie in einen haushalt? wer hat das sagen? wie alt und geschlecht des chis?


eine bemerkung, da muss ich dir recht geben, klar sucht dein hund immer das schwächste mitglied um sich in seinem rang hochzuarbeiten, das ist in jedem rudel normal. aber ich glaube nicht das diese vorfälle unbedingt damit etwas zu tun haben, dafür bräuchte ich erst mal genauere infos

mfg popcorn

Beitrag von dore1977 22.08.07 - 22:29 Uhr

Danke Dir auch für Deine Mühe mir zu Antworten also:

Er hat nach meiner Tochter geschnappt als sie auf mich zu gekrabbelt ist. (Wir waren auf dem Fussboden) Der Hund hat sich dazwischen gedrängt und nach ihr geschnappt.

Wie er den Jungen mit den Fussballschuhen genau gebissen hat weis ich nicht ich war nicht dabei und mein Mann meint gebissen halt.
Der Junge musste jedenfalls vom Arzt behandelt werden.

Wieso er den Welpen gebissen hat weis ich nicht. Auch da war ich nicht dabei sondern ein Freund der Familie (und Besitzer des Welpen) wollte sie vor einer Eisdiele kurz beaufsichtigen wärend ich den Kindern ein Eis kaufen wollte.
Natürlich gibt s Welpenschutz nur in der Gruppe ich hab auch nie von Welpenschutz geredet #;-)

Katzen kennt er er. Wir hatten schon eine als er zu uns kam.
Er ignoriert Katzen normalerweise es sei den sie laufen weg wen sie stehen bleiben sind sie ihm egal.

Der Chi lebt schon über fast 5 Jahre bei uns.
Er ist ebenfalls kastiert und ca 8 Jahre alt (wir wissen es nicht genau er stammt aus einer Zuchtauflösung)
Tja die Rangordnung ist so eine Sache ich habe immer das Gefühl er nimmt den Chi als Hund nicht wirklich ernst. Es kann schon sein das er im klar machen wollte wo er steht im Rudel.

ich hoffe ich habe jetzt keine Info vergessen.

lg dore

Beitrag von popcorn 22.08.07 - 22:50 Uhr

mhh da du bei vielen situationen nicht dabei warst, ist es natürlich schwer einzuschätzen, daher kann auch ich nicht viel dazu sagen....:-(


das mit dem welpenschutz hatte ich erwähnt, da du sowohl einen katzen"welpen" und einen rotti"welpen" erwähnt hattest



ist dein hund gut ausgelastet??? hört er aufs wort?? was darf er was nicht?

Beitrag von dore1977 22.08.07 - 22:57 Uhr

Tja deswegen mache ich mir ja solche Sorgen er kann doch nicht jedes mal "Mist" baun wen ich ihn mal aus den Augen lasse.

Ja er ist ausgelastet. Wir gehen sehr viel raus und ich bemühe mich auch immer ihn geistig auszulasten.
Wir haben eine Zeitlang sehr viel Agility gemacht aber seit dem Hodentumor bzw der OP hatte er irgendwie keine Lust mehr. Man hat gemerkt er will das nicht mehr.
Ja er hört auf s Wort und auf Sichtzeichen und zwar beim ersten mal.
Er darf nicht auf s Sofa nicht auf Bett darf nicht zu erst durch die Tür muss sich das Fressen von mir wegnehmen lassen usw.... im Gegenzug nehme ich ihn sehr viel mit da das ja auch geht da er gehorcht.

Beitrag von popcorn 22.08.07 - 23:17 Uhr

klar darf sowas nicht passieren, aber die aussage er hat gebissen.. reicht nun mal nicht, verstehst du. ;-)

es kann so viele gründe gehabt haben....



schwer das zu beurteilen.. macht ihr anderen kopf oder leistungssport mit ihm? wie weit ist er in die familie mit einbezogen, macht ihr viele spaziergänge zusammen.

border neigen zu agressivität/launischkeit, wenn sie nicht ausgelastet und unterfordert sind

Beitrag von popcorn 22.08.07 - 23:34 Uhr

irgendwie hab ich was verwechselt, dachte du meinst nen border colli sorry #hicks

aber ich würde dir auch zu einem hundetrainer raten....

Beitrag von smr 23.08.07 - 14:40 Uhr

Hallo Dore!
Die Situationen, die Du beschreibst, können durchaus nachvollzogen werden und einige der Posterinnen haben ja auch schon Begründungen aufgezählt, aber ich finde auch, dass man mal genauer darüber nachdenken sollte, denn so sehr man einiges auch verstehen/nachvollziehen kann, sollte es eigentlich nicht passieren.
Mir ging spontan durch den Kopf, wie es mit der Gesundheit des Hundes aussieht? Immer wieder hört man, dass Hunde, die öfters schnappen/beissen, ohne, dass ich hier was überbewerten will, Schmerzen haben? Wäre ja auch logisch, wenn wir nicht so gut drauf sind, sind wir ja auch nicht immer die Nettesten.

LG
Sandra

Beitrag von popcorn 23.08.07 - 19:31 Uhr

da hast du natürlich recht, hatte übersehen das es noch nicht erwähnt wurde!#aha