Sprachstörung bzw. verzögerte Sprachentwicklung

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von twokid83 22.08.07 - 22:12 Uhr

Huhu,

hat jemand zufällig auch ein Kind, das mit 3,5 Jahre kaum spricht??

Unser Große ist jetzt 3,5 Jahre alt und geht seit letzte Woche in einen Integrationskindergarten, davor bekam er Frühförderung. Er spricht paar Wörter, aber eben nicht dass was in seinen Alter "normal" ist. Ansonsten ist er fit und aktiv ohne Ende.

Lg Jule

Beitrag von minkabilly 23.08.07 - 15:45 Uhr

Hi!

Ja, mein 2. Sohn wird Anfang September 3 Jahre und besucht seit Mitte August 2007 einen heilpädagogischen Kindergarten. Davor bekam er auch Frühförderung.
Er ist "allgemein entwicklungsverzögert"; sprachlich ist er ca. auf dem Stand eines 2-Jährigen.
Gibt es bei euch denn eine Ursache für die Verzögerung?
Bei uns ist es die "Frühgeburt", mein 2. Sohn kam schon in der 30.SSW.

LG, Minkabilly!

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 16:20 Uhr

Huhu Minka,

wir wissen das nicht, es gibt mehrere Faktoren die die Ursache sein können.

Zum einen war die Schwangerschaft von ihm nicht einfach, hatte Blutungen im 2ten Monat, Gebrochen bis ins Untergewicht bis zur 16ten Woche, in der 24 Woche wollte er raus, war dann 4 Wochen im Kh und auch Schwangerenintensiv etc.

Außerdem hat er nie gekrabbelt, wo unsere FF meinte das trainiert die beiden Gehirnhälften und wäre förderlich für Sprache etc.

Dann wurde ich schwanger und die Schwangerschaft vom Kleinen war schlimmer als vom Großen und ich lag jeden Monat im Kh, da hat der Große sich zurückgezogen.

Tja und als letztes sein schnelles Wachstum in den ersten 3 Jahren.

Wie gesagt wir wissen es nicht genau und werden es wohl auch nicht rausfinden.

Lg Jule

Beitrag von ungeheuerlich 23.08.07 - 17:45 Uhr

Hachja, kommt mir alles seeehr bekannt vor und mein Sohn hat ADHS mit Hochbegabung. Hoffentlich bleibt euch das erspart.

LG

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 17:55 Uhr

Huhu,

ADHS hat er nicht jedenfalls wurde das bis jetzt vom keinen Arzt festgestellt, weil er auch Phasen hat wo er ruhig spielt und nicht so flippig etc ist wie ein ADHS Kind

Lg Jule

Beitrag von ungeheuerlich 24.08.07 - 07:51 Uhr

Dafür ist er auch noch zu klein.

Du, Julian kann stundenlang ruhig spielen, mit Dingen die ihn interessieren! Aber alles andere was von ihm "erwartet" wird, das klappt gar nicht.

Ich wünsch euch alles Gute.

lg

Beitrag von twokid83 24.08.07 - 07:54 Uhr

Huhu,

doch das geht bei Jerry zwar nicht immer auf Anhieb aber das funktioniert einigermaßen, wie gesagt je nachdem was für ne Laune er hat

Lg Jule

Beitrag von nika2006 26.09.07 - 23:36 Uhr

Hallo,
ist das dann ADS? Mein Sohn macht auch dicht, wenn er etwas "soll" tobt dann auch mal rum. habe das nie damit in Vebindung gebracht.
LG

Beitrag von minkabilly 25.08.07 - 07:14 Uhr

Hi!
Das ist echt eine blöde Situation, wenn man nicht weiß "warum" es so ist bzw. er nicht spricht.
Aber früher wurde er nicht geboren, oder??? Weil du schreibst
............" in der 24 Woche wollte er raus"...................
Gekrabbelt ist mein Kleiner schon, auch sehr lange............er bekam 18 Monate Krankengymnastik bis er anfing zu laufen.
Und trotzdem ist er sprachlich weit zurück.
LG

Beitrag von twokid83 25.08.07 - 07:41 Uhr

Huhu,

nein er wollte zwar raus, aber danke netter Medikamente und 6 Monate nichts mehr machen blieb er dann doch drin, die Ärzte haben das auch net gedachte, weil die Wehen richtig heftig waren und ich auch schon auf Ks vorbereitet worden bin und auch das sie ihn hätten sterben lassen, wenn er zur Welt gekommen wäre und all die netten Dingen, die man dann erfährt.

Wie gesagt, es wurden unser diese Faktoren gesagt, dass sie eine Rolle spielen können, aber nicht müssen, nur ich denke Rätsel raten bringt ja keinen wirklich was.

