Eheähnl. Gemeinsch. - Kind - leben in seinem Haus .... FRAGEN....

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von aceg1970 22.08.07 - 21:11 Uhr

Hallo,

ich lebe seit ca. 5 Jahren in einer eheähnl. Gemeinschaft. Da mein Freund damals schon das Haus besaß (selbst gebaut), stellte sich nicht die Frage, wo wir hinziehen. Jetzt haben wir ein fast 1jähriges Kind zusammen und ich habe 1 Jahr Elternzeit genommen (noch bis Ende Oktober).

Fakt ist: er möchte nicht heiraten (war er schon einmal), ich zahle ihm eine NK-Beteiligung seit meinem Einzug, auch jetzt während der Elternzeit, obwohl ich nur wenige Stunden arbeite. Ich kümmere mich derzeit um den kompletten Haushalt (ca. 200qm), und auch ums Einkaufen...und natürlich ums Kind. Auch vorher habe ich den Großteil der Hausarbeit erledigt. Im Garten mäht er Rasen und macht mal Kleinigkeiten. Ich kümmere mich um Beete, Unkraut etc.
Ich habe ein Auto, er nicht, d.h. das benutzen wir für gemeinsame Dinge, und ab und zu hat er es auch für sich, wenn ich es nicht brauche. Das Auto unterhalte ich allein.
Für gemeinsame Kosten im Haushalt zahlt jeder 150 Euro auf ein gemeinsames Konto. Der Betrag ist allerdings - meiner Meinung nach - viel zu niedrig.

Ehrlich gesagt bin ich - so wie es gerade läuft - sehr unzufrieden.
Zum einen denke ich, dass meine NK-Beteiligung viel zu hoch ist, zum anderen komme ich mir immer irgendwie als "Gast" vor, da es sein Haus ist. Und trotzdem habe ich schon viel Energie und auch Geld (Tapeten, etc.) ins Haus gesteckt (da das Haus erst 1 Jahr bewohnt war bei meinem Einzug, gab es noch viele Baustellen.

Meine Frage: wer hat die gleiche Situation und wie regelt ihr das finanziell?

Beitrag von hibbelliese 22.08.07 - 21:21 Uhr

Hallo,

bei uns ist es so, das es kein "meins" und "deins" gibt. Wir haben ein Konto. Ich bin auch in Elternzeit, verdiene keinen Cent. Erziehungsgeld bekomme ich. Wir sind auch nicht verheiratet, aber eine Familie. Drum machen wir da kein Ding draus. Aus dem was wir haben, kaufen wir .. natürlich keinen Schnickschnack was wir nicht brauchen.. aber wir sind eh beide sparsam, drum gibt es ums Geld bei uns keine Probleme.

Wenn beide mit Geld umgehen können und man sich einig ist, ist das die Lösung. Diese Rechnerei macht einem doch auf Dauer wahnsinnig, oder ?

hibbel

Beitrag von aceg1970 22.08.07 - 21:29 Uhr

hallo hibbel,

"meins" und "deins" gibt es so bei uns ja auch nicht. Er sagt ja auch nie "mein Haus", sondern "unser", und ich sage ja auch nicht "mein Auto" zu ihm.
Wir bekommen kein Elterngeld.
Wohnt ihr auch in "seinem" Haus? Und wie beteiligst du dich dann an den Kosten?

VG
Elena

Beitrag von hibbelliese 22.08.07 - 21:34 Uhr

Ich hab ja keine Einnahmen. Wie soll ich mich denn da beteiligen. Meine Beteiligung ist die Kinderbetreuung, ich schmeiß den (unsern) Haushalt allein, koche und manage sonstige Büroarbeiten. Mein Job fehlt mir, ich versuche nächstes Jahr wieder zu arbeiten. Nicht wegerm Geld, sondern weil mir die Decke auf den Kopf fällt. Wir sind sparsam, haben deshalb auch keine Geldsorgen und müssen deshalb auch nicht unterscheiden zwischen dem was er einnimmt und dem was ich einnehme ...
Macht doch ein Konto und fertig. Jeder nimmt sich aus dem Topf was er braucht. Geht natürlich nur, wenn man einer Meinung ist.

Beitrag von anyca 22.08.07 - 21:51 Uhr

Warum zahlst Du während der Elternzeit NK-Beteiligung? Du bist schließlich zuhause, damit er weiter arbeiten kann! So wie es im Moment Dein Job ist, das Kind zu hüten, ist es Sein Job, die Rechnungen zu zahlen!

Beitrag von emilymaria 22.08.07 - 23:21 Uhr

Wir haben jeder sein Konto und ein gemeinsames von dem alle Kosten runtergehen, die nicht persönlich sind; auf das zahlt er aber wesentlich mehr ein als ich, obwohl ich den höheren Verdienst habe (trotz ich aufgrund unseres Kindes nur Teilzeit arbeite) - das sehe ich als Ausgleich, dass ich später ja auch z.b. weniger Rente bekomme (weniger Anwartschaften), geringere Beförderungsmöglichkeiten etc... und dadurch, dass wir nicht verheiratet sind, ja auch keinen Anspruch auf irgendwas habe, falls er vor mir stirbt.
Haus gehört uns allerdings gemeinsam, wird von dem Konto bezahlt.

Als ich ganz zuhause war, habe ich gar nix dort einbezahlt, da ich ja sonst theoretisch Unterhalt bekommen hätte und das somit der Ausgleich war. Allerdings habe ich meine privaten Kosten (Krankenkasse, Vereine...) von meinem Ersparten gezahlt - war aber ne faire Vereinbarung und durch vorheriges Einsparen meines Gehaltes (da wir die nix Einzahl-Methode bereits ab Geburt durchgeführt haben und ich ja noch 2 Monate volles Gehalt während MuSchu erhalten habe) gut möglich.
Ich sehe das daher ähnlich wie meine Vorschreiberin - du bist zuhause, verzichtest auf Geld, weil du dich um eurer gemeinsames Kind und euren Haushalt kümmerst, da solltest du nix zahlen.
Im Gegenteil:
Die Rechnung ist ganz einfach: Von seinem Gehalt stehen dir rein rechnerisch solange du nicht arbeiten gehen kannst wegen Betreuung, mind. die ersten drei Jahre, 3/7 nach Abzug des theoretischen Kindesunterhalts zu, so die Rechtssprechung. (Könnte sein, das man da noch ne fiktive Miete abziehen könnte, weil er die Wohnung gewährt, dann entsprechend runtergerechnet)
Ob das sein Haus ist oder peng - schließlich bist du auch nicht erbberechtigt, oder?
Mach deinem Männe mal Beine, er macht sich das etwas zu einfach! Was kannst du dafür, dass er mal Pech hatte (aber das ähnliche Problem kenne ich auch...)

Liebe Grüße, Mari

Beitrag von parzifal 23.08.07 - 10:25 Uhr

Du bekommst doch aber trotzdem mehr Rente als Dein Partner, wenn Dein Verdienst auch jetzt noch höher ist.

(Bei einer würde die in der Ehe erworbenen Anwartschaften ohnehin geteilt.)

Du verdienst mehr als Dein Partner. Dieser müsste eigentlich im Verhältnis zum Einkommen weniger zahlen als Du. Statt dessen zahlt er WESENTLICH mehr!

Du stellst Dich also deutlich besser als in einer Ehe!

Richtig finde ich das nicht.

"...und dadurch, dass wir nicht verheiratet sind, ja auch keinen Anspruch auf irgendwas habe, falls er vor mir stirbt. .."

Was ist das denn für ein Argument?

Dasselbe gilt doch auch für Deinen Partner!

Und da Du mehr verdienst ist dieser Umstand für Deinen Partner doch sogar schlechter als für Dich.

Beitrag von emilymaria 23.08.07 - 14:11 Uhr

Hallo,

sorry, aber wenn ich ganztags arbeiten würde (was mein Partner ablehnt, da er nicht auf Teilzeit gehen möchte für Kinderbetreuung), würde ich schon jetzt wesentlich mehr Geld bekommen und entsprechend später mehr Pension. Das ist der Knackpunkt, von daher unsere jetzige Vereinbarung, die wir übrigens gemeinsam getroffen haben. Was ich vielleicht vergessen hatte zu erwähnen, dass die fixen Kosten für unseren Zwerg (Krankenversicherung, Kitagebühr) auch von meinem Konto zahle - er kommt schon nicht zu kurz.

Im übrigen ist es so, dass die Anwartschaften für ne Renete auch in der Ehe bei uns nicht geteilt würden - lediglich bei Scheidung etc. würde ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden.

Mari



Beitrag von anja96 23.08.07 - 09:08 Uhr

Hi,

150 Euro pro Person finde ich tatsächlich etwas wenig zu Dritt. Als wir noch zu Dritt waren, hatten wir 450 Euro in der Haushaltskasse und nun zu Viert 640 Euro. Es ist aber tatsächlich so, daß wir auch komplett getrennte Konten haben und ich arbeiten gehe (mit Baby) und die HÄlfte der Miete + NK zahle. Er zahlt aber auch dafür die Tagesmutter (das geht also nicht von meinem Halbtagsgehalt ab).Aber genau aus diesem Grund verlange ich von meinem Freund auch, daß er sich im Haushalt genauso beteiligt wie ich. Wenn er nun ein Haus kaufen würde (sind seit 2 Jahren auf der Suche) müßte ich ihm auch einen Mietanteil bzw. NK-Anteil zahlen.

Du siehst also, Du stehst nicht alleine in so einer Situation, aber verlange von ihm, daß er sich mehr beteiligt im Haushalt.

LG, Anja