Lg Jule

Beitrag von hexi66 23.08.07 - 17:25 Uhr

hallo
mein sohn ist acht jahre und ist zu früh auf die welt gekommen (34ssw)und kann heute noch nicht ganz das sch. . und hat eine von kindergarten sprach traning bekommen. Jetzt in der schule bekommt er auch eine sprachtherapie, und es hilft. als mach dir keine sorgen es kommt nach und nach
l.g

Beitrag von minkabilly 25.08.07 - 07:08 Uhr

Hi!
Das ist schön zu hören. Im Moment hat er wieder eine Phase wo es sprachlich vorwärts geht ;-).
Ist ja seit Mitte August im heilpädagogischen Kindergarten und da lernt er so manches dazu.
LG

Beitrag von bipi168 23.08.07 - 19:15 Uhr

Hallo,

unser Sohn ist drei jahre und spricht gar nicht.
Er lautiert wie ein Baby, allerdings ist seine Diagnose auch dementsprechend und wir wissen nicht ob er es überhaupt lernt!

Auf welchen geistigen Stand ist denn euer Kind?
Was spricht er denn schon?

Lg und alles gute Bianca

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 19:26 Uhr

Huhu Bianca,

ist schwer zu sagen, also geistig ist er normal fit, wobei dass ja auch schon wieder ne Sache für sich ist. Also verstehen tut er alles, er weiß auch was gemeint ist. Ordnet Dinge nach seinem Schema und wird auch zickig und ändert es sofort, wenn man versucht ihn was unterzuschieben z.B. er sortiert alle blauen Bälle in den Blauen Kasten, steckt man einen Roten Ball rein, wird der sofort rausgenommen und weggeworfen etc.

Er kriegt auch Sachen nach einmal gucken hin z.B. wir waren das 1te Mal schaukeln, ich setze mich auf meine er auf seine und ich schaukelte los und er machte es nach ohne Hilfe.

Uns wurde gesagt, dass er alle Wörter weiß auch sagen kann, nur ihn irgendwas blockiert oder es verhindert dass sie halt raus kommen und das es für Kids wie ihn schwieriger ist, da sie ja ihre Welt ohne Worte leben und verständlich machen müssen.

Wörter allgemein kann er, hmm gute Frage 20-30 Stück und 1 3-Wort-Satz "Giggi hör auf".

Das lautieren wie ein Baby ist bei uns eher schreien und gequietsche, wirklich wunder das wir noch keinen Tinitus haben weil er so hoch kommt


Lg Jule

Beitrag von bipi168 23.08.07 - 20:05 Uhr

hallo,

ich kenne es nur so ..............

ich habe oft ein kind vor mir, was mir irgendetwas mitteilen möchte und es nicht kann, was etwas haben möchte und sich nicht auszudrücken weiß.
so etwas endet dann in wutausbrüchen die soweit das gehen das er sich selbst blutig schlägt ect.pp.
das problem daran ist tim hat kein schmerzempfinden, so benutzt er blut als fentil, er wenn er blutet hört er auf.

wurde euer sohn mal im spz komplett untersucht?
psychische störungen usw. ausgeschlossen?
mir kommt das sotieren nach farben etwas seltsam vor, ich kenne das ..........

liebe grüße bianca

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 20:15 Uhr

Huhu bianca,

ja kennen tu ich sowas auch, nur das er halt nichts kaputt schlägt oder sich selber wehtut. Die Schmerzgrenze bei Jerry ist auch hoch und wir werden auch öfters doof angeguckt, weil wir nicht gleich trösten wenn er hinfällt, auch wenn er nicht heult etc.

Jerry wurde bis jetzt nur vom Arzt beim Gesundheitsamt, Kia, Psychologen und HNO untersucht, diese Untersuchungen waren auch Pflicht für den Kitaplatz und der Frühförderung.

Wie gesagt ausschliessen können wir nichts, wie auch solange er nicht sagt wo genau sein Problem ist werden wir nie den Grund wissen.

Lg Jule

Beitrag von bipi168 23.08.07 - 20:24 Uhr

Na ja, wenn er zb. autistische Verhaltensweisen aufzeigt wird er es auch nicht sagen können, da er es ja so nicht sieht.

Vielleicht solltet ihr ihn aber mal einen SPZ vorstellen und wirklich darauf pochen das sie ihn anständig untersuchen.
Wenn man weiß was es ist kann man auch anders entgegnen und ihn best möglich fördern, das weißt du ja selbst.
Es könnte ja auch Stoffwechsel ect. dahinter stecken.
Wir mussten eine ganze Liste an anderen Krankheitsbildern erst abklären lassen mit stationären Aufenthalt.

Wie ist er denn sonst so?
Passt er sich seiner Umgebung an?
Spielt er und mag er andere Kinder?

Ich weiß ich bin neugierig ;-).
Lg Bianca

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 20:34 Uhr

Huhu Bianca,

also essen tut er wie ein Großer, es ist schon vorgesehen, wenn in dem Jahr Kita sich keine weiteren Änderungen passiert, dass er in Bremen in der Kinderklinik vorgestellt wird, solange wird eben versucht es in der Ergotherapie und Logopädie und im Kita gemacht, die Frühförderung hat bis jetzt ja auch schon einiges bei ihm bewegt.

Also autistisches Verhalten würd ich sagen hat er nicht, das wäre uns ja auch schon mitgeteilt worden.

Er passt sich seiner Umgebung an wie halt ein 3jähriger in der Trotzphase, mal macht er so mit wie er soll und mal nicht*g* und mit Kids spielt er im Kindergarten, ob er sie mag keine Ahnung (kann er ja nicht sagen), er hat schon einiges negatives erlebt mit Eltern und Kids, aber bösartig gegenüber anderen oder negativ eingestellt ist er nicht. Irgendwie kommt er mit den Kids da auch klar, jedenfalls hat er paar "Freunde" (naja wenn man dass nach einer Woche schon sagen kann).

Lg Jule

Beitrag von bipi168 23.08.07 - 20:49 Uhr

na dann ist ja gut, ich drücke euch auf jeden fall die daumen und wünsche euch von herzen alles alles gute.
liebe grüße bianca

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 21:03 Uhr

Danke wünsche ich dir und deiner Familie natürlich auch, ist ja net so einer Situation


Lg Jule

Beitrag von nika2006 26.09.07 - 23:51 Uhr

An autismus will und mag man ja oft auch nicht denken. Aber je mehr man sich informiert, desto mehr findet man auch.
Mit meinem Sohn ist es ähnlich. Er sprach bis Mai nur ca. 30 Wörter.
Seitdem wir im WOI waren hat er sich geöffnet. Bis zu seinem 4. Geb. (31.7.) hat er zwar schon einiges mehr gesprochen, aber nicht viel. Ich habe noch jedes Wort notiert und mich über jedes neue gefreut. Seit seinem Geb. macht er solch enorme Fortschritte dass ich kaum noch hinterher komme. Vorher war keine Bereitschaft da, etwas nachzusprechen. Nun muss man aufpassen was man sagt. Einiges kommt noch undeutlich, aber er muss ja seine Mundmotorik noch trainieren. Ich glauber er hat seitdem seinen Wortschatz auf rund 250 Wörter vergrößert, in doch recht kurzer Zeit.
Seit 3 Wochen geht er in den Kindergarten (Heilpädagogische Gruppe) und es wird immer immer besser.

Es bestand übrigens auch der Verdacht auf Autismus, ich war sehr geschockt, habe nur geheult. Anhand des Fragebogens und der 3 wöchigen Beobachtung im SPZ konnte es jedoch ausgeschlossen werden. Aber auch heute noch mache ich mir gedanken und "interpretiere" vielleicht zuviel in etwas hinein. Er baut auch immer noch gerne Autos aneinander, er dreht gerne und Licht fasziniert ihn auch. Wobei das schon gut nachgelassen hat (Aber der Jahrmarkt am WE war schon toll für ihn). Das wars aber auch schon wieder an auffälligkeiten. Nun muss man die Grenze finden, was davon machen normale Kinder auch und was nicht. Welches Kind findet bunte Lichter auf dem Jahrmarkt nicht toll? Dennoch erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich zu meinem Mann sage "Guck mal, er beobachtet schon wieder das Licht, das ist autistisch"...

Nun, bevor es ein Roman wird, hör ich mal lieber hier auf.

Alles Gute.

Beitrag von tonkaldonna 27.08.07 - 14:14 Uhr

Ja,mein Mann hat einen Sohn aus einer Beziehung,der im September 7 Jahre alt wird.Er kann sehr schlecht sprechen.Wir haben arge probleme ihn zu verstehen.Wir vermuten auch,daß seine Mutter wenig mit ihm spricht und ihn auch nicht verbessert,wenn er etwas falsch sagt.Seine Ohren und so sind alle in Ordnung,also liegt es nicht an den Ohren,daß er vielleicht wenig oder garnicht hört.
Beate

Beitrag von twokid83 27.08.07 - 14:32 Uhr

Wenn er 7 Jahre alt ist, ging er doch in den Kita und/oder in die Schule, die müssen dazu ja auch was gesagt haben, die werden ihn doch auch nicht nur angeschwiegen haben oder?

Geht er zur Therapie oder sonst was? Macht dein Mann irgendwas damit dem Jungen geholfen wird?


Jule

Beitrag von tonkaldonna 27.08.07 - 18:21 Uhr

Mein Mann hatte 2 Jahre lang keinen Kontakt zu ihm,weil es durch die Mutter verhindert wurde.Mittlerweile läuft das Umgangsrecht über´s Gericht.Wir konnten den kleinen bis Mai 3 mal zu uns nehmen,da sprach er sehr schlecht,ich würde sagen wie ein 3/4 Jähriges Kind.Er ist seit er 3 ist beim Logopäden und beim Kindergarten war er in einer Integrationsgruppe.Jetzt nach den Ferien kommt er in eine Sprachschule.
Wenn es nicht die Ohren sind und der Arzt sagt,daß er Organisch Kerngesund ist,woran könnte es noch liegen??
Beate

Beitrag von twokid83 27.08.07 - 18:23 Uhr

Gute Frage,

wenn er soviel Behandlungen bekommt, müsste es eigentlich besser werden.

Bin aber kein Arzt deswegen kann ich dir das nicht sagen.


Jule

